NarrenTalk - Der DVDnarr.com Podcast
DVDnarr.com   
Home Forum NarrenTalk (Podcast) Fotogalerie Amazon.de
Suche Hilfe
Registrieren
Benutzername:   Passwort:
Passwort vergessen?
Seiten: [1]   Nach unten
  Sende dieses Thema  |  Drucken  
Autor Thema: Mallrats  (Gelesen 13631 mal)
0 Mitgliedern und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Vince
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 4.348


Debakelvince


« am: 21. September 2005 um 19:56 »

Mallrats
Diese Kritik erschien auch bei www.ofdb.de



Technische Daten
Vertrieb: Universal
Regionalcode: 2, 4
Laufzeit: 91:11 Min.
Regie: Kevin Smith
Darsteller: Shannen Doherty, Jeremy London, Jason Lee, Claire Forlani, Ben Affleck, Joey Lauren Adams, Renée Humphrey, Jason Mewes, Kevin Smith, Ethan Suplee, Stan Lee, Priscilla Barnes, Michael Rooker, Carol Banker, Steven Blackwell
Bildformat: Widescreen 1,85:1 (Anamorph)
Sprachen: Deutsch Dolby Surround 2.0; Englisch Dolby Digital 5.0
Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte, Deutsch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch
Freigabe: FSK 16

Film
Inhalt: Brodie ist eine unverbesserliche Couch-Potatoe. Den ganzen Tag hängt er vor dem Fernseher ab, spielt Videospiele oder durchforstet seine Comics. Das ist zuviel für seine Freundin Rene: Sie verlässt ihn.
Brodies bestem Kumpel T.S. geht es nicht anders: Seine Freundin Brandi trennt sich zur gleichen Zeit von ihm, und zwar nach einem Streit darum, dass sie in der Flirt-Show ihres schmierigen Vaters für eine verstorbene Kandidatin einspringt. Gefrustet begeben sich die beiden Versager in ihre letzte Zuflucht: das Einkaufszentrum. Anstatt dort aber chillen zu können, erleben sie eine böse Überraschung. Die Flirt-Show mit Brandi findet mitten in diesem Einkaufszentrum statt, und Rene lässt sich gerade von dem arroganten Schnösel Shannon Hamilton einwickeln. Das Ziel ist klar: Die Show muss demontiert und der Schnösel abgemeldet werden. Doch wie soll das Geschehen? Mit dem von einem 3D-Bild paralysierten William Black? Mit Comic-Ikone Stan Lee? Mit dem Kiffer-Duo Jay und Silent Bob? Auf eigene Faust? Oder löst sich das Problem am Ende gar von selbst?



In Sachen Jersey-Trilogie bin ich leider „Clerks“-unvorbelastet, weshalb eventuelle Parallelen auf Kevin Smiths Erstling in dieser Besprechung wegfallen müssen. Wie sieht also „Mallrats“ nun als eigenständiger Film, nicht als Teil einer losen Trilogie aus?

Sinnlos.

Wüsste ich es nicht besser, würden die fragwürdigen Abenteuer von T.S. (Jeremy London) und Brodie (Jason Lee) als Kevin Smiths Regiedebüt durchgehen, denn das semantisch vollkommen leere, aber um so unterhaltsamere Werk schreit geradezu nach der Bezeichnung „Debüt“. Offensichtlich soll ein Lifestyle zelebriert und in einer möglichst bequemen, gleichzeitig aber ungemein raffinierten (dazu später mehr) Weise inszeniert werden; und zwar ein Lifestyle, der nicht etwa auf einer langjährigen Kultur aufgebaut ist wie etwa der Hip Hop-Kult, sondern einfach nur von ein paar Pappnasen ganz autark gelebt würde. Ein Lifestyle der Beavis & Butthead-Generation.

Smith legt in einer noch etwas kindlichen Art und Weise bereits sein Talent nieder, schräge Charaktere in unkonventionelle Zusammenhänge zu setzen und sie so miteinander agieren zu lassen, dass nicht unbedingt eine Aussage entsteht, auf jeden Fall aber so etwas wie eine Füllmasse, die den Zuschauer zufrieden in den Restabend entlässt. „Mall Rats“ sprüht vor Bedeutungslosigkeit und preist diese sogar noch in den Vordergrund, anstatt sie peinlicherweise zu verstecken. Es ist schon komisch: dem Publikum wird keine Satire vorgesetzt, keine Sozialstudie, kein Charakterpsychogramm (das folgte später in „Chasing Amy“), ja nicht einmal die gewöhnlichen Merkmale einer typischen Komödie. Und doch – der Zuschauer ist mit dem Einsetzen des Abspanns rundum zufrieden. Wie das?

Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich vielleicht Kevin Smiths Hintergrund ins Gedächtnis berufen: den Comic, der einen nicht unerheblichen Teil seines Lebens ausmachte und noch ausmacht. Nach wie vor habe ich zwar keine Antwort darauf, was denn nun der Sinn von „Mallrats“ ist, aber zur Filmstruktur ist diese Herangehensweise vielleicht ein Schlüssel. Brodies und T.S.'s Ausflug ins Einkaufszentrum weist nämlich inszenatorisch alle Merkmale eines traditionellen Comics auf.



Natürlich hat sich die Definition des Begriffes „Comic“ in den letzten Jahren einer starken Veränderung unterzogen. Betrachtet man Werke von Künstlern wie Ashley Wood, ist es nur noch schwer, den Comic auf einzelne Stil- und Charaktermerkmale zu reduzieren. Die Wurzeln von Kevin Smith liegen jedoch in den 60er- und 70er-Jahre-Werken von Marvel, und diese sind es, die in „Mallrats“ neben zahlreichen Filmklassikern („Star Wars“) nicht nur gewürdigt werden, sondern auch ganz deutlich in die Filmstruktur eingeflossen sind.

Der komplette Film ist durchsetzt von markanten Schlüsselbildern, die sich geradezu dafür anbieten, in Panels eingefangen zu werden. Da hätten wir T.S. und Brodie auf der Couch, der (halb-)nackte Produzent der Flirtshow bei seinen Karateübungen vor dem Spiegel, Silent Bob in seinem Batman-für-Arme-Kostüm, wie er in der Pappwand steckt, Gwen Turner beim Unterwäschewechseln in aller Öffentlichkeit, Rene und Brodie im Fahrstuhl, William Black vor dem 3D-Bild, und, und, und. Der 91-Minüter ist eine intelligente Aneinanderreihung von Einzelszenen, die jeweils von einem dieser Schlüsselbilder dominiert werden. Und genauso funktionieren Comics: Momentaufnahmen werden auf ein Bild komprimiert, das für den kompletten Handlungsspielraum bis zum nächsten Bild spricht.

Dem stehen die Charaktere – mögen sie tatsächlich oder vom Hörensagen her vorkommen – in nichts nach. Alleine die 15-jährige Freizeitprostituierte aus wissenschaftlichem Interesse... eine derartige Überspitzung in einer einzigen Figur vereint gibt's nur im Comic, und diese Charakterauswüchse erinnern einerseits an den ausufernden Zeichenstil eines Angel Medina, andererseits in diesem Fall sogar fast an Go-Go aus „Kill Bill Vol.1“ und damit an japanische Mangas. Eine andere Figur (die nicht per se vorkommt) schwimmt sich zu Tode (!), wieder eine andere (Ethan Suplee als William Black) steht wie die klassische inaktive Kulissenfigur im Hintergrund und knobelt sich eine Aufgabe zurecht, um zwischendurch mal Ausraster zu kriegen, wenn kleine Rotzgören ihn vom Intellekt her übertreffen. Und ganz nebenbei wird noch der Osterhase verkloppt – ein zwar abgedroschenes Motiv, das aber unglaublich gut getimt ist und deswegen Schenkelklopferpotential hat.
Die Krönung in der Hinsicht sind aber Jay und Silent Bob (Jason Mewes und Regisseur Kevin Smith), was ab „Chasing Amy“ bis hin zu ihrem eigenständigen Film „Jay & Silent Bob Strike Back“ auch weiterverfolgt wurde. In ihrer bis ans Äußerste getriebenen Unterschiedlichkeit bezüglich Aussehen und Eloquenz (Jay schnattert durch die Bank, am liebsten über Mösen, während Silent Bob nur etwas sagt, wenn es wirklich sinnvoll ist... und da „Mall Rats“ sinnlos ist, redet er so gut wie gar nicht. Got it?) sind sie der Inbegriff des Comic-Klischees eines Superheldenteams nach Batman & Robin-Manier. Nicht umsonst werden darauf immer wieder Hinweise gegeben, wenn sich Silent Bob etwa als Superheld verkleidet oder wenn er mit einem selbstgezeichneten Plan herumhantiert, auf dem sie beide als Strichmännchen vorkommen.
Funktional halten sie sich jedoch traditionellerweise im Hintergrund, um im richtigen Moment den Protagonisten – meist eher ungewollt oder zufällig – zur Hand zu gehen und den Tag zu retten.



Zuletzt gibt sich auch der Plot sehr comic- bzw. episodenhaft und strukturiert, denn das Werben Brodies um Rene bzw. von T.S. um Brandi wirkt gipfelnd in einer schmalzigen Herzblatt-Show mit all ihren Action- und Humorhöhepunkten wie eine Parodie dümmlich-liebevoller Bemühungen des klassischen Verlierertypen, der aber eigentlich gaaanz lieb ist und der viel besser zur Angebeteten passt als der blöde Schnösel, der sich als Mitkonkurrent dazwischengeschoben hat (hier: Ben Affleck).

Aufbauend auf diesem Comic-Ansatz, kann als einer der großen Knotenpunkte der Gastauftritt der Marvellegende Stan Lee (Spider-Man, Daredevil, Fantastic Four u.v.m.) gelten, der hier als herrlich selbstironische verlogene Moralapostel auftritt und dem Zuschauer mehrere Denkansätze mit auf den Weg gibt, was denn nun eigentlich die Essenz seiner Figuren ist, und ob sie alle einen gemeinsamen Kern haben. Übertragbar ist das nun auch auf „Mallrats“, den Smith operiert ja wie gesagt mit seinen Figuren in gleicher Manier. Und dass Smith' Schaffen inzwischen mit Lees Schaffen zumindest qualitativ konkurrieren kann, behauptet ja sogar Lee selbst („Stan Lee's Monster, Mutanten und Helden“), von daher dürfte die Übertragung der Lee-Figuren auf die Mallrats wohl gültig sein.

Nun nutzt Smith das Comic-Konstrukt (ich nenne es jetzt einfach mal so) bevorzugt, um seine Huldigung in alle Richtungen auszuteilen, die ihn in irgendeiner Weise geprägt haben, womit der Film quasi recht persönlich wird – jedoch auf eine lockere Art, was man vom emotional fesselnden Nachfolger nicht mehr behaupten kann. Versteckt in irrwitzigen Dialogen und dazu passenden Bildern werden diverse Comics und Filme angesprochen, und das ist tatsächlich nicht mehr als ein „I want to thank...“ - eben sinnlos, wie gesagt.
Geradezu in einem absurden Kontrast zu dieser Sinnlosigkeit steht der genial herausgespielte logische Zusammenschluss zum Happy End, bei dem dann die zuvor unscheinbaren Handlungen von  T.S., Brodie, William, Rene, Brandi, Mr. Svenning,Shannon, Tricia, Stan Lee und Silent Bob (Jay eigentlich weniger) zusammengeführt und auf wundersame Weise aufgelöst werden. Das ist der Inbegriff der Sinnhaftigkeit, die im Sinnlosen versteckt ist. Irgendwie genial – auf eine einfache Weise.

Die Kritiker waren nicht allzu begeistert von Smiths zweitem Streich und schrieben ihn, vermutlich auch in Hinblick auf den vielversprechenden „Clerks“, bereits ab. Als Nicht-Kenner dieses echten Debüts kam mir dann „Mallrats“ wie ein solches vor und konnte mich positiv überraschen. Gesagt sei allerdings, dass ich die Comicthematik mag, und wenngleich diese handlungstechnisch nur am Rande zur Geltung kommt, spricht die Inszenierung doch ganz deutlich in Luftblasen und mit Panels und bunten Figuren. Aber vielleicht ist das auch nur meine Einbildung in dem innigen Wunsch, „Mallrats“ einen Sinn zuzuschreiben.
 6 Narrenkappen ,5

Bild
Hier gibt es nicht viel auszusetzen. Das Bild ist sehr sauber, die Farben sind natürlich und Artefakte oder Verschmutzungen müsste man schon mit der Lupe suchen. Wenn man genau hinsieht, kann man mit viel Wohlwollen Rauschen erkennen, das aber zu keiner Zeit störend wirkt. Auch die Bildschärfe ist nicht perfekt. Aber der Gesamteindruck ist mehr als positiv.
 8 Narrenkappen

Ton
Akustisch wäre mehr dringewesen. Die deutsche Tonspur wird leider nur in 2.0 angeboten, was zur Folge hat, dass die Stimmen zwar überaus klar und verständlich zu vernehmen sind, ansonsten aber alles ziemlich frontal auf den Zuschauer eindrischt, wobei Hintergrundgeräusche entweder gar nicht vorhanden sind oder untergehen. Die mit 5.0 angegebene Original-Tonspur verfügt über einige kleinere Effekte und Hintergrundgeräusche, reizt aber bei weitem nicht das Potenzial aus, das bei dem Setting Einkaufszentrum dringewesen wäre. Zudem kommen die Stimmen deutlich schwächer aus dem Center als bei der deutschen Tonspur.
 4 Narrenkappen

Menüs



Die Menüs sind in den Sprachen Englisch, Deutsch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch und Finnisch verfügbar, was – obwohl für die meisten uninteressant – ja schonmal ein Pluspunkt ist. Das Menü selbst verfügt aber weder über Animationen noch über musikalische Untermalung. Übersichtlich ist es ohne Frage, das reicht aber noch lange nicht für Begeisterungsstürme, zumal noch überhaupt keine Einstimmung auf den Hauptfilm erfolgt.
Nach Nicht-Betätigung einer Option läuft der Film von alleine an.
 2 Narrenkappen

Extras
Bei den Extras hat es sich leider schon mit dem Kinotrailer im Originalton (2:14 Min.). Das Booklet wurde ebenfalls eingespart. Nö, Universal, das geht besser.
 0 Narrenkappen

Fazit
Diese DVD hätte durchaus mal eine Neuauflage nötig – was parallel zur Erstveröffentlichung einer deutschen „Clerks“-DVD wirklich eine schöne Sache wäre. Da derartiges momentan aber noch nicht geplant ist, muss sich der ungeduldige Fan mit dieser Scheibe begnügen. Der Film ist sicherlich ein gutes Argument: Zwar sind die „Mall Rats“ auf keinen Fall Smiths Meisterwerk, aber für anderthalb Stunden dekonstruktive Unterhaltung sind garantiert. Die abgedrehte Kaufhaus-Odyssee wird mit einem guten Bild präsentiert, allerdings auch mit verbesserungswürdigem Ton. Für eine eventuelle Neuauflage wäre auch sicherlich noch ein wenig Bonusmaterial aufzutreiben.
 4 Narrenkappen

Testequipment
TV-Gerät: Tevion 4:3
DVD-Player: Pioneer DV-XV313 5.1 Komplettsystem
Gespeichert
DerNarr
Special Edition
*
Offline Offline

Beiträge: 7.284



« Antwort #1 am: 21. September 2005 um 20:17 »

Schönes Ding. Mit den Comics bin ich nicht so bewandelt, deswegen kann ich den Wahrheitsgehalt deiner Aussagen da nicht nachprüfen, aber was Look und Inszenierung angeht, gebe ich dir vollkommen recht. Und ja dieser Film ist sinnlos. Zwinkern Aber ich mag Kevin Smiths Werke dann doch irgendwie, da unter der Sinnlosigkeit doch eine nicht verkennbare Brillianz durchkommt. (Man denke an den Auto-Dialog (oder besser Monolog) von Affleck in "Chasing Amy"). Lautes Lachen Kleiner Tipp: Guckt ihn euch nicht mit Frauen an, sie werden euch als pervers abstempeln und nach Sprüchen wie "
A.Warum hat deine Freundin Schluss gemacht"?
B:- Wegen eines Furzes...
A:Was wegen eines Furzes, das ist zwar nicht schön, aber das kann doch mal passieren...
B: Ja, aber nicht während sie dir gerade einen bläst..."

(Nur sinngemäß zitiert...)

kann ich das irgendwie ein bisschen verstehen. Zwinkern Aber wer auf Team America und South Park steht, dem kann ich auch diesen Film ans Herz legen.. Sehr glücklich
Gespeichert

URL=http://www.liquid-love.de][/URL]
wolfman
Xiao Pang
Administrator
*
Offline Offline

Beiträge: 22.775


Server-Dude!!!


WWW
« Antwort #2 am: 21. September 2005 um 20:54 »

Super Review. Respekt!

Noch ne Anmerkung zur RC1 DVD, die eine ganze Menge an Extras enthält. Allein die Deleted Scenes waren afaik über 1h:
    * Biographien
    * Booklet
    * Filmographien
    * Trailer
    * Audiokommentar mit Kevin Smith, Ben Affleck, Jason Lee, Jason Mewes, Scott Mosier & Vincent Pereira
    * Deleted Scenes
    * Featurette 'Live Footage from the commentary session'
    * Featurette 'View Askew's Look Back at Mallrats'
    * Fotogalerie
    * Music Video 'Build Me Up Buttercop' von The Goops
    * Produktionsnotizen

Auch interessant ist ein Bericht von Joey Lauren Adams zu den Dreharbeiten von Mallrats auf der ViewAskew-Website.
Gespeichert



StS
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 24.111


Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #3 am: 21. September 2005 um 21:12 »

Wirklich gute Kritik - as always!

Von dem Film selbt war ich doch ziemlich enttäuscht - imo der schwächste Kevin Smith Film, weshalb eine Bewertung von mir noch schwächer ausfallen würde...
Gespeichert

Vince
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 4.348


Debakelvince


« Antwort #4 am: 21. September 2005 um 21:34 »

@wolfman: Stimmt, das ist noch eine Erwähnung wert.

@StS: Für meinen Eindruck ist "Jay & Silent Bob schlagen zurück" noch schwächer ausgefallen - wenn auch nicht viel schwächer. Nachvollziehbar ist es aber durchaus, wenn man mit "Mallrats" nix anfangen kann. Mir persönlich liegt aber dieser "Nothing important happens"-Style, und da ich außerdem Comicfan bin...

P.S. Noch was Allgemeines zu meiner Bewertung. Ich bin eigentlich das 10-Punkte-System gewohnt, die Narrenkappen sind deswegen für mich reine Umrechnung. Auch während ich einen Film sehe, schwebt mir immer eine Note zwischen 1 und 10 im Kopf herum.
Sieben Punkte in der ofdb ergeben 3,5 Punkte hier. Nun ist es so, dass sich für mich "3/5" sehr durchschnittlich anhört, "3,5/5" deswegen auch noch. Rein vom Feeling her würde ich dem Film 4/5 geben, aber das wären dann in der ofdb 8/10, und das ist doch ein Tick zuviel.
Man sollte also bei mir immer folgende Umrechnung im Kopf haben:

10/10=5/5
9/10=4,5/5
8/10=4/5
7/10=3,5/5
6/10=3/5
5/10=2,5/5
4/10=2/5
3/10=1,5/5
2/10=0,5 - 1/5
1/10=0/5
Gespeichert
DerNarr
Special Edition
*
Offline Offline

Beiträge: 7.284



« Antwort #5 am: 21. September 2005 um 21:37 »

Zitat von: "StS"
Wirklich gute Kritik - as always!

Von dem Film selbt war ich doch ziemlich enttäuscht - imo der schwächste Kevin Smith Film, weshalb eine Bewertung von mir noch schwächer ausfallen würde...


Insgesamt sehe ich das auch so. Alles wirkt noch etwas amateurhafter als später. Zwinkern
Ich fand Jay und Silent Bob schlagen zurück am besten, gefolgt von "Chasing Amy".
Gespeichert

URL=http://www.liquid-love.de][/URL]
Vince
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 4.348


Debakelvince


« Antwort #6 am: 21. September 2005 um 21:49 »

Zitat von: "DerNarr"

Insgesamt sehe ich das auch so. Alles wirkt noch etwas amateurhafter als später. Zwinkern
Ich fand Jay und Silent Bob schlagen zurück am besten, gefolgt von "Chasing Amy".

Den fand ich qualitativ am besten, wobei man den nicht so oft sehen kann, der geht ja schon an die Nieren. Dann folgt "Dogma", den kann ich allerdings ziemlich oft sehen; dann die "Mallrats", mit geringem Abstand dann "Jay und Silent Bob", der zwar die deutlich witzigsten Momente hat, dem aber als Komplettfilm dieses gewisse Etwas fehlt und der auch ein paar "gewöhnungsbedürftige" und mainstreamlastige Szenen an Bord hat - wobei das mit dem Mainstream ja sowieso in der Thematik verankert ist, aber das führe ich dann im Review noch stärker aus.
Gespeichert
StS
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 24.111


Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #7 am: 21. September 2005 um 22:04 »

Ihr vergesst "Jersey Girl"!
Den hab ich in der Ofdb mit 7/10 bewertet ... fand ihn äußerst sympatisch, wenn auch kein typischer Smith!
Gespeichert

Vince
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 4.348


Debakelvince


« Antwort #8 am: 21. September 2005 um 22:07 »

Ich hab ihn nicht vergessen, ich hab ihn nur noch nicht gesehen. Zwinkern
Kommen da eigentlich auch Jay und Bob vor?
Gespeichert
StS
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 24.111


Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #9 am: 21. September 2005 um 22:14 »

Zitat von: "Vince"
Ich hab ihn nicht vergessen, ich hab ihn nur noch nicht gesehen. Zwinkern
Kommen da eigentlich auch Jay und Bob vor?

Nö.  Zwinkern
(ist aber auch halb so schlimm, denn der Streifen hat zwar auch den Smith-typischen Humor, ist aber eher herzlich und konventioneller...)
Schau ihn Dir ruhig an - der war echt sehr nett!
Gespeichert

Vince
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 4.348


Debakelvince


« Antwort #10 am: 21. September 2005 um 22:16 »

Wenn sich die Gelegenheit gibt - gar keine Frage, den hab ich schon länger im Auge.
Gespeichert
kaiserfranz
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 2.784



« Antwort #11 am: 21. September 2005 um 22:31 »

Starkes Teil! Auch sprachlich ist das ein äußerst ansprechendes Niveau. Bin wie der Narr auf dem Comic Sektor nicht so fix, aber der Film funktioniert auch so hervorragend.

Brodie: Wir brauchen eure Hilfe, damit die Spielshow nicht stattfindet.

Jay: Ist das alles? Das hatten wir sowieso vor.

Brodie: Wirklich? Wieso?

Jay: Na weils geil ist.

 Lautes Lachen

Sinloser gehts kaum aber auch kaum geiler. Sehr glücklich  

Gruss
kaiserfranz
Gespeichert

etzt schüttet Euch die Brühe nicht einfach in den Darm, sondern danket dem Herrn! - Jetzt reichts, beim Saufen lässt du den Meister aus'm Spiel. Wenn der hier wäre, würde er genauso schlucken wie wir, aber er ist nicht hier!

Meine Sammlung
Vince
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 4.348


Debakelvince


« Antwort #12 am: 21. September 2005 um 22:33 »

Zitat von: "kaiserfranz"
Starkes Teil! Auch sprachlich ist das ein äußerst ansprechendes Niveau. Bin wie der Narr auf dem Comic Sektor nicht so fix, aber der Film funktioniert auch so hervorragend.

Brodie: Wir brauchen eure Hilfe, damit die Spielshow nicht stattfindet.

Jay: Ist das alles? Das hatten wir sowieso vor.

Brodie: Wirklich? Wieso?

Jay: Na weils geil ist.

 Lautes Lachen

Sinloser gehts kaum aber auch kaum geiler. Sehr glücklich  


Und ganz genau das meinte ich. Da hast du echt den Dialog herausgesucht, der das Feeling dieses Films mit am meisten wiedergibt. Sehr glücklich
Und das funktioniert ja gerade über die Figuren aus dem View Askew-Universum.
Gespeichert
prian
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 3.664



« Antwort #13 am: 21. September 2005 um 22:45 »

Tolles Review!
Den Film finde ich persönlich klasse. Schon der Anfang, die "Gespräche" mit der Freundin, das Eishockeyspiel auf der Konsole, da war ich schon fast am Boden gelegen vor lachen Lol!
Ein Film, den ich mir schon einige Male angesehen habe, der wird sicher noch öfter den Weg in meinen Player finden.

Ich hab alle Filme von Kevin Smith allerdings nur im Originalton angesehen, keine Ahnung, wie der auf Deutsch ist.
Die Synchro zu "Jay and Silent Bob strike back" fand ich aber nicht so berühmt, hat einiges an Witz genommen...hab da mal auf Pro7 reingesehen, dann aber abgeschalten.
"Mallrats" finde ich witziger als "Jay and Silent Bob", den ich aber auch gut finde.
Gespeichert

Vince
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 4.348


Debakelvince


« Antwort #14 am: 21. September 2005 um 22:51 »

Frisch im Gedächtnis hab ich noch die Synchro zu "Dogma", und die ist eigentlich recht gut gelungen. Klar kann man diesen NJ-Style nicht hundertpro übersetzen, aber insgesamt wurde da doch ganz gute Arbeit geleistet, wenn man bedenkt, was da übersetzt werden musste. Wobei die rauchige Stimme von Jason Mewes doch einfach noch um einiges cooler rüberkommt als die deutsche Stimme (die aber auch net soo übel ist).
Gespeichert
Gast
Gast
« Antwort #15 am: 22. September 2005 um 06:30 »

Smith Filme sind wieder solche Filme, die mich trotz des allgemeinen Kultstatus nicht wirklich reizen -> Dogma fand ich sowas von langweilig, einzig und alleine der 13. Apostel Joke war der Burner aber das ändert natürlich nichts an deinen klasse Reviews wie auch hier wieder ersichtlich. Bring doch mal ein Buch raus, bei der Größe deiner Reviews kannste dann gleich mehrere Sequels releasen.  Lautes Lachen
Gespeichert
mongkok80
To hell with Apartheid!
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 984


easily impressed, easily bored


« Antwort #16 am: 27. Januar 2008 um 11:02 »

Mallrats ist mein Lieblingsfilm von Herrn Smith. Da das Stück einfach gute Laune macht, hab ich ihn über die Jahre bestimmt schon 48mal gesehen... Auch wenn das jetzt komisch klingt, aber ich hab bei dem Film sogar was gelernt (siehe meine Signatur), und dieser Satz drückt kurz und prägnant das aus, was sie mir im Studium sonst in zahlreichen, teils langweiligen, interkulturellen Seminaren beibringen wollen...

Triviales: Beim Augenarzt musste ich für nen Sehtest zufällig erst auf ein Segelboot starren  Cool und bei H&M lach ich mir nen Ast wenn ich irgendein Kind auf der Rolltreppe rumturnen sehe, was gar nicht so selten vorkommt, und wie wir seit Mallrats wissen, verdammt gefährlich werden kann!

Von den anderen Kevin Smith Filmen gefallen mir allerdings nur Chasing Amy und Clerks I und II. Beim Rest war mir das Verständnis trotz Konfrontation nicht wirklich vergönnt.

P.S. Ich liebe den Geruch von Handel am frühen Morgen!  Mr. Green
Gespeichert
Vince
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 4.348


Debakelvince


« Antwort #17 am: 27. Januar 2008 um 16:37 »

Von den anderen Kevin Smith Filmen gefallen mir allerdings nur Chasing Amy und Clerks I und II. Beim Rest war mir das Verständnis trotz Konfrontation nicht wirklich vergönnt.

Echt, nicht mal Dogma? Den sehe ich als komplexesten und hintergründigsten aller Smith-Filme, bei dem alle Rädchen hervorragend ineinandergreifen.
Gespeichert
mongkok80
To hell with Apartheid!
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 984


easily impressed, easily bored


« Antwort #18 am: 27. Januar 2008 um 16:52 »

Echt, nicht mal Dogma? Den sehe ich als komplexesten und hintergründigsten aller Smith-Filme, bei dem alle Rädchen hervorragend ineinandergreifen.

hmm... kann sein, ist schon ewig her dass ich den gesehen habe; ich weiss nur noch, dass ich den Film an sich damals überhaupt nicht mochte.
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
  Sende dieses Thema  |  Drucken  
 
Gehe zu:  



Impressum | Forumregeln | Kontakt | Sitemap
Powered by SMF 1.1.21 | SMF © 2006, Simple Machines