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Autor Thema: Bunshinsaba (Horror aus Korea) - HK-DVD (RC 3)  (Gelesen 14104 mal)
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Sir Khan
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« am: 22. März 2005 um 23:17 »

Da sind sie wieder: Die langhaarigen, zuckenden und bleichen Mädchen. Diesmal treiben sie in Korea ihr Unwesen und an Ostern in meinem Player.
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #1 am: 24. März 2005 um 14:03 »

Hi!

Hab den Film gestern gesehen ... war recht gut, hat mich aber nicht ganz überzeugen können. In den nächsten Tagen werde ich mein ausführliches Review bei Ofdb hinterlegen, doch hauptsächlich lag es daran, daß der Film nicht durchgehend spannend war sowie daß das Ende eher konventionell ausfiel...

War im Endeffekt ein Genre-Mix aus "Heathers", "Nightmare on Elm Street", Exorcist", "Carrie" ... plus bleiche Asiatinnen mit schwarzen Haare, die ins Gesicht fallen.
Diese Girls sind schön creepy, das gebe ich zu, doch hier beschränkte sich das größtenteils aufs langsam den Kopf anheben, aufsehen und grimmig schauen (inklusive Score) ... und das fast immer auf diese Art.
Es gab trotzdem einige tolle Schockmomente, Atmosphäre und Optik stimmten.
Gut fand ich zudem die interessante, vielschichtige Story!

Viel Spaß beim Schauen!
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #2 am: 25. März 2005 um 20:20 »



Hier meine (Ofdb-) Kritik des Films (für die, die es interessiert)...

Vor rund zwei Jahren bin ich eher zufällig auf den koreanischen Grusel-Thriller „Phone“ des Regisseurs Ahn Beyeong-Ki aufmerksam geworden, welcher mir, aufgrund seiner hochwertigen wie spannenden Inszenierung, recht gut gefallen hat. Auffallend war jedoch, dass man eine Vielzahl von Genre-Motiven verwendet hat, die kurz zuvor durch Hollywood-Produktionen wie „What lies beneath“ oder „Stir of Echoes“ erfolgreich Bekanntheit erlangt hatten. Nun also liegt „Bunshinsaba“, das neuste Werk jenes Regisseurs, vor, welches traditionelle koreanische Storyinhalte mit modernen Horror- und Slasher-Motiven verbindet, dabei aber ebenfalls klassische Vorbilder des US-Kinos zitiert sowie erneut das durch „the Ring“ bekannt gewordene Stilmittel der „bleichen Asiatinnen mit langen schwarzen, ins Gesicht fallenden Haaren“ als Erscheinungs- und Ausdrucksform des Bösen bemüht…

Als die bildhübsche Chun Hee zusammen mit ihrer blinden Tochter Kim Im Sook in ein beschauliches Städtchen der südkoreanischen Provinz zieht, werden sie augenblicklich mit dem Argwohn der Einwohner bezüglich Fremden konfrontiert. Das Misstrauen gegenüber den beiden Frauen verstärkt sich mit der Zeit immer weiter und mündet schließlich in offene Feinseligkeit, als man erkennt, dass Chun Hee übersinnliche Fähigkeiten besitzt, mit denen sie es ihrer Tochter ermöglichen kann, trotz der Blindheit doch etwas zu sehen. Aus diesem Grund verlässt sie nur selten ihr Haus, wo sie sich auf ihre Gabe konzentriert, mit der sie für Kim Im Sook dessen Umwelt wahrnimmt und sie auf diese Weise quasi „durch ihre Augen“ sehen lässt. Eines Tages entlädt sich der Hass der Einwohner schlagartig – zuerst töten sie Kim Im Sook auf grausame Weise, dann zünden sie ihr Haus an, in welchem Chun Hee qualvoll verbrennt…
30 Jahre später: Mit Hilfe eines Ouija Boards wollen drei Schülerinnen einen Fluch heraufbeschwören, um sich auf diese Weise an vier Klassenkameradinnen zu rächen, von denen sie ständig gehänselt und unterdrückt werden. Bei der Zeremonie gilt es, auf keinen Fall vor dem Ende der Beschwörung die Augen zu öffnen – doch eine von ihnen, Yoo Lin, hält das im Verlauf nicht durch, sieht sich im Raum um und entdeckt zu ihrem Schrecken ein mysteriöses Mädchen, was aber kurz darauf wieder verschwunden ist…
Am nächsten Tag findet man in der Schule die teilweise verbrannte Leiche der ersten Schülerin der Liste, doch die Umstände lassen die Verantwortlichen von Selbstmord ausgehen. Kurz darauf gibt es einen weiteren vermeintlichen Suizid, bei welchem sich das Opfer ebenfalls eine Plastiktüte über den Kopf zieht, diese mit Benzin übergießt und im Anschluss anzündelt, so dass das Feuer zusammen mit den entstehenden Gasen den Tod hervorruft. Per Zufall stellt sich heraus, dass Kim Im Sook damals auf gleiche Weise ums Leben kam, und während Yoo Lin nun in Verdacht gerät, da sie sich nicht an die Tatzeitpunkte erinnern kann sowie immer in direkter Nähe gesichtet wurde, stellen einige Lehrer immer konkretere Verbindungen zu den Geschehnissen von vor 30 Jahren her…
Als alle vier verfluchten Schülerinnen schließlich tot sind, reißt die Serie jedoch nicht ab, sondern weitet sich auf andere Personen des Ortes aus – doch nicht nur Yoo Lin gerät in den Blickpunkt der Leute, sondern auch die neu zugezogene Lehrerin Lee, welche sich ebenfalls merkwürdig verhält, worauf die Ältesten ein weiteres Mal darüber nachdenken, die beiden Außenseiter „zum Wohle des Ortes“ zu verbannen oder aus dem Weg zu räumen…

Handwerklich ist „Bunshinsaba - Ouija Board“ wahrlich gelungen: Regisseur Ahn Beyeong-Ki hat die Geschichte hochwertig umgesetzt, in abwechslungsreichen Bildern verpackt sowie mit einem stimmungsvollen Score unterlegt, welcher einen entscheidenden Beitrag zur Atmosphäre liefert. Selbiges gilt auch für die Optik des Films – anfangs eher konventionell gehalten, wird im Verlauf in entscheidenden Sequenzen auf den Einsatz von Farbfiltern zurückgegriffen, welche, zusammen mit der stimmigen Be- und Ausleuchtung, Geschehnisse wie Gefühlslagen effektiv unterstützen. Gerade die für das Gesamtbild enorm wichtigen Rückblenden, aus denen man (mit Ausnahme bestimmter Elemente) nahezu alle Farben entfernt hat, gefielen mir sehr gut. Als einer der absoluten Höhepunkte stellte sich für mich zudem die erste von zwei Hypnose-Sessions dar, bei welcher man alle zum Konzept passenden (technischen) Möglichkeiten besonders eindrucksvoll ausgeschöpft hat.

Gerade bei koreanischen Produktionen ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass diese im Horror-Genre oftmals nicht bloß auf den reinen Effekt aus sind, sondern diesen wohlüberlegt in eine möglichst reichhaltige Geschichte einzubetten versuchen. Auch „Bunshinsaba“ ist solch ein Fall, bei dem Gruselelemente und Schockmomente nie die Storyline zu überdecken versuchen, sondern sich mit ihr zu einem homogenen Gesamteindruck verbinden. Die Kombination aus Drama und Horror funktioniert erstaunlich gut, da man viel Wert auf die Figuren legte – vor allem bei den Charakterzeichnungen von Chun Hee und Kim Im Sook, aus denen sich die gesamte Tragik herausentwickelt. Die Handlung ist komplex und vielschichtig, nicht aber verwirrend. Es werden eine ganze Reihe interessanter Aspekte und Motive angesprochen, welche in ihrer realen und nachvollziehbaren Art soliden Nährboden für die übernatürlichen Elemente bieten – etwa das Misstrauen der Bewohner eines ländlichen, überschaubaren Städtchens gegenüber Fremden, die dunkle Vergangenheit des Ortes, die Rolle von Außenseitern in der Gemeinschaft sowie die Mobbing-Zustände unter Jugendlichen in der Schule.

Zwar ist der Film durchweg atmosphärisch, gut gespielt und inszeniert, doch der Spannungsbogen leidet zeitweise unter den zahlreichen Drama-Einflüssen, welche die volle Entfaltung der Horror-Elemente etwas hemmen. So bleibt „Bunshinsaba“ zwar durchweg interessant, aber leider nicht immer packend, was vor allem für den vergleichsweise unspannenden Showdown gilt, der zudem recht konventionell und fast schon in Form eines reinen Slashers ausfiel. Auf die Klischee-behaftete Schlußsequenz am Meer (mitsamt der unumgänglichen letzten Cliffhanger-Einstellung) hätte man ebenfalls getrost verzichten können.
Wie schon bei „Phone“ ist die Handlung auch dieses Mal größtenteils aus bekannten Vorbildern zusammengesetzt worden: „Heathers“, „Exorzist 2“, „Carrie“ sowie „a Nightmare on Elm Street“ standen offenkundig Pate – zusammen mit diversen Fluch- und Besessenheits-Motiven sowie den charakteristischen „Asia Horror“-Einflüssen ergeben sie zwar kein wirklich originelles, doch aber ein (fast) überzeugendes Gesamtbild.
Darüber hinaus muss ich gestehen, dass das bekannte Bild der bleichen Asiatinnen mit Haaren im Gesicht auch für mich noch immer schön creepy daherkommt, doch hier wird es auf Dauer etwas eintönig eingesetzt – fast immer bekommt man zuerst die Gestalt zu sehen, welche dann langsam aufblickt und mitsamt anschwellender Musikuntermalung zu Schluss böse dreinblickt. Hätte man das Auftreten etwas variiert, wäre es wesentlich effektiver sowie ohne Abnutzungserscheinungen verlaufen (= mehr von den „kreativen“ Szenen wie mit der Mutter und den zwei Mädchen auf dem Bett!)...

Fazit:  „Bunshinsaba - Ouija Board“ ist eine interessante Kombination aus Horror und Drama, welche (u.a.) wegen der Verwendung etlicher Genre-Versatzstücke leider nicht über die Gesamtlaufzeit hinweg zu fesseln vermag, trotzdem aber hochwertige und atmosphärische Gruselunterhaltung bietet  …  (nach oben hin) knappe „7 von 10“.
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freeman
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« Antwort #3 am: 25. März 2005 um 20:26 »

Schönes Ding, mal sehen was der Khan dazu meinen wird. Jetzt muss er sich freilich übelst ranhalten *übermenschlichen Druck machend und Versagensängste auslösend, obwohl den Khan juckt das ja eh net - Rock on Dude*

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dÆmonicus
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Dragon


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« Antwort #4 am: 25. März 2005 um 20:27 »

Nice!  Sehr glücklich  Scheint ja nen Blick wert zu sein.
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Sir Khan
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« Antwort #5 am: 25. März 2005 um 21:00 »

Ich schiebe die DVD später noch rein, bis dahin weigere ich mich das Review zu lesen.  Zwinkern
Im Moment bastele ich noch verzweifelt an meinem Ersten für die Hauptseite rum. Mann, ist das kompliziert, wenn man so gar keine Ahnung hat. Peinlich!
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freeman
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« Antwort #6 am: 25. März 2005 um 21:35 »

Zitat von: "Sir Khan"
Im Moment bastele ich noch verzweifelt an meinem Ersten für die Hauptseite rum. Mann, ist das kompliziert, wenn man so gar keine Ahnung hat. Peinlich!


Wird schon, wenn selbst ich das hinbekomme ... Zwinkern

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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #7 am: 25. März 2005 um 22:54 »

Zitat von: "daemonicus"
Nice!  Sehr glücklich  Scheint ja nen Blick wert zu sein.


Jip, der Film gefiel mir ja recht gut - zumal mich diese Art asiatischer Gruselstreifen in der letzten Zeit nicht mehr so begeistern konnten, da sie sich irgendwie ständig zu wiederholen scheinen (vom Aufbau und der Machart her)...

Miikes "One missed Call" ging so, "Face" war schwach, "Ab-normal Beauty" von Oxide Pang dafür auf eine gewisse Art klasse!

Ich persönlich bin ja sehr auf "Ring two" gespannt, da es ja stark von "Ringu 2" abweicht und "eigene" Wege geht (und Naomi Watts ist großartig)...
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Sir Khan
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« Antwort #8 am: 27. März 2005 um 16:22 »

Ready: http://www.dvdnarr.com/content/view/362/26/

Edit: Wenn ich das Review von Dir jetzt lese, scheinen wir ja ähnliche Empfindungen zu haben. Sehr glücklich  Nur Deine Inhaltsangabe spoilert ja ohne Ende... Verwundert
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freeman
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« Antwort #9 am: 27. März 2005 um 17:19 »

Zitat von: "Sir Khan"
Edit: Wenn ich das Review von Dir jetzt lese, scheinen wir ja ähnliche Empfindungen zu haben. Sehr glücklich  Nur Deine Inhaltsangabe spoilert ja ohne Ende... Verwundert


Die Reviews in der ofdb sind doch aber alle immer so geschrieben und gerade da bin ich immer recht dankbar, weil man da wirklich einen Eindruck von dem Film bekommt. Aber ich finde ja auch ansonsten Spoiler net so schlimm ...

BTW: Die Bildunterschriften rulen alles weg, vor allem die letzte LOL. Bei Bild 2 wäre noch: Wir machen den Weg frei, Volksbank! Drin gewesen Zwinkern. Schönes Review!

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Iám Groot


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« Antwort #10 am: 27. März 2005 um 17:35 »

schönes Review Khan, der film scheint ja einen blick wert zu sein. genial in deinem review finde ich diesen Satz
Zitat
(auch diese Damen haben anscheinend nichts durch voran gegangene Horrorfilme gelernt)
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It is the future that I see,  and if this is truly my fate ... then so be it
Sir Khan
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« Antwort #11 am: 27. März 2005 um 18:55 »

Danke für´s Lob.  Sehr glücklich
Mich schüttelt es auch immer, wenn irgendjemand irgendwo durch irgendeine Tür in sein Verderben läuft, und seine letzten Worte grundsätzlich lauten müssen: "Halloooo? - Ist da jemand?"

 Meckern JAAAAAAAA! - DA IST JEMAND!!!! - WANN KAPIERT IHR DAS ENDLICH???[/size]
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Hannibal
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« Antwort #12 am: 27. März 2005 um 22:54 »

Zitat von: "Sir Khan"
Danke für´s Lob.  Sehr glücklich
Mich schüttelt es auch immer, wenn irgendjemand irgendwo durch irgendeine Tür in sein Verderben läuft, und seine letzten Worte grundsätzlich lauten müssen: "Halloooo? - Ist da jemand?"

 Meckern JAAAAAAAA! - DA IST JEMAND!!!! - WANN KAPIERT IHR DAS ENDLICH???[/size]


lol, schöne Review. Ich denke auf diese altbekannten Muster darf man bei Horrorfilmen gar nicht mehr achten. Es gibt jedenfalls kaum einen, wo man diese immer und immer gleichen Szenen-Teilchen nicht wieder findet. Hört sich ganz interessant an, ich werde erstmal "Into the mirror" abwarten (evt. auch ne Review, je nach dem...) und mich anschließend mit "Dark Water" an die asiatischen Horrorvertreter rantasten.....wenn ich danach noch Lust hab, wird sich auch ..... ähm...*nachguck*...Bunshinsaba - Ouija Board mal angeschaut Zwinkern

MFG
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« Antwort #13 am: 27. März 2005 um 22:58 »

Hast schon mal zwei gute Einführungsfilmchen erwischt... Sehr glücklich
"A tale of two sisters" ist aber auch Pflicht. Zwinkern
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