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Autor Thema: Last Writes  (Gelesen 594 mal)
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« am: 17. Juni 2018 um 17:08 »



Entstehungsdaten:
USA 2014

Regie:
Peewee Piemonte

Darsteller:
Julie Michaels
Lance Henriksen
Raymond Forchion
Timothy Walker

Link zum Kurzfilm


Das 2014er Kurzfilm-Drama „Last Writes“ basiert auf der wahren Geschichte eines Mannes, mit dem das Ehepaar Julie Michaels und Peewee Piemonte mehrere Jahre lang (bis zu dessen Tod) gut befreundet war. Ihres Zeichens zwei erfahrene Stunt-Leute, wurden sie eines Tages auf den „Make Your Mark“-Wettbewerb der Producers Guild of America und Cadillac aufmerksam: Die vorgegebenen Bedingungen passten, eine mit bestimmten Erlebnissen ihres Bekannten verknüpfte Story zu erzählen – worauf Sarah Carbiener (TV´s „Good Game“) daraus ein entsprechendes Skript entwickelte, welches Piemonte im Folgenden dann mit seiner Gemahlin und Lance Henriksen („Hard Target“) in den Hauptrollen in Szene setzte…

Nachdem ihr Onkel Dan verstorben war, zu dem sie länger keinen engeren Kontakt mehr hatte, stieß Julie Marit (Michaels) beim Durchgehen seiner Hinterlassenschaften auf diverse Liebesbriefe, die auf seine Zeit beim Militär (im jungen Alter) zurückgingen sowie allesamt bloß mit „B“ signiert wurden. Bewegt seitens der innigen Formulierungen, startet sie einen Versuch, die Absenderin wohlmöglich tatsächlich noch ausfindig machen zu können: Ihr Weg führt sie von New Mexiko nach Burbank – wo sie an der angegebenen Adresse auf Robert Service (Henriksen) trifft, welcher über die Schriftwechsel offenbar Bescheid weiß und sie auch höflich „auf ein Glas Limonade“ hereinbittet…

Im Rahmen des Gesprächs bietet er Julie an, sich einige der alten Sachen „Bs“ anzusehen, die er bis heute aufbewahrt hat – unter ihnen verschiedene Bilder und Zeilen Dans – was sie gern in Anspruch nimmt. Während sie sich daran begibt, sich dem Inhalt des betreffenden Kartons näher zu widmen, erhält Robert einen Hausbesuch seines Arztes (Raymond Forchion), der ihm in einem anderen Zimmer einem Check-up unterzieht und ihm rät, sich aufgrund seines sich verschlechternden Gesundheitszustands lieber in eine Klinik oder ein Heim zu begeben. Es ist parallel dazu, dass Marit bewusst wird, dass Robert in Wahrheit „B“ (für Bob stehend) ist – weshalb sie sich kurzerhand dazu entschließt, seine künftige Pflege zu übernehmen…

„Last Writes“ ist ein weiteres Projekt „mit dem Herzen am rechten Fleck“, das in Anbetracht gewisser Gegebenheiten und Empfindungen alles in allem jedoch nicht in einem deckungsgleich dazu lobenswerten Maße zu überzeugen vermag – ähnlich wie z.B. AnnaLynne McCord´s „I Choose“. Themen wie die Reaktionen Familienangehöriger auf Homosexualität, wehmütig-schöne Erinnerungen an eine vergangene (verlorene) Liebe, die Versorgung älterer Menschen sowie Dankbarkeit gegenüber sich um einen empathisch-gern kümmernde Personen werden angerissen – allerdings reicht die Lauflänge von gerade einmal fünf Minuten nicht aus, um einen „emotional nachhaltigen Eindruck“ zu generieren…

Vieles geht sehr schnell: Wenige Momente nachdem Julie herausfindet, dass Bob und ihr Onkel ein Paar waren, trifft sie etwa die Entscheidung, ihn fortan zu betreuen – worauf es u.a. eine straffe Montage-Sequenz gibt, welche sie dabei zeigt, wie sie ihn stützt, badet, ihm Gesellschaft leistet; ihm seine finalen Wochen auf Erden angenehmer gestaltet. Henriksen – übrigens Jahrgang 1940 – spielt seinen Part überzeugend, während die lange als Stunt-Frau tätige sowie bis heute weiterhin als Stunt-Koordinatorin aktive Julie Michaels („Point Break“) eher mittelprächtig, aber noch immer zufrieden stellend agiert. Raymond Forchion („Neron“) und Timothy Walker („the Last Delivery“) sind indes bloß flüchtig mit von der Partie…

Michaels und Piemonte war es sogar gelungen, in dem ehemaligen Haus eben jenes Herrn zu drehen, auf dessen Story ihr Projekt beruht, bei welchem es sich um das Regie-Debüt Piemontes handelt, dessen Resümee im Stunt-Business beinahe 300 Credits umfasst (unter ihnen etliche Serien sowie Filme á la „Stiletto“, „Crank 2“ und „Abduction“). Von der Inszenierung über die Kamera-Arbeit bis hin zur Musik-Untermalung erweckt alles einen irgendwie „altmodischen“ Eindruck – was per se nicht unbedingt schlecht ist – doch hat mich „Last Writes“ letzten Endes schlichtweg nicht so intensiv „bewegt“, wie ich es mir von einem Werk mit diesem Thema eigentlich gewünscht hätte…

gute
4 Narrenkappen


« Letzte Änderung: 17. Juni 2018 um 17:38 von StS » Gespeichert

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