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Autor Thema: The Purge  (Gelesen 2196 mal)
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dÆmonicus
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Dragon


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« am: 15. Oktober 2013 um 21:33 »

Das Rezensionsexemplar wurde uns freundlicherweise von Universal Pictures Germany zur Verfügung gestellt.


The Purge

Entstehungsdaten:
USA / 2013

Darsteller:

Ethan Hawke
Lena Headey
Adelaide Kane
Max Burkholder

Das Jahr 2022. Die USA sind eine wiedergeborene Nation. Die Kriminalstatistiken als auch die Arbeitslosenquote weißt einen historischen Tiefstand aus. Möglich macht dies die Nacht der Säuberung, der "Purge". Einmal im Jahr sind alle Straftaten erlaubt. Die Menschen dürfen ihre aufgestauten Aggressionen loswerden, ohne mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen zu müssen.


James Sandin (Ethan Hawke), seine Frau Mary (Lena Headey) sowie deren Kinder Zoey (Adelaide Kane) und Charlie (May Burkholder) bereiten sich wie jedes Jahr darauf vor. Als Mitglieder der Upperclass bewohnen sie ein nobles Haus in einer exklusiven Wohngegend. Möglich macht dies Charlies Beruf: Er verkauft Alarmsysteme für den "Purge" und hat fast die gesamte Nachbarschaft damit ausgestattet. Der damit einhergehende Wohlstand wird von neidischen Blicken begleitet. Aber die Idylle trügt. Die pubertierende Tochter hat einen älteren Freund, der Daddy ein Dorn im Auge ist. Ausgerechnet während des "Purge" will dieser aber mit Daddy ein ernstes Wort von Mann zu Mann reden. Dazu kommt ein kritisch denkender Sprössling, dem die Nacht der Säuberung nicht ganz korrekt erscheint. Es scheint doch so, dass lediglich die Reichen sich den Schutz leisten können und die Opfer immer unter den Armen und Obdachlosen zu finden sind. Nachdem das Haus gesichert und das Abendessen hinter sich gebracht ist, geht jeder der Sandins einer anderen Beschäftigung nach. So richtig auseinandersetzen, weder mit sich noch den Konsequenzen des "Purge" will sich niemand an diesem Abend. Als Charlie über die Außenmonitore einen Flüchtigen wahrnimmt, der auf der Suche nach Hilfe ist, öffnet er diesem die Tür. Der Obdachlose (Edwin Hodge) kann gerade noch das Haus betreten bevor James Sandin das Haus wieder verbarrikadiert. Die Verfolger sind alles andere als erfreut über die Einmischung und gewähren eine Frist zur Auslieferung ihres Opfers. Sollte diese verstrichen sein, werden alle im Haus befindlichen Personen der Säuberung zum Opfer fallen. James will den Mann sofort ausliefern, allerdings denkt dieser nicht daran, das Haus freiwillig zu verlassen.


Regisseur James DeMonaco drehte mit "The Purge" nach "Staten Island" seinen zweiten Spielfilm. Zuvor hatte er bereits bei "The Negotiator" und dem Remake von "Assault on Precinct 13" als Drehbuchautor fungiert. "The Purge" ist leider alles andere als gelungen. Die politisch durchaus interessante und sogar vollstellbare Grundidee wird einem durchschnittlichen, insgesamt sogar etwas behäbig inszenierten und vorhersehbarem Drehbuch geopfert. Keine der Personen wirkt realistisch oder vermag einen für sich einzunehmen. Auch die Darsteller, allen voran Ethan Hawke und Lena Headey, vermögen nicht zu überzeugen. Der Anführer der Belagerer ist sogar penetrant überzogen und lächerlich. Am ehesten vermochten noch die Kinder zu überzeugen, wenn auch auf niedrigem Niveau. Die Optik ist solide und der Score okay, reihen sich also nahtlos in die durchschnittlichen Komponenten der Produktion ein.

Das Kernstück eines jeden guten Home Invasion Filmes, die Spannung, ist in einzelnen Szenen sogar vorhanden, wird aber durch die Dummheit der Protagonisten meist im Keim erstickt. Ebenfalls gänzlich unspektakulär sind die einzelnen Abgänge und dabei benutzten Waffen. Es kommen nur Messer und Schusswaffen zum Einsatz, lediglich eine besondere Pumpgun vermag das Interesse des Zuschauers für ein paar Sekunden zu wecken, aber wird leider auch sehr schnell langweilig. Komplett ärgerlich wird die Geschichte noch durch einen kleinen Twist am Ende, begleitet durch das Verhalten von Mary Sandin.

Lediglich die kurze Laufzeit und die ordentliche Produktionsqualität helfen "The Purge" eine durchschnittliche Wertung zu erreichen. Gute Grundidee, lahme Darsteller, bedingt spannend und zum schnell wieder vergessen.

knappe 5 Narrenkappen

Das Rezensionsexemplar wurde uns freundlicherweise von Universal Pictures Germany zur Verfügung gestellt.
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