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Autor Thema: Steve Hackett - Genesis Revisited 2  (Gelesen 3206 mal)
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gelini71
Syncro Schauer
Moderator
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Beiträge: 8.243


Keine Angst - ich bin es nur


« am: 01. November 2012 um 18:57 »


Inside Out Music 2012

Offizielle Steve Hackett Webseite

• Steve Hackett – Gitarre , Backing Vocals
sowie
• Dick Driver – Bass
• Lee Pomeroy – Bass
• Nick Beggs – Bass
• Phil Mulford – Bass
• Tamas Barabas – Bass
• Steve Rothery – Gitarre
• Steven Wilson – Gitarre
• Roine Stolt – Gitarre
• Attila Eherhazi – Gitarre
• Roger King – Keyboards
• Dave Kerzner – Keyboards
• Nick Magnus – Keyboards
• Christine Townsend – Violine, Viola
• Rachel Ford – Chello
• John Hackett – Flöte
• Rob Townsend – Saxophone, Flöte
• Ferenc Kovacs – Trompete
• Zoltan Kovacs – Piano
• Gary O´Tool – Schlagzeug
• Jeremy Stacy – Schlagzeug
• Szilard Banai – Schlagzeug

Gesang
• Nad Sylvan
• Mikael Akerfeld
• Simon Collins
• Conrad Kelly
• Francis Dunroy
• Nik Kershaw
• Steven Wilson
• Neal Morse
• Jakko Jakszyk
• Amanda Lehmann
• John Wetton
• Gary O´Tool
• Steve Hackett

Produziert von Steve Hackett & Roger King
Aufgenommen in den Map Studios

Trackliste CD 1
01. the Chamber of 32 Doors – 6:00
02. Horizons (Instrumental) – 1:41
03. Suppers Ready – 23:35
04. the Lamia – 7:47
05. Dancing with the Moonlit Knight – 8:10
06. Fly on the Windshield – 2:54
07. Broadway Melody of 1974 – 2:23
08. the Musical Box – 10:57
09. Can-utility and the Coastliners – 5:50
10. Please don´t touch (instrumental) – 4:03

Trackliste CD 2
01. Blood on the Rooftops – 6:56
02. the Return of the giant Hogweed – 8:46
03. Entangled – 6:35
04. Elenth Earl of Mar – 7:51
05. Ripples – 8:14
06. Unquiet Slumbers for the Sleepers… (instrumental) - 2:12
07. …In that Quiet Earth (instrumental) – 4:47
08. Afterglow – 4:09
09. A Tower Struck down (instrumental) – 4:45
10. Camino Royal – 6:19
11. Shadow of the Hierophant (instrumental) – 10:45

 
 
Musik: 10 Narrenkappen
Konzept: 4 Narrenkappen

Steve Hackett macht ein Coveralbum mit Musik von Genesis – und feiert im Studio ein Treffen der Musikergenerationen
 
Zunächst die Fakten: Steve Hackett, geboren 1950 in London war von 1971 bis 1977 Gitarrist bei Genesis. Nach seinen Ausstieg war er als Musiker ungemein produktiv – rund zwei Dutzend Soloalben hat er seither veröffentlicht, dazu noch mal fast die gleiche Anzahl an Livealben sowie unzählige Kooperationen (z.B. bei GTR oder als Squackett). Während seine Ex-Band Genesis unter der Führung von Phil Collins in den 80iger Jahren zu einer Globalen Supergroup aufstiegen blieb der Charterfolg für Steve Hackett eher überschaubar – sein Talent als Gitarrist allerdings macht ihn bis heute zum Vorbild für viele Musiker & Nachwuchs Gitarristen. Steve Hackett ist schon so was wie eine lebende Legende.

Und wer den Legendenstatus hat kann machen was er will – Steve Hackett macht im Jahr 2012 zum zweiten male nach 1996 ein Album mit Coverversionen von seiner Ex-Band Genesis (sowie einigen Titeln aus seinen frühen Solowerken), wobei er konsequent nur die Alben berücksichtigt an denen er beteiligt war – also alles von „Nursery Crime“ (1971) bis hin zu „Wind and Wuthering“ (1977). Die drei Solostücke am Ende von CD 2 entstanden ebenfalls zur Zeit mit Genesis.

Doch da stellt sich die Frage nach dem warum – warum nimmt ein Musiker seine Musik noch mal neu auf an denen er kompositorisch beteiligt war & an deren Entstehung er ebenfalls aktiv mitgewirkt hat ? Die Antwort ist relativ einfach: Er mag einfach diese Songs & wollte lediglich einige Kleinigkeiten verändern die entweder Produktionstechnisch vor rund 40 Jahren nicht möglich waren oder aber im Gruppenkontext nicht durchsetzbar gewesen sind.

Und so gibt es Musikalisch auch kaum neue Erkenntnisse, die Songs bleiben in der Form erhalten wie sie von Genesis bereits in den frühen 70iger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgenommen wurden. Die Änderungen sind minimal (sieht man vom besseren Klang, bedingt durch die Jahre mal ab), meist wird das Gitarrensolo etwas mehr nach vorne gemischt oder das Arrangement wird etwas umgeändert um (wen wunderts ?) der Gitarre etwas mehr Platz einzuräumen oder aber das Intro eines Songs wird etwas besser ausgearbeitet. Irgendwelche Musikalischen Überraschungen gibt es keine – weder positiv noch negativ.

Bei der Songauswahl hatte Steve Hackett auf jeden Fall ein gutes Händchen – fast alle frühen Hits von Genesis sind dabei, sei es „the Musical Box“, das Megaepische fast 24-Minütige „Suppers Ready“ (inklusive dem kurzen Intro „Horizons“) oder „the Lamia“ – man könnte jetzt natürlich einwerfen das der frühe Hit „Carpet Crawlers“ fehlt, aber Hackett wollte die Songauswahl halt persönlich halten & so kamen auch eher unscheinbare Songs zum tragen die man nicht direkt auf dem Zettel hat (diese finden sich fast alle auf CD 2).

Damit es im Studio nicht zu langweilig wird lud sich Steve Hackett einige Gäste ein – der mittlerweile schon unvermeidliche Steven Wilson, Mikael Ackerfeld (Opeth), Nick Beggs (früher bei Kajagoogoo, mittlerweile ein gefragter Sessionmusiker) oder Steve Rothery (Marillion) sind nur die Sperrspitze eines großes Generationentreffens – die Liste der Gastmusiker liest sich schon fast wie ein Who-is-Who der modernen Indie, Alternative & Prog-Rock Szene. Von seinen alten Genesis Kollegen ist keiner dabei, lediglich Phil Collins Sohn Simon hat es auf die Gästeliste geschafft.

Eine eigene persönliche Note können die ganzen Musiker dem engen Musikalischen Konzept aber nicht einbringen. Da Steve Hackett ja wollte das die Songs so bleiben wie sie sind dürften die ganzen Gäste brav die Musik von Genesis 1:1 nachspielen. Für mich wirkt das ganze irgendwie so als ob man eine große Namensliste aufs Cover drucken wollte & damit Werbetechnisch glänzen will. Das sich die Coversongs den Originalen mehr als ähneln merkt man auch an den Laufzeiten – die ist sowohl bei den Originalen wie auch bei der jeweiligen Coverversion fast identisch.
Auch bei den Sängern (Steve Hackett hält sich Gesanglich diesmal zurück) schien es einen Wettbewerb gegeben zu haben wer es denn schafft Peter Gabriel am ähnlichsten zu klingen. Es tut fast jeder – fast ist es schon egal festzustellen ob da jetzt Steven Wilson oder Nik Kershaw singt, zumal dies nur im Kleingedruckten in den Credits erwähnt wird wer da was singt.
Überraschungen gibt es kaum – bei „Suppers Ready“ sind es direkt fünf Sänger (Hackett selbst, Simon Collins, Mikael Ackerfeldt, Conrad Keeley, Francis Dunnery) die den Peter Gabriel machen dürfen, was zu Anfang doch etwas fremdartig klingt aber nach einiger Eingewöhnung dann doch funktioniert. Bei „Ripples“ wird die Leadstimme von Amanda Lehmann übernommen, was zumindestens für etwas Abwechslung sorgt.

Zugegeben – die Musik ist Klasse, Songs wie „the Lamia“ oder „the Return of the giant Hogweed“ sind unkaputtbare Klassiker & es macht immer wieder Freude sie zu hören. Aber es stellt sich noch mal die Frage nach dem warum ? Wer braucht denn heute 1:1 Kopien von Genesis ? Wer die Musik mag der hat die Originale eh längst im Schrank stehen. Das ganze wirkt wie eine Best-of Sammlung, die zwar so in dieser Form gut funktioniert aber auch reichlich überflüssig wirkt. Die Überlange Gästeliste ist beeindruckend, aber außer Aufmerksamkeit bringt sie nicht viel. Sicherlich werden junge Fans von Opeth oder ...Trail of Death mal aus Neugierde reinhören was da die Mitglieder ihrer jeweiligen Lieblingsgruppe so privat treiben. Ob das aber zum Kauf animiert steht auf einem anderen Blatt.

Denn Steve Hackett hat eine goldene Regel bei Coverversionen vergessen: Das einbringen einer persönlichen Note, eine Veränderung, einfach etwas was dem ganzen einen anderen Touch gibt, die Songs in einem anderen Licht erscheinen lässt. Technisch ist das ganze brillant, der Beweis das Genesis schon zu Anfang ihrer Karriere teilweise verdammt ausgetüftelte Kompositionen hatten ist ein weiteres male erbracht worden – aber dazu hätte es nicht dieses All-Star Treffen der Musikergenerationen gebraucht.
Letztendlich nur für Die-Hard Fans & alles-haben-müßen Sammler. Als Best-of fürs Auto oder den MP3 Player ganz brauchbar, die Originale sind jedoch (für mich) immer noch die erste Wahl.

Das Album ist in der Erstauflage in einem limitierten Mediabook erschienen, das vor allen Grafisch sehr gelungen ist. Für Analogfreunde gibt es auch eine 4-fach Vinyl LP mit beigelegter Doppel CD (die Songreihenfolge ist wegen der Laufzeiten der Songs auf Vinyl eine andere als auf CD) sowie natürlich als Download in diversen Dateiformaten. 
Gespeichert
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