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Autor Thema: Unitopia - One Night in Europe  (Gelesen 2061 mal)
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gelini71
Syncro Schauer
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Beiträge: 7.930


Keine Angst - ich bin es nur


« am: 01. April 2012 um 15:57 »



Originaltitel: One Night in Europe
Aufnahmeort & -datum: Boerdeij , Zotermeer (Niederlande) – 15.10.2010
Regie: keine Angabe
Laufzeit: circa 122 Minuten
FSK: keine Angabe da Import

Band
Mark Trueack – Gesang
Sean Timms – Keyboards , Backing Vocals
Mark Williams – Gitarre , Backing Vocals
David Hopegood – Schlagzeug , Backing Vocals
Craig Kelly – Bassgitarre , Backing Vocals
Tim Irrgang – Percussions
Ian Ritchie – Saxophone , Flöte , Klarinette , Backing Vocals

Songliste
01. Vorspann: Take good Care (Prelude) / Suffocation – 4:03
02. Artificial World – 5:30
03. Nothing lasts forever – 5:22
04. Not Human anymore – 4:54
05. Tesla – 18:02
06. Gone in the Blink of an Light – 5:38
07. The great Reward – 9:31
08. Angeliqua – 9:52
09. More then a Dream – 7:53
10. Justify – 14:41
11. the Garden – 26:05
Zugabenteil
12. One Day – 4:07
13. Inside the Power / Abspann: Araeka´s Dream (Excerpt) -  6:41

Die Australische Prog-Rocker machen auch Live eine gute , wenn auch etwas zu perfekte Figur

Das Thema Live DVD ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Was vor einigen Jahren nur für die Big Names der Musikbranche möglich ist mittlerweile auch für kleine Bands ein wichtiger Punkt in der Discografie geworden. Das es sogar nun eine kleine & relativ unbekannte Band wie Unitopia es schafft eine Live DVD zu stemmen zeigt wie günstig & einfach es geworden ist eine Konzert DVD zu produzieren.

Im Herbst 2010 war Unitopia auf ihrer ersten Europatournee & am 15. Oktober machte die Band im Niederländischen Zotermeer (das ist in der Nähe von Den Haag) Station , wo in der recht kleinen Halle mit Namen „Boerderij“ dieser Konzertmitschnitt entstand. Die Halle war gut gefüllt , aber deutlich sichtbar nicht ausverkauft – das Publikum hat ordentlich Platz im Raum & es gibt sogar vereinzelt einige Lücken zu erblicken.

Die Bühne ist recht karg , wie auch nicht anders zu erwarten – es befinden sich lediglich die Instrumente auf ihr. Irgendwelche Showelemente gibt es nicht , selbst die Lightshow ist recht bescheiden (es herrschen die Farben blau & violett vor). Man merkt halt das es sich zum einen um ein kleines Clubkonzert handelt , zum anderen sind Unitopia halt noch zu unbekannt um sich eine große aufwändige Tournee mit jede Menge Showelementen zu leisten.

Die Setliste ist deutlich in zwei Hälften aufgeteilt – die erste Hälfte besteht nur aus Songs aus dem Album „Artificial“ , die ersten fünf Songs werden sogar in der gleichen Reihenfolge wie auf der CD gespielt , was zur Folge hat das man sich an dritter Stelle durch die nicht so tolle Beatles Hommage „Nothing last forever“ hören muß. Zum Glück ist der Song nicht sonderlich lang & zudem ist dies die einzige Songgurke die sich die Band bei dem Konzert leistet. In der zweiten Hälfte gibt es dann eine Auswahl aus den beiden anderen Alben „the Garden“ & „More than a Dream“.

Soundtechnisch schaffen es die Musiker fast Haargenau den Klang & die Arrangements der Studioaufnahme in die Livesituation zu retten , was angesichts der teilweise recht komplexen Tempowechsel in den Songs schon beachtlich ist & für das Können der Musiker spricht. Sie stehen damit ganz in der Tradition klassischer Prog-Rock Band wie Genesis oder Pink Floyd die Live genauso gearbeitet haben.

Unitopia sind immer dann am besten wenn ihre Songs ins Epische gleiten & die Zehn Minuten Grenze mal eben locker genommen wird , es Tempowechsel gibt , lange Solos gespielt werden oder mal eben ein kleiner Spritzer Jazz oder Folklore dazukommt. Die Musikalisch Nähe zu Genesis oder dem Alan Parsons Project ist hier am deutlichsten zu hören , zumal Sänger Mark Truesak Live nicht nur wie Peter Gabriel klingt sondern auf dem ersten Blick ihm auch etwas ähnlich sieht.

Nun muß man aber auch zugeben das diese Live DVD leider etwas langweilig geworden ist. Sicher – die Musiker machen einen super Job , die Songs sind Klasse , es ist super Stimmung im Saal & Mark Truesak hat bei den Zwischenansagen sogar lustige Entertainerqualitäten (meist macht er Witze über die Entfernung von Australien & Europa). Aber Mangels Optischer Highlights ist das ganze Konzert halt auch ziemlich unspektakulär geworden – da steht halt nur eine Band auf einer kleinen Bühne & spielt. Da helfen auch nicht die paar Bilder des Weißrussischen Künstlers Ed Unitsky weiter , die bei einigen Songs am Anfang mit reingeschnitten werden.
Neumodische Optische Gags gibt es hier nicht , selbst die mittlerweile normalen Scharf / Unscharf Spielchen sind nicht vorhanden – vom Filmischen Standpunkt her ist das ganze richtig Old-School & erinnert an die legendären Rockpalast Mitschnitte , inklusive der Einblendungen der jeweiligen Songtitel.

Wer die Musik der frühen Genesis (mit Peter Gabriel als Sänger) sowie das Alan Parsons Project mag der wird an Unitopia sicherlich viel Freude haben , denn die Melodischen , teilweise sogar Radiotauglichen Songs sind ganz klassischer Prog-Rock wie er in den 70igern nicht hätte besser entstehen können. Wer Fan ist (bzw werden sollte) der wird sich natürlich auch den Konzertmitschnitt holen , denn wann man mal wieder eine kleine Australische Band wieder Live in Europa sehen wird steht in den Sternen.
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Die DVD – die technischen Details

Menü
Standbild mit Musik. Witzig die Menübeschreibungen unter den jeweiligen Punkten die genau erklären was sich unter dem Menüpunkt verbirgt.

Bild
Das mit digitalen Videokameras aufgenommene Bild ist schon scharf & mit natürlichen Farben , bei starken Lichteinfall allerdings verschwimmen einige Details. Die Kamera die Mark Truesak vom vorderen Bühnenrand aus filmt liefert allerdings ein etwas grobkörniges Bild. Alles in allem ordentlich.
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Ton
Drei Tonspuren stehen zur Auswahl : 2.0 Stereo , 5.1 sowie dts – die dts Spur hat einen schönen vollen Klang ohne einen Soundmatsch zu erzeugen , der Subwoofer hat ordentlich zu tun ohne das Gesamtbild zu stören. Nur schade das der Ton nicht sonderlich räumlich ist sondern eher besseres Stereo , die Rears kommen nur beim Applaus oder bei einzelnen Effekten (Gewitter am Anfang von „Tesla“) zum Einsatz.
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Extras
Trotz Low Budget gibt es eine Bonus DVD – zusätzliche Konzertaufnahmen , ein Unplugged Auftritt im Niederländischen TV , ein Interviewfilm sowie eine Dokumentation über eine Tour in Tasmanien (noch mit Originalbesetzung). Alles ganz nett , haut aber auch nicht vom Hocker. Helfende Uts bei den Interviews fehlen.
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Die DVD kommt in einer Amaray mit Faltbooklet.
Zu bekommen vereinzelt bei diversen Internethändlern , am einfachsten jedoch über die Homepage der Band zu beziehen. Achtung: Es gibt sowohl eine NTSC als auch eine PAL Version.
Unitopia Webseite
Wer die Bilder nicht braucht für den gibt es separat noch eine Doppel CD.
 
Trailer

<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ieRZ369xQMs" target="_blank">https://www.youtube.com/watch?v=ieRZ369xQMs</a>
Gespeichert
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