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Autor Thema: 30 Days of Night: Dark Days  (Gelesen 2184 mal)
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StS
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Beiträge: 24.679


Obsessed with the "mess" that's America


« am: 03. Januar 2011 um 20:38 »



Entstehungsdaten:
USA 2010

Regie:
Ben Ketai

Darsteller:
Kiele Sanchez
Rhys Coiro
Mia Kirshner
Diora Baird
Harold Perrineau
Troy Ruptash
Ben Cotton
Katharine Isabelle

Trailer


Dank solch erfreulicher Eigenschaften wie einer reizvollen inhaltlichen Ausgangslage, einem tollen Setting und hochwertigen Produktionsdesign, guten Darstellern, einer ansehnlichen Bildersprache, düsteren Atmosphäre sowie inspirierten Regieleistung David Slades, welcher die brutalen Geschehnisse der Handlung ebenso kraftvoll wie kompromisslos in Szene setzte, entpuppte sich der auf einer Graphic Novel von Steve Niles und Ben Templesmith basierende Vampir-Reißer „30 Days of Night“ 2007 als einer der besseren Genre-Veröffentlichungen der letzten Jahre. Parallel zum Kinostart präsentierten die Verantwortlichen bei „FEARnet.com“ und „Ghost House Pictures“ den Fans mit „Blood Trails“ zudem ein Prequel im „Webisode“-Format, welches im Zuge seines Erscheinens einen solchen Anklang fand, dass man schon kurz darauf einen Nachfolger im selben Stil beschloss, der im Folgenden von Regisseur und Skriptautor Ben Ketai unter dem Titel „Dust to Dust“ (2008) realisiert wurde. Seine in jenem Rahmen abgelieferte Arbeit löste unter den betreffenden Entscheidungsträgern offenbar einen derartigen Grad an Zufriedenheit aus, dass man ihn anschließend auch gleich mit der Konzeption und Umsetzung eines abendfüllenden Sequels des ursprünglichen Werks betraute – nämlich der hier nun vorliegenden „Direct to Video“-Fortsetzung „Dark Days“ (2010)…

Ein Jahr ist inzwischen vergangen, seit die kleine (in Alaska gelegene) Stadt Barrow während eines winterlichen Monats in Dunkelheit von einer Horde Vampire angegriffen und infolge dessen nahezu vollständig ausgelöscht wurde: Innerhalb dieser Zeit hat es sich die einzige Überlebende des Massakers, Stella Oleson (Kiele Sanchez), zur ihrer maßgeblichen Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeit über die wahren Hintergründe jener Geschehnisse zu informieren – denn u.a. aus Besorgnis gegenüber der erwarteten Bevölkerungsreaktion hatten die zuständigen Behörden rasch eine sich um ein „tragisches Pipeline-Unglück“ rankende Vertuschungsstory kreiert und diese daraufhin mit Hilfe der Medien rund um den Erdball verbreitet. In Form herausgebrachter Schriften und Vorträge zu diesem Thema bemüht sich Stella indessen redlich um Aufklärung – berichtet über ihre Erlebnisse sowie die generelle Existenz jener „Kreaturen der Nacht“, inklusive der von ihnen ausgehenden Bedrohung – was seitens der meisten ihrer Leser und Zuhörer jedoch eher belächelt und/oder bloß als eine „unterhaltsame Show“ angesehen wird. Eine dieser Veranstaltungen führt sie nun nach Los Angeles, wo eines Abends drei Personen an sie herantreten, die jeweils Nahestehende durch Vampir-Attacken verloren haben und seither Jagd auf eben jene blutrünstigen Geschöpfe machen: Anfangs widerstrebt es ihr, sich Todd (Harold Perrineau), Amber (Diora Baird) und Paul (Rhys Coiro) in ihrem aktiven Kampf anzuschließen – besonders als sich herausstellt, dass die kleine Gruppe von einem „gleichgesinnten“ Vampir namens Dane (Ben Cotton) angeführt wird – allerdings ändert sich diese Ansicht, als sie von der mächtigen „Königin“ Lilith (Mia Kirshner) erfährt, die sich vor Ort in der Stadt der Engel aufhält sowie gerade einen weiteren Angriff wie damals auf Barrow plant, an dessen Initiierung sie im Übrigen ebenfalls entscheidend beteiligt war...

„30 Days of Night: Dark Days“ eröffnet in Gestalt eines den Kontext der aktuellen Situation erläuternden Voiceovers sowie eines kurzen (veranschaulichenden) Rückblicks auf bestimmte zentrale Ereignisse des vorangegangen Films, einschließlich seiner gefühlsbetonten Schluss-Sequenz, in der Stella´s (zuvor ja gebissener und verwandelter) Ehemann Eben im Angesicht der aufgehenden Sonne in ihren Armen „verstirbt“ – nur dass jene prägnante Einstellung für das vorliegende Werk „neu nachgestellt“ wurde, und zwar mit Kiele Sanchez anstelle von Melissa George, welche den Part (angeblich) aufgrund „hinderlicher Terminüberschneidungen“ nicht noch einmal übernehmen konnte (ich selbst kann mir aber durchaus vorstellen, dass sie nach dem Lesen des Drehbuchs einfach eine kluge Entscheidung getroffen hat). Umbesetzungen dieser Art sind natürlich immer unvorteilhaft – und obgleich Sanchez („A Perfect Getaway“) beileibe keine schlechte Wahl markiert und sich auch auffallend ins Zeug legt, kann sie dem hinterlassenen Eindruck Melissas nie wirklich das Wasser reichen. In beiden Streifen geht es um spezielle Formen von „Isolation“: Im ersten bezog sich das primär auf die geographische Lage des Schauplatzes, während sich jene Charakterisierung hier dagegen auf die innere Verfassung Stellas bezieht – ihr Schmerz hat sie (mental) von ihrer Umwelt distanziert, sie kalt und emotionslos werden lassen, was Kiele alles in allem passabel vermittelt. Das Problem dabei ist nur, dass man als Zuschauer genau aus diesem Grund keinen rechten Zugang zu ihr findet: Sie wird einem weder richtig sympathisch noch vermag man in einem dienlichen Maße mit ihr mitzufiebern – zumal man in dieser Beziehung (dank des Darstellerwechsels) nicht einmal auf seine „Empfindungen“ aus dem Vorgänger-Teil zurückgreifen kann. Wie gesagt: Kiele spielt solide, steht aber klar in Melissa´s Schatten, welche selbst ja kürzlich erst eine gar nicht mal so unähnliche Rolle (in Christopher Smith´s „Triangle“) wesentlich ersprießlicher gemeistert hat...

Wem beim Lesen dieser Zeilen bislang die Hoffnung geblieben ist, dass sich einer der Nebenprotagonisten eventuell noch als eine halbwegs brauchbare (möglichst charismatische) Identifikationsfigur entpuppt, den muss ich an dieser Stelle leider ebenfalls (erneut) enttäuschen: Aus jenen Reihen ist keiner mehr als ein wandelndes Klischee, ihre Schicksale sind einem ausnahmslos egal – nicht bloß in diesem Bereich hat das Skript auf ganzer Linie versagt. Als resolutester Jäger der Gruppe ist der an sich gar nicht mal schlecht agierende, insgesamt aber dennoch recht blass verbleibende Rhys Coiro (TV´s „Entourage“) zu sehen: Was man von Paul im Gedächtnis behält, sind zahlreiche banale Dialogzeilen (u.a. über seine Vergangenheit), die er im Zuge seiner „inhaltlichen Positionierung als Love-Interest“ so von sich gibt, wie auch (vor allem) seine Beteiligung an einer erstaunlich „direkt“ arrangierten, allerdings eher uninspiriert und holprig in den Verlauf eingebundenen Sex-Szene mit Stella – nichts weiter. Gar noch schlimmer ergeht es der vielerorts ja gern erblickten Diora Baird („TCM: the Beginning“), welche im Prinzip nie eine echte Chance gegen die (vom Drehbuch her) arg ärgerliche Gestaltung ihres Parts hatte: Eingeführt wird Amber als „toughes Badass-Chick“, das sogleich Bedenken äußert, Stella´s „fehlende Kampferfahrung“ könnte sie alle in akute Gefahr bringen, wenn es denn mal ernst wird – doch als sie später in eben solche Lagen geraten, ist gerade sie es, die zum Beispiel über einen herumstehenden Eimer stolpert oder als erstes die Nerven verliert, was prompt zum Tod eines Kameraden führt. Abgerundet wird das Jäger-Trio schließlich vom annehmbaren Harold Perrineau (TV´s „Lost”) – aber hey, er ist ein Afroamerikaner in einem einfallslosen Genre-Werk, weshalb es unschwer zu erahnen ist, wie die ganze Sache wohl für ihn ausgeht, inklusive des entsprechenden Zeitpunkts...

Dem beschriebenen Einstieg und einer coolen Opening-Credits-Sequenz folgend, erhält das Publikum postwendend (schon dann) den besten Moment des kompletten Films geboten – nämlich Stella´s Versuch eines öffentlichen Beweises für die tatsächliche Existenz von Vampiren, und das im Rahmen eines ihrer Vorträge in einem Saal voller Zuhörer, dienlich unterstützt seitens einiger kräftiger UV-Strahler an der Decke: Eine clevere Idee, die funktioniert und zudem effektvoll umgesetzt wurde – wobei ich mich allerdings gefragt habe, warum sie die Aktion denn nicht aufgezeichnet oder live ins Web gestreamt hat. Aber egal. Bevor sie kurz darauf Bekanntschaft mit den ja bereits genannten Gleichgesinnten macht, wird sie jedenfalls erst einmal verhaftet und auf dem Präsidium von einem FBI-Agenten (Tony Ruptash) verhört, der jene Geschehnisse vehement als „Schwindel“ bzw. „Täuschung“ bezeichnet – es tatsächlich jedoch besser weiß, da er in Wahrheit Lilith zu Diensten steht, die ihm dafür „Unsterblichkeit“ in Aussicht gestellt hat, welche er aufgrund einer fortgeschrittenen Lungenkrebs-Erkrankung hingebungsvoll anstrebt. Wirklich viel wird aus dieser interessanten Konstellation nicht unbedingt herausgeholt – aber zumindest führt sie zu einer gelungenen Szene, in welcher der Beamte den Grad seiner Entschlossenheit demonstrieren soll, indem er einen Menschen durch einen Biss in den Hals tötet und dessen Blut trinkt, auch ohne zuvor verwandelt worden zu sein...

Über Paul, Amber und Todd lernt Stella schließlich den „guten“ Vampir Dane kennen, der ihr im Vorfeld bereits mehrfach Briefe geschrieben hatte, sie in ihrer Sache unterstützt, sich rein von Blutkonserven ernährt sowie auf eine spezielle Weise das meiste seiner „ursprünglichen Persönlichkeit“ bewahren konnte. Abgesehen davon, dass der ihn verkörpernde Ben Cotton („Scar“) nicht die notwendige Ausstrahlungskraft besitzt, ist seine Rolle hier (im Gegensatz zu der Figur in den Comics) nur eine eher nebensächliche, welche überdies (ebenfalls) nicht gerade anständig ausgearbeitet wurde. Lange mit von der Partie ist er aber ohnehin nicht, da er erstaunlich zügig einem „Fehler“ zum Opfer fällt, der so lahm und abgegriffen ist, dass man ihn gleich im Ansatz jener Situation auf Anhieb erkennt bzw. kommen sieht. In dieser Phase ist das Tempo deutlich ruhiger als noch zu Beginn – was auch mit dem sich zwischen Paul und Stella entwickelnden romantischen Subplot in Verbindung steht, der nicht nur unaufregend und vorhersehbar ist, sondern zudem gar relativ unnötig sowie nicht ganz im Einklang ihrem eigentlich vermittelten Seelenzustand, der weiterhin stark von Trauer, Wut und Schuldgefühlen geprägt ist. Letzteres stellt ein grundsätzliches Problem des Werks dar, welches vor allem in seinen finalen Minuten noch einmal herausragend zum Tragen kommt: Obwohl die abschließenden Einstellungen ansprechend gefilmt wurden und sich der Gedanke dahinter durchaus (einigermaßen) nachvollziehen lässt, gerade im Hinblick auf das „gelieferte Exempel Danes“, widerspricht das dort „in die Wege geleitete“ schlichtweg verschiedenen im Vorhinein gefolgten Leitsätzen der betreffenden Person... 

Im Unterschied zu dem düster-kühlen Setting seines Vorgängers, entfaltet sich „Dark Days“ jetzt also im sonnig-heißen L.A. – was entsprechend einen weit weniger reizvollen Schauplatz markiert, nicht bloß weil zuvor schon zig ähnliche Genre-Produktionen dort angesiedelt wurden. Immerhin ist es den Machern hoch anzurechnen, dass man dem fertigen Film nicht ansieht, dass er tatsächlich vollständig in Kanada realisiert wurde. Simultan weist diese Gegebenheit an sich aber auch (offenkundig) darauf hin, dass die präsentierten Locations über keinerlei „individuellen Charakter“ verfügen: Primär wurde an solch „gängig-anonymen“ Örtlichkeiten wie einem typischen nordamerikanischen Motel, dem Innern eines Frachtschiffs oder in irgendwelchen Nebenstraßen, Lagerhallen und Kellerräumlichkeiten gedreht – so wie man es von Projekten mit limitierten Ressourcen inzwischen ja gewohnt ist. Leider ist die (im Übrigen von Regisseur Katai und Comic-Schöpfer Niles himself verfasste) Story in keiner Weise dazu imstande, diesen Eindruck (z.B. mit Eigenschaften á la Originalität) inhaltlich zumindest halbwegs wieder auszugleichen bzw. wettzumachen: Statt packendem Survival-Horror, eingebettet in einem ausgereiften Plot und einem „unverbraucht“ anmutenden Ambiente, begleiten wir nun also eine gemischt zusammengestellte (überschaubare) Gruppe Vampir-Jäger, die in einer urbanen Umgebung ein „Nest“ jener Kreaturen (mitsamt mächtiger Führungspersönlichkeit) auszuheben versucht – wie oft haben wir das nicht bereits gesehen...?

Ich kann verstehen, dass man Amber, Todd und Paul als „ganz normale Bürger, die angesichts der ungewöhnlichen Umstände den aktiven Kampf aufgenommen haben“ portraitieren wollte – doch trotz ihrer in der Zwischenzeit gesammelten Erfahrungen wirkt ihre Vorgehensweise (noch immer) sehr unvorbereitet und amateurhaft, weshalb man sich kaum wundert, dass dabei immerzu recht viel schief geht. Ihre „Ziele“ hausen vorrangig in der permanenten Dunkelheit der zig Tunnel und Schächte unterhalb der Millionenstadt: Ihr Look entspricht dem generellen Stil der Franchise – sie sind blutrünstige Wesen, frei jeglicher „romantischer Ausstrahlung“, die ihrer Beute nicht bloß in den Hals beißen, um an ihre Nahrung zu gelangen, sondern sie zu diesem Zweck eher förmlich (wie wilde Tiere) in Stücke reißen. Während die (ihr Aussehen definierende) Make-up-Kunst erneut zu überzeugen vermag, empfand ich sowohl ihr allgemeines Auftreten als auch ihre aggressiven An- und Übergriffe dieses Mal aber nicht ganz so effektiv (bzw. Furcht einflößend) dargeboten – darüber hinaus kamen mir ihre Verhaltensweisen (ebenfalls) etwas zu unkoordiniert vor, gerade in Anbetracht ihrer Schutzfunktion gegenüber der „Königin“. Diese wird von der (in Filmen, Serien oder sonst wo) stets gern gesehenen Mia Kirshner („the Crow 2“/„Exotica“) gespielt – und das durchaus gut sowie auf eine vollkommen andere Art als im Rahmen ihres Auftritts in den „Vampire Diaries“. Ebenbürtig creepy, geheimnisvoll und sexy – dazu dann noch mit einer stylish-schicken (an Elizabeth Bathory angelehnten) „Blut-Bad“-Szene versehen: Im Prinzip ohne Anlass zur Klage – wenn denn nur Drehbuch und Regie mehr mit dem Part anzufangen gewusst hätten, anstatt Mia kaum substanzielles Material zur Verfügung zu stellen und ihr außerdem (per se) nur enttäuschend wenig zutun zu geben…

Das Skript von Niles und Katai ist gleichermaßen arm an Überraschungen und Tiefe wie reich an vorhersehbaren und abgegriffenen Genre-Bausteinen – was bei Dingen wie der „üblichen Diskussion“ über die „notwendigen Schritte“ anfängt, nachdem einer aus der Runde gebissen wurde und jetzt kurz vor seiner Verwandlung steht, und sich bis hin zu der „Anwesenheit“ eines antiken Phonographen in Lilith´s Quartier erstreckt, auf dem ständig dieselbe alte Platte läuft. Einzig ein aufgezeigter Weg, etwa durch Feuer „getötete“ Vampire zu reanimieren, ist als „neuer Ansatz“ auszumachen – allerdings lässt sich über den Sinn bzw. Unsinn dieser Idee gewiss leicht und ausgiebig streiten. Eingebettet in einem eher holprigen Erzählfluss, kann die Handlung weder genügend Interesse noch Suspense generieren, um den Zuschauer über den vollen Verlauf hinweg vernünftig bei Laune zu halten. Die Kamera-Arbeit Eric Maddisons ist immerhin solide ausgefallen, der Score Andreas Boultons kommt ansprechend anzuhören daher und die „Momente harter Gewalt“ wurden von der F/X-Crew mehrheitlich wirkungsvoll arrangiert: Ein mit einem Betonschalstein zertrümmerter Schädel und ein „Kopf am Haken“ sind dabei positiv hervorzuheben – negativ indessen einige CGI-Beigaben sowie die teils arg künstliche Farbe und Konsistenz des Blutes. Für eine „DtV“-Fortsetzung geht die Inszenierung Katais insgesamt in Ordnung – bloß sieht man dem Streifen seine limitierten Ressourcen in verschiedenen Bereichen einfach zu deutlich an. Überdies gibt es (in Addition zu den bereits genannten Punkten) schlichtweg zu viele Dinge, die fern von optimal funktionieren: Mit Ausnahme des Kontexts einer Schießerei in einem unterirdischen Korridor, welche (nebenbei erwähnt) echt stark umgesetzt wurde, kommt in jener düsteren Umgebung keinerlei klaustrophobische Atmosphäre zustande – außerdem enttäuscht der spätere (sich zwischen Stella und Lilith entfaltende) Showdown auf breiter Flur. Ferner erinnern einen einzelne Augenblicke gar unvorteilhaft an andere Werke: Neben etlichen Vampir-Flicks etwa auch an „Aliens“ oder „the Descent“. Unzulänglichkeiten und unausgeschöpftes Potential wohin man schaut – und dabei habe ich noch überhaupt nicht erwähnt, dass man obendrein Katharine („Ginger Snaps“) Isabelle in einer belanglosen Mini-Rolle völlig verschenkt hat…

Fazit:  Bei „Dark Days“ (2010) handelt es sich um einen leidlich unterhaltsamen, Klischee-verseuchten, uninspiriert konzipierten, spannungsarmen und zudem auch noch auffällig kostengünstig produzierten Nachfolger des geschätzten „30 Days of Night“-Kinofilms aus dem Jahre 2007. Martin Liebman hat die hinterlassenen Eindrücke im Zuge seiner Film-Besprechung auf „blu-ray.com“ absolut treffend zusammengefasst, weshalb ich ihn an dieser Stelle (abschließend) einfach mal zitieren möchte: „This sequel just screams 'pointless' with every frame. Not only is the story generically bland, but the picture features merely average set design, poor production values, an awful script, unremarkable acting and dull action scenes…


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