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Autor Thema: Pet Shop Boys - Pandemonium  (Gelesen 6623 mal)
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gelini71
Syncro Schauer
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Keine Angst - ich bin es nur


« am: 08. Dezember 2010 um 17:02 »

Pet Shop Boys – Pandemonium



Copyright aller Bilder: Parlaphone / EMI Electrola

Titel: Pandemonium
Aufnahmeort: O2 Arena , London – 21.12.2009
Regie: David Banard
Laufzeit: circa 97 Minuten
FSK: Ab 0 Jahre

Band
Neil Tennant: Gesang
Chris Lowe: Keyboards

Backingvocals & Tanztruppe: Charlotte Walcott , Polly & Sophie Duniam , Sean Williams

Setliste
01. More Than a Dream / Heart - 4:22
02. Did You See Me Coming? - 3:39
03. Pandemonium / Can You Forgive Her ? - 4:25
04. Love etc. - 3:17
05. Building a Wall - 1:49
06. Go West - 3:55
07. Two Divided by Zero - 3:46
08. Why Don't We Live Together ? - 4:19
09. New York City Boy - 2:50
10. Always on My Mind - 3:50
11. Closer to Heaven / Left to My Own Devices - 5:38
12. Do I Have To ? - 3:57
13. King's Cross - 4:18
14. The Way It Used to Be - 5:05
15. Jealousy - 4:37
16. Suburbia - 5:20
17. What Have I Done to Deserve This ? - 4:36
18. All Over the World - 3:40
19. Se a Vida é / Discoteca / Domino Dancing / Viva la Vida - 6:02
20. It's a Sin - 5:37
Zugaben
21. Being Boring - 6:17
22. West End Girls - 5:20
23. Abspann - 1:23

Das Konzert
Die Stärke der Pet Shop Boys ist das Wissen ihrer Schwäche: Sie sind keine Rocker & somit sind Live Konzerte von Neil Tennant & Chris Lowe auch nicht mit üblichen Livekonzerten zu vergleichen. Die Pet Shop Boys wollten schon immer mit ihren Konzerten weitergehen als im normalen Konzertgeschäft üblich – ihre Konzerte ähneln eher großen Musicals oder gar Broadwayshows. Es geht rein ums Entertainment , wer ein Rockkonzert erwartet ist hier falsch.

Und so sind die Pet Shop Boys Live eben die Pet Shop Boys – keine Zusatzmusiker die zur Verstärkung dazugeholt werden um den Songs Live ein neues Kleid zu geben (wie z.B. bei Depeche Mode so üblich). Neil Tennant singt & Chris Lowe steht hinter einer Batterie von Keyboards & Computern & drückt im Richtigen Moment die passenden Knöpfe , manchmal haut er Theatralisch auf ein paar Trommel – das wars. Inwieweit das jetzt Live ist soll jeder selber Entscheiden – vor allen wenn die Musik loslegt obwohl Chris Lowe noch gar nicht hinter seinen Instrumenten steht. Zwinkern
Nur einmal geht Chris sehr locker aus sich raus als er für knapp eine Minute für so was ähnliches wie eine Tanzperfomance hinter seinem Technikpult hervortritt – ansonsten ist er (wie immer) still am Bühnenrand & überlässt Tennant die Bühne.


Chris Lowe an seinem Arbeitsplatz

Sänger Neil Tennant ist bei diesem Konzert sehr locker & fröhlich , man merkt ihm förmlich den Spaß an den er da oben auf der Bühne hat. Seine Stimme , von vielen Kritikern gerne als „langweilig“ bezeichnet , kommt Live sogar etwas lauter rüber als auf CD.
Bei der Songauswahl haben die beiden natürlich die große Qual der Wahl , schließlich sind die beiden seit über 25 Jahren im Geschäft & haben entsprechend viele Songs im Angebot. Von fast jedem der regulären Studioalben ist mindestens ein Song dabei , lediglich das von Kritik & Fans etwas verschmähte Album „Release“ wird komplett ausgelassen. Dafür kommt mit „Closer to Heaven“ ein Song vom gleichnamigen Musical der beiden wieder zu Konzertehren & mit „Do I have to ?“ wird sogar eine B-Seite (von „Always on my Mind“ – 1987) auf die Bühne gebracht.


“Do I have to ?“ Performance ohne große Effekte

Musikalisch ist vieles recht eng an der bekannten Studioversion , manchmal allerdings auch trickreicher arrangiert. Die Pet Shop Boys rühren nämlich so manchen Mash-up aus ihren eigenen Songs an: „Pandemonium“ z.B. bekommt das Intro von „Can you forgive her“ verpasst oder bei „Why Don't We Live Together ?“ wird ein Textfragment von „Left to my own devices“ zitiert. Für Kenner gibt es sogar ein ziemlich freches Zitat: Im Intro zu „Two Divided by Zero“ wird nämlich „Nummern“ von Kraftwerk reingesampelt , was sogar super da rein passt.

Die Tour stand unter dem Motto „Pandemonium“ was übersetzt soviel wie Tumult oder Chaos bedeutet. Als roter Leitfaden der gesamten Show sind Würfel ausgewählt worden. Nicht nur das die Tänzer Würfelkostüme tragen & auf dem Kopf sogar einen Würfel tragen (Tennant & Lowe am Anfang der Show auch) , der gesamte Bühnenaufbau besteht aus Würfeln , die Filme die projiziert werden haben Würfel zum Thema usw – das Thema wird konsequent durchgezogen.


Konzertanfang: Der Mann von Welt trägt Würfel

Und genau diese Würfelbühne ist das A & O der bunten Show. Am Anfang ist die Bühne sehr klein & überschaubar – ja fast eng , man meint sogar bei einem Clubkonzert zu Gast zu sein (was aber spätestens bei einem Schwenk in die große Halle relativiert wird). Erst nach „Building a Wall“ bricht diese kleine Bühne zusammen & die gesamte Bühne wird sichtbar , die im Hintergrund aus einer riesigen Mauer aus Würfeln besteht (nicht ganz unähnlich wie bei „the Wall“ von Pink Floyd). Diese Mauer ist dann die große Projektionsfläche für die Filme – am Ende des großen Medleys & am Anfang von „It´s a Sin“ wird diese Mauer komplett einstürzen , lediglich einige Würfel werden recht seltsam an Drähten hängen bleiben & hoch oben über der Bühne schweben – was übrigens verdammt cool aussieht.


Die Bühne in gesamter Pracht

Die gesamten losen Würfel werden andauernd umarrangiert , sei es von der vierköpfigen Tanz / Gesangstruppe oder von Bühnenarbeitern die ganz selbstverständlich mit zur Show gehören – also nicht wundern wenn da auf einmal einige Männer in weißen Kitteln & Bauhelm (!!!) über die Bühne gehen. Besonders lustig übrigens nach „It´s a Sin“ wo diese Bauarbeitertruppe mit Laubsaugern auf die Bühne kommt um die ganzen Papierschnippsel wegzublasen die im Finale des Songs von der Bühne geflogen kamen.


“It´s a Sin“ – die Bühne fällt in sich zusammen

Dieses ganze Umarrangieren der Würfel ist dann auch besagtes „Pandorium“ , stellenweise wirkt das ganze wie ein riesiger Kindergeburtstag im Kinderzimmer wo riesige Bauklötze hin & her geschoben werden. Zwar wirkt das ganze durchaus Chaotisch , aber mit einer Linie – alles was auf der Bühne passiert hat seinen Sinn. Es ist allerdings auch kein Effektoverkill – manchmal hat die Technik Pause & die Musik steht wieder im Vordergrund. Man hat also als Zuschauer niemals das Gefühl von den ganzen Effekten & Gimmicks erschlagen zu werden.

Unterstützt werden Tennant & Lowe von einer vierköpfigen Tanz- & Gesangscrew (Drei Frauen , ein Mann) die mit ihrer Tanzperformance den jeweiligen Songs einen Rahmen geben & auch dafür Sorgen das es auf der Bühne viel Action gibt. Sicherlich ist manches der Tänze etwas Grenzwertig (bei „Go West“ erinnert mich das ganze eher an ein Aerobicvideo) , aber spätestens bei „Jealousy“ wird man als Zuschauer die beiden Tänzer Charlotte Walcott & Sean Williams ins Herz schließen – denn das was die beiden da abziehen ist wirklich sehr sehenswert.
Neben Tanz gibt es noch jede Menge Filme sowie eine sehr gigantische Lightshow – zudem ziehen sich Tennant & Lowe öfters um & auch hier zeigen die beiden das ihnen nix peinlich ist: Spätestens beim Zugabenteil muß man lachen wenn beide einen Hut tragen der aussieht als hätten beide eine Zimmerpflanze auf dem Kopf. Humor war & ist schon immer ein Teil der Pet Shop Boys gewesen & auch bei dieser Liveshow ist der immer zu spüren. Auch sehr schön die Zugabe im Bonusmaterial von „It doesn´t often snow on christmas“ mit Kunstschnee , tanzenden Weihnachtsbäumen , Neil mit Pelzmütze & Chris im Schneeanzug mit entsprechender Mütze – einfach der Brüller , wer da keine gute Laune bekommt ist selber Schuld.


Die Bühne beim Zugabenteil

Bei so einer großen Show hat die Regie bei der Aufzeichnung natürlich leichtes Spiel. Sicherlich ist der Schnitt etwas langweilig geworden (Großaufnahme Tennant – Bühne Total – Tanzgruppe – wieder auf Tennant usw – überhaupt ist der Schnitt sehr Neil Tennant lastig) , als Zuschauer hat man aber nie das Gefühl nur Zeuge einer großen Party zu werden – man ist wirklich dabei. Manches mal werden Effekte der Bühnenshow über das Bild gelegt um so die Brücke von der Bühne zum heimischen TV Gerät zu schlagen – man übertreibt es damit aber nicht sondern das kommt nur ein paar mal auf (vielleicht vier-/ fünfmal während der gesamten Laufzeit) , wirkt also weder aufdringlich noch störend. Beim Sound hätte man sich sicherlich etwas mehr Bumms gewünscht , zum Nachbarn ärgern ist das ganze aber immer noch ausreichend.

Nach 95 Minuten ist die bunte Show zu Ende – die beiden verabschieden sich brav & höfflich , die Stimmung in der Halle ist gut & der Zuschauer ist glücklicher Zeuge davon geworden wie gutes buntes Pop-Entertainment auszusehen hat. Nach 25 Jahren im Showbiz wissen die beiden was Great Entertainment ist – und über die vielen vielen klassischen Hits muß man eh kein Wort mehr verlieren. Die Pet Shop Boys sind die Pop Götter – und dabei zutiefst Menschlich.

Fazit
Wenn man sich als Zuschauer auf dieses bunte Entertainment einlässt bekommt man eine perfekte , bunte & fröhliche Show die den Zuschauer glücklich hinterlässt. Mit gerade mal 97 Minuten ist das Konzert relativ kurz ausgefallen , die kurze Laufzeit verhindert aber wiederum das man von dem ganzen Eyecandy irgendwann erschlagen wird. Ein gutes , schönes Popkonzert , perfekt in Szene gesetzt ohne zu übertreiben & ohne irgendwelche Reue zu genießen. Macht einfach Spaß.
8 Narrenkappen

Menü
Einfaches Standbild mit Musik

Bild
DVD Standart , gute Schärfe , keine Störungen , natürliche Farbwiedergabe. Allerdings mit Luft nach oben – Bildtechnisch hätte man da noch mehr machen können.
7 Narrenkappen

Ton
Schön Räumlicher & Kraftvoller 5.1 Ton , allerdings kaum Effekte. Der Subwoofer brummt auch nett vor sich hin – aber wie beim Bild wäre auch beim Ton mehr drin gewesen.
8 Narrenkappen

Extras
Na ja – schon mal mehr gesehen: Informativer Audiokommentar mit Tennant / Lowe zusammen mit Es Devlin (das Bühnenkonzept stammt von ihr) , den beiden Weihnachtszugaben „My Girl“ & „It doesn´t often snow on christmas“ (beide Songs wurden nur bei den Weihnachtsshows im Zugabenteil gespielt & gehörten nicht zur regulären Setliste) , den drei Musikvideos zu den Singles aus dem Album „Yes“ sowie die Brit Awards Performance mit Lady Gaga & Brendon Flowers , wo die Pet Shop Boys den Preis für ihr Lebenswerk bekommen haben – zusammen ungefähr 28 Minuten (ohne AK natürlich).
3 Narrenkappen

Verpackt ist das ganze in einem CD Jewel Case , zusammen mit einer Audio Cd des gleichen Konzerts – was aufgrund der beschränkten Laufzeit der Audio CD allerdings gekürzt ist. Das 8-Seitige Booklet ist nicht der Rede wert , der FSK Aufkleber ist recht hartnäckig aber ablösbar.

Trailer zur DVD

<a href="https://www.youtube.com/watch?v=mu_ajofy2aQ" target="_blank">https://www.youtube.com/watch?v=mu_ajofy2aQ</a>
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dÆmonicus
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Dragon


« Antwort #1 am: 08. Dezember 2010 um 18:08 »

Nice Review. Danke!  Sehr glücklich

Jetzt müsste ich die Musik nur noch gut finden.  Zwinkern
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gelini71
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Keine Angst - ich bin es nur


« Antwort #2 am: 08. Dezember 2010 um 18:50 »

Jetzt müsste ich die Musik nur noch gut finden.  Zwinkern
Das ist halt das generelle Problem bei Musik DVDs  Zwinkern
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Jorin
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« Antwort #3 am: 09. Dezember 2010 um 09:16 »

Ich find die Musik gut und muss heut sowieso in den Mediamarkt...  Mr. Green

Danke fürs Review. Wie schauts denn aber mit der Mucke genau aus? Stimmlich gewohnt souverän und ohne Atemnot gegen Ende des Konzerts? Gut ausgesteuert oder die Stimme zu dominant? Welche Tonspuren gibt es (PCM Stereo und DTS)?
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gelini71
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Keine Angst - ich bin es nur


« Antwort #4 am: 09. Dezember 2010 um 13:53 »

Ich find die Musik gut und muss heut sowieso in den Mediamarkt...  Mr. Green
Bei amazon Uk ist die aber gerade besonders günstig - nur so als Tip , da kommt imo kein MM nach Zwinkern

Zitat
Wie schauts denn aber mit der Mucke genau aus? Stimmlich gewohnt souverän und ohne Atemnot gegen Ende des Konzerts? Gut ausgesteuert oder die Stimme zu dominant? Welche Tonspuren gibt es (PCM Stereo und DTS)?
- Musik ist durch die Bank weg im grünen Bereich
- Stimme hat keine Atemnot o.ä.
- Das Verhältnis Stimme / Musik ist Top ausgesteuert - nix dominant
- Tonspur ist 2.0 Stereo oder 5.1 , leider kein dts
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Jorin
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« Antwort #5 am: 21. Dezember 2010 um 06:02 »

PSB - Live at the O2 Arena, London, Dec. 2009

Wow! Diese Show gefällt mir deutlich besser als die Cubism-Show. Die Zeit verging wie im Flug. Und die Zwillinge sind auch ganz nett.  Mr. Green

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gelini71
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« Antwort #6 am: 21. Dezember 2010 um 09:59 »

Die Zwillinge waren mir zu blond , mir hat die Charlotte besser gefallen  Mr. Green
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Jorin
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« Antwort #7 am: 21. Dezember 2010 um 12:06 »

Die war mir zu muskulös.  Lautes Lachen
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