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Autor Thema: Max Havoc: Ring of Fire  (Gelesen 2134 mal)
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« am: 12. Juni 2010 um 16:48 »



Entstehungsdaten:
USA 2006

Regie:
Terry Ingram

Darsteller:
Mickey Hardt
Dean Cain
Christina Cox
Rae Dawn Chong
Samuel Patrick Chu
Martin Kove

Trailer

In "Max Havoc: Ring of Fire" (2006) – Terry Ingram´s Fortsetzung des von Albert Pyun in Szene gesetzten Action-Krimis "Max Havoc: Curse of the Dragon" (2004) – verschlägt es den sich inzwischen ja als Sport-Fotograph seinen Lebensunterhalt verdienenden ehemaligen Kickbox-Champion Max (Mickey Hardt) nach Seattle, wo er die Tennis-Spielerin Suzy Blaine (Christina Cox) im Kontext ihres Comebacks möglichst ansprechend ablichten soll. Im Hotel-Ressort Roger Tarsos (Dean Cain) eingetroffen, stiehlt ihm ein Jugendlicher (Samuel Patrick Chu) jedoch prompt seine Kamera-Ausrüstung – worauf er den Flüchtenden bis in die "Sozial-Station" einer engagierten Schwester (Rae Dawn Chong) verfolgen kann, welche in einem angrenzenden Stadtteil gelegen ist, der aktuell förmlich "von einer Kriminalitätswelle überschwemmt" wird. Wie es sich fortan (schrittweise) herausstellt, heizt Tarso jene Situation "aus dem Verborgenen heraus" an, um die Anwohner zu verschrecken sowie deren Grundstücke im Anschluss daran günstig aufkaufen zu können – wobei er selbst vor Mord nicht zurückschreckt. Da so manch ein örtlicher Cop (unter ihnen Martin Kove) korrupt ist und es Max weder mit seinem Gewissen noch Gerechtigkeitssinn vereinbaren kann, dass so etwas "unmittelbar vor seinen Augen" geschieht, nimmt sich eben jener kurzerhand selbst der Angelegenheit an...

"Max Havoc: Ring of Fire" ist gar noch ein Zacken schwächer als sein Vorgänger ausgefallen – was nicht bloß daran liegt, dass der primär fürs TV tätige Ingram ("Phantom Racer") über keinerlei "individuellen Stil" verfügt, sondern auch, dass der Drehort Kanada nicht halb so hübsch anzusehen ist wie die Pazifik-Insel Guam, dass die Story noch lahmer als die des ersten Streifens daherkommt und die (ohnehin bloß spärlich über den Verlauf verteilte) Action durchweg belangloser Beschaffenheit ist. Ja, unser "Mad Max" leidet weiterhin unter seinen "inneren Dämonen" – da er im Ring einst versehentlich mal einen Gegner tötete – doch zum Glück werden die betreffenden Momente (in Gestalt jenes schicksalhafte Ereignis aufzeigende Flashbacks) in diesem Sequel deutlich seltener aufgezeigt als im ersten Film. Der erneut recht "blass" verbleibende Schweizer Mickey Hardt (TV´s "der Puma") kann anständig "kicken", aber noch immer nicht allzu gut schauspielern und Englisch sprechen, Rae Dawn Chong ("Boulevard") sieht im Vorliegenden arg "alt und verbraucht" aus, Martin Kove ("Karate Kid") hat sich ohne erkennbare (bzw. überhaupt notwendige) Anstrengungen einige Dollars hinzuverdient und die Leistung von Christina Cox ("the Chronicles of Riddick") lässt sich im Ganzen zumindest als "annehmbar" einstufen – wohingegen der "erblondete" Dean Cain ("5 Days of War") mit sichtlich prächtiger Laune bei der Sache ist und insgesamt einen ordentlichen Baddie abgibt...

Obgleich keins jener Art, erweckt "Max Havoc: Ring of Fire" eher den Eindruck eines gängigen amerikanischen "Made-for-TV"-Movies – und zwar von der unspektakulären Optik und Inszenierung bis hin zu regelmäßigen "Fade-to-Blacks", nach denen man jeweils problemlos Werbung einsteuern könnte. Spannung wird in keinem Moment aufgebaut, die erzählte Geschichte ist uninteressant, weist etliche altbekannte Klischees auf und "dümpelt" die meiste Zeit über einfach nur Tempo-arm vor sich hin. Zudem dürften die einzelnen Action-Sequenzen (vornehmlich kleinere Fights) kaum einen Zuschauer "hinterm Ofen hervorlocken" – vom Genre-erprobten Publikum mal komplett zu schweigen – und vermag man das Drehbuch der beiden Skript-Autoren Donald Martin ("Hunt for the BTK Killer") und Michael Stokes ("Exit Speed") getrost als "einfallslos" zu charakterisieren – was u.a. die maue Handlung, schlicht gestrickten Persönlichkeiten sowie unterdurchschnittliche Qualität der gebotenen Dialoge umschließt. Sich im Prinzip komplett ernst nehmend, gibt es nicht einmal "auflockernde unfreiwillige Komik" zu verzeichnen – eventuell mal abgesehen von einer Prügelei mit der Beteiligung eines Fischverkäufers sowie der Tatsache, dass das zentrale Stadtviertel irgendwie wie ein "alter europäischer Dorfkern" ausschaut (Kopfsteinpflaster und Fachwerk-Wände inklusive)...

Kurzum:  Alles in allem ist "Max Havoc: Ring of Fire" ein ziemlich öder Action-Krimi ohne Schmiss, Spaß und Schauwerte, von dem man lieber Abstand halten sollte...

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« Letzte Änderung: 12. Mai 2019 um 14:53 von StS » Gespeichert

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