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Autor Thema: 30 Days of Night: Blood Trails  (Gelesen 1561 mal)
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« am: 13. Mai 2010 um 19:11 »



Entstehungsdaten:
USA 2007

Regie:
Víctor García

Darsteller:
Andrew Laurich
Dani Owen
Marilyn Johnson
T.J. Zale
Brittney Kara

Trailer


„30 Days of Night: Blood Trails“ ist eine von „Ghost House Pictures“ und „FEARnet.com“ (vorrangig fürs Internet) produzierte Mini-Serie, welche sich aus sieben „Web-Episodes“ zusammensetzt, die im Schnitt jeweils rund drei Minuten Laufzeit umfassen, erstmalig vom 13. September 2007 an online gestellt wurden und grundsätzlich als eine Art Prequel des (damals einen knappen Monat später herausgebrachten) „30 Days of Night“-Kinofilms fungieren, in dessen Gestalt Regisseur David Slade ja die gleichnamige 2002er „Graphic Novel“ von Steve Niles und Ben Templesmith für die große Leinwand adaptierte…

Innerhalb der Chronologie der Franchise unmittelbar vor dem Vampir-Angriff auf das nördlich des Polarkreises in Alaska gelegene Städtchen Barrow angesiedelt, greift die hier vorliegende (quasi als ein Prolog zu jenen erst noch anstehenden Ereignissen anzusehende) Geschichte einen in der ursprünglichen Comic-Vorlage vertretenen Sub-Plot auf, welcher in New Orleans spielt und in dessen Zentrum ein junger Mann namens George (Andrew Laurich) steht – seines Zeichens ein ehemaliger Junkie, der nebenbei für eine ältere Dame (Marilyn Johnson) Botengänge erledigt, die ihrerseits einer (aus Gründen der Sicherheit aus dem Verborgenen heraus agierenden) Gruppe angehört, welche die Aktivitäten und Strukturen der Vampire zu identifizieren, erfassen sowie im nächsten Schritt dann auch nachzuverfolgen versucht. Während sie auf diesem Wege die gesammelten Informationen (zum Schutz der Menschen) koordiniert und weiterreicht, besteht George´s maßgeblicher Antrieb indessen darin, sich und seiner gegenwärtig noch immer gegen ihre Drogensucht ankämpfenden Freundin Jenny (Dani Owen) mit dem verdienten Geld möglichst rasch zu einer besseren Zukunft zu verhelfen…

Einfach alles verändert sich für ihn jedoch schlagartig, als er eines Abends den Auftrag erhält, von einer Kontaktperson einen Datenträger in Empfang zu nehmen – er den Mann am vereinbarten Übergabeort allerdings sterbend in einer Gasse am Boden liegend vorfindet: Kurz vor seinem Tod vermag jener George aber noch (mit seinem Blut) eine Zahlenkombination auf den Arm zu schreiben, da die Daten-CD im Zuge der vorangegangenen Auseinandersetzung (mit einem der Blutsauger, welcher ihrer Operation zuvor offensichtlich irgendwie auf die Schlichte gekommenen war) zerstört wurde. Die Ziffernfolge stellt sich als ein Code heraus, der es einem befreundeten Hacker (T.J. Zale) kurz darauf ermöglicht, in das verschlüsselte Computer-Netzwerk einzudringen, welches die Vampire (u.a. zum Zwecke der Kommunikation) verwenden. Innerhalb des so an die Oberfläche gekehrten „Chatters“ fällt ihnen spontan ein (nur wenige Tage entferntes) Datum ins Auge – was genau an jenem besagten 18. November geschehen soll, muss allerdings erst noch dekodiert werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit setzt ein, in dessen Rahmen er und Jenny fortan unentwegt in höchster Lebensgefahr schweben sowie immer mehr ihrer „Weggefährten“ ein grausames Ende finden – und schon bald liegt es im Prinzip an ihnen allein, die Öffentlichkeit noch rechtzeitig vor der betreffenden (akuten, irgendwann in Erfahrung gebrachten) Bedrohung zu warnen…

Da es sich bei der „30 Days of Night”-Storyline ja um keinerlei Geheimnis handelt, erübrigt sich natürlich (unweigerlich) die Frage danach, ob es George und/oder Jenny denn letztlich wohl gelingen mag, den Bewohnern Barrows noch eine (sie alarmierende) Vorab-Information zukommen zu lassen, bevor es für sie zu spät ist. Den Verantwortlichen bei „Blood Trails“ ging es aber auch gar nicht darum, speziell aus jenem Plot-Ansatz ein substanzielles Maß an Spannung zu generieren – stattdessen markierte es ihr erklärtes Bestreben und Ziel, den die Veröffentlichung des Kinofilms entgegenfiebernden Fans des Kult-Comics im Vorfeld einen kleinen „Appetizer“ zu präsentieren, der dem „Geist&Ton“ der Vorlage entspricht und überdies sogar auf einem (im Rahmen von Slade´s Werk nicht mit aufgegriffen) Teil der zugrunde liegenden Geschichte basiert. Niles selbst stand dem Projekt hier beratend zur Seite, während sich Ben Ketai („the Devil´s Trade“) um das Drehbuch kümmerte und man den Spanier Víctor García („Mirrors 2“/„Return to House on Haunted Hill“) mit der inszenatorischen Umsetzung betraute…

In Anbetracht des Formats, insbesondere angesichts der nur rund dreiminütigen Lauflänge jeder Episode, war von Anfang an weder mit einer ergiebigen Einführung noch Entwicklung der einzelnen Charaktere zu rechnen, zumindest nicht ernsthaft – und demgemäß wird man als Zuschauer dann auch gleich nach dem Vorüberziehen der einleitenden Credits unmittelbar ins Geschehen hinein katapultiert: Gemeinsam mit George durchlebt man fortan die sich kontinuierlich (um ihn herum) zuspitzenden Ereignisse – leider aber ohne dabei eine echte Verbindung zu ihm aufbauen zu können, denn dafür verbleibt seine Persönlichkeit, trotz so manch einer dargereichten Background-Info (z.B. hinsichtlich seiner Drogen-Vergangenheit oder Beziehung zu Jenny) schlichtweg zu oberflächlich ausgeprägt. Andrew Laurich („the Ugly One“) verkörpert ihn (den genannten Umständen entsprechend) passabel, was ebenfalls für seine Screen-Partnerin Dani Owen (TV´s „Prom Queen“) gilt. Die anderen Akteure sind im Grunde genommen nicht weiter der Rede wert – höchstens mit Ausnahme der hübschen Brittney Kara („Burn“), welche für einen (beileibe nicht unwillkommenen) „Gratuitous Nudity“-Moment sorgt und zugleich mit ihrer Rolle (als eine in Los Angeles lebende Kontaktperson der Gruppe) eine weitere Verbindung zu den Comics sowie darüber hinaus gar eine erste zum 2010er Spielfilm-Sequel „Dark Days“ kennzeichnet…

Die Story an sich, welche (vermutlich im Hinblick auf die „FEARnet.com“-Beteiligung) diverse inhaltliche Verknüpfungen mit dem Medium des Internets aufweist (Hacker, Webcam-Übertragungen, verschlüsselte Seiten im Netz etc.), ist eher simpler Natur, verfügt über nicht allzu viele Dialoge und zielt permanent darauf ab, jede der sieben Folgen mit einem Cliffhanger ausklingen zu lassen – was zwar einen tendenziell „suboptimalen“ Eindruck hinterlässt, wenn man sich diese denn komplett hintereinander weg ansieht, insgesamt jedoch (eigentlich) als eine „gute Sache“ zu werten ist, da der Fokus auf diese Weise permanent aufs Vorantreiben des Plots gerichtet wurde. Daraus resultierend, kommt das Tempo durchweg hoch daher, gibt es keinerlei Längen zu verzeichnen – u.a. weil es den Machern (im Endeffekt) im Prinzip ohnehin nur primär darum zu gehen schien, so viele Vampir-Angriffe wie möglich in den Verlauf mit einzubinden. Letzteres ist ihnen definitiv gelungen: Zügig bewegt sich die Handlung von einem blutgetränkten Set-Piece zum nächsten, bei denen jeweils eine Menge Brutalitäten (wie eine herausgerissene Kehle oder freigelegte Innereien) zur Schau gestellt werden. „Gore-Hounds“ dürften auf jeden Fall (mehr oder minder gut, je nach individueller Genügsamkeit) auf ihre Kosten kommen…

Regisseur García, welcher sich zuvor übrigens als Special-F/X-Künstler (u.a. bei „Hellboy“, „Dagon“ und „Romasanta“) einen Namen in der Branche erworben hatte, standen nur fünf Drehtage sowie äußerst eingeschränkte finanzielle Ressourcen zur Verfügung – weshalb es auch keineswegs verwunderlich ist, dass das Werk weder in Sachen Locations (vorwiegend Innenräume und dunkle Seitengassen) noch vom gestalterischen Aufwand der einzelnen Sequenzen her sonderlich viel „Eye Candy“ aufzubieten vermag. Unter den gegebenen Bedingungen Schrägstrich Voraussetzungen haben er und seine Crew (alles in allem) aber dennoch solide Arbeit abgeliefert – und das unabhängig der Tatsache, dass mal wieder das (inzwischen ja gängige, u.a. gern zum Kaschieren bestimmter Defizite genutzte) Stilmittel der „Shaky Cam“ ausgiebige Verwendung fand, deren eingefangene Images später dann (in der Post-Production) zusätzlich mit Hilfe rascher Schnittfolgen aufbereitet wurden, um auf diesem Wege den betreffenden Szenen mehr Wucht, Energie und Dynamik zu verleihen. Wirklich aufregender wird die ganze Angelegenheit dadurch natürlich nicht – ebenso wenig spannender, dramatischer, tiefschürfender oder interessanter. Immerhin werden die Vampire in genau der Form präsentiert, wie Niles und Templesmith sie sich erdacht hatten – nämlich als gleichermaßen aggressive wie gnadenlose (todbringende) Kreaturen der Nacht, an denen absolut rein gar nichts irgendwie „romantisch“ (oder so) ist…

Fazit:  „Blood Trails“, diese in ihrer Gänze weniger als eine halbe Stunde Laufzeit umfassende sowie aus sieben „Webisodes“ bestehende Mini-Serie, ist für sich allein zwar sowohl nur leidlich unterhaltsamer Beschaffenheit als auch recht reich an verschiedenen unverkennbaren Kritik-Angriffsflächen – im entsprechenden Kontext betrachtet allerdings (nichtsdestotrotz) eine gar nicht mal so unbrauchbare Ergänzung der „30 Days of Night“-Franchise, welche in erster Linie jedoch bloß für echte Fans der Reihe (bzw. Vorlage) von größerem Interesse sein dürfte…


4 Narrenkappen


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