NarrenTalk - Der DVDnarr.com Podcast
DVDnarr.com   
Home Forum NarrenTalk (Podcast) Fotogalerie Amazon.de
Suche Hilfe
Registrieren
Benutzername:   Passwort:
Passwort vergessen?
Seiten: 1 2 [Alle]   Nach unten
  Sende dieses Thema  |  Drucken  
Autor Thema: Final Destination 4  (Gelesen 30678 mal)
0 Mitgliedern und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
freeman
Kinothekar
*
Offline Offline

Beiträge: 7.231



« am: 08. September 2009 um 11:52 »

Final Destination 4



Gevatter Tod schwingt wieder die Sense und für den Zuschauer bleibt die schlussendliche Erkenntniss: Kennste einen, kennste alle ...

Originaltitel: Final Destination, The
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: David R. Ellis
Darsteller: Krista Allen, Nick Zano, Mykelti Williamson, Shantel VanSanten, Bobby Campo, Stephanie Honore, Haley Webb, Jenna Craig, Billy Slaughter, Andrew Fiscella, Rebecca Newman u.a.

Final Destination: Endlosserie … so mutet es inzwischen an, wenn man an die Final Destination Filme denkt. Doch während diese Denke zu Beginn der Reihe noch nicht negativ belegt war, da Glen Morgan und James Wong mit dem Erstling noch frischen Wind ins Genre brachten, was David R. Ellis dank stringenter, actionorientierter und direkt an den Vorgänger anknüpfender Handlung in Teil II zur Perfektion trieb, ging es schon mit Teil III gehörig bergab. Im Grunde hatte man damit nämlich nur ein Remake des ersten Teils gedreht und vor allem den zweiten Teil komplett ausgeblendet. Man verließ sich ergo nur noch auf die Grundidee des Franchises und blendete alle in der zwei angedeuteten, weiterreichenden Verstrickungen komplett aus. Final Destination verkam zur bloßen Metzelshow, weshalb die Ankündigung eines vierten Teils nicht unbedingt zu Freudenschreien verleitete.

Doch es gab Hoffnung. Zum einen sollte Teil 4 in 3D erstrahlen. Und David R. Ellis, der den imo brillanten zweiten Teil gestemmt hatte, kehrte zurück zu Final Destination. Das ließ dann doch ein Fünkchen Hoffnung aufkeimen. Unbegründet, wie man aktuell im Kino erfahren muss. Doch immer langsam. Worum geht’s?

Nick besucht mit seiner Clique ein Stock Car Rennen und hat während des Rennens eine Vision vom baldigen Ableben seiner selbst und seiner Freunde. Panisch bewegt er selbige dazu, mit ihm das Stadion zu verlassen. Während diese sich noch gar nicht richtig aufregen konnten, dass er ihnen den Nachmittag versaut hat, geht das Stadion aufgrund einer verhängnisvollen Kettenreaktion in Flammen auf und stürzt ein. Doch die Freude über das Überleben währt nicht lange, denn Gevatter Tod lässt sich nach wie vor nicht gerne in seinen Job hineinpfuschen ... und holt einen Überlebenden nach dem anderen zu sich …


So weit so wenig innovativ. Doch halt, eine Neuerung gibt es. Denn in Teil IV hat nun der visionengeplagte Held Nick nicht nur die alles einleitende Vision des verhängnisvollen Unfalls, nein, diesmal hat er auch vor jedem Ableben eines Charakters Träume und Visionen, den Tod dieser Person betreffend. Leider setzt der Film diesen Umstand kein einziges Mal gewinnbringend für sich ein, stattdessen zerspoilert er im Grunde nur die nachfolgenden Splattereinlagen. Denn mittels der Visionen und des jeweiligen Schauplatzes kann man sich relativ schnell zusammenreimen, wie der Tod des jeweiligen Opfers wohl aussehen könnte. Damit liegt man auch sehr selten falsch, was nur beweist, wie unbedacht das „Stilmittel“ der weiteren Visionen von Nick eingesetzt wird, nimmt es einem doch den verbliebenen Restspaß an den Final Destination Filmen, die seit Teil III nur noch von den gewitzten und höchst fatalen Kettenreaktionen zehrten.

Weitere Neuerungen gibt es nicht zu bestaunen. Auch die Anknüpfungen an die Vorgänger tendieren gegen Null. Im Vorspann werden alle Todesarten aus den Vorgängern im X-Ray Look nachgestellt und nur der Flug 180 aus Teil I wird kurz erwähnt. Ansonsten läuft Teil IV wie schon Teil III nur nach Schema R wie Remake des ersten Teils ab. Dank Regisseur David R. Ellis ist dies aber recht flott umgesetzt und lässt eigentlich keinerlei Langeweile aufkommen, zumal Ellis zügig zur Sache kommt und die Körperteile herumfliegen lässt. Zudem gelingt ihm die Einstiegsszene – eine gigantische Stuntshow - wieder einmal gar formidabel und gegen Ende legt er eine ganze Mall in Schutt und Asche. Damit ist er dann aber auch die verlässlichste Größe am Unternehmen Final Destination IV.

Ansonsten schauts für den Film wirklich zappenduster aus. Vor allem das Figureninterieur ist schrecklich mies geraten und die Schauspieler sind teils so grottenschlecht, dass man sich schon fragt, inwiefern die Macher hier auch nur ansatzweise so etwas wie Involvement hätten aufbauen wollen. So schaut man unbeteiligt zu, wie es wen erwischt – was man dank der Vorahnungen Nicks ja auch schon ungefähr weiß. Die Folge: Einen Spannungsbogen gibt es in Final Destination IV wahrlich nicht zu bestaunen und man weiß sofort, wer hier wohl das Ende des Filmes erleben wird und wer nicht. Dazu ein paar grauenerregend miese Dialoge und eine schwer unprofessionelle deutsche Synchronisation und schon ist Final Destination IV wieder nur das, was Teil III schon war: Eine Schlachtplatte, der zudem Witz oder jedwede Form von Ironie völlig abgehen und bei der erstaunlicherweise eher selten explizite Todesarten zu bestaunen sind. Gerade Teil II und III waren doch deutlich heftiger als Teil IV unterwegs.


Zudem kann man nicht einmal behaupten, die Macher hätten das Hauptaugenmerk auf die 3D Technik gelegt, denn diese äußert sich hier vor allem in ungemein räumlich anmutenden Bildern, kommt bei den eigentlichen Highlights der Serie aber eher weniger zum Tragen. Was verwundert, vor allem, wenn man My Bloody Valentine gesehen hat und daher weiß, was aufgrund der 3D Technik für haarsträubend blutige Einlagen möglich gewesen wären. Schade.

Was bleibt ist nach Teil III bereits das zweite Remake des ersten Teils, das dem Franchise keinerlei neue Impulse verabreichen kann, ungemein spannungslos daherkommt, schrecklich mies und unsympathisch gespielt ist und selbst in den eigentlichen Highlightszenen nur selten zündet, trotz Eye Rauspopping Three Dieeee Technik. Ohne die griffige und temporeiche Regie von David R. Ellis wäre die Final Destination von Teil IV wohl eher der Direct to Video Markt gewesen … und da wäre der Film definitiv auch besser aufgehoben …
4 Narrenkappen

In diesem Sinne:
freeman
Gespeichert

dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 33.685


Dragon


WWW
« Antwort #1 am: 08. September 2009 um 12:16 »

Hört sich ja sehr ernüchternd an. Aber ehrlich gesagt hatte ich auch nicht mehr erwartet. Ich les dann lieber nochmal deine Kritik ein paar mal und lass den Film aus, macht sicher mehr Spass.  Zwinkern

Gespeichert
wolfman
Xiao Pang
Administrator
*
Offline Offline

Beiträge: 22.964


Server-Dude!!!


WWW
« Antwort #2 am: 08. September 2009 um 12:18 »

Also die reine Schlachtplatte würde mir ja prinzipiell genügen - da ich am dritten Teil sichtlich Spaß hatte. Aber dies mit irgendwelchen Visionen im Vorfeld zu zerspoilern ist schon irgendwie dämlich!
Vielen Dank jedenfalls fürs Review und die Warnung - damit bleibt nämlich die Blu-ray bis zum Nice-Price im Regal stehen.
Gespeichert



The Punisher
Hodor
Limited Edition
*
Offline Offline

Beiträge: 18.260


Iám Groot


WWW
« Antwort #3 am: 08. September 2009 um 14:14 »

Ohne 3D geb ich dem auch nur 4/10 aber mit 3D Bonus 7/10 da mich der Effekt wirklich umgehauen hat. Ansonsten die dritte Wiederholung vom ersten Teil nur mit anderen Schauspielern, muss man nicht wirklich sehen Zwinkern
Gespeichert

Mein DVD Profiler

I am haunted by dreams of blood, Visions of death and gore.
It is the future that I see,  and if this is truly my fate ... then so be it
Sir Khan
Mutti, ich will ein Ponyo!
Limited Edition
*
Offline Offline

Beiträge: 10.513



WWW
« Antwort #4 am: 08. September 2009 um 15:13 »

Irgendwie habe ich mich ein bißchen darauf gefreut, da ich die ersten beiden Teile ganz ansprechend fand. Aber jetzt mag ich nicht mehr... Weinen
Danke für's Review, freeman!
Gespeichert
WIESI
Special Edition
*
Offline Offline

Beiträge: 9.251



WWW
« Antwort #5 am: 08. September 2009 um 22:53 »

Ohne 3D geb ich dem auch nur 4/10 aber mit 3D Bonus 7/10 da mich der Effekt wirklich umgehauen hat. Ansonsten die dritte Wiederholung vom ersten Teil nur mit anderen Schauspielern, muss man nicht wirklich sehen Zwinkern
Sehe ich auch so. Wobei ich zumindest auf den Film bezogen auch nichts neues erwartet habe. Schöne Kritik, übrigens Lächeln
Gespeichert
freeman
Kinothekar
*
Offline Offline

Beiträge: 7.231



« Antwort #6 am: 09. September 2009 um 09:13 »

Jau, also wenn man von dem neuen 3D Hype noch nix im Kino mitbekommen hat, weil man vor Bloody Valentine Angst hatte oder nix mit Animation anfangen kann, dann kann man sich den FD IV definitiv mal genau da geben. Denn die Räumlichkeit vor allem in dem Motodrom ist schon genial (also alle Szenen vor dem Unfall, ab da wirds nen bisserl zu hektisch). Und wie gesagt: Langweilig wirds net Zwinkern

In diesem Sinne:
freeman
Gespeichert

dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 33.685


Dragon


WWW
« Antwort #7 am: 09. September 2009 um 09:19 »

Wie ist das eigentlich, kosten die 3D Screenings denn mehr?
Gespeichert
The Punisher
Hodor
Limited Edition
*
Offline Offline

Beiträge: 18.260


Iám Groot


WWW
« Antwort #8 am: 09. September 2009 um 11:47 »

Wie ist das eigentlich, kosten die 3D Screenings denn mehr?

Normal 9,50€
3D 11,50€
zumindest in Frankfurt zu dem kurs
Gespeichert

Mein DVD Profiler

I am haunted by dreams of blood, Visions of death and gore.
It is the future that I see,  and if this is truly my fate ... then so be it
dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 33.685


Dragon


WWW
« Antwort #9 am: 09. September 2009 um 12:00 »

Und allein den Scherz mach ich dann nicht mit. Da verzicht ich lieber auf 3D.

Aber danke für die Info.
Gespeichert
Sir Khan
Mutti, ich will ein Ponyo!
Limited Edition
*
Offline Offline

Beiträge: 10.513



WWW
« Antwort #10 am: 09. September 2009 um 13:26 »

Normal 9,50€
Geschockt  Lautes Lachen Wer da noch ins Kino geht, ist selber schuld! - Die sind ja bekloppt!
Gespeichert
gelini71
Syncro Schauer
Special Edition
*
Offline Offline

Beiträge: 8.177


Keine Angst - ich bin es nur


« Antwort #11 am: 09. September 2009 um 14:18 »

Normal 9,50€
3D 11,50€
zumindest in Frankfurt zu dem kurs
Geschockt Hölle was für Preise !
Ich habe das früher in DM gezahlt - das ist gerade mal 10 Jahre her.
Gespeichert
The Punisher
Hodor
Limited Edition
*
Offline Offline

Beiträge: 18.260


Iám Groot


WWW
« Antwort #12 am: 09. September 2009 um 15:24 »

Nach Frankfurt geh ich auch nur ganz selten, eigentlich nur bei besonderen Filmen da dort die Leinwand größer ist als im Cinemaxx Darmstadt. Im Cinemaxx kommt man aber auch nicht viel günstiger weg, da kostet es auch 8,50 - 9€ je nachdem ob der Film "Überlänge" hat oder nicht.
Gespeichert

Mein DVD Profiler

I am haunted by dreams of blood, Visions of death and gore.
It is the future that I see,  and if this is truly my fate ... then so be it
dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 33.685


Dragon


WWW
« Antwort #13 am: 09. September 2009 um 15:27 »

Ich geh fast nur in die Sneak die kostet 6,00 EUR und jede 7. oder 8. Vorstellung ist frei.
Gespeichert
The Punisher
Hodor
Limited Edition
*
Offline Offline

Beiträge: 18.260


Iám Groot


WWW
« Antwort #14 am: 09. September 2009 um 15:31 »

Du hast aber auch gute Zeiten für die Sneak und hast das Kino vor Ort. Ich müsste entweder nach Darmstadt (ca 35 Km entfernt) oder Frankfurt (ca 50 - 55 Km) fahren und die Sneak kommt immer zur "besten" Zeit - Mittwoch 23 Uhr Mit den Augen rollen
Gespeichert

Mein DVD Profiler

I am haunted by dreams of blood, Visions of death and gore.
It is the future that I see,  and if this is truly my fate ... then so be it
dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 33.685


Dragon


WWW
« Antwort #15 am: 09. September 2009 um 15:46 »

Ja, so Zeiten haben andere Kinos hier auch. Das Cinestar kommt mir da sehr entgegen und im OV kommt auch noch alles.  Mr. Green

Wobei ich auch sagen muss, dass ich davor in deutschsprachigen Sneaks war und da war der Ausschuss auch grösser, da laufen dann auch z.B. "tolle" deutsche Filme, das kann mir im Cinestar nicht passieren. 

Gespeichert
freeman
Kinothekar
*
Offline Offline

Beiträge: 7.231



« Antwort #16 am: 11. September 2009 um 15:45 »

Bei uns sans in dem einen Kino 7 normal, 10 für 3D ... allerdings wird das Kino sogar zu ner Schutzgebühr von den Verleihern genötigt ... Warum auch immer ...

Und im Cinestar sans normal 8,60 und 3D Ganz knapp unter 10 Euronen ... Wie gesagt, so als Singleboy mag das ja noch schleichen. Nur, man stelle sich mal Anhang vor. So 2 Kinder, ne Ische ... da bist du bei 3D Filmen ratzfatz 34 Euronen los, NUR für die Vorstellung (Kiddies 7 Euro), dann noch Popcorn ... da kriegste net nur den Film auf DVD, da kriegste schon fast nen Stand Alone Player dazu Lautes Lachen

In diesem Sinne:
freeman
Gespeichert

dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 33.685


Dragon


WWW
« Antwort #17 am: 11. September 2009 um 16:20 »

 Lautes Lachen Da flieg ich ja fast in Urlaub von.
Gespeichert
Mr. Erpel
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 538



WWW
« Antwort #18 am: 11. Dezember 2009 um 17:12 »

THE FINAL DESTINATION ( USA 2009 )

Ein Film von David R. Ellis.

Rest in Pieces.


Es kann wieder heiter gestorben werden. Der Sensenmann hat die Karten erneut auf den Tisch gelegt und potentielle Opfer ausfindig machen können. Nach "Final Destination" (2000), "Final Destination 2" (2003) und "Final Destination 3" (2006) läuft mit "The Final Destination" im Jahr 2009 in gewohnter Dreijahres-Manier der nunmehr vierte Teil des "Final Destination"-Franchises in hiesigen Kinos an. Mit dreidimensionaler Tricktechnik gaben die Produzenten erstmals eine "greifbarere" Marschrichtung vor, um der Horrorreihe neue Würze zu verleihen. Auf dem Regiestuhl nahm mit dem kalifornischen Regisseur David R. Ellis (Final Call, Snakes on a Plane), unter welchem bereits die erste Fortsetzung entstand, ein alter Bekannter Platz.

Nach einer Flugzeugtragödie, einer verheerenden Massenkarambolage auf dem Highway und einem Achterbahnunglück in einem Vergnügungspark soll diesmal ein NASCAR-Rennen auf dem "McKinley Speedway" das Schicksal ausgewählter Jungerwachsener bestimmen. Nick O’Bannon (Bobby Campo) lädt seine Freundin Lori (Shantel VanSanten) zur Ablenkung zum besagten Rennen ein - doch plötzlich durchfährt ihm die schreckliche Vision einer auf bizarren Ereignissen basierenden Massenkollision. Seine Vorahnung gleicht einem Flammen- und Trümmermeer, dem sich niemand entziehen kann. Mit dem Schrecken im Nacken ergreift Nick sofort die Initiative und lotst seine Freunde Lori, Hunt (Nick Zano) und Janet (Haley Webb) sowie weitere Zuschauer aus dem Stadium. Nachdem sich seine Vorahnung bewahrheitet, wägt sich die Gruppe wieder in scheinbarer Sicherheit, noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen zu sein. Dieses Spiel spielt der Tod aber beileibe nicht zum ersten Mal, sodass dieser im Wettlauf mit die Gruppe wiederholt mit ausgeklügelten und vor allen Dingen todbringenden Fallen aufwarten kann.
Wo "Final Destination" steht, steckt "Final Destination" drin. Ein bescheidenes Grundkonzept mit möglichst abwechslungsreichen Unfällen, denen nacheinander die Protagonisten zum Opfer fallen. Was die ersten beiden Teile dennoch von ihren Nachfolgern unterscheidet, ist die Tatsache, dass sowohl die Vorkommnisse aus "Final Destination" von Glen Morgan als auch die von "Final Destination 2" von Ellis nicht zwangsläufig den Eindruck, einen Mörder aus Fleisch und Blut mit Harry Potter-Umhang vor sich zu haben. Somit wird der eigentlich starren und einfältigen Dramaturgie mit ein wenig Mysterium und Rätselhaftigkeit ein interessantes Element gegeben, welches die nachfolgenden Werke jedoch sehr augenscheinlich vermissen lassen. Morgan als auch Ellis sahen bzw. sehen ihre Zielgruppe wohl jetzt ausschließlich in effektgeilen und blutdurstigen Zuschauern, die sich nach Herzenslust an - ja fast schon - trivialen Tötungszenen ergötzen.
Man kann David R. Ellis zwar nicht die eine oder andere interessante Idee in "The Final Destination" absprechen, wie z.B. der kaum an Zynismus übertreffende Tod des rassistischen Rednecks, aber nichtsdestotrotz krankt auch dieses Sequel an inhaltslosen Dialogen, gesprochen von eindimensionalen Charakteren. Der Fokus wird auf die vermeintlichen "Unfälle" gerichtet, die Protagonisten dienen als Kanonenfutter, für die zumindest keiner nur im Geringsten Mitgefühl entwickeln kann. Damit wird der eigentlich schon einfachen Prämisse nun jeglicher Reiz genommen, dass wohl abgeklärte Fans des Franchises wieder mit großer Enttäuschung den Saal verlassen werden. Es hapert unglücklicherweise am Drehbuch von Eric Bress, der sich wohl eher am sehr schwachen Drehbuch des dritten Teils orientierte als an seinem Drehbuch zu "Final Destination 2". Obwohl es Ellis gelingt, die Tötungsszenarien einigermaßen stimmig aufzubauen, wird man nicht das Gefühl los, nun am Zenitstand des Ideenreichtums angekommen zu sein.
Die Geschehnisse zeigen Abnutzungserscheinungen und auch der hohe Anteil an computeranimierten Effekten wird zum Ärgernis. Die Darstellerriege bestehend aus Bobby Campo, Shantel VanSanten, Haley Webb, Nick Zano, Krista Allen und Mykelth Williamson sind Gefangene ihrer Rollen und kommen rein gar nicht zur Geltung (was sie anscheinend ohnehin nicht sollen). Es sind Randfiguren, den keinerlei Bedeutung zugeordnet werden kann. Der Spannungsbogen erfährt keine Höhepunkte, Überraschungen bleiben leider aus. Auch ohne 3D-Technologie kann ich mir sehr gut vorstellen, dass der Streifen nicht wirken wird. Zu aufgesetzt und einfallslos erscheint das gesamte Geschehen.
Einzig und allein der Score von Brian Tyler weiß zu überzeugen. Wenn sein "The Final Destination" den Vorspann, welcher in einer Art röntgenartiger Verfremdung interessant dargestellt wird, mit den vorangegangen Todesarten der Vorgänger untermauert, hofft der Zuschauer auf einen bitterbösen mit ein wenig schwarzen Humor unterlegten Horrorfilm. Diese Hoffnung wird leider zu keinem weiteren Zeitpunkt (abgesehen von der oben angedeuteten Szene) mehr bestätigt.

Bleibt am Ende zu sagen, dass sich die Fangemeinde wohl in zwei Lager aufspalten wird, wenn sie da nicht schon getan hat. Die einen werden wohl eher zu den ersten beiden reiferen und ernsthafteren Teilen tendieren, während sich die anderen hingegen die Hände vor brutalen und blutigen Todesszenen des dritten wie vierten Teils reiben. Hoffen wir, dass die Produzenten dem Titel "The Final Destination" gerecht werden und kein weiteres Sequel in Angriff nehmen. Das klingt in der heutigen Zeit des Horrorfilms im Besonderen utopisch, zumal "The Final Destination" zum bisher erfolgreichsten Teil der Reihe avancierte (3D sei Dank!), aber wenn die inhaltliche Talfahrt so weitergeht, wird der Tod bald zu Farce. In diesem Sinne:

3 / 10
« Letzte Änderung: 12. Dezember 2009 um 14:15 von Mr. Erpel » Gespeichert

Natalie: [Harry gets angry and is destroying the phone, his wife approach him, saying:] Harry. Harry! It's a inanimate fucking object!
Harry: [to wife] You're an inanimate fuckin' object!

- In Bruges -
dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 33.685


Dragon


WWW
« Antwort #19 am: 11. Dezember 2009 um 17:42 »

Nett. Aber das ist ja schon ne Mini Review und könntest du auch ebenso im passenden Bereich posten.  Sehr glücklich
Gespeichert
Mr. Erpel
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 538



WWW
« Antwort #20 am: 11. Dezember 2009 um 18:11 »

Ich finde das Review schon fast zu lang.  Sehr glücklich
Wo soll die Besprechung denn hin?
Gespeichert

Natalie: [Harry gets angry and is destroying the phone, his wife approach him, saying:] Harry. Harry! It's a inanimate fucking object!
Harry: [to wife] You're an inanimate fuckin' object!

- In Bruges -
dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 33.685


Dragon


WWW
« Antwort #21 am: 11. Dezember 2009 um 20:13 »

Habs mal verschoben.
Gespeichert
Mr. Erpel
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 538



WWW
« Antwort #22 am: 11. Dezember 2009 um 20:46 »

Merci. Lächeln
Gespeichert

Natalie: [Harry gets angry and is destroying the phone, his wife approach him, saying:] Harry. Harry! It's a inanimate fucking object!
Harry: [to wife] You're an inanimate fuckin' object!

- In Bruges -
dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 33.685


Dragon


WWW
« Antwort #23 am: 11. Dezember 2009 um 21:48 »

Bitte.  Sehr glücklich
Gespeichert
StS
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 24.374


Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #24 am: 11. Dezember 2009 um 21:55 »

Ich hätte es ja unter Freeman´s Kritik gesetzt...  Zwinkern
Gespeichert

dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 33.685


Dragon


WWW
« Antwort #25 am: 11. Dezember 2009 um 21:57 »

Da hast du auch wieder recht, daran hab ich gar nicht gedacht.
Gespeichert
Jorin
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 17.472



« Antwort #26 am: 14. Dezember 2009 um 09:13 »

Und ich hätte Narrenkappen statt "3 / 10" verwendet.  Mr. Green
Gespeichert
Mr. Erpel
Steelbook
*
Offline Offline

Beiträge: 538



WWW
« Antwort #27 am: 14. Dezember 2009 um 09:17 »

Opps. Ja wieder einmal vergessen. Verzeiht mit.  Mr. Green
Gespeichert

Natalie: [Harry gets angry and is destroying the phone, his wife approach him, saying:] Harry. Harry! It's a inanimate fucking object!
Harry: [to wife] You're an inanimate fuckin' object!

- In Bruges -
Seiten: 1 2 [Alle]   Nach oben
  Sende dieses Thema  |  Drucken  
 
Gehe zu:  



Impressum | Forumregeln | Kontakt | Sitemap
Powered by SMF 1.1.21 | SMF © 2006, Simple Machines