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Autor Thema: Der Kaufhaus Cop  (Gelesen 21048 mal)
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freeman
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« am: 30. März 2009 um 12:12 »

Der Kaufhaus Cop



King of Queens Superstar Kevin James in dem amerikanischen Superhit Mall Cop und damit in einem Versuch eines witzigen Stirb Langsam Plagiates ...

Originaltitel: Paul Blart: Mall Cop
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Steve Carr
Darsteller: Kevin James, Keir O'Donnell, Jayma Mays, Shirley Knight, Raini Rodriguez, Stephen Rannazzisi, Adam Ferrara, Bobby Cannavale, Erick Avari, Dylan Clark Marshall u.a.

Paul Blart strebte eigentlich eine Karriere als Streifenpolizist an, scheiterte aber bei der Aufnahmeprüfung an einer stressbedingten chronischen Unterzuckerung. So bleibt ihm nun nicht viel mehr als der deutlich weniger stressige Job als Kaufhaus Cop mit allen damit verbunden Vor- und Nachteilen. Der Vorteil ist, dass er hier zumindest ansatzweise einem polizeiähnlichen Job nachgehen kann. Der Nachteil: Niemand, wirklich niemand nimmt Paul oder seine Kollegen ernst. Kein Wunder, sind doch die Segway bewährten Ladencops alleine schon ein zu grotesker Anblick. Doch Pauls große Stunde kommt, als ein paar Gangster die Mall überfallen, um die dank Weihnachtsgeschäft proppevollen Kassen zu plündern.

Der Kaufhaus Cop ist mal wieder eine amerikanische Komödie bekannter Prägung. Sprich, nach einem halbwegs gelungenen Einstieg mäandert man in ein anderes Genre und versucht noch ein zwei gute Gags einzubauen. Das geht bei den meisten Komödien, die vor allem in die melodramatische oder beziehungstechnische Richtung abdriften, häufig schief. Beim Kaufhaus Cop ist man dahingehend aber guter Hoffnung, denn hier kündigt sich ein Umschwenken in Richtung Actionkomödie an. Und was können die Amerikaner besser als Actionkomödien? Und so sitzt man fast schon giggelnd in seinem Kinosessel und freut sich auf den bevorstehenden Genrewandel. Zumal, da sich der Einstieg des Kaufhaus-Cops eher zäh gestaltet und viel zu übermächtig auf Hauptdarsteller Kevin James abgestellt ist. Der müht sich zwar redlich, wirklich überspringen will aber vor allem der Komikfunke nicht so recht.


Und dann wird der Kaufhaus Cop endlich zu einem Stirb Langsam Rip Off und man reibt sich schon freudestrahlend die Hände. Doch oh weh, auch in diesem Abschnitt will der Film einfach nicht zünden und hat seine besten Momente eigentlich nur dann, wenn Kevin James den fetten Bruce Willis gibt und eben aufgrund seiner Leibesfülle scheitert. Leider sind nun Komödien, bei denen man über die Figuren lacht und weniger mit ihnen, nicht so ganz mein Fall, weshalb der Unterhaltungsfaktor langsam aber stetig in die für eine Komödie falsche Richtung tendierte.

Zumal die lancierten Bösewichte mit ihrer Trendsportartenverliebtheit einfach massiv nervten und man immer das Gefühl hatte, Regisseur Steve Carr (der bisher vor allem dank diverser unkomischer Ice Cube Familienproduktionen „aufgefallen“ ist) wisse gar nicht, was er mit den Figuren nun eigentlich wirklich anstellen soll. So darf dann ein Skateboardfahrer eine nette Verfolgungsjagd gegen Kevin James Segway liefern, ansonsten sind die sich per BMX oder Parkour fortbewegenden Herrschaften aber anscheinend nur dazu da, mal elegant an der Kamera vorbei zufliegen. Davon abgesehen wird das Potential dieser Gerätschaften/Sportfreaks null für den Film genutzt.

Obendrein sind die Gangster grauenhaft schlecht gezeichnet und vor allem der Part des Oberbösewichts ist ein Fehlgriff sondergleichen. Wenn ich schon Stirb Langsam hochnehme, brauche ich einfach dringend auch einen guten Alan Rickman Part, der unserem Helden auch wirklich Kontra geben kann. Das gelingt hier gar nicht, weshalb der Actionkomödienteil auch herrlich spannungsfrei daherkommt. Da werden irgendwann sogar Verwandte von Paul gefangen genommen. Sowohl er als auch der Zuschauer nehmen es mit einem Schulterzucken zur Kenntnis.


Hier ist der Kaufhaus Cop einfach zu stark auf Kevin James ausgerichtet. Dieser ist zugegeben ein Pfund an Sympathie, ein Zauberer auf dem Segway und in einigen Szenen grandios komisch (Ich trinke eigentlich keinen Alkohol!), kommt aber nie so recht im Film an und ist ausgerechnet immer nur dann komisch, wenn es eben um seine körperlichen Unzulänglichkeiten geht und das ist – wie bereits erwähnt – in meinen Augen kein sympathischer Zug einer Komödie. Die restlichen Darsteller um ihn herum sind allesamt vollkommen nichts sagende Blassbacken, die den Begriff Nebendarsteller wahrlich verdient haben.

Leider kann der Actionanteil des Filmes diese Mankos allesamt nicht mit Schauwerten plätten, denn der Kaufhaus Cop wirkt seltsam gebremst und zurückhaltend, was diesen Part angeht. Die Trendsportartenguys verpuffen wirkungslos, handfeste Auseinandersetzungen gibt es nicht, ausladende Explosionen auch nicht und der Showdown ist ein Fanal der Unfähigkeit, einen rasanten Ausklang für den Film zu finden. Mehr noch, er zieht sich teils unendlich und will statt Action noch eine spannungsfördernde Enthüllung pushen. Die ist dem Zuschauer aber genauso egal wie dem Drehbuch, das vermutlich als erstes von den Bösewichtern geklaut wurde.


Der Kaufhaus-Cop ist ein eher trauriges Beispiel für eine amerikanische Actionkomödie. Hier will einfach gar nichts zusammengehen. Der Einstiegspart ist dank Kevin James bemüht witzig, aber auf keinen Fall gelungen. Sobald der Film in den Stirb Langsam Modus schaltet, zieht zwar das Tempo ein wenig an, aber wirklich besser und vor allem witziger will die ganze Chose einfach nie werden. Kevin James kann man dabei keinen echten Vorwurf machen, dafür aber dem Drehbuch, das unfähig ist, eines der meist plagiierten Actionmotive zu persiflieren, dem Regisseur, dem diese Unzulänglichkeiten nicht auffielen und der teils echte Pacingprobleme hat und dem Produzenten Adam Sandler, dass er nicht mehr Geld für fette Krawummaction lockermachte und seinen Kumpel Kevin James einfach viel zu blass und brav verkaufen will. Shame on you all …
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In diesem Sinne:
freeman
« Letzte Änderung: 30. März 2009 um 12:15 von freeman » Gespeichert

Kenix
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« Antwort #1 am: 30. März 2009 um 12:27 »

4 Narrenkappen

Na, schnell noch mal an der Note gedreht.  Mr. Green

Ist ja selbst dafür ein wenig resignierend, aber auch der Trailer war nicht wirklich witzig, auch mit viel Sympathiebonus nicht. Dass der bei den Amis so abgeht, ist neben Taken wohl die Überraschung des Frühlings.
Schauen tu ich den trotzdem, wegen James und der Mall, halte allerdings auch den Power Cop [ Geiselnahme im Einkaufszentrum / Überfall im Shopping Center ] mit Rothrock und Keach in allen Ehren daheim.
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wolfman
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« Antwort #2 am: 30. März 2009 um 12:28 »

Nach dem Trailer war aber auch schon fast nichts anderes zu erwarten, oder?
Vielen Dank für das dahingehend bestätigende Review.
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dÆmonicus
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Dragon


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« Antwort #3 am: 30. März 2009 um 13:28 »

Danke, aber der Trailer war schon extrem unlustig. Ich passe.  Zwinkern
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VIDOCQ
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« Antwort #4 am: 30. März 2009 um 15:58 »

Wir sind absolute Kevin James Fans. Allerdings werden wir auf die DVD Veröffentlichung warten. Kino muss in diesem Fall nicht sein.....
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Iám Groot


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« Antwort #5 am: 30. März 2009 um 16:01 »

Danke, aber der Trailer war schon extrem unlustig. Ich passe.  Zwinkern

Da setze ich einfach mal ein Dito drunter Cool
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gelini71
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« Antwort #6 am: 30. März 2009 um 16:38 »

Es gibt Filme die würde ich mir noch nicht mal freiwillig im Free TV ansehen geschweige denn dafür Geld im Kino bezahlen - das hier ist so einer.
Wie schon gesagt - der Trailer war schon unlustig.
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Sir Khan
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« Antwort #7 am: 30. März 2009 um 16:51 »

Vielen Dank für das Review. Wie unser hiesiges Radio soeben durchgibt, hat sich dieses Werk gegen das Mario-Barth-Vehikel an die Spitze der dt. Kinocharts gesetzt. Wobei ich jetzt nicht weiß, was der schlimmere Film ist... Mit den Augen rollen
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wolfman
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« Antwort #8 am: 30. März 2009 um 18:06 »

Na dann aber doch lieber den dicken Kaufhaus-Cop!  Zwinkern
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dr.olds
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« Antwort #9 am: 30. März 2009 um 19:22 »

Kevin James kann man dabei keinen echten Vorwurf machen, dafür aber dem Drehbuch, das unfähig ist, eines der meist plagiierten Actionmotive zu persiflieren, dem Regisseur, dem diese Unzulänglichkeiten nicht auffielen und der teils echte Pacingprobleme hat und dem Produzenten Adam Sandler, dass er nicht mehr Geld für fette Krawummaction lockermachte und seinen Kumpel Kevin James einfach viel zu blass und brav verkaufen will.

so what ? der film macht einen haufen kohle und teil 2 ist garantiert schon in planung  . höhere ansprüche haben eh nur wenige filme , so gesehen : mission erfüllt .
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #10 am: 01. April 2009 um 21:56 »

Zitat
lancierten Bösewichte

Ohne dieses Wort kannst du nicht, oder? Zwinkern

Ja fein, wer sonst außer der freeman würde uns so nen Film reviewen? Danke dafür! Ich wusste gar nicht, dass der handlungstechnisch Richtung Stirb Langsam geht, ist aber im Nachhinein logisch.
Was man von so nem Film zu erwarten hat, ist natürlich von vornherein klar. Schon das Poster zeigt, dass das Doug Heffernan-Standard sein muss (gab bei KoQ ja nen ähnlichen Gag mit diesem Sitzgefährt). Die Idee wäre gut aufgehoben in einer KoQ-Folge, wo Doug einen Job als Kaufhauscop annimmt, aber so hat man natürlich immer das Gefühl, dass einfach noch schnell der Schwung aus der Serie mitgenommen werden soll. Was im Umkehrschluss wohl bedeutet, dass wir Kevin James recht bald nicht mehr vor der Kamera sehen werden.
Aber vielleicht kann er ja auch nix anderes als den Doug zu spielen.
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gelini71
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Keine Angst - ich bin es nur


« Antwort #11 am: 02. April 2009 um 07:09 »

Aber vielleicht kann er ja auch nix anderes als den Doug zu spielen.
Das dürfte das generelle Problem von Sitcom Darstellern sein , deren Figur stark mit den Hauptdarsteller verbunden ist. Bestes Beispiel ist da Ed O´Neil der nach seinem Al Bundy keinen Fuß mehr auf die Erde bekommen hat.
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wolfman
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« Antwort #12 am: 02. April 2009 um 07:26 »

Bestes Beispiel ist da Ed O´Neil der nach seinem Al Bundy keinen Fuß mehr auf die Erde bekommen hat.
Achtung Schenkelklopfer: Ihm hat wohl kein anderer Schuh mehr gepasst! Cool

Wobei man ihn ja gelegentlich in irgendwelchen Nebenrollen sieht und er sich da eigentlich auch meist recht gut macht!
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #13 am: 02. April 2009 um 12:18 »

Bei Ed O'Neill lag's dann wirklich oft eher am Zuschauer, dass er das Gesicht mit Al Bundy verband, weniger an den schauspielerischen Qualitäten (die er durchaus besitzt). Kevin James trau ich nichts zu, was über seine Doug-Rolle hinausgeht. Sieht man auch schon in den wenigen Szenen in der Serie, wo Doug anders sein muss (wenn er zB. den Fiebertraum hat, in dem er sieht, wie Carrie einen anderen Mann küsst und er weinen soll, was absolut unglaubwürdig aussieht).
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dÆmonicus
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Dragon


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« Antwort #14 am: 02. April 2009 um 12:23 »

Stimmt, der ist nur ein Grimassenschneider, mehr ist bei Kevin James nicht drin.
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Sir Khan
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« Antwort #15 am: 02. April 2009 um 13:42 »

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lancierten Bösewichte

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"Franchise" nicht zu vergessen... Mr. Green
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Sheridan
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« Antwort #16 am: 02. April 2009 um 13:55 »

Stimmt, der ist nur ein Grimassenschneider, mehr ist bei Kevin James nicht drin.

Das hat aber für unzählige KoQ-Staffeln gereicht ohne das sich jemand beschwert hätte  Zwinkern
Und in Hitch z.B. hat er mit auch gut gefallen, also sei ihm mal ein fehlgriff erlaubt.
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dÆmonicus
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« Antwort #17 am: 02. April 2009 um 14:15 »

Hab Hitch nicht gesehen, aber anhand des Trailers: same procedure as every scene.  Zwinkern
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« Antwort #18 am: 02. April 2009 um 14:49 »

Also für einen Thriller mit James ist es vielleicht noch etwas zu früh, soll er sich doch erstmal als feste Größe im Kino behaupten, bevor er sich ausprobiert. Außerdem ist es jetzt schon eine vorsichtige Erweiterung. Bisher war es ja immer nur der Sidekick, neben Romano, Smith oder Sandler, und gerade bei den letzten Beiden sind die Leute sicher nicht hauptsächlich wegen Ihm reingerannt.

Und vergleicht mal, wo Leah Remini jetzt steckt, oder hat Einer von Euch ihre In the Motherhood Webisodes geschaut ?!

Bei O'Neill ist es sicher schade, der kann nämlich tatsächlich mehr als den Bundy. Allerdings hab ich ihn sonst, vorher und danach auch auffälligerweise nur als Cop gesehen.
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dÆmonicus
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Dragon


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« Antwort #19 am: 02. April 2009 um 15:23 »

Und vergleicht mal, wo Leah Remini jetzt steckt, oder hat Einer von Euch ihre In the Motherhood Webisodes geschaut ?!

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