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Autor Thema: Godforsaken  (Gelesen 3133 mal)
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Jorin
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« am: 18. Mai 2008 um 09:51 »

Godforsaken

Vertrieb: Sunfilm
Laufzeit: ca. 82 Min.
Regionalcode: 2
Bildformat: 1,85:1 anamorph
Sprache(n): Deutsch (DTS); Deutsch, Holländisch (Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
Freigabe ab: Keine Jugendfreigabe

Regie: Pieter Kuijpers
Darsteller: Egbert Jan Weeber, Tygo Gernandt, Angela Schijf

Film:

Der verschlossene und einzelgängerische Stan lernt eines Tages den charismatischen Kleinkriminellen Maikel kennen, der sich zusammen mit dem Junkie Sef und kleinen Deals über Wasser hält. Stan lässt sich von Maikel zu einem Einbruch animieren, bei dem die beiden ungeplant einen Menschen ermorden. Diese Tat verändert das Leben der beiden schlagartig, und sie beginnen für die Mafia Auftragsmorde auszuführen, um mit dem reichlich verdienten Geld ihren Lebensstandard zu verbessern. Schon bald versetzen sie die Umgebung mit ihren kaltblütigen Taten in Angst und Schrecken, jedoch begehen sie eines Tages einen folgenschweren Fehler…

Das Cover verspricht „die europäische Antwort zu Natural Born Killers“, was aber ein ziemlich abwegiger Vergleich ist. Stattdessen entpuppt sich das Werk als solides, schnörkelloses und ernstes True-Crime-Drama mit leichtem Fernsehproduktionstouch, welches die Freunde des gepflegten Blutrausches wohl ziemlich enttäuschen wird, da sich der Regisseur der interessanten Story eher über den psychologischen Aspekt nähert.

Unverständlicherweise ist diese DVD mit einer KJ-Wertung versehen; eine Freigabe ab 16 wäre meiner Empfindung nach völlig ausreichend gewesen, da die Morde nicht selbstzweckhaft oder unmotiviert präsentiert werden, sondern sich wie kleine Mosaiksteinchen in die Gewaltspirale einfügen, welche die Akteure unweigerlich in den Abgrund ziehen wird.

Bei Godforsaken wird vornehmlich Wert auf die sorgfältige Entwicklung der Hauptfigur gelegt, was aber bedauerlicherweise bei anderen Rollen ziemlich versäumt wurde, da diese wohl auch auf Grund der recht kurzen Laufzeit nicht sonderlich ausgearbeitet worden sind. Schauspielerisch sind solide Leistungen zu melden; Fiesling Maikel ist allerdings nicht ganz so charismatisch, wie er für diese Figur hätte sein sollen und hat leichte Probleme, seine väterliche Anwandlung besonders im letzten Drittel des Filmes nachvollziehbar darzustellen.  Ein wenig Feinschliff wäre beim an sich recht interessanten Drehbuch wünschenswert gewesen, da sich so stellenweise leichte Ungereimtheiten einschleichen, z.B. ist der Grund für Maikels Bindung an den introvertierten Stan nicht klar ersichtlich, weil der durchgeknallte Sef viel besser zu seiner Berufung gepasst hätte.

So weiß der Film letztendlich zu unterhalten, aber tatsächlich wäre eine etwas längere Laufzeit für diese Geschichte und die Genauigkeiten bei der Charakterzeichnung von Vorteil gewesen.

6 Narrenkappen

Bild:

SUNFILM weist darauf hin, daß “die grobkörnige Verwaschenheit der Bilder vom Regisseur so gewollt und bewusst so gedreht“ ist. Das macht es natürlich schwierig, die Bildqualität zu beurteilen, da ich ohne dieses Wissen vielleicht nur zwei Kappen vergeben hätte, denn der Grund des körnigen Looks als Stilmittel ist nicht unbedingt ersichtlich. Auch sind manche Szenen mit ziemlicher Farbarmut und leichtem Bildrauschen gesegnet, was aber auch Absicht sein kann. Die Schärfe schwankt zwischen gut und sehr gut; der Kontrast ist ebenfalls recht gelungen. Defekte oder Verschmutzungen sind jedoch häufig zu bemerken, was aber wohl nicht als Stilmittel bezeichnet werden kann.

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Ton:

Weil der Film ziemlich dramalastig daherkommt und selten mit Effekten gespickt ist, bleibt die dts-Spur ziemlich an der Unterkante ihrer Leistungsfähigkeit. Raumklang wird höchstens durch den Score und ein paar Umgebungsgeräusche erzeugt, ansonsten präsentiert sich der Sound zum größten Teil nur centerorientiert. Der Subwoofer kommt selten zum Einsatz. Die Dialoge sind klar und frei von Verzerrungen, und die Synchronisation ist solide gelungen. Schwach ist allerdings die Originaltonspur geraten: Diese wird leider zu leise gemastert und stellenweise leicht unsauber präsentiert.

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Extras:

Trailer und Slideshow.

1 Narrenkappe

Fazit:

Die Niederlande sind immer  wieder für eine kleine Krimi-Überraschung gut, wie zuletzt z.B. bei The Alzheimer Case. Diese Klasse wird bei Godforsaken aufgrund des groben Drehbuches und der nur soliden Schauspielerleistungen nicht erreicht, aber für eine einmalige Sichtung reicht es allemal. Die DVD von Sunfilm ist eine gute und lohnenswerte Umsetzung, allerdings hätte man beim Originalton ein wenig mehr Sorgfalt walten lassen können.

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Dies ist ein vor langer Zeit unter Joomla veröffentlichtes Review und wurde nur "gerettet". Deswegen kann es zu kleinen Ungereimtheiten kommen, z.B. fehlende Bilder oder nicht nachvollziehbare Textstellen. Soweit möglich, wurde das Review jedoch geprüft und bereinigt.


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