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Autor Thema: Last Life in the Universe  (Gelesen 3063 mal)
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Jorin
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Beiträge: 17.480



« am: 06. April 2008 um 08:06 »

Last Life In The Universe

Vertrieb: Asia Video Publishing Co. Ltd.
Laufzeit: 108 Min.
Regionalcode: 3
Bildformat: 1,85:1 anamorph
Sprache(n): Dolby Digital 2.0 (Englisch, Thailändisch, Japanisch)
Untertitel: Englisch, Chinesisch (Traditionell, Einfach)
Freigabe ab: IIb

Regie: Pen-Ek Ratanaruang
Darsteller: Tadanobu Asano, Sinitta Boonyasak, Laila Boonyasak

Film:

Der in Bangkok residierende Japaner Kenji  begeht auf Grund von Einsamkeit und manisch-depressiver Langeweile in schöner Regelmäßigkeit Selbstmordversuche. Als er sich mal wieder von einer Brücke stürzen will, begegnet er zufälligerweise der jungen Thailänderin Noi, die ihn nach einigen gefühlsmäßigen Wirrungen bei sich aufnimmt, da sich in seiner Wohnung ein schreckliches Geheimnis verbirgt und er aus diesem Grunde vorerst nicht mehr dort hin kann. Langsam kommen sich die beiden verlorenen Herzen trotz leichter Sprachbarrieren näher, jedoch ist dies nicht von Dauer, da Noi wiederum in ein paar Tagen für längere Zeit nach Japan abreisen wird. Zeitgleich sind einige Yakuza auf  Kenji´s Spur, die anscheinend noch eine Rechnung mit ihm zu begleichen haben...

Was sich anfangs wie eine Thrillerhandlung mit Romantikelementen anhört, entpuppt sich schließlich als thailändisches Art-House-Drama der etwas schwerfälligen Art. Ein Grossteil der Stimmung entsteht durch den distanziert-kühlen und analytischen Blick des Kameramannes Christopher Doyle, der sich auch für optische Meisterwerke wie u.a. „In the Mood for Love“ oder „Hero“ verantwortlich zeichnet. Verstärkt wird die narkotisierte Atmosphäre durch die beiden Hauptdarsteller Tadanobu Asano („Zatoichi“) und die attraktive Sinitta Boonyasak, die beide wie Schlafwandler durch die Geschehnisse schleichen. Schneckenartig bewegt sich auch die Handlung durch die Laufzeit, mit einigen sehr schönen poetischen Momenten, aber ohne jemals auf einen echten (emotionalen) Höhepunkt zuzusteuern. Das romantische Element ist durch die Kombination der Kamera- und Schauspielarbeit ebenfalls nur andeutungsweise vorhanden. Was fehlt, ist eine wirklich packende Geschichte, die den Zuschauer am Zustand der Protagonisten teilnehmen lässt: Zuviel bleibt vom Hintergrund der Personen unklar, und dadurch werden die Figuren nie wirklich greifbar. Das für meine Begriffe etwas unbeholfen fragmentarische Ende verstärkt das Gefühl, dass das Drehbuch nie sein volles Potenzial ausschöpfen kann, um wirklich interessant und nahbar zu sein.
Eine kleine Nebenrolle übernahm übrigens Takaski Miike, der auch gleich zu Anfang des Filmes eine Hommage durch ein in einer Bücherei (!!) aufgehängtes ICHI-Poster erfährt.

6 Narrenkappen

Bild:

Das anamorphe 1,85:1-Bild ist ziemlich frei von Verschmutzungen oder Defekten. Jedoch gibt es Probleme im Schärfe-Department: Teilweise wird das Bild etwas schwammig, im Detail gibt es auch Abstriche, bleibt aber so eben noch im Bereich der Toleranz. Die Farben könnten auch etwas kräftiger sein.

6 Narrenkappen

Ton:

Der Thai-Englisch-Japan-Sprachenmix ertönt im enttäuschenden Stereo und spielt sich grösstenteils im Center-Bereich ab, wobei die Stimmen klar zu verstehen, aber manchmal ein bißchen leise sind. Die Frontspeaker werden nur teilweise für den Score und ein paar Geräusche genutzt. Die hinteren Boxen kommen nur selten zum Einsatz, den Subwoofer habe ich nur einmal bemerkt. Räumlichkeit wird also nur selten vermittelt. Alles in allem fast die Basis des Möglichen, zumal der Ton auf einer anderen DVD des Films im 5.1-Format vorliegt.

5 Narrenkappen

Extras:

Ein Trailer in Videoqualität.

1 Narrenkappe

Fazit:

Ein durchaus ansehbarer Film auf einer schwachen DVD. Eine klare Kaufempfehlung kann ich nicht aussprechen, jedoch ist er einen Blick wert, da dieses Werk auch oftmals sehr gelobt wird und auch mit einigen Filmauszeichnungen versehen ist. Geschmäcker sind ja bekanntlicherweise verschieden, dann aber besser zu einer qualitativ höheren DVD greifen.

3 Narrenkappen

Dies ist ein vor langer Zeit unter Joomla veröffentlichtes Review und wurde nur "gerettet". Deswegen kann es zu kleinen Ungereimtheiten kommen, z.B. fehlende Bilder oder nicht nachvollziehbare Textstellen. Soweit möglich, wurde das Review jedoch geprüft und bereinigt.
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