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Autor Thema: Drunken Master  (Gelesen 2735 mal)
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Jorin
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« am: 05. April 2008 um 19:55 »

Drunken Master

Vertrieb: Mei-Ah
Laufzeit: 106 Min.
Regionalcode: 0
Bildformat: 2,35:1 (anamorph)
Sprache(n): Dolby Digital 2.0 (Kantonesisch, Mandarin), Dolby Digital 5.1 (Kantonesisch)
Untertitel: Englisch
Freigabe ab: O ATII

Regie: Yuen Woo-Ping
Darsteller: Jackie Chan, Simon Yuen Siu Tin, Hwang Jang Lee

Film:

Jackie Chan spielt hier zum ersten Mal Wong Fei-hung, DEN chinesischen Kung Fu-Meister. Der 1847 geborene Wong wird in China auch heute noch als Volksheld verehrt. Und das nicht nur wegen seiner herausragenden Kung-Fu Fähigkeiten. In Erzählungen wird er als ein ruhiger, abgeklärter Mensch mit großem Gerechtigkeitssinn und außerordentlichen medizinischen Kenntnissen beschrieben. Ein edler Mann also, der mit 16 schon seine erste Hung Gar-Schule eröffnete, kein eingebildeter Spitzbube, der in seinen Jungen Jahren höchstens in Restaurants die Zeche prellt und Streit sucht. Drunken Master bietet in dieser Hinsicht eine ungewöhnliche Herangehensweise an die Legende. Der freche Wong Fei-Hung wird nach Querelen mit den falschen Leuten von seinem Vater dazu gezwungen bei 'Beggar Su' in die Lehre zu gehen. Der Bettler ist jedoch als harter und brutaler Sifu bekannt, und so rückt Fei-hung ersteinmal aus. Wie das Schicksal aber so spielt, läuft er 'Beggar Su' auf direktem Weg in die Arme und beginnt, nachdem er von einem anderen Meister (der als Killer arbeitet) gedemütigt wird, freiwillig die Lehre beim Bettler um sich zu rächen!

Ein Film, ohne den Jackie Chan wohl schon am Anfang seiner Karriere in der Versenkung verschwunden wäre. Nach dem Tod von Bruce Lee, suchte Golden Harvest natürlich Ersatz für ihren (bis dato) größten Star. Lo Wei, mehrmaliger Regisseur Lees (und erster Millionen-Regisseur HKs) glaubte diesen Nachfolger in Jackie Chan gefunden zu haben. Die schlechten Einspielergebnisse belehrten ihn leider keines Besseren. Lo blieb hart und versuchte Chan mithilfe mehrerer Kung Fu-Filme mit altbewährten Inhaltsstoffen (Blood, Sweat and Tears), als 'Dragon 2' zu etablieren. Ohne Erfolg. Der eigenwillige Regisseur wollte Chan schon fast fallen lassen, als sich Seasonal Films an Golden Harvest wandte. Ihr Anliegen: Der Wunsch Chan für einige Filme ausleihen. Die Initiative ging dabei von Yuen Woo-Ping aus. Der Regisseur glaubte auch nach der Flopserie bei Golden Harvest an die Möglichkeit mit Jackie Chan als Hauptdarsteller Erfolge zu feiern. Und er behielt Recht. Das neue Konzept, Kung Fu mit komödiantischen Elementen zu verbinden, ging voll auf. Jackie Chan war plötzlich in aller Munde. Auf 'Drunken Master' und 'Snake in the Eagle's Shadow' folgten weitere erfolgreiche Kung Fu-Comedies, die ihn zum gefeierten Star machten.

Anno 1978 war diese Art Film unverbraucht, neuartig und spritzig. Heutzutage kann man auf hunderte dieser Filme zurückblicken. Manche besser, andere schlechter. Einige wurden zu Klassikern. So auch 'Drunken Master'. Die Mischung aus Komik und traditionellem Kung Fu begeistert auch im Jahre 2005 noch. Gerade im neuen Jahrtausend, in dem Filmemacher oft auf rasante Schnitte setzen um Dynamik zu schaffen, sehnt sich der Filmfan nach 15 Sekunden Kung Fu aus weitem Winkel, ohne Schnitt, ohne digitale Effekte. Das ist noch Action! Die fights sind ausgefeilt, humorvoll, beeindruckend und vielfältig. Von Monkeyfist bis zum Dragon-Stil gibt es hier einiges zu sehen. Aufgrund seiner provozierenden Art schlittert Fei-hung pausenlos in irgendwelche Raufereien. Und wird mal nicht gekämpft, wird trainiert. Für Action ist also gesorgt.

Schauspielerisch kann ich mich nicht beklagen. Die Charaktere sind liebenswert und sorgen so dafür, dass der Zuschauer mitfiebert. Jackie Chan macht seine Sache, wie so häufig, gut. Er hat das Schlitzohr in sich verinnerlicht, so hat man das Gefühl. Seine Performance gefällt mir hier ähnlich gut wie in 'The Young Master'. In diesem Film hat er, wie in 'Drunken Master' eine emotionale Szene. Diese nimmt man ihm ebenso ab, wie den Schelm, den er die restliche Zeit gibt. Auch die anderen Schaupieler wissen zu überzeugen.

In 'Drunken Master' erkennt man deutlich, dass Yuen Woo-Ping einen ganz anderen Weg einschlagen wollte, als Lo Wei, denn sein Bösewicht wird nicht durch irgendwelche Bluttaten charakterisiert, sondern vornehmlich durch den Kampf mit Jackie, in welchem der junge Fei-hung erstmals besiegt wird. Das reicht auch. Die Stimmung des Films gerät dadurch nicht aus dem Gleichgewicht , wie es in späteren Kung Fu-Comedies einigemale der Fall war.

Die Musik ist klasse. Das 'Wong Fei-hung Thema', welches später als Titelsong für die 'Once upon a time in China'-Trilogie Verwendung findet, wird hier oft angespielt. Aber auch sonst vermag die Musik auf charmante Art und Weise das Geschehen zu untermalen.

Die Story ist zwar weit davon entfernt originell zu sein, bietet aber die perfekte Rahmenbedingung für Action und Comedy. Und so bleibt mir nichts als die volle Kappenzahl vergeben!

10 Narrenkappen

Bild:

Das Bild ist gut geworden. Zwar ist es nicht frei von Verschmutzungen (Blitzer und auch dunkle Streifen sind deutlich auszumachen), dafür stimmt aber die Farbwiedergabe und die Schärfe. Der Kontrast geht auch in Ordnung.

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Ton:

Der Ton liegt in DD2.0 und als ein 5.1 Upmix vor. Beide Tonspuren sind verständlicherweise unspektakulär. Beim Upmix liegen manchmal Geräusche, die eigentlich aus dem Center kommen sollten, etwas zu laut auf den fronts. Räumlich ist der Upmix nicht. Wie so oft reicht Fernsehton vollkommen aus.

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Extras:

Unter Special Features kann man den Punkt 'Special Footage' anwählen. Während des Films erscheint nun in der rechten oberen Bildecke ab und zu ein Symbol. Ein Druck auf 'Enter' beschehrt zusätzliche Szenenstücke. Weiterhin findet man eine 'Synopsis' und 'Cast und Crew-Infos'. Im Hauptmenü gibts zusätzlich den Unterpunkt 'Mastering The Drunken Master'. Dabei handelt es sich womöglich um einen knapp 30 sekündigen Werbeclip für die DVD. Knapp eine Kappe.

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Fazit:

Die Mei-Ah Neuauflage mit anamorphem Bild stellt wohl die beste derzeit erhältliche DVD-Version des grandiosen Films dar. Es existiert zwar eine Fassung von Hong Kong Legends, doch leider wird diese Version durch das darauf enthaltene falsche Bildformat deutlich abgewertet.

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« Letzte Änderung: 05. April 2008 um 20:02 von nehcregit » Gespeichert
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