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Autor Thema: Der Tag, an dem die Erde still stand  (Gelesen 4693 mal)
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Jorin
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Beiträge: 17.462



« am: 22. März 2008 um 22:10 »

Ausstattung:

Cinema Premium Edition, 2 DVDs
Genre: Science Fiction
Vertrieb: 20th Century Fox
Laufzeit: ca. 88 Minuten
Regie: Robert Wise
Darsteller: Michael Rennie, Patricia Neal, Hugh Marlowe, Sam Jaffe, Billy Gray, Frances Bavier, Lock Martin
Bildformat: 4:3 (1,33:1 Aspect Ratio)
Sprachen: Deutsch (2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 5.1, 2.0 Mono)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Schwedisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Freigabe: FSK 12
Regionalcode: 2
Verpackungsart und Spezielles: Digipack im Schuber, umfangreiches Booklet, Postkarten
Bonusmaterial: Audiokommentar von Robert Wise und Nicolas Meyer, Making Of (70 Minuten), Featurettes, Fox tönende Wochenschau, Vergleich des Filmmaterials vor und nach der Restaurierung, verschiedene Trailer und Fotogalerie

Film:

Amerika zur Zeit des Kalten Krieges. Amerikaner und Russen investieren Zeit und Forschungsgelder in die Entwicklung der Atomkraft. Beide Großmächte sind damit zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit in der Lage, die totale Vernichtung auszulösen. In Amerika wird jedoch zu jener Zeit trotz russischer Sabotageversuche der japanische Friedensvertrag mit 52 Nationen in Washington unterzeichnet.

Es ist 1951, und während sich die westliche Welt noch vom 2. Weltkrieg und Japan vom Abwurf der Hiroshima-Atombombe erholt, dreht Robert Wise im Auftrag von Twentieth Century Fox den damals erst dritten Science-Fiction-Film nach Endstation Mond und Fritz Lang's Frau im Mond. Das Drehbuch basiert dabei auf einer Kurzgeschichte von Harry Bates und appelliert an die menschliche Vernunft. Ein Thema, das bis heute nichts an seiner Aktualität und Brisanz verloren hat.

Geschichtliche Hintergründe

Radarstationen rund um den Globus melden Unglaubliches: Ein nicht identifizierbares Objekt dringt mit 7.000 km/h in die Erdatmosphäre ein und hält Kurs auf Washington D.C. Kurz darauf senden Nachrichtensender unglaubliche Bilder und berichten von der Landung eines UFOs direkt vor dem Weißen Haus. Sofort umstellt das Militär das Objekt, Waffen im Anschlag, bereit eine mögliche und befürchtete Invasion sofort zurückzuschlagen und sich nicht kampflos zu ergeben. Schließlich öffnet sich nach 2 Stunden eine Tür, und heraus tritt ein menschenähnliches Lebewesen im silbernen Raumanzug, erhebt die Hand, und sagt: „Wir kommen in Frieden zu Ihnen und mit den besten Absichten!“. Als der Außerirdische ein Geschenk an den amerikanischen Präsidenten aus seinem Raumanzug hervorholen möchte, verliert ein Soldat die Nerven und schießt: Er trifft das Wesen an der Schulter, woraufhin es ins nahe gelegene Hospital gebracht wird. Dort verlangt das Wesen, dass sich selbst Klatuu nennt, im Gespräch mit dem Abgesandten des amerikanischen Präsidenten Harley ein Treffen mit allen Staatsoberhäuptern der Erde, um ihnen eine Warnung und ein Ultimatuum auszusprechen. Doch dieses Treffen kommt auf Grund der Quereleien und Streitigkeiten, die nun mal auf der Erde herrschen, nicht zu Stande.

Klatuu flieht aus dem Hospital und versteckt sich als Mr. Carpenter bei Helen Benson und ihrem Sohn, mit dem sich Klatuu schließlich etwas anfreundet. Doch Polizei und  Militär sind ihm auf den Fersen, und während der Außerirdische mit Hilfe Prof. Barnhardts versucht, ein Treffen mit führenden Wissenschaftlern aus aller Welt zu organisieren, um diesen seine Warnung mitzuteilen und so seine Mission zu erfüllen, verrät der Freund Helen Bensons Klatuu an das Militär. Um seine Macht und die Dringlichkeit seiner Mission zu demonstrieren, hält Klatuu für eine halbe Stunde die Welt an: Fahrzeuge versagen ihren Dienst, es gibt keinen Strom, und Telefone funktionieren ebenso wenig wie Funkgeräte. Doch dies erhöht nur die Angst der Menschen vor dem Außerirdischen, und es kommt schließlich, wie es kommen muss: Das Militär stellt Klatuu auf den Straßen Washingtons und schießt auf ihn.

Bild:

Das aufwändig restaurierte Bild in s/w liegt im 4:3-Format vor und überzeugt durch einen annehmbaren Kontrast und eine gute Schärfe. Bildfehler wurden erstaunlicherweise sehr gut restauriert und treten so gut wie gar nicht mehr auf, das Fehlen der typischen weißen Kreise, Blitze und Fussel irritiert bei so einem alten Film dann doch etwas, wenn auch positiv. Hier hat 20th Century Fox ganze Arbeit geleistet und dem Klassiker zu einem sehr guten DVD-Bild verholfen. Feine Details werden ebenso gut dargestellt wie die Schattierungen des s/w-Bildes. An dieser Restauration können sich andere mal eine Scheibe abschneiden.
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Ton:

Der deutsche 2.0 Mono-Ton klingt ordentlich und nicht allzu dumpf, wie man es von anderen Filmen dieses Baujahres durchaus gewohnt ist. Auch hier trägt die gute Restauration Früchte, auch wenn im Vergleich zum Bild vielleicht etwas mehr drin gewesen wäre. Drei Szenen waren leider so beschädigt, dass hier eine neue Tonspur (teils mit neuen deutschen Sprechern, teils nur im englischen Originalton) eingebaut werden musste. Da es sich dabei aber nur um wenige Sekunden handelt, stört das den Filmgenuss nicht.
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Bonusmaterial:

Auf der ersten DVD findet sich neben dem Hauptfilm noch ein Audiokommentar mit dem Regisseur Robert Wise und Nicolas Meyer. Auf DVD 2 dann erfährt der interessierte Käufer eine Menge über die Entstehung des Filmes und seine Bedeutung im Amerika der frühen 50er. Ein 70 Minuten dauerndes Making Of liefert interessante Informationen zu den damaligen Tricktechniken und den Ansprüchen und Vorstellungen des Regisseurs. In weiteren Featurettes gibt es weiterführende Informationen zum Ultimatum. Fox tönende Wochenschau zeigt dann das Leben im Amerika des Jahres 1949. Ein Vergleich des restaurierten Bildmaterials in verschiedenen Stadien sowie Trailer und eine Fotogalerie runden das gelungene Paket ab.
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Mein persönliches Fazit:

Als der Film im amerikanischen Kino erschien, war er einer der ersten teuren und aufwändig produzierten Sci-Fi-Filme seiner Zeit, alleine der Bau des UFOs kostete damals unverschämte 100.000 $. Es wurden neue Tricktechniken genutzt, um den Film möglichst authentisch wirken zu lassen. Die damalige Situation rund um den Kalten Krieg mit der Sowjetunion sensibilisierte die amerikanische Bevölkerung für Themen wie Atomraketen, Invasionen und totale Vernichtung. Es war ein mutiger Schritt, gerade zu jener Zeit die Geschichte Bates zu verfilmen, die sogar noch einen Schritt weiter geht: Hier wird das Ultimatum von Robotern ausgesprochen, die alleine die nötige „Vernunft“ besitzen, um in Frieden leben zu können. Doch die Vorstellung, zusätzlich noch das Schicksal der Menschheit in die Hände von Maschinen zu legen, ging 20th Century Fox und Robert Wise damals zu weit. Die Geschichte war bereits heiß genug. Und auch heute noch regt der Film zum Nachdenken an. Die Mission Klatuu’s, die erst am Ende gänzlich offenbart wird, wirkt gerade heute noch unheimlich aktuell. Mich hat dieser Film trotz seines Alters berührt und zum Nachdenken angeregt. Zusätzlich besitzt er den Status eines echten Klassikers, und eine bessere Version wird wohl auch nicht mehr erscheinen. Also, zugreifen, es lohnt sich!
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dÆmonicus
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Dragon


« Antwort #1 am: 23. März 2008 um 08:59 »

Danke fürs Review Tiger. Aber da der oft genug im Free-TV kommt, spar ich mir den DVD-Kauf.  Zwinkern
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #2 am: 23. März 2008 um 18:08 »

Danke fürs Review Tiger. Aber da der oft genug im Free-TV kommt, spar ich mir den DVD-Kauf.  Zwinkern

Kommt der echt so oft im Free TV?

Der Vollständigkeit halber noch der link zu meiner Kritik: *Klack*
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dÆmonicus
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Dragon


« Antwort #3 am: 23. März 2008 um 20:13 »

Also ich hab schon das Gefühl, den immer mal wieder im TV zu sehen.
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