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Autor Thema: Sade - Lovers Live  (Gelesen 7334 mal)
0 Mitgliedern und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Jorin
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Beiträge: 17.442



« am: 29. Dezember 2007 um 18:55 »

Technische Daten
Vertrieb: Sony / EPIC
Regionalcode: 2
Ton: Dolby Digital 5.1, Stereo
Bild: 16:9
Laufzeit: Konzert ca. 110 Minuten, Extras ca. 46 Minuten

Playlist:
  • Cherish the Day
  • Your Love is King
  • Somebody already broke my Heart
  • Cherry Pie
  • Pearls
  • Every Word
  • Smooth Operator
  • Redeye
  • Jezebel
  • Kiss of Life
  • Slave Song
  • The sweetest Gift
  • The sweetest Taboo
  • Lovers Rock
  • Immigrant
  • Paradise
  • King of Sorrow
  • No ordinary Love
  • By your Side
  • Flow
  • Is it a Crime
  • It's only Love that gets you through

Konzert
Musik-DVDs jeglicher Art, seien es Live-Konzerte oder DVDs mit Musikvideos, muss ich immer gucken, wenn mein Schatz arbeitet. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die sie sich dermaßen "bildlich" antut: Phil Collins, Riverdance und das schottische Tattoo. Musik muss sie immer hören, nicht sehen. Warum ich dermaßen aushole?

Sade hört man! Obgleich dies ja das Review einer Konzert-DVD ist, und man nicht den Fehler machen sollte, die Augen zu schließen, ist die Stimmung, die die Sängerin hier erzeugt, dermaßen intensiv und träumerisch, dass die optischen Wahrnehmungen zwangsläufig in den Hintergrund treten. Der in Nigeria geborenen Sängerin gelingt es in dem im September 2001 in Anaheim, Kalifornien aufgezeichneten Konzert (immerhin nach vorher 6 Jahren Mutterpause) über knappe 110 Minuten eine sagenhafte Präsenz mit ihrer rauchigen, sexy Stimme zu entwickeln, dass man gar nicht anders kann, als abzuschalten. Anfangs nervt noch etwas das Publikum, gegen welches Sade immer wieder anzusingen scheint. Man fragt sich, ob der eine oder andere Gast nicht besser einen Knebel bekommen hätte, manch ein ruhiges Stück wird doch etwas durch Rufe und Pfiffe gestört. Schade. Tapfer singt Sade Adu dagegen an, und schafft es, das Konzert stilsicher und ohne einen falschen Ton zu retten.

Optisch ist die kleine Bühne eine Augenweide. Mit wenigen Mitteln werden die dargebotenen Stücke sehr gut durch Licht- und Schattenspiele unterstützt, auf einer Leinwand hinter der Bühne werden immer wieder Videos und Animationen eingespielt. Stets passt die Farbe sich den einzelnen Stücken an, als Beispiele seien hier Somebody already broke my Heart oder das bekannte Smooth Operator aufgeführt. Sade selbst hat sichtlich sehr viel Spaß an ihrer Musik und begeistert die Gäste mit ihrer Performance. Im Laufe des Konzerts wird sie sichtlich lockerer und bindet dann auch die beiden Backgroundsänger mit ein. Ab Flow, schon gegen Ende des Konzerts, wandelt sich Sade dann und geht back to the roots.

Neben oft gehörten Stücken wie The sweetest Taboo und Your Love is King werden auch unbekanntere, zumindest mir nicht bekannte Songs gespielt. Alle bieten den unvergleichlichen Sade-Sound, immer etwas veträumt, getragen von Sades rauchiger, warmen Stimme. Anspieltipps: Kiss of Life und Paradise, die verschiedener nicht sein könnten und trotzdem eben doch typisch Sade sind. Bei Ersterem macht das Publikum dann doch wieder einiges gut. Es ist für Sade eines der größten Komplimente, zu sehen, wie ihre Gäste derart in der Musik aufgehen und die Band unterstützen und tragen. Ruhigere Songs wechseln sich ab mit Stücken, die den Fuß einfach mitwippen lassen. Ich bin eher jemand, der sich bei Musik gar nicht bewegt - Doch hier gibt es immer wieder Situationen, wo ich zwangsweise mit den Füßen wippte. Das war jetzt doch ein ziemliches Kompliment!
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Bild
Die kräftigen Farben können dann doch nicht ganz die nicht optimale Schärfe kaschieren. Hier wäre auch 2002 sicher einiges mehr drin gewesen. Doch das stört kaum. Das, worauf es hier an kommt, wird optimal in Szene gesetzt. Knallige Farbspiele und eine sehr gute Bildregie, die sich nur zwischen den Songs nicht optimale Kameraeinstellungen leistet. Was bringt es z.B., einen (Blind-)Flug übers Publikum zu wagen, wenn der Saal komplett abgedunkelt ist? Davon abgesehen ist die Regiearbeit aber nahezu perfekt. Der Layerwechsel wurde natürlich zwischen zwei Stücke plaziert und stört so kaum, für den Abspann wird allerdings das letzte Stück "geopfert".
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Ton
Ich habe ja nun bereits einige Musik-DVDs, wie ihr in meinem Profiler nachschauen könnt. Da ist so ziemlich alles dabei, von Klassik über Pop bis hin zu Ungewöhnlichem. Selten dagegen, dass bei einer Konzertaufnahme der Subwoofer gebührend in Aktion treten darf. Bei dieser Konzert-DVD macht solch ein Ding durchaus Sinn: Mehr als einmal wird der stets im Weg stehende Kasten auch wirklich beansprucht. Ansonsten hätten die Rears mit dem Publikum etwas schwächer ausfallen dürfen, das Klatschen und Rufen wirkt manchmal etwas zu dominant. Gesang und Musik kommen natürlich von vorne und wirken trotzdem sehr räumlich und klar. Hier gibt es nichts auszusetzen, die Stimmung wird perfekt durch das eigene Ohr direkt ins Herz transportiert und kann sich dort frei entfalten - Sofern man mit Sades Musikstil etwas anfangen kann. Bei der Stereospur tritt das Problem mit dem Publikum übrigens weniger dominant auf. Zur Not also auf Räumlichkeit verzichten und Musik in Stereo genießen. Manche sagen ja sogar, das muss man tun.
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Extras
Neben dem Musikvideo zu King of Sorrow finden sich auf der DVD noch ein paar Minuten Backstage-Material. Hier kann man die Band und die Sängerin selbst auf dem Weg zur Bühne begleiten. Auch Interviews mit Konzertbesuchern finden sich im Bonusmaterial und es gibt eine Fotogalerie zur Tour. Nicht viel, aber immerhin.
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Fazit
Ich war doch etwas skeptisch. Sade hörte ich immer mal gerne, wenn sie im Radio lief. Als in den 80ern Aufgewachsener war Smooth Operator genau mein Ding, ich besitze jedoch bis heute keine einzige CD von Sade. Das wird sich wohl bald ändern. Das Konzert ist in sich so stimmig, Sade Adu dermaßen präsent und musikalisch, dass mein Bestellfinger demnächst sicher die eine oder andere weitere DVD oder CD anklicken wird. Jedem, der gerne abschalten möchte und eintauchen in die Jazz- und Soul-inspirierte Musik dieser Sängerin und ihrer Band, sei diese DVD ans Herz gelegt. Für knappe 14€ ein Schnäppchen!
 9 Narrenkappen

Weitere Informationen
Sade bei Wikipedia
Offizielle Webseite
Sade bei Amazon.de
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« Letzte Änderung: 29. Dezember 2007 um 19:26 von nehcregit » Gespeichert
JoeCool1980
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be Joe... be cool


« Antwort #1 am: 29. Dezember 2007 um 22:54 »

Das wär auch was für mich... 14€ is wirklich nich zu viel dafür.
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Mit frndl. Grüßen
  JoeCool1980

Jorin
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« Antwort #2 am: 29. Dezember 2007 um 23:02 »

Na, dann mal schnell bestellt. Ist eine der besseren Konzert-DVDs. Und für den Preis?  Mr. Green
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dÆmonicus
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Dragon


« Antwort #3 am: 29. Dezember 2007 um 23:44 »

Schöne Frau, nette Musik, feine Review. Aber ich bin nicht so der Konzert-DVD Typ.
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #4 am: 01. Januar 2008 um 14:36 »

Wo du nie meine Musik kennst, kann ich mich dann ja jetzt mal revanchieren: Null Plan, was das ist. Alleine die Songtitel sagen mir aber schon, dass ich mich davon fernhalten sollte.  Zwinkern
Aber feine Kritik!
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dÆmonicus
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Dragon


« Antwort #5 am: 01. Januar 2008 um 14:56 »

Smooth Operator kann man kennen.  Sehr glücklich
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Jorin
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« Antwort #6 am: 01. Januar 2008 um 18:43 »

Null Plan, was das ist.

 Geschockt
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dragonheart
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Beiträge: leet



« Antwort #7 am: 01. Januar 2008 um 19:09 »

Wo du nie meine Musik kennst, kann ich mich dann ja jetzt mal revanchieren: Null Plan, was das ist. Alleine die Songtitel sagen mir aber schon, dass ich mich davon fernhalten sollte.  Zwinkern

Leeve Jung, du kenns dat Frommesch nich?  Zwinkern
Mein Fall ist es auch nicht sooo 100%. Aber es gibt Schlimmere. Sie hat ganz gute Stücke. Björk find ich z.B. Bätsch!  Zwinkern
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #8 am: 01. Januar 2008 um 21:10 »

Naja, vermutlich kenn ich es, wenn ich es höre. Aber der Name sagt mir nüscht...
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