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Autor Thema: 2009 - Lost Memories  (Gelesen 10485 mal)
0 Mitgliedern und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Hannibal
Special Edition
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Beiträge: 5.060



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« am: 16. Juli 2004 um 23:44 »

Getestet wurde die deutsche Special Limited Edition von EMS



Film:
Wir schreiben das Jahr 2009, Japan hat den zweiten Weltkrieg gewonnen, die Atombomben wurden auf Berlin abgeworfen, Korea gehört zum Kaiserreich Japan. Mit diesem Gedanken einer veränderten Geschichte beginnt „2009 Lost Memories“. Anschließend wird man Zeuge einer Geiselnahme in einem Museum, durchgeführt von koreanischen Rebellen, die kurz darauf von der japanischen Polizei blutig beendet wird. Der junge Agent Sakamoto – selbst koreanischer Abstammung – übernimmt die Ermittlungen und weiß bald nicht mehr, welcher Seite er vertrauen soll: Der japanischen oder der, der koreanischen Rebellen...


„2009 Lost Memories“ beginnt wie ein großer Actionfilm, wird aber nach der Beendigung der Geiselnahme erst mal sehr ruhig. Im Gegensatz zur typisch amerikanischen SFX-Hatz nimmt man sich nun erst mal Zeit um die Charaktere ausführlich einzuführen, sie in Ihrem Umfeld zu zeigen und sie bei den ruhigen Ermittlungen zu begleiten. In diesen Parts wirkt der südkoreanische Film fast wie ein Krimi, man rätselt mit, wo die Motivation der Terroristen lag. Nach ca. 1 Stunde kommt der Streifen dann aber richtig in Gang! Die Story gewinnt an Fahrt und steigert sich immer weiter, die Ereignisse überschlagen sich und es knallt an allen Ecken und Enden gemischt mit viel Dramatik und Emotionen. Nun zahlt sich die längere Einleitung aus, denn hier fiebert man mit dem Agenten Sakamoto mit. Er ist nicht ein eindimensionales Pappmännchen, sondern ein dynamischer Charakter, hin und hergerissen zwischen seinem japanischen Job und seiner koreanischen Vergangenheit. Schauspieler Jang Dong-Gun verkörpert die Rolle mit Bravour, seine Ähnlichkeit zum Ex-HK-Actiongott Chow Yun-Fat ist verblüffend.
Der Story kann man durchaus feindliche Züge gegenüber Japan vorwerfen, aber letztendlich ist das sicher nicht die Absicht des Films. Der Streifen will vor allem unterhalten und das tut er erstklassig, mit viel Gefühl & Dramatik, die den Zuschauer nach der ersten Stunde regelrecht mitreißt.

Grandios ist auch die technische Umsetzung des Stoffes. Als Stilmittel werden nicht selten Zeitlupe, Fast Motion und diverse Kamera-Drehungen und –Überblendungen genutzt. Das sorgt dafür, dass der Streifen zu einem visuellen Hochgenuss wird, der sich vor John Woo nicht zu verstecken braucht. Die Actionsequenzen sind stylistisch auf höchstem Niveau eingefangen, aber auch ruhige Momente setzt Regisseur Si-Myung Lee grandios um.
Alles in allem ein spannungs-geladener Film, der eigentlich alles bietet was ein guter Action-Streifen braucht: Dramatik, Spannung, spektakuläre Action und eine gute Story, die allerdings noch hier und da ausbaufähig gewesen wäre...


Trotzdem
 10 Narrenkappen

Bild:
Das Bild der EMS-DVD ist ok, mehr aber auch nicht. Oft ist die Detailschärfe nicht optimal, auch ein sichtbares Grundrauschen stört den Sehgenuss. Farben & Kontrast sind in Ordung.
Knappe:
6 Narrenkappen

Sound:
Für einen Actionfilm ist der Sound recht zurückhaltend. Vor allem die Musik ist sehr räumlich und nutzt auch den Subwoofer immer wieder. Effekte sind hin und wieder auszumachen, könnten aber bei einem solchen Film erheblich öfter auftauchen. Der Bass-Kanal wird zumindest in den Actionszenen ordentlich beansprucht.
Knappe:
 8 Narrenkappen

Ausstattung:

Die Doppel-DVD bietet Produktionsnotizen, 2 "Making-of's", Highlights, Still Gallery, Cast & Crew, den Original-Kinotrailer sowie ein Musik-Video. Vor allem die Making-of's sind sehr ausführlich geraten, die Lauflänge beträgt fast 1,5 Stunden. Der große Nachteil sind fehlende dt. Untertitel, denn die wenigsten Deutschen werden mit Koreanisch klarkommen. Daher gibt's statt 4 Narrenkappen nur...
 4 Narrenkappen



Fazit:
Zum aktuellen Preis (10-15 Euro) lohnt sich die Special Limited Edition von EMS allemal. Der Film ist spitze, auf der technischen Seite der DVD gibt's allerdings noch diverse Mängel.
Als Gesamtwertung ergeben sich daher dicke.... 6 Narrenkappen

Zu den Bilder: Bei mir taucht das Fortune-City-Logo immer wieder mal auf. Wenn ihr ein paar mal auf "Aktualisieren" klickt, tauchen zumindest bei mir die eigentlich gewünschten Bilder auf.

MFG
Hannibal
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my body lie, but still I roam...
Shinobi
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« Antwort #1 am: 17. Juli 2004 um 03:05 »

Klasse Review!

Ich finde den Film auch top, auf meiner koreanischen DVD ist auch das Bild besser Lächeln allerdings trotzdem lange keine Referenz. Das Shoot-Out am Anfang ist einfach top.
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on't fuck with the King, baby!
Gast
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« Antwort #2 am: 17. Juli 2004 um 07:16 »

Hi,

nach monatelangen Empfehlungen hast du ihn ja jetzt endlich mal gesehen und wurdest nicht enttäuscht.  Sehr glücklich  Schönes Review zu einem meiner Lieblingsfilme.
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woodz
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« Antwort #3 am: 17. Juli 2004 um 09:14 »

Danke. Jetzt erwäge ich doch nen Kauf. Aber dann die korea-dvd und nicht in nächster Zeit.
Super review.
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prian
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« Antwort #4 am: 18. Juli 2004 um 13:20 »

Zitat von: "Shinobi"
Klasse Review!


Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen Sehr glücklich
Zitat von: "Shinobi"

Ich finde den Film auch top, auf meiner koreanischen DVD ist auch das Bild besser Lächeln allerdings trotzdem lange keine Referenz. Das Shoot-Out am Anfang ist einfach top.


Ich fand den Film auch sehr gut, deswegen hab ich mir damals auch die koreanische LE gekauft! Halt ein echter Action-Kracher Zwinkern
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Hannibal
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« Antwort #5 am: 18. Juli 2004 um 13:24 »

Danke, freut mich, dass es euch gefällt Sehr glücklich

Zitat von: "Shinobi"
Das Shoot-Out am Anfang ist einfach top.

Wobei mir die Stürmung des Rebellen-Lagers unter der Erde noch besser gefallen hat. Fand das einfach dramatischer und hatte da in einer Szene wirklich nen Kloß im Hals.
Richtig gut getan hat mir dann, wie der eine Rebell seine Granate losgelassen hat

MFG
Hannibal
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djoli007
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schneiderbernd!


« Antwort #6 am: 19. Dezember 2004 um 21:08 »

Hi, habe mir den Film Heute mal angeguckt und finde ihn sehr gut.
Aber der Sound ist ziemlich Schwach, kaum Effeckte und der Bass ist auch sehr schwach.
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Sir Khan
Mutti, ich will ein Ponyo!
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« Antwort #7 am: 20. Dezember 2004 um 09:46 »

Tolle Sache das Review...danke für Deine Mühe. Sehr glücklich
Ich weiss, ich werde mich jetzt bei einigen Leuten (noch) unbeliebt(er) machen, aber ich poste einfach mal die Kritik, die ich direkt nach dem FFF-Besuch geschrieben habe. Keine Ahnung,  ob sich an meiner Meinung beim Zweitsehen was ändern würde, aber dazu wird es wohl nicht kommen. Also, los geht´s:


Was auch immer für süßliche Lobeshymnen mittlerweile das Programmheft des FFF-Heftes verschnörkeln: DON´T (always) BELIEVE THE HYPE! - Nach Feinschmeckermenu mit z.B.
SHIRI, BICHUNMOO oder NOWHERE TO HIDE, kommt jetzt ein unverdaulicher Nachtisch, der so richtig die Magenwände verkleistert. Nach vielversprechendem Start, versinkt der Film in eine ewig triefende Pathosgrütze, mit Zeitlupe schon beim Nasepopeln. Und diese Ta-da-da-Mucke die ganze Zeit.....da würde mein Opa noch stramm stehen! - In diesem Film sterben Tausende von Leuten, nur leider nicht die richtigen. Habe die Hände im Kino über dem Kopf zusammengeschlagen und zum ersten mal seit Jahren mit dem Gedanken gespielt, vor dem Ende aus dem Kino zu gehen.
Leudeleude, so einen schmalzigen Hanswurststreifen habe ich bislang aus Korea noch nicht gesehen.
ICH WILL MEIN GELD WIEDER!


Also, um DODGEBALL zu zitieren: "I just threw up in my mouth a little bit."
 Ciao!
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