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Autor Thema: Left in Darkness (RC1)  (Gelesen 15949 mal)
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« am: 27. Oktober 2006 um 16:19 »



“Left in Darkness”
 
Entstehungsjahr:  2006

Technische Daten:

Regionalcode:  … 1
Vertrieb: … Anchor Bay
Laufzeit: … ca. 88 Min. (NTSC)
Bildformat: … 1,85:1 (anamorph / 16:9)

Sprachen: … Englisch (Dolby Digital 5.1 & Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: … - / -
Freigabe: … Unrated

Regie:  Steven R. Monroe

Darsteller:
Monica Keena
David Anders
Tim Thomerson
Chris Engen
Jessica Stroup

Trailer: 
http://www.videodetective.com/sideplayer.asp?publishedID=689458&customerId=97135


Film-Kritik:

In der heutigen B-Film-Landschaft muss man schon kreativ sein oder sich zumindest etwas Auffälliges einfallen lassen, um aus der Masse der Veröffentlichungen herauszuragen, die wöchentlich in den Läden sowie Videotheken auftauchen und fortan um die Gunst des geneigten Zuschauers buhlen. „Left in Darkness“, ein in gerade mal 18 Tagen abgedrehter Horror-Thriller, kann da bereits im Vorfeld des Sichtens punkten: Die (US-) DVD von „Anchor Bay“ steckt in einem stabilen Hochglanz-Pappschuber, der zusätzlich teilweise im Dunkeln leuchtet, was (bei Kenntnisnahme) oberflächliche Aufmerksamkeit gewährt – und wenn man sich in diesem Zusammenhang dann der Inhaltsangabe widmet, verspricht diese eine wirklich interessante und originelle Story, welche das Werk letzten Endes tatsächlich sogar einzuhalten vermag! Für mich persönlich hatte es ja ausgereicht, dass diese von Steven R.Monroe („Devil on the Mountain“) umgesetzte Stephen J.Cannell Produktion aus dem Hause „IDT Entertainment“ stammt – einer Schmiede, die sich in letzter Zeit, zumindest bei mir, auf der Basis ihres Outputs an netten Genre-Projekten einen Namen gemacht hat.

Geburtstage stellten für Celia (Monica Keena) noch nie einen Grund zur Freude dar, denn diese decken sich mit dem Todestag ihrer Mutter, welche damals bei der Entbindung starb. In Folge dessen verfiel ihr Vater dem Alkohol und verschwand wenig später ganz aus dem Leben des jungen Mädchens, worauf sie von ihrem Opa (Tim Thomerson) liebevoll aufgezogen wurde. Da sie sich selbst als Ursprung jener Ereigniskette sieht, ist aus ihr, dank konstanter Schuldgefühle und einem in sich gekehrten Leben, nie ein wirklich fröhlicher Mensch geworden – höchstens für begrenzte Augenblicke in der Gegenwart ihres Großvaters, der allerdings im vergangenen Jahr ebenfalls verstarb. An ihrem 21.Birthday gelingt es Justine (Jessica Stroup), einer guten Freundin, sie immerhin dazu zu bewegen, mit ihr auf eine angesagte Studentenverbindungs-Party zu gehen, da jene Veranstaltung ihrer Meinung nach genau passend wäre, um sie auf andere Gedanken zu bringen. Eher widerwillig lässt sich Celia darauf ein, zumal die Nachrichtenmeldung eines schweren Unfalls mit vielen Toten ihre Stimmung wiederum gen Boden drückt, doch letztendlich ist sie gewillt, es auf einen Versuch ankommen zu lassen, zumal sie Justine den Spaß auch nicht verderben bzw verwehren möchte.

Vorort angekommen, gibt sie sich alle Mühe, einen netten Abend zu verleben – bis einige College-Kiddies beim Spiel mit dem Ouija-Board plötzlich die Worte „Go Home Celia“ zutage fördern und ihr eine nicht auszumachende Stimme selbige Botschaft ins Ohr flüstert. Da sich Justine derweil mit einem Verehrer an einen ruhigeren Ort zurückgezogen hat, hält sich Celia verunsichert an den charmanten Doug (Chris Engen), der ihr im Laufe des Abends vorgestellt wurde. Parallel mit dem Konsumieren einiger Drinks gibt er ihr eine Tour des zimmerreichen Gebäudes, welche schließlich im alten Weinkeller endet, wo er sich verständnisvoll ihre sorgenreichen Gedanken anhört – bis ihr plötzlich schwindelig wird und sie das Bewusstsein verliert. Als sie flüchtig wieder zu sich kommt, kann sie gerade noch verschwommen wahrnehmen, wie sie von Doug, auf dem Boden sowie inmitten einer Gruppe seiner Freunde, vergewaltigt wird – und ein in der Nähe stehender Partygast irgendwann die Befürchtung äußert: „Hey, Dude, I think she´s OD-ing!“

Das nächste Mal, dass sie das Bewusstsein zurückerlangt, geschieht das in einem alten, verriegelten Badezimmer, von wo aus sich die Feier nebenan nur gedämpft vernehmen lässt. Ein Schockzustand setzt ein, als sie kurz darauf ihren eigenen, regungslosen Körper in der Dusche vorfindet – wie es scheint, ist sie gestorben und hat ihre irdische Hülle verlassen! Verwirrt schreitet sie anschließend durch das menschenleere, in seltsame Farben getauchte Haus – nur um im Erdgeschoss auf ihren Großvater zu treffen, der ihr rät, eiligst diesen Ort zu verlassen. Gemeinsam gehen sie raus auf die Straße, wo er sich jedoch prompt in eine grünliche Kreatur verwandelt und sie angreift – ein taktischer Rückzug, erneut ins Innere des Verbindungsheims hinein, rettet sie gerade noch so vor seinem Übergriff. Da tritt ein junger Mann namens Donovan (David Andrews) an sie heran, welcher sich als eine Art Schutzengel herausstellt, der sie schon im Kindesalter mal vor einem tödlichen Unfall bewahrt hat. Er ist es, der sie über ihre unglückliche Lage aufklärt: Nach ihrem Tod hat sich Celia´s Seele in einem Bereich zwischen Himmel und Hölle verirrt. Für voraussichtlich zwei Stunden ist sie nun den Angriffen so genannter „Soul Eaters“ ausgesetzt, welche Seelen benötigen, um nicht selbst auf ewig verdammt zu werden. Das Gebäude, mitsamt einem sie umgebenden Licht, stellt ihre verhältnismäßig sichere „Sanctuary“ dar, sofern sie die Wesen auf Abstand halten kann – doch die schützende Kraft wird von Minute zu Minute schwächer. Zwar kann ihr Donovan den Weg zum zeitlosen Frieden weisen, aber mit der Gabe, durch das Berühren von Spiegeln in die Welt der Lebenden zurückschauen zu können, muss sie entsetzt feststellen, dass Justine ein ähnliches Schicksal droht, welches sie eventuell noch zu verhindern vermag. Gefangen in dieser Zwischenwelt, muss Celia dann miterleben, wie sich Doug, ihr Vergewaltiger und Mörder, selbst das Leben nimmt und auf diese Weise ebenso zu ihr stößt – nur stellt diese Tatsache natürlich kaum die schlimmste ihrer Sorgen dar…   

„Left in Darkness“ teilt viele Gemeinsamkeiten mit „the Garden“ (2005), an welchem Cannell und „IDT“ ebenso beteiligt waren. Aufgrund der begrenzten zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel beschränkte man sich auf eine einzige zentrale Location, verzichtete auf unnötige, Kosten-verschlingende CGI-Arbeit und setzte stattdessen gezielt auf die ansprechenden inhaltlichen Stärken der zu erzählenden Geschichte, welche zugleich beinahe ohne dem Aufzeigen blutiger Details auskommt – Gore-Hounds haben demnach wiederum kein Glück, Freunde ungewöhnlicher, handwerklich einfallsreicher Streifen hingegen umso mehr. Eine solch bedrohliche, entscheidungsabhängige Phase nach dem Exitus wurde cineastisch bislang kaum thematisiert. Sicher, „Ghost“ oder „Beetlejuice“ betraten ähnliche Pfade, waren allerdings deutlich leichteren Kalibers. Vorgefertigte, gefestigte Regeln gibt es demnach keine, weshalb solche hier von den Machern erschaffen werden mussten – im Gegenzug liegt es am Betrachter, sich auf diese einzulassen. Contraargumente würden ohnehin nicht greifen – und wer hat eigentlich behauptet, dass derartige Fantasiekonstrukte vollkommen schlüssig sein müssen, wenn das bereits auf diverse „weltliche“ Gesetze kaum zutrifft? Diese vorherrschenden Statuten und Gegebenheiten eröffnen sich Celia, und mit ihr dem Zuschauer, erst schrittweise – manche werden von Donovan gar bewusst verschwiegen, um sie von falschen Gedanken fernzuhalten. Ein Vernachlässigen der Aufmerksamkeit kann postwendend zu Verwirrung führen, da selbst unsere Hauptprotagonistin mit dem Merken nur schwerlich nachkommt sowie dabei konstant abwägen muss, welche Informationen nützlich oder gar falsch sind, denn die „Soul Eaters“ versuchen ebenfalls unaufhörlich, sie mit gezielten Aussagen zu beeinflussen. Ja, dieses „Handbook for the recently Deceased“ der Maitlands war damals (1988) schon praktisch – vorliegend gibt es etwas ähnliches aber nicht, sehr zu Celia´s Leidwesen, so dass sie eigenständig, auf der Grundlage der ihr zugetragenen Wissensbruchstücke, abwägen, entscheiden und handeln muss.

Celia wird im Verlauf mit diversen erschütternden Tatsachen konfrontiert, die nacheinander auf sie einprasseln: Ohnehin schon eine emotional vernarbte Persönlichkeit, stirbt sie, während sie vergewaltigt wird, nur um nicht einmal im Tode Frieden zu finden, sondern um ihre Seele kämpfen zu müssen, verfolgt von Kreaturen, welche die Gestalt einiger ihrer verstorbenen Geliebten angenommen haben, was bedeutet, dass diese im Jenseits auf ewig verdammt sind. Zugleich ist es ihr möglich, mit den Dahingeschiedenen auf einer höher gestellten Ebene zu kommunizieren – und es gilt, trotz der zeitlich eingeengten Stresssituation, auch noch ihre beste Freundin vor einem Schicksal wie dem ihren zu bewahren. Keine leichte Aufgabe für eine Schauspielerin, das alles glaubhaft zu vermitteln. Die Entscheidung, Monica Keena (TV´s“Dawson´s Creek“/“Freddy vs Jason“/“Crime and Punishment in Suburbia“) zu besetzen, stellt sich als ein eher zweischneidiges Schwert heraus: Vom Können her meistert sie den (ohnehin wenig facettenreichen, vornehmlich aufs Reagieren ausgelegten) Part, doch ihre äußere Erscheinung – sie besitzt eine unproportional üppige Oberweite sowie zu volle bzw große, definitiv von einem Arzt geformte Lippen – irritiert und lenkt störend ab, was schlicht und ergreifend schade ist, denn, unabhängig davon, wird Monica´s Performance zunehmend kraftvoller, je weiter sich Celia´s Lage zuspitzt. David Anders (TV´s“Alias“/“Circadian Rhythm“) verkörpert Donovan ruhig, autoritär, gelegentlich kühl, zugleich jedoch charmant und nie „over the Top“, was mich erneut an „the Garden“ (mitsamt der dortigen Interpretation einer religiösen bzw übernatürlichen Gestalt) erinnerte. Er ist es, der dem Geschehen einen sarkastischen Touch verleiht. Man weiß nie so recht, was man von ihm halten soll, da er Celia mit teilweise merkwürdig anmutenden Vorschlägen zu helfen versucht – beispielsweise treibt er Doug an, sich selbst die Pulsadern aufzuschneiden, oder schlägt an anderer Stelle vor, den Dingen ihren Lauf und Justine somit sterben zu lassen, da ihre „frischere“ Sanctuary ihnen ebenfalls besseren Schutz bieten könnte. In Nebenrollen, welche klar im Schatten der beiden Leads stehen, sind zudem Chris Engen („Dirty Dancing 2“), die sehr attraktive Jessica Stroup („Pray for Morning“) sowie der gern gesehene Genre-Veteran Tim Thomerson (“Nemesis“/“Trancers“/“Crawlers“) zu entdecken.

Die ersten 15 Minuten gefielen mir nicht ganz so gut, was vor allem daran liegt, dass der Einstieg ruhig einen Tick subtiler hätte ausfallen können und die folgenden Geschehnisse auf der Feier zu oberflächlich bzw banal wirken – auf der anderen Seite sind derartige Partys nunmal so, das ist schon richtig. Als es aber dann hinunter in den Keller geht, gewinnt der Film zunehmend an Momentum und kann diesen Eindruck bis zum Schlussakt aufrecht erhalten, welcher sich, im Vergleich zum starken Kernstück des Verlaufs, geringfügig konventioneller entfaltet. Den beiden Drehbuchautoren Philip Day und Jane Whitney gelingt es, immer neue Ideen einzubinden, welche die Vorhersehbarkeit minimieren sowie den Betrachter bei Laune halten. Zusätzliche Spannung wird beispielsweise mit Hilfe Celia´s natürlicher Skepsis (sie benötigt eine gewisse Zeit, um alles zu verarbeiten, nur ist genau diese ja begrenzt), ihrem unfreiwilligen Wiedersehen mit Doug oder der Fähigkeit, Gegenstände in der „Welt der Lebenden“ zu manipulieren, aufgebaut. Das Tempo ist, trotz der vielen Gespräche, angenehm hoch, die Lauflänge von nur 88 Minuten gewährt Kurzweil – eine zusätzliche, bestimmte Einfälle intensiver angehende Viertelstunde hätte ich mir allerdings schon noch gewünscht. Umfangreichere finanzielle Ressourcen wären sicher in der Lage gewesen, einzelnen Sequenzen einen faszinierenderen Rahmen zu verleihen, was im Audiokommentar der DVD übrigens offen zur Sprache kommt, doch aus den vorhandenen Mitteln haben Regisseur Steven R.Monroe („It waits“) und sein Team mit viel Kreativität und Engagement ein Maximum herausgekitzelt. Kein Winkel der begrenzten Location scheint ungenutzt geblieben zu sein, die vielen leeren Zimmer innerhalb der unübersichtlichen Architektur des Verbindungshauses bieten gleichermaßen passende Kulissen für Jagd- oder Versteckszenen. Wie schon Monroe´s „House of 9“, einem Thriller aus dem Jahre 2004, weist auch dieses Werk einen betörenden visuellen Stil auf, der harmonische Bildkompositionen, eine geschmeidige Kameraarbeit sowie kräftige Farben und Kontraste umfasst. Die Ausleuchtung der Sets vermittelt eine spürbar ungemütliche Atmosphäre – selbst wenn das gelegentliche Flackern von Celia´s „Lebenslicht“, sofern dieses an Kraft verliert, ansatzweise unfreiwillig komisch wirkt. Bis hin zu den klassischen Make-up-Kreationen der „Soul Eaters“ erweckt die ganze Angelegenheit ein wohliges „Old School“-Gefühl – und die kurzen Zusammentreffen mit verstorbenen Freunden oder Familienmitgliedern an einer surrealen Küstenlinie sind einfach atemberaubend schön…

„Left in Darkness“ ist ein origineller, wenn auch mit einigen unverkennbaren Schwächen behafteter Horror-Trip, welcher den Übergang vom Dies- zum Jenseits, inklusive der damit verbundenen nötigen Akzeptanz der eigenen Sterblichkeit sowie dem aufopfernden Ringen um die Seelen anderer, unterhaltsam und in schicken Bildern verpackt präsentiert. Das von Celia Erlebte ist zwar keinesfalls wirklich gruselig oder gar schockierend, dafür aber clever, thematisch ansprechend und mit einer ganzen Reihe hochwertiger Grundgedanken bestückt. Wer geistlose und/oder blutige Genre-Kost sucht, ist hier jedenfalls definitiv fehl am Platze … „5 von 10“ (mit einer gewissen Tendenz hin zur „6“)

 5 Narrenkappen  (+)


Screenshots:






Bild & Ton:
Die hervorragende Qualität des Bildes, welches im Format 1.85:1 (anamorphic Widescreen) daherkommt, fällt von der ersten Minute an sofort ins Auge: Die Schärfe stimmt, was die Detailzeichnung mit einschließt, die Images sind rein und weisen weder auffällige (ungewollte) Grain-Effekte noch irgendwelche Verunreinigungen anderer Art auf. Die Farben werden ausgesprochen kräftig wiedergegeben, was wichtig ist, da sich der Film stark auf die jeweils szenenspezifisch gewählte Ausleuchtung (als entscheidendes Stilmittel) verlässt. Die Dolby Digital 5.1 Tonspur ist gleichwohl hochwertig: Die Dialoge sind zu jeder Zeit klar verständlich, der Subwoofer und die Surround-Boxen werden aktiv mit eingebunden, um sowohl die Party-Sounds als auch die „Creepy Noises“ effektiv einzusteuern sowie ins Geschehen einzubinden. Im Hintergrund ist über weite Strecken immerzu noch das Treiben in der „Welt der Lebenden“ zu vernehmen, merkwürdige Laute verbinden sich mit dem positiv auffallenden Score zu einem stimmigen Gesamtbild.


Menüs:
Nach einem kurzen Intro gelangt man ins Hauptmenü, welches wie ein Ouija-Board aufgebaut ist: In unregelmäßigen Abständen wird das Sichtglas, in dessen Inneren Ausschnitte des Films zu sehen sind, von einer Klaue gedreht, flackernde Lichteffekte legen dabei den Blick auf ansonsten im Dunkeln des Bildes verborgene Details frei. Im Kapitelanwahl-Bereich werden kurze Clips der betreffenden Chapter eingespielt, alle Menüs wurden mit einer passenden Geräusch- und Musikuntermalung versehen. Animierte Übergänge vervollständigen den rundum sehr positiven Eindruck. 




Extras:
Beginnen wir mit dem Audiokommentar („Inside the Trenches“) von Regisseur Monroe und Produzent John Duffy: Es ist sicher nicht leicht, einen Film in nur 18 Drehtagen umzusetzen, und diese zwei Herren können davon ein Lied singen. Ihre Ausführungen sind interessant anzuhören, zumal sie als Sprecher gut miteinander harmonieren und nahezu keine schweigsamen Pausen entstehen lassen. Das heutzutage übliche „Making of“ trägt den Titel „Inside the Darkness“, läuft knapp 14 Minuten lang und stellt eine nette Ergänzung oder gar Alternative zum AK dar. Diverse Mitglieder der Cast & Crew kommen zu Wort, man erfährt etwas über die verwendeten Make-up-Kreationen und wie man einen Low-Budget-Streifen mit einigen Tricks optisch hochwertiger bzw teuerer wirken lassen kann. Insgesamt sind Interviews mit den Produzenten Stephen J.Cannell und John Duffy, Steven R.Monroe, Editor Kristina Hamilton-Grobler, Composer Corey Jackson sowie den Darstellern Monica Keena, David Anders und Tim Thomerson in den Featurettes eingebunden. In dem zwei Minuten langen Segment „My 21st Birthday“ berichten die Beteiligten über ihren einundzwanzigsten Geburtstag, also dem Übergang zur amerikanischen Volljährigkeit. Abgerundet wird die ganze Sache von dem Trailer des Hauptfilms sowie diversen anderen Promo-Clips aus dem Hause „Anchor Bay“.




Fazit:

Film:  Siehe den letzten Absatz meiner Kritik.

DVD:  „Anchor Bay“ hat es wieder einmal geschafft, einer kleinen Produktion einen schönen DVD-Auftritt zu ermöglichen. Technisch überzeugend, mit ansprechend gestalteten Menüs sowie einer netten, wenn auch nicht allzu umfangreichen Auswahl an Bonusmaterial, weiß diese Veröffentlichung zu gefallen. Zugegeben, das Cover-Design hätte durchaus kreativer ausfallen dürfen – dafür kommt diese Edition allerdings in einem Hochglanz-Pappschuber daher, der sogar teilweise im Dunkeln leuchtet!

Film:   5 Narrenkappen  (+)
DVD:  8 Narrenkappen 
« Letzte Änderung: 23. Februar 2008 um 14:51 von StS » Gespeichert

Vince
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Debakelvince


« Antwort #1 am: 27. Oktober 2006 um 18:05 »

Zitat
Die ersten 15 Minuten gefielen mir nicht ganz so gut, was vor allem daran liegt, dass der Einstieg ruhig einen Tick subtiler hätte ausfallen können und die folgenden Geschehnisse auf der Feier zu oberflächlich bzw banal wirken – auf der anderen Seite sind derartige Partys nunmal so, das ist schon richtig.


Der Satz rockt!  Lautes Lachen

Das Review auch, und der Film scheint definitiv was für mich zu sein... danke dafür! Den werde ich mir vormerken. Obwohl ich auch gerne nochmal irgendwas von dir lesen würde, was du einem voll und ganz empfehlen kannst - also etwas jenseits der 5/10 oder 6/10. Oder nen schönen Verriss.  Zwinkern
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dÆmonicus
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Dragon


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« Antwort #2 am: 27. Oktober 2006 um 18:29 »

Nach dem Beginn dachte ich auch eher das es mindestens ne 3er Wertung wird.  Sehr glücklich Trotzdem werd ich mal nen Blick riskieren wenn er in der Theke steht.
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #3 am: 27. Oktober 2006 um 23:59 »

Danke, treue Leserschaft!  Sehr glücklich ... (Ihr 2)...  Verwundert  Zwinkern

"Left in Darkness" fand ich wirklich interessant - hauptsächlich vom Thema her. Es ist schon fein, was man aus dem begrenzten Budget herausgeholt hat - aber man kann erkennen, dass man mit umfangreicheren finanziellen Mitteln ungleich mehr hätte erzielen können.

@ Vince: Wie gesagt: Ich suche mir ja eigentlich immer im Vorfeld aus, zu welchen Streifen ich Reviews schreibe - und darüber, dass in letzter Zeit etliche so im 5er oder 6er Bereich landeten, bin ich eigentlich schon recht glücklich, da ich 8 (und drüber) eh selten vergebe und zuvor eigentlich oft die 3er oder 4er zücken mußte...

Eventuell kommt ja noch ne Kritik zum tollen "the Woods", und ich hab ja noch "Brick" hier ungesehen rumliegen - aber als nächstes folgt, das kann ich schonmal ankündigen, "Annapolis", allerdings nicht als DVD-Review...  Zwinkern
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dÆmonicus
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Dragon


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« Antwort #4 am: 28. Oktober 2006 um 10:52 »

Naja lesen tun schon mehr, aber die meisten trauen sich halt nicht zu schreiben.  Zwinkern
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« Antwort #5 am: 28. Oktober 2006 um 11:01 »

Zitat von: "daemonicus"
Naja lesen tun schon mehr, aber die meisten trauen sich halt nicht zu schreiben.  Zwinkern
Ach, wer weiß? Vielleicht öffnen sie den Thread nur, sehen dass es ein B-Film ist und dass sie keinen der Darsteller aus Star Trek, Nip Tuk oder GZSZ (etc) kennen und schließen ihn daher wieder ... außerdem sind es ja lange Texte  Zwinkern

Nein, ist schon okay. Ich weiß ja, dass ich hauptsächlich nur Nischenfilme bespreche - und so lange auch nur ne Handvoll Leute mein Zeugs lesen, kann ich ja zufrieden sein.  Zwinkern
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dÆmonicus
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« Antwort #6 am: 28. Oktober 2006 um 11:03 »

Ähm... Nische  Zwinkern
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« Antwort #7 am: 28. Oktober 2006 um 11:05 »

Zitat von: "daemonicus"
Ähm... Nische  Zwinkern

Ähm...geändert  Zwinkern
danke!
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« Antwort #8 am: 28. Oktober 2006 um 11:11 »

Daumen hoch!
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Server-Dude!!!


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« Antwort #9 am: 28. Oktober 2006 um 11:18 »

Zitat von: "StS"
Zitat von: "daemonicus"
Naja lesen tun schon mehr, aber die meisten trauen sich halt nicht zu schreiben.  Zwinkern

Ach, wer weiß? Vielleicht öffnen sie den Thread nur, sehen dass es ein B-Film ist und dass sie keinen der Darsteller aus Star Trek, Nip Tuk oder GZSZ (etc) kennen und schließen ihn daher wieder ... außerdem sind es ja lange Texte  Zwinkern

Sorry, aber ja, so gehts mir leider des Öfteren! Traurig Also bis auf den Serienschmuh in der Mitte. Aber keep on writing! Alle Jubeljahre ist auch was dabei, was ich lese. Lächeln
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #10 am: 28. Oktober 2006 um 13:41 »

Zitat von: "StS"

@ Vince: Wie gesagt: Ich suche mir ja eigentlich immer im Vorfeld aus, zu welchen Streifen ich Reviews schreibe - und darüber, dass in letzter Zeit etliche so im 5er oder 6er Bereich landeten, bin ich eigentlich schon recht glücklich, da ich 8 (und drüber) eh selten vergebe und zuvor eigentlich oft die 3er oder 4er zücken mußte...


Passt ja auch eigentlich, zumal es letztendlich weniger auf die Note ankommt als vielmehr darauf, einen eher unbekannten, neuen Film zu präsentieren, wofür du für mich nach wie vor die beste Anlaufadresse bist. Als Selbst-Reviewschreiber habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass ich auch mal Abwechslung brauche. Wenn ich gerade viele Filme in den Himmel gehoben habe, will ich auch mal wieder ein paar Verrisse schreiben oder etwas zu Filmen, die durchschnittlich sind. Und daher wundere ich mich manchmal, dass dir das anscheinend gar nix ausmacht. Aber ist ja auch wurscht, Noten sind eh überbewertet.  Zwinkern
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StS
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« Antwort #11 am: 28. Oktober 2006 um 14:01 »

Zitat von: "Vince"
Aber ist ja auch wurscht, Noten sind eh überbewertet.  Zwinkern

Genau. Und aus meinen Texten heraus kann man sich, denke/hoffe ich mal, auch so, unabhängig der Endnote, ein Bild machen. Wem das Aussehen von Keena so stark gefällt, kann diesen Minuspunkt schonmal im Geiste wegstreichen, wer partout keine B-Filme mag, wird das grimmiger gewichten.

Zumindest von den Genres her versuch ich, etwas Abwechslung zu schaffen - das war aber bislang eigentlich auch so...

@ wolfman: Jip, wenn ich die Zeit habe bzw finde, werde ich immer fleißig weiter schreiben...  Zwinkern
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