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Autor Thema: YUVA  (Gelesen 6635 mal)
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Samir
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« am: 31. August 2006 um 16:00 »

YUVA (2004)
OT: YUVA



Technische Daten
Vertrieb: RapidEyeMovies
Regionalcode: 2
Laufzeit: 161:42 Min.
Regie: Mani Ratnam
Darsteller: Ajay Devgan, Abhishek Bachchan, Vivek Oberoi, Om Puri, Rani Mukherjee, Esha Deol, Kareena Kapoor, Vijay Raaz,
Bildformat: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Sprachen: DD 5.1 Deutsch, Hindi
Untertitel: Deutsch
Freigabe: FSK 12


Film

Ein Unfall auf einer Brücke wirbelt das Leben dreier junger Männer durcheinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Michael (Ajay Devgan), ein politisch aktiver Student, kämpft gegen staatliche Korruption. Der reiche Arjun (Vivek Oberoi) plant Indien zu verlassen und Lallan (Abishek Bachchan), der kurz zuvor noch im Gefängnis saß, kehrt zu alten kriminellen Gewohnheiten zurück.
3 Männer, 3 Geschichten. Und ein Unfall, der alle verbindet.

Mani Ratnam, der hier zu lande vor allem mit Dil Se – Vom ganzen Herzen, mit Sharukh Khan und Preity Zinta in den Hauptrollen, bekannt ist, setzt dem Zuschauer mit YUVA (was auf deutsch übersetzt Jugend heißt) wieder einen Film, der alles andere als Bollywood typisch ist, düstere Bilder, triste Stimmung und Gewalt. Einen Zuschauer, der sich auf ein kunterbuntes, farbenfrohes Kitschspektakel ala Kuch kuch hota hai, freut wird enttäuscht, aber wer erwartet das schon von einem Ratnam Film. Mit Dil Se zeigte er ja schon das er sich vom, na nennen wir es Bollywood Mainstream, absetzen kann. Für mich war Dil se schon einer der besten und außergewöhnlichsten Bollywood Filme. Was Außergewöhnlichkeit angeht, setzt Ratnam hier seine Arbeit fort, jedoch nicht mit derselben Qualität wie eben bei Dil se, dazu fehlt ihm einfach etwas.
Der Episodenstreifen im Stile eines 11:14 oder in dem Fall ist ein Vergleich mit dem mexikanischen Film Amores Perros von Regisseur Alejandro González Iñárritus besser geeignet, da er eine ähnliche Grundstimmung hat und das gleiche Spiel mit der Verbindung zwischen Zufall und Schicksal spielt.

Nachdem wir schon zu beginn des Films die vermeintliches Schicksalhafte Verbindung der drei Hauptakteure gezeigt bekommen, wird dem Zuschauer die Vorgeschichte der drei in Form drei langer Rückblenden gezeigt. Zu nächst erfahren wir was Lallan Singh (Abhishek Bachchan) dazu bewegt hat auf dieser vermeintlichen Brücke aufzutauchen. Lallan der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist und schon früh gelernt hat, dass er niemandem außer sich selber Vertrauen kann. Seine Geschichte beginnt als er aus dem Knast entlassen wird und mit seiner Frau Sashi (Rani Mukherjee) wieder zusammen zieht. Häusliche Gewalt und seine Rückkehr in die Kriminalität die ihn brutaler macht als je zuvor, wofür sein Bruder und der korrupte Politiker Bhatacharya (Om Puri) mitverantwortlich sind, entzweien die beiden langsam, einzig die Schwangerschaft Sashis bringt Hoffnung in das Leben der beiden, bis es schließlich zum Ereignis auf der Brücke kommt.



Zwischen Glück und Keid Lallan und Sashi, welche Rolle spielen Lallans Bruder und der Politiker Bhatacharya rechts im Bild


Als zweites Erfahren wir die Geschichte von Michael Mukherjee (Ajay Devgan), einem sehr begabten Studenten der sogar ein Stipendium für die USA angeboten bekommt. Doch der beliebte Studentenführer ist sich um seine Pflicht gegen seinem Land über sicher und bleibt in Indien um sich gegen die zunehmende Korruption in der Politik zu stellen. Dies macht er so gut das er und seine Studentenkollegen es langsam mit dem Zorn des Politikers Bhatacharya zu tun bekommen. Zu gleich bastelt Michael an seiner Zukunft mit der wunderschönen Radhika (Esha Deol). Doch das Ereignis auf der Brücke kommt dazwischen. Zu letzt erfahren wir wie der reiche Arjun (Vivek Oberoi) in die Geschichte passt. Dem bis dahin oberflächlichen Lebemann dem es an nix fehlt, hat sich entschlossen in den Staaten zu Studieren. In der Disco lernt er die junge, schöne und lebensfrohe Mira (Kareena Kapoor) kennen und lieben. Für die beiden sieht es jedoch nicht gut aus, sie ist versprochen und er plant sein weiteres Leben in den USA. Mira führt Arjun auf die Brücke, wo die drei parallel laufenden Geschichten endlich zusammen geführt werden.
Wie man hier schon mit bekommt stellt der Film drei völlig verschiedene Charaktere dar, Lallan aus ärmlichen Verhältnissen, ohne große Perspektive, von allen Verlassen, gerät in den Sog der Kriminalität. Michael, aus einer Mittelschicht Familie, der mit seinen jungen Jahren, nach dem Tod seines Vaters, schon das Oberhaupt der Familie ist. Man erfährt, dass seine Schwester und Mutter erst ermöglichten, dass er finanziell in der Lage ist zu Studieren, weiß also auch was es heißt ärmlichen Verhältnissen ausgesetzt zu sein. Arjun hingegen ist wohlhabend und hat keine großen Sorgen, ihm gehen nur Frauen und die USA im Kopf, was seinem allein erziehendem Vater Sorgen bereitet




Die Musik für YUVA stammt von A.R. Rahman und ist sehr stimmig ohne wirklich große Akzente zu setzten. Die Musik ist an die jeweiligen Geschichten und Personen sehr gut abgestimmt, wie z.B. bei der ersten Geschichte um Bachchan/Mukherjee haben wir den erste Song, dieser ertönt nachdem Lallan erfährt das er Vater wird. Die Musik spiegelt das bisherige geschehen dann wieder, anfangs melancholische Töne die das triste und traurige Geschehen um die beiden, doch langsam schleichen sich fröhlichere Töne ein, die eine mögliche positive Weiterführung der Beziehung der beiden andeutet. Man könnte es so sagen, es kommt langsam Licht ins Dunkle.
In Arjuns Story wird die Stimmigkeit der Musik den Charakteren gegenüber vielleicht noch deutlicher. Arjun ist jung, frei ohne Probleme, der sein Leben genießt. Ratnam setzt bei ihm vor allem auf schnelle schnitte und Zeitraffer, dementsprechend zeigt sich die Musik auch modern dar. Zu Technoklängen und 50 Cent tanzt sich Arjun ins Herz Miras. Man könnte also sagen, das was man dann heutzutage MTV Generation nennt.  

Zu den Schauspieler sei gesagt es gibt bei YUVA höhen und tiefen. Eine ganz große
Überraschung ist Abishek Bachchan, der in YUVA mit der Rolle des Bösewichts den Glanzpunkt setzt. Der Schauspieler der bei den deutschen Zuschauern vor allem mit Dhoom und seinem Auftritt in Hum Tum bekannt sein könnte, war in beiden Filmen eher durchschnitt oder unauffällig, doch hier bietet er eine sehr gute Darbietung die zu recht mit einem Filmfare Award (dem indischen Oscar) ausgezeichnet wurde, der Sohn von Bollywood Legende Amitabh Bachchan zeigt hier endlich mal das er einwenig Talent von seinem Vater geerbt hat. Doch beinah wäre es nicht zu dieser Glanzleistung gekommen, den ursprünglich lehnte er die Rolle ab, vermutlich um sei Image nicht zu schaden in dem er hier dann eine negative Rolle spielt, doch gut für den Film das er sich umentschied. Ähnlich überraschend ist Rani Mukherjees (In guten wie in schweren Tagen, Veer & Zaara) Auftritt der gebeutelten Ehefrau, das everybodys Darling Bollywoods stellt hier mal endlich Schauspielerisches Talent zur Schau, leider kommt sie jedoch viel zu kurz im Film vor. Für die Leistung bekam sie ebenfalls einen Filmfare Award. Dem entsprechend ist auch die erste Story die beste und eindrucksvollste.
Weniger Überraschend war die erneute schwache Darstellung Kareena Kapoors (In guten wie in schweren Tagen, Asoka), Dauergrinsen und nevend trottet die gute durch den Film. Der Rest der Cast Ajay Devgan (Kaal), Vivek Oberoi (Kaal, Saathiya) und Esha Deol (ebenfalls Kaal, Dhoom) bleiben eher unauffällig. Diese Aussage wäre normalerweise kein Grund um deutliche Abschnitte in der Benotung zu machen, doch in einem Episodenfilm wo die jeweiligen Darsteller einen Großteil des Films allein Tragen müssen, ist das unabwendbar. So geschieht es auch das der Film nach der Bachchan/Mukherjee Story etwas an fahrt verliert und in der Oberoi/Kapoor Story seinen Tiefpunkt erreicht, was schade ist den alles in allem stellt der Film eine sehr interessante Ausgangslage dar und nachdem sich die drei Geschichten zu einer Vereinen wird der Film auch wieder interessant, bis zum klasse gemachgten Showdown. Für einen Spitzenfilm aber, klafft einfach ein zu großes Loch in der Mitte des Filmes, so das sich der Film im großen und ganzen knapp über dem durchschnitt halten kann. Nett anzusehen, vor allem in den Bachchan Szenen, jedoch ohne je an die Klasse eines Dil Se zu kommen.

 6 Narrenkappen




Bild:

Das Bild ist leider nicht so toll ausgefallen, wie man es zu letzt von REM gewohnt sein konnte. Große Kontrast unterschiede bei hellen und dunklen Szenen und vor allem Unschärfe bestimmt das Bild. Erfreulich zu sehen ist jedoch das kaum bis gar keine Bildfehler oder Rauschen zu sehen ist. Das kann aber auch nicht darüber hinweg leiten, das ein wenig der Spaß beim gucken unter der Unschärfe und den großen Kontrast unterschieden leidet.

 4 Narrenkappen

Ton:

Beim Ton überrascht uns REM mit einer deutschen 5.1 Tonspur, bislang wurden wir bei REM Bollywood DVDs vorwiegend mit 2.0 Tonspuren beglückt, zugegeben in letzter Zeit mit immer besserer Qualität. Nun also auch endlich mal eine DD 5.1 Tonspur und die ist größtenteils gut abgemischt, die Räumlichkeit kommt in vielen Szenen gut zur Geltung, jedoch ohne jemals wirklich zu glänzen, zu bemängeln ist der Basseinsatz. Dahingegen können sich die O-Ton Gucker über eine viel effektvollere und räumlich besser Abgemischte 5.1 Tonspur freuen. Daher erfolgt hier ganz klar eine Empfehlung sich den Film im O-Ton anzugucken

 6 Narrenkappen


Extras:

Spärlich ausgefallen sind die Extras. 2 Deleted Scenes mit deutschen Untertitel, Kinotrailer, 5 TV Spots und ein gut 20 Minütiges Interview mit Regisseur Mani Ratnam. Einzig das Interview mit Ratnam ist interessant ausgefallen. Ratnam lässt interessante einblicke in die Dreharbeiten zu. Erzählt über den Unfall den Vivek Oberoi während der Dreharbeiten auf der Brücke erlitten hat und man erfährt, dass es von YUVA 2 verschiedene Versionen gibt. Einmal die hier gezeigte Hindi Version und direkt danach drehte Ratman eine Version in Tamil mit einer komplett neuen Besetzung.
Die DVD kommt wie bei REM üblich im Digi dazu gibt es noch das REM übliche Poster mit dabei

 4 Narrenkappen


Fazit
Etwas entäuscht bin ich schon von Ratnams neuem Werk, der Film hätte vorallem in der Vivek Oberoi Story eine deutliche Straffung gebraucht, aber trotzdem ist YUVA ein mehr als ansehnlicher Film, mit einem herausragendem Abishek Bachchan als Bösewicht, klasse Bildern und schöner aber dezenter Musik.

  4 Narrenkappen ,5

Diese DVD wurde uns freundlicherweise von RapidEyeMovies zum Test zur Verfügung gestellt.

Testequipment
TV-Gerät: LG 4:3
DVD-Player: Panasonic SC-HT 335 5.1 Komplettsyst
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Samir
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« Antwort #1 am: 31. August 2006 um 16:05 »

Screenshots sollten eigentlich auch dabei sein, nur spinnt bei mir Power DVD im moment, die Screenshots werd ich die tage also noch nachreichen



Wer interesse am Film bekommen hat aber den DVD Kauf scheut dem sei gesagt das VOX in der Nacht vom 6.10 auf den 7.10 YUVA ausstrahlt. einzig die Uhrzeit mit 3:25 Uhr ist etwas gewöhnungsbedürftig
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« Antwort #2 am: 31. August 2006 um 17:57 »

Super Samir und noch mal danke fürs Review! Allerdings werde ich weder die DVD kaufen noch den Film auf VOX gucken! Lautes Lachen
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #3 am: 31. August 2006 um 18:50 »

Zitat von: "Liquid Love"
Super Samir und noch mal danke fürs Review! Allerdings werde ich weder die DVD kaufen noch den Film auf VOX gucken! Lautes Lachen


Da schließ ich mich Liquid doch mal mit jeder Faser meines Seins an.  Lautes Lachen

Dennoch vielen Dank für das sehr gute Review!
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Samir
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« Antwort #4 am: 03. September 2006 um 10:57 »

Zitat von: "Liquid Love"
Super Samir und noch mal danke fürs Review! Allerdings werde ich weder die DVD kaufen noch den Film auf VOX gucken! Lautes Lachen


oh ja warum das den die drei stunden Vox kannste ja mal opfern Zwinkern

Danke für das Lob
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