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Autor Thema: the Assassination of Richard Nixon (UK RC2)  (Gelesen 17204 mal)
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« am: 19. Januar 2006 um 12:59 »

[align=justify]

“the Assassination of Richard Nixon”
 

Technische Daten:

Regionalcode:  … 2
Vertrieb: … Metrodome
Laufzeit: … 92 Min. (PAL)
Bildformat: … 1,85:1 (anamorph / 16:9)

Sprachen: … Englisch (Dolby Digital 5.1 & Dolby Digital 2.0 Stereo)
Untertitel: … Englisch
Freigabe: … 15

Regie:  Niels Mueller

Darsteller:
Sean Penn
Naomi Watts
Don Cheadle
Jack Thompson
Brad Henke

Trailer:  
http://movies.yahoo.com/shop?d=hv&id=1808572295&cf=trailer&intl=us


Film-Kritik:

„the Assassination of Richard Nixon“ basiert auf der wahren Geschichte des Samuel Byke (hier: Sam Bicke), der am 22. Februar 1974 einen Anschlag auf den damaligen US-Präsidenten begehen wollte. Sein Plan war es, ein Linienflugzeug zu entführen und es vom Piloten direkt ins Weiße Haus steuern zu lassen. Der Film beleuchtet die letzten 14 Tage vor jenem Ereignis und beschäftigt sich eindringlich mit der Frage, was genau den Mann dazu getrieben hat, sich innerhalb relativ kurzer Zeit von einem friedfertigen Mitbürger zu einem politischen Attentäter bzw Terroristen zu entwickeln…

Sam Bicke (Sean Penn) ist ein ehrlicher, gutherziger Mensch, der sich einfach nur ein Stück vom amerikanischen Traum sichern möchte, um ein zufriedenes Leben führen zu können. Es ist nur so, dass er an starker Unsicherheit sowie deutlichen Selbstzweifeln leidet, was ihm die Ehe mit Marie (Naomi Watts) gekostet hat, welche nun als Kellnerin versucht, sich und die Kinder durchs Leben zu bringen. Sein einziger Freund ist der farbige Automechaniker Bonny (Don Cheadle), der es angesichts der Zeiten ebenfalls nicht gerade leicht hat. Sam ist ein Mann starker persönlicher Prinzipien, denn er lehnt es ab, Menschen zu belügen. Aus diesem Grund hatte er sich mit seinem Bruder Julius (Michael Wincott) zerstritten, als er darauf beharrte, im gemeinsamen Betrieb dem Kunden immer den größtmöglichen Rabatt zu gewähren. Inzwischen arbeitet er als Verkäufer von Büromöbel, doch auch in diesem Job verhindert sein zaghaftes, unsicheres Auftreten jegliche Erfolge, weshalb ihm sein Chef (Jack Thompson) diverse Ratgeber zum Aufbau einer stärkeren Persönlichkeit verordnet („Only a salesman who believes is a salesman who succeeds!“).

Mehr und mehr regt er sich über die Lügen in der Gesellschaft auf, lässt sich von Medienberichten über die „Black Panther Party“ inspirieren und fixiert sich zunehmend auf Präsident Nixon als Hauptverantwortlichen für die Unehrlichkeit im Lande – schließlich sei jener der „größte Verkäufer der Geschichte, denn er hätte dem Volk seine beiden Wahlsiege jeweils mit Lügen und falschen Versprechungen verkauft“ (etwa ein Abzug aus bzw Sieg in Vietnam). Als er schließlich seinen Job verliert, Marie sich mit einem anderen Mann trifft und ihm ein wichtiger Kredit verweigert wird, mit welchem er ein eigenes Unternehmen auf die Beine stellen wollte, bricht ihm der Boden unter den Füßen immer weiter ein. Mit einem Betrug zulasten seines Bruders will er Bonny wenigstens noch etwas helfen, was jedoch auffliegt, worauf sein Freund gar kurzzeitig inhaftiert wird – und so fasst er letztendlich den Plan, zum Nutzen der gerechten Sache eine Veränderung herbeizuführen, um die Lügen endlich aufhören zu lassen: Er besorgt sich eine Waffe, überlegt sich eine Möglichkeit, diese durch die Sicherheitskontrollen zu schmuggeln, und macht sich auf zum Flughafen…

Obwohl bereits Jahre zuvor geplant, gehört schon eine ganze Menge Mut dazu, einen Film wie diesen so kurz nach 9/11 umzusetzen – und tatsächlich erhalten die Szenen, in denen Bicke in seiner Wohnung mit einem Passangierflugzeug-Modell den Flugverlauf mitsamt Einschlag in das aus Pappe gefertigte Weiße Haus simuliert, einen bitteren wie aktuellen Beigeschmack. Darum geht es aber gar nicht hauptsächlich, schließlich sind die geschichtlichen Ereignisse um Nixon hinlänglich bekannt. Ziel war es, eine Charakterstudie vor dem Hintergrund der damaligen Zeit umzusetzen, was aufgrund einer Vielzahl historischer Fakten und TV-Einblendungen hervorragend gelungen ist. Vor allem die Medien spielen eine entscheidende Rolle, denn übers Fernsehen erhält Sam die Anregungen für seine Handlungen: Nach einer Sendung über die „Black Panthers“ sucht er beispielsweise deren Büro auf, spendet Geld und versucht ihrem Sprecher (Mykelti Williamson) die Idee zu verkaufen, dass weiße Mitbürger ebenfalls mit den Inhalten sympathisieren würden, weshalb es vielleicht besser sei, ein Zebra als Veranschaulichung auszuwählen, da jenes Tier schwarze und weiße Elemente vereint. Als er einen Bericht über einen Indianer-Aufstand sieht, spricht ihn die Aussage an, dass jene Leute eher zum Sterben bereit wären, als sich der neuen gesellschaftlichen Sklaverei unterzuordnen. Hauptsächlich sind es aber die Reden Nixons mitsamt ihrer Halb- und Unwahrheiten, die ihn bewegen und seine Aktionen leiten, nachdem alle stützende Faktoren (Frau, Job, Familie etc) weggebrochen sind…

Die Gedankengänge des Hauptcharakters werden vornehmlich in Form von Briefen widergespiegelt, welche er an den Komponisten Leonard Bernstein schreibt (dessen Musik er als „ehrlich und pur“ betrachtet), mit denen er die Wahrheit über sich selbst offenbaren sowie der Welt seine Motive erklären möchte. Seine persönliche, abwärts verlaufende Lebensspirale wird immer wieder von bestimmten Situationen beeinflusst und verstärkt: Die Trennung von seiner Frau, die er zurückgewinnen möchte, obwohl es dafür bereits lange zu spät ist, die Art, wie ihn sein Chef behandelt, oder die bürokratischen Entscheidungen der Behörden. Im Verlauf muss er sich den Bart abrasieren, den er sich damals für Marie hat wachsen lassen, weil er als Verkäufer ohne ihn „ehrlicher“ wirken würde. Da der Betrieb nur verheiratete Männer beschäftigt (diese wären „weniger abgelenkt“), verheimlicht er seine Scheidung und lügt bei direkter Konfrontation gar diesbezüglich, was eigentlich strikt seinen Prinzipien widerspricht. In einer eindringlichen Szene fragt er seinen Hund, der nun bei Marie und den Kindern wohnt, ob wenigstens er ihn lieben würde, doch das Tier reagiert abwesend. Der Film richtet dabei nicht über Sam, sondern zeigt dessen Perspektive möglichst neutral auf, so dass man eine gewisse Sympathie entwickeln kann, da man sieht, woraus sein Handeln resultiert.

Sean Penn (“Mystic River“/“the Interpreter“) gilt nicht erst seit seinem Oscar-Gewinn als einer der besten Schauspieler unserer Zeit, und hier liefert er eine erneute Glanzvorstellung ab. Penn ist ohnehin bekennender Kriegsgegner und Kritisch gegenüber der aktuellen “War on Terror“-Politik, weshalb ihm die Rolle auch unter jenem Gesichtspunkt perfekt steht. Seine Leistung trägt den Film und beeindruckt zu jeder Sekunde, vor allem aber im Rahmen eines Wutausbruchs bei der Arbeit, als er eine Rede von Nixon verfolgt und es einfach aus ihm herausplatzt („It´s about money, Dick!“). Die hier dunkelhaarige Naomi Watts („the Ring“) steht ihm (nach „21 Grams“) ein weiteres Mal zur Seite, der Australier Jack Thompson („Original Sin“) verkörpert Sams Vorgesetzten superb, Don Cheadle („Hotel Rwanda“) bringt die nötige Ruhe in seinen Part ein – als einer, der sich in jenen Zeiten zum Wohle der Situation getrost mal lieber zurückhält (zB angesichts rassistischer Tendenzen). Michael Wincott („the Crow“) hat ebenfalls einen einprägsamen Auftritt als älterer Bruder Julius („You´re a very strange man, Samuel – I´ve always known that“). Insgesamt ist die Besetzung schlichtweg perfekt gelungen.

Mitproduziert von Leonardo DiCaprio, feiert Co-Autor und Regisseur Niels Mueller ein beachtenswertes Spielfilmdebüt, welches ein komplexes Bild der Hauptfigur vor dem Hintergrund der spannungsreichen Ereignisse jener geschichtlichen Phase zeichnet und von Kameramann Emmanuel Lubezki stimmig eingefangen wurde. Der Film erinnert stark an Werke wie „Taxi Driver“ oder „Falling Down“ – ein großartig verkörperter Hauptcharakter, der in Anbetracht der gesellschaftlichen Lage schließlich zur Gewalt greift, ein pessimistisches Drama, das zum Nachdenken anregt und in einem drastischen Finale mündet, das für einen kurzen Moment die Aufmerksamkeit der Medien und Öffentlichkeit erweckt hat, bevor es im Laufe der Geschichte in Vergessenheit geriet. Gut, dass es Verfilmungen wie diese gibt…  

 8 Narrenkappen


Screenshots:






Bild & Ton:
Der 1,85:1-Transfer (anamorph/16:9) vermag zu überzeugen: Die Farben werden kräftig präsentiert, „Grain“-Effekte sind mir nicht ins Auge gefallen, das Bild ist scharf und detailreich. Die schwarzen Farbflächen hätten allerdings einen Tick intensiver ausfallen dürfen, denn jene besitzen einen leichten Grauschleier. Da wir es hier mit einem fast ausschließlich auf Dialoge ausgerichteten Film zutun haben, erfüllen beide Tonspuren ihren Zweck ausnehmend, wobei die Sprache klar erklingt und der Score meist unaufdringlich im Hintergrund (sprich: Surround-Bereich) eingesteuert wird.


Menüs:
Nach einem kurzen Intro gelangt man ins Hauptmenü – während der Vordergrund starr ist (die Auswahlmöglichkeiten plus ein Abbild von Sean Penn), bewegt sich „dahinter“ ein Fadenkreuz durchs Bild, in welchem Filmszenen eingespielt werden. Übergänge in andere Menüs, etwa in jenes der Extras, kommen animiert daher, im Chapter-Bereich laufen kurze Clips der betreffenden Kapitel ab. Alle Menüs sind, dem Film angepasst, recht dunkel und nüchtern gestaltet sowie mit zentralen Dialogzeilen und Auszügen des tollen Scores unterlegt worden, was einen überzeugenden Gesamteindruck hinterlässt.  




Extras:
Auf der DVD lassen sich jeweils zwei Trailer (wahlweise die britische oder amerikanische Schnittversion) und (UK-) TV-Spots finden. Ein 10 Minuten langer „Behind the Scenes“-Bericht beleuchtet die teuerste Sequenz des Films, nämlich die Dreharbeiten am Flughafen, wobei Kameramann Luzbezki interessante Details über die Auswahl der Einstellungen preisgibt und Produzent Kennedy ebenfalls nette Hintergrundinfos beisteuert. Die rund 8 Minuten „Deleted Scenes“ (optional mit Kommentar von Mueller) werden in einem Block präsentiert: Sie sind absolut sehenswert und bieten tolle Erweiterungen von Penns Figur – schade, dass zumindest einige es nicht in die Endfassung schafften! „the Real Life of Sam Bicke“ kommt in Form von Texttafeln daher und bietet vor allem Infos aus der Zeit vor Einsetzen des Films (wirklich interessant!). Eine Vielzahl „Cast & Crew Bios“ sowie ein Transskript von Sean Penns Pressekonferenz in Toronto liefern eine Menge Lesematerial. Die vorhandene Bildergallerie ist reichhaltig. Der Audiokommentar des Regisseurs ist gut und vermag wissenswerte Ergänzungen aufzuweisen, etwa über Veränderungen des Films gegenüber der wahren Geschichte, oder dass Mueller auf den Aspekt des geplanten Anschlags mit einem Flugzeug bestand, was nach 9/11 etliche Geldgeber abspringen ließ.    



 8 Narrenkappen ,5


Fazit:

Film:  „the Assassination of Richard Nixon“ ist die intensive und herausragend gespielte Charakterstudie eines Menschen, der sich von seiner Umwelt verraten fühlt und unter verblendeten Gesichtspunkten ein Zeichen für die Macht des Individuums als Sandkorn im Getriebe der Gesellschaft/Regierung setzen will … 8 von 10.

DVD:  Eine wirklich gelungene Veröffentlichung von „Metrodome“, bei welcher vor allem die interessanten Extras ins Auge fallen. Sehr schön auch die Gestaltung der Menüs, zudem keine auffällige Schwächen im Bereich der Bild- und Tonqualität. Einzig das Cover gefällt mir nicht ganz so gut, da es in meinen Augen zu offensiv mit (zugegeben, herausragenden) Kritikerzitaten versehen wurde – da ist die Gestaltung der RC1 wesentlich gelungener.

Film:  8 Narrenkappen
DVD:  8 Narrenkappen ,5[/align]
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prian
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« Antwort #1 am: 19. Januar 2006 um 17:48 »

Hört sich klasse an, den werd ich mal auf meine Liste setzen. Die Besetzung ist auch erste Sahne. Danke für das tolle Review! Respekt!
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #2 am: 19. Januar 2006 um 17:55 »

Schön, daß Dich auch mal ein Review von mir angesprochen hat!  Sehr glücklich
Der Film ist echt gut - hab mir diese DVD recht günstig bei Wow geholt (gibt´s per 2 EUR Link schon für nen 10er)...
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #3 am: 19. Januar 2006 um 17:59 »

Jepp - cooles Review, und der Filmtitel ist schön öfter mal an mir vorbeigeflogen und hat mich interessiert aufhorchen lassen. Bei mir braucht es aber ne Code 2-Disc und deutsche Sprache auf der DVD, ansonsten würde ich deinem cd-wow-Tipp jetzt wahrscheinlich sofort folgen.  Zwinkern
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prian
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« Antwort #4 am: 19. Januar 2006 um 18:10 »

Zitat von: "StS"
Schön, daß Dich auch mal ein Review von mir angesprochen hat!  Sehr glücklich

Deine anderen Reviews lese ich zum Großteil auch, sind hervorragend geschrieben, aber die Filme halt nicht immer mein Ding. (Dir gefallen sie ja auch nicht unbedingt Lautes Lachen)
Ich finde es klasse, dass Du die Filme so ausführlich und professionell vorstellst.
Hier hab ich mir eben sofort gedacht, dass das was nach meinem Geschmack sein könnte. Lächeln
Zitat

Der Film ist echt gut - hab mir diese DVD recht günstig bei Wow geholt (gibt´s per 2 EUR Link schon für nen 10er)...

Das ist doch eine Einladung zum Kauf. Bätsch!  Zwinkern
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #5 am: 19. Januar 2006 um 18:14 »

@ prian: Ja, wie man an meinen Bewertungen erkennen kann, finde ich etliche der Streifen ja auch nicht sooo klasse, aber ich mach mir schon meine Gedanken, ob die Reviews hier überhaupt gelesen werden, wenn man die Filme nicht unbedingt kennt oder gleich im Vorfeld disqualifiziert (weil ich halt bewußt die "größeren Titel" in Sachen Kritiken auslasse). Ist allerdings klar, daß meine Auswahl nicht unbedingt der Geschmack der breiteren Masse ist...Zwinkern

Danke fürs Feedback übrigens - hört man gern.   Sehr glücklich
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prian
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« Antwort #6 am: 19. Januar 2006 um 18:26 »

Zitat von: "StS"
(...) aber ich mach mir schon meine Gedanken, ob die Reviews hier überhaupt gelesen werden, wenn man die Filme nicht unbedingt kennt oder gleich im Vorfeld disqualifiziert. Danke fürs Feedback übrigens - hört man gern.   Sehr glücklich

Ich kann nur für mich sprechen, ich lese die Reviews allgemein sehr gerne. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich bei jedem Titel das gleiche Interesse hätte, bei vielen würde ich nicht auf die Idee kommen, danach zu suchen (zB. die Hellraiser-Reihe), aber es macht eben trotzdem Spaß sie zu lesen.

Natürlich hast Du recht, ich hätte in der Tat ab und zu mal meine Meinung zu einigen Kritiken abgeben können, allerdings lese ich die öfters auch offline, denn bei mir läuft immer noch die Uhr mit...wenn Du verstehst, was ich meine. (ISDN Mit den Augen rollen)
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dÆmonicus
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Dragon


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« Antwort #7 am: 19. Januar 2006 um 18:33 »



Mehr muss ich wohl nicht "sagen".  Sehr glücklich
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #8 am: 20. Januar 2006 um 00:34 »

Zitat von: "prian"
Natürlich hast Du recht, ich hätte in der Tat ab und zu mal meine Meinung zu einigen Kritiken abgeben können, allerdings lese ich die öfters auch offline, denn bei mir läuft immer noch die Uhr mit...wenn Du verstehst, was ich meine. (ISDN Mit den Augen rollen)

Versteht mich nicht falsch: Es geht mir nicht darum, möglichst viel Feedback zu erhalten, sondern ich hatte mich einfach nur gefragt, ob das Interesse überhaupt besteht, derartige Filme hier so besprochen zu bekommen. Wie gesagt: Ich freu mich halt, wenn man mein Zeugs auch (gerne) liest... Sehr glücklich

@ all: Danke für die Rückmeldungen - und schaut Euch den Film ruhig mal an (spätestens wenn sich ein deutscher Verleih mal erbarmt)...   Zwinkern
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prian
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« Antwort #9 am: 13. August 2006 um 23:58 »

Ich hab den Film eben gesehen und schließe mich Deiner Wertung an.  Sean Penn spielt hier wirklich wieder klasse, aber wie Du geschrieben hast, ist der Rest auch sehr passend besetzt. Hat sich gelohnt, danke nochmal für den Tip! Lächeln

Noch eine Kleinigkeit:
Du schreibst zur Szene mit dem Hund, dass er abweisend reagiere. Sam streichelt den Hund, dabei wirkte das "You love me... don't you, boy?" auf mich eher wie eine Feststellung, nach dem Motto, der Hund wäre der einzige der ihn noch mögen würde. Danach sagt er ja "I would never leave you." Die Frage ist zwar, warum er den Hund dann erschießt, aber vielleicht macht er das, weil er ihn nicht mitnehmen kann und wie er sagte, nicht zurücklassen würde. Vielleicht ist es ja auch so ein Punkt, bei dem sein ganzer Plan ins Rollen gerät, eine Art Bekräftigung, nicht mehr umzukehren. So ähnlich hab ich das gesehen.
Die Aufgabe der Briefe an Bernstein macht eine Umkehr praktisch noch ausgeschlossener, aber selbst danach - also beim ersten Einchecken - bringt ihn das Piepen eines vor ihm stehenden Passagiers aus der Fassung.
Vielleicht ist es erst der Moment in dem er sich nochmal kurz setzt und die Prothese abnimmt, aber den Anfang dafür könnte ja die Szene im Keller gemacht haben, oder?
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #10 am: 14. August 2006 um 16:22 »

Danke für die Rückmeldung. Ist der in D schon erschienen?

Zu Deiner Anmerkung: Ja, könnte gut sein, soweit ich mich erinnere, doch ich muss gestehen, dass ich die betreffenden Passagen nicht mehr ganz optimal im Gedächtnis habe...  Peinlich!
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prian
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« Antwort #11 am: 14. August 2006 um 16:45 »

Zitat von: "StS"
Danke für die Rückmeldung. Ist der in D schon erschienen?

Keine Ahnung, ich hab ehrlich gesagt gar nicht nachgeschaut, sondern mir auch die UK-DVD geholt. Lächeln  

Zitat von: "StS"

Zu Deiner Anmerkung: Ja, könnte gut sein, soweit ich mich erinnere, doch ich muss gestehen, dass ich die betreffenden Passagen nicht mehr ganz optimal im Gedächtnis habe...  Peinlich!

Ist ja auch nicht so wichtig, ist mir nur gestern nach dem Film so im Sinn gewesen, als ich Dein Review nochmal durchgelesen hatte. Zwinkern
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fadenschnute
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Spassvampir


« Antwort #12 am: 14. August 2006 um 17:04 »

Der Film kommt am 31. August auch bei uns raus. Amazon führt ihn sogar für kundenfreundliche 10,99 auf.


Attentat auf Richard Nixon
Sean Penn, Don Cheadle und Naomi Watts

Das Review ist mal wieder sehr gelungen, den Film werde ich mir demnächst zulegen.
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prian
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« Antwort #13 am: 14. August 2006 um 17:16 »

Zitat von: "fadenschnute"
Der Film kommt am 31. August auch bei uns raus. Amazon führt ihn sogar für kundenfreundliche 10,99 auf.

Na das ist ja mal ein Einstiegspreis! Daumen hoch!
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StS
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« Antwort #14 am: 14. August 2006 um 19:06 »

Zitat von: "prian"
Zitat von: "StS"

Zu Deiner Anmerkung: Ja, könnte gut sein, soweit ich mich erinnere, doch ich muss gestehen, dass ich die betreffenden Passagen nicht mehr ganz optimal im Gedächtnis habe...  Peinlich!

Ist ja auch nicht so wichtig, ist mir nur gestern nach dem Film so im Sinn gewesen, als ich Dein Review nochmal durchgelesen hatte. Zwinkern

Ist ja auch gut, andere Sichtweisen bzw Gedanken zu erfahren - für solche Diskussionen bzw Konversationen bin ich eh immer offen.  Zwinkern

@ fadenschnute: Danke.  Sehr glücklich
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Subwiz
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« Antwort #15 am: 15. August 2006 um 12:48 »

Ein Klasse-Review, daß mir mehr als Appetit auf den Film gemacht hat.  Respekt!

Nachdem die deutsche Fassung jetzt endlich auf dem Markt ist, habe ich mir die Verleihfassung sofort vom Anbieter (e-m-s) zukommen lassen. Obwohl ich nach Deiner Kritik mit einer enorm hohen Erwartungshaltung an den Film rangegangen bin, was bei mir dann zumeist eher ein Nachteil ist, muß ich Dir in allen Punkten Recht geben.

Deiner exzellenten Rezension ist absolut nichts hinzuzufügen, da Du alles wesentliche punktgenau getroffen hast. Auch ich kann nur empfehlen - KAUFEN! Zumal zu dem Preis.

Ich bin ja noch nicht so lange Mitglied hier und bin gerade erst dabei, mich mit dem Review-Teil zu beschäftigen. Die Arbeit, Mühe und Sorgfalt die Ihr hier oft investiert, nötigt mir den höchsten Respekt ab. Ich kann das sehr gut beurteilen, wie einige wenige hier wissen. Da ist ein kleines Feedback wohl der mindeste Lohn, den ich in Zukunft gerne und öfter beitragen werde. Versprochen.
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Debakelvince


« Antwort #16 am: 15. August 2006 um 13:14 »

Die kommende deutsche Fassung für 11€ werde ich mir definitiv auch nicht entgehen lassen.

Zitat von: "Subwiz"

Ich bin ja noch nicht so lange Mitglied hier und bin gerade erst dabei, mich mit dem Review-Teil zu beschäftigen. Die Arbeit, Mühe und Sorgfalt die Ihr hier oft investiert, nötigt mir den höchsten Respekt ab. Ich kann das sehr gut beurteilen, wie einige wenige hier wissen. Da ist ein kleines Feedback wohl der mindeste Lohn, den ich in Zukunft gerne und öfter beitragen werde. Versprochen.


Das hört sich doch vielversprechend an. Feedback, vor allem konstruktives (das heißt, auch mal mit Kritik), freut einen natürlich immer sehr. Auch wenn zumindest ich von niemandem unbedingt Feedback erwarte... in der ofdb stellt man die Reviews ja auch online, ohne dafür was zurückzubekommen. Aber ne nette Dreingabe ist es immer.  Zwinkern
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #17 am: 15. August 2006 um 14:54 »

@ subwiz: Na, dann mal danke für die Rückmeldung.

Ansonsten kann ich mich den Ausführungen von Vince nur anschließen.
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