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Autor Thema: The Boondock Saints- Der blutige Pfad Gottes  (Gelesen 8431 mal)
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DerNarr
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« am: 24. Juni 2004 um 21:48 »

THE BOONDOCK SAINTS

Getestet wurde die deutsche Code 2 von Helkon:



Film:
Inhalt: Die MacManus Brüder, zwei gläubige Iren und gute Menschen, setzen sich, als ihre Lieblingskneipe von der Russenmafia bedroht wird, kurz entschlossen zur Wehr und werden dadurch in ihrem Viertel zu Helden, schließlich kommen sie unter Berufung auf Notwehr sogar wieder auf freien Fuß. Nun starten sie von Außen bestärkt ihren gnadenlosen Feldzug gegen jeden bösen Menschen. Gleichzeitig muss sich der brillante FBI-Agent  Smecker mit dem Problem der toten Gangster auseinandersetzen...
Dieser Text ist eine kurze Inhaltsangabe und mehr möchte ich zum Inhalt des Films nicht sagen, man muss ihn einfach selber sehen. Der Film ist stylistisch gesehen sehr gut und arbeitet mit der Technik von Rückblenden, wirklich sehr cool gemacht. Mehr möchte ich auch hier nicht verraten. Zwinkern
Taffe Sprüche, wildes Geballer und eine unglaubliche Coolness, gepaart mit einer Story und einem provokanten Thema, das ist The Boondock Saints“. Ein Film, wo man mitgerissen wird und für dessen Thematik man sich begeistern kann, ja wo man sich vor den Fernseher stellt, die Hand zur Pistole formt und das Finale des Films auswendig mit „runterbetet“. Boondock Saints ist eine Novelle, wie sie im Buche steht und hat in kurzer Zeit eine große Fangemeinde gefunden, darunter auch mich. Klasse Dialoge, eine sehr gute deutsche Synchro, besonders das „Gedicht“ ist auch im Deutschen sehr gut gelungen und letztlich auch die Endaussage ist einfach perfekt und regt zu mehr an. Es ist schwer etwas über diesen Film zu sagen, ohne zuviel verraten zu wollen, denn das Filmerlebnis ist einfach zu cool, als das man es sich durch spoilern oder Inhaltsangaben nehmen lassen sollte. Ich will an dieser Stelle auch bewusst keine Vergleiche zu anderen Filmen ziehen oder sagen, was ich vielleicht anders gemacht hätte, der Film spricht für sich selbst. Aber auch hier gilt wie bei Versus: Vorsicht vor dem Hype, wer zu hoch geht, fällt tief. Der film ist berechtigterweise Kult und ein Hype ist verständlich, aber auch dieses Thema hat größeres Potential und man hätte bei einigen Gedankengängen noch mehr rausholen können bzw. mit einem anderen Budget noch mehr Atmosphäre schaffen können, aber das ist der Gedankengang des Regisseurs und seine Interpretation des Ganzen und nicht Meine. Zwinkern

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Bild:
Das Bild hat als Format 2.35:1/anamorph und als System natürlich PAL. Es ist insgesamt gut gelungen und hat nur manchmal einige Unschärfen, ein gewisses Rauschen oder Lücken bei den Konturen. Das wäre aber eigentlich schon alles an negativen Seiten. Fazit: Kein perfektes Bild (DVD ist ja auch nicht von einem Major-Label), aber zu meckern gibt es meiner Meinung nach auch nichts. Daher solide 4 Kappen:

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Ton:
Der Ton reißt einen echt mit und ist nahezu perfekt. Der orchestrale Score (die heiligen Klänge Zwinkern ) hallt prächtig durch die Boxen, die Schüsse haben eine enorme Stärke und auch die Dialoge kommen gut bei meinen Ohren an. Es entsteht grandiose Räumlichkeit, die Einen noch mehr mitreißt und man will gar nicht mehr aufhören Hinzuhören und Zuzusehen. Sowohl deutscher als auch englischer DD 5.1 Ton überzeugen mich auf ganzer Linie. Der Ton ist Oberklasse und bekommt daher:

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Extras:
-Verschiedene Trailer
-Geschnittene Szenen
-Musikvideo: „The Boondock Saints“
-Sceen Tests
-Audiokommentar des Regisseurs Troy Duffy
-Biografien
-Hintergrundinformationen
-Hidden Feature : Fuck-Counter
-Inlay mit Kapitelübersicht
Die Extras sind OK und beinhalten einige interessante Dinge, wie den Audiokommentar und den Fuck-Counter. Allerdings sind sie insgesamt eher Mittelmaß und sollten Standard für eine gute Veröffentlichung sein. Schade, dass es keine deutschen Untertitel oder gar eine Synchro bei den Extras gibt. Das animierte Menü mit Musik fand ich sehr gelungen. Fazit: Die Extras sind passabel, aber da wäre noch mehr drin gewesen(insbesondere dt. UT für die englisch nicht so Bewandten). Trotzdem schneidet sie im internationalen Vergleich noch gut ab:

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Fazit:
Vorsicht Suchtgefahr! Für den Film kann man sehr viel mehr ausgeben als nur die DVD und man wird es wohl auch tun. Die coole Sonnenbrille, die stylischen Fliesjacken oder gar die Tatoos der beiden Haupt-Protagonisten sind nach Ansehen des Films durchaus attraktive Gegenstände. Sehr glücklich Der Film ist wirklich klasse und man muss ihn einfach mal gesehen haben, leider gibt es unsere deutsche Fassung fast nirgendwo unter 25 Euro. Besonders erwähnenswert ist Willem Dafoe (Green Goblin aus „Spiderman“) der hier eine theaterreife Schauspielleistung hinlegt.
Die Vorteile der DVD liegen klar auf der Hand: Der geniale, deutsche Ton, ein gutes Bild und die enthaltene Unrated-Fassung heben diese Version von vielen ihrer ausländischen Kollegen ab, auch wenn zu einer perfekten Veröffentlichung wohl noch etwas mehr (Extras, UT, etc) gehört. Die DVD verdient aber insgesamt den Titel „Referenz-DVD“ und ist eine der wenigen DVDs, wo die deutsche Veröffentlichung die weltweit Beste darstellt.


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« Antwort #1 am: 24. Juni 2004 um 21:57 »

Gutes Review. Eine Referenz-DVD sollte aber zumindest englische Untertitel bieten, was die dt. DVD nicht tut. Das ist für mich der Hauptkritikpunkt an der Umsetzung.
Ansonsten stimme ich in etwa mit Dir überein.
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Ernesto "Che" Guevara
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« Antwort #2 am: 24. Juni 2004 um 22:05 »

Gebe dir da prinzipiell recht, habe das nicht unbedingt ausreichend mit einbezogen. Gut das mit den Untertiteln ist Ansichtssache, ich gebe der DVD diesen Begriff weiterhin, auch wenn der Nachteil, dass keine englischen UT dabei sind, durch aus Bedeutung hat.
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« Antwort #3 am: 24. Juni 2004 um 22:10 »

Zitat von: "DerNarr"
Gut das mit den Untertiteln ist Ansichtssache, ich gebe der DVD diesen Begriff weiterhin, auch wenn der Nachteil, dass keine englischen UT dabei sind, durch aus Bedeutung hat.

Das ist sicherlich Ansichtssache. Da ich meine DVDs aber grundsätzlich im O-Ton ansehe, sind bei dem Film Untertitel essenziell. Das "irische" Englisch ist teilweise sehr mühsam zu verstehen. Es geht, aber man muß sich zT sehr stark konzentrieren. Ich hab' mich echt geärgert daß die Untertitel fehlen.
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« Antwort #4 am: 24. Juni 2004 um 22:14 »

Wie gesagt, aus deiner Position heraus, verstehe ich das voll und ganz. kenne das ja selber, zum Bsp vom TCM Remake, da ist der texanische Akzent zum Teil auch etwas unverständlich. Bei Boondock Saints kommt ja noch hinzu, dass zum Beispiel das Gedicht in alt-englisch gesprochen wurde und das mit einem Iren-Dialekt, stellt für Leute die den O-ton wollen, ganz klar ein Problem dar.
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« Antwort #5 am: 25. Juni 2004 um 06:40 »

Klasse Review, klasse Film Lächeln

Auch ich hab bei den ersten viermal anschaun den UT vermisst, aber jetzt geht's langsam. Einer der wenigen Filme, wo ich trotz guter deutscher Synchro den O-Ton bevorzuge, der sorgt nochmal für eine ganze Ecke mehr Stimmung.
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« Antwort #6 am: 25. Juni 2004 um 07:57 »

Super review.
Jedoch bin ich mit der Tonwertung nicht einverstanden. 5 Punkte hat die DVD dafür nicht verdient. Musik kommt zwar räumlich, aber sonst gestaltet sich der Film tonal nicht übermäßig realistisch.
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DerNarr
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« Antwort #7 am: 25. Juni 2004 um 14:26 »

Ich fand es bei dem Ton wichtig, dass es die Gefühlsebene unterstützt und die orchestrale Musik und das Geballer in laut gibt. Realismus war mir in diesem Fall nicht so wichtig, obwohl es generell zu einem guten Sound gehört. Aber das ist wieder einmal Ansichtssache. =)
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« Antwort #8 am: 25. Juni 2004 um 15:30 »

hab mir nach unzähligen Empfehlungen vor ein paar Monaten ebenfalls diese Version zugelegt! hab 29 Euro geblecht - die wars aber Wert!! Geiler Film, der mir um Längen besser gefallen, als zB. Reservoir Dogs!! Willem Dafoe hat mich ebenfalls hier überzeugt...

BTW - Klasse Review - das mit dem UT find ich persönlich total unwichtig, Hauptsache ne dt. Synchro is dabei!!  Cool
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« Antwort #9 am: 02. August 2004 um 10:49 »

gute review - genialer film

nachdem ich den film gesehen habe, stand bereits fest, dass diese dvd in jede sammlung gehört !
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Mitleid bekommt man geschenkt,
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« Antwort #10 am: 02. August 2004 um 12:30 »

Hi,

also Ton ist imo nicht mehr wie 3,5 drin. Vergleiche mal Herr der Ringe und Star Wars mit dem Streifen.
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