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Autor Thema: Six Feet Under Season 1  (Gelesen 4029 mal)
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Hannibal
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« am: 07. Oktober 2005 um 22:37 »

Six Feet Under – Staffel 1



Technische Daten
Vertrieb: Warner
Regionalcode: 2
Laufzeit: 725 Minuten (13 Folgen)
Regie: Miguel Arteta, Daniel Attias, Alan Ball, Kathy Bates u.a.
Darsteller: Peter Krause, Michael C. Hall, Frances Conroy, Rachel Griffiths u.a.
Bildformat: 1,33:1
Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch (DD5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Ungarisch, Portugiesisch, Hebräisch, Griechisch, Türkisch, DfH, EfH, IfH
Freigabe: ab 12

Film:
Ich bin gerade „Six Feet Under“ am schauen, als mich die traurige Nachricht erreicht, dass mein Opa gestorben ist. Am nächsten Tag steht dann der Besuch bei meiner Oma an. Was wird man bei der Beerdigung anziehen? Ist noch was brauchbares im Schrank oder muss vorher noch in Bitburg was neues gekauft werden? Am meisten Zeit nimmt heute die Gäste-Liste für die Beerdigung in Anspruch. Soll [Person A] wirklich eingeladen werden? War meine Oma bei der Beerdigung ihres Mannes eingeladen? Hm…nein, war sie nicht…also streichen wir [Person A] mal schnell von der Liste...
5 Tage später, Beerdigung, Friedhof Badem. Zusammengekauert stehen wir Angehörigen vor dem Grab, die Gemeinde drum rum. Die Tränen geradeso unterdrückend (man will ja nicht, das das ganze Dorf einen heulen sieht) werden die Leute gemustert. Hm…wer ist gekommen, wer nicht? Kopfschüttel

Auch wenn mein kleiner privater Erfahrungsbericht rund um die Todestage meines Großvaters leicht überspitzt ist, weist er Parallelen zu dem Todesfall auf, mit dem 2001 die amerikanische Serie „Six Feet Under“ vom „American Beauty“-Autor Alan Ball startete. Der Tote & die Trauer rücken immer mehr in den Hintergrund, während die gesamte Beerdiungsprozedur zur klinisch korrekten, sterilen, oberflächlichen Farce verkommt. Aber während bei uns in der Eifel alles wie gehabt weitergeht, nur eben ohne Opa, ergeben sich bei dem Bestattungsunternehmen „Fisher & Söhne“ gravierende Veränderungen, da der Vater im Testament das Familienunternehmen an beide Söhne vererbt und somit auch der „verlorene Sohn“ Nate wieder zurück zu seinen Wurzeln muss.
Diese Ausgangssituation besteht zum Beginn der ersten Staffel und nach der gerade beendeten „24 Staffel 4“ erscheint das alles recht unspektakulär. Und genau das bleibt es auch. „Six Feet Under“ lebt nicht von großen Actionszenen, Horrorsequenzen oder gewaltigen Special-Effects. Jede Folge startet mit einem Todesfall, den das kleine Bestattungsunternehmen wenig später ins Haus bekommt, um die Beerdigung & alles drum herum zu organisieren. Die Todesarten sind teils völlig normal (Herzversagen), stellenweise aber auch makaber gut. So lernt man beispielsweise effektiv, dass man nicht den Kopf aus dem Schiebedach strecken sollte, wenn tiefhängende Ampeln in der Nähe sind, die gleiche Warnung gilt für das Wohnen in der Nähe von Golfplätzen…denn vom Kurs abgekommene Bälle können beachtliche, um nicht zu sagen tödliche Beulen verursachen…
Aus den Todesfällen kreierte man kleine Nebenhandlungsstränge um die Angehörigen, während die Hauptstory sich auf die Familie Fisher konzentriert. Außerdem stellen übel zugerichtete Leichen ideale Gesprächspartner dar. So sitzt der Tote bei der eigenen Restaurierung putzmunter neben seiner Leiche und unterhält sich mit David über Homosexualität, ein zentrales Thema der ersten Staffel, welches in alle Richtungen konstant ausgelotet wird. Daraus ergeben sich dann auch Szenen, die dem glattgebügelten Mainstream-Konsument zunächst sauer aufstoßen. Alle reden von Toleranz, aber wenn man sich erstmals eine Sexszene zweier Männer anschauen muss, fühlt man sich doch irgendwo unwohl, da so was völlig unseren Sehgewohnheiten widerspricht. Als David Diakon wird, entwickelt sich eine Situation, wie sie genauso in der Realität vorstellbar wäre. Darf ein Schwuler ein Amt in der Kirche ausführen? Was die Institution wohl einstimmig beantworten würde, trennt die breite Masse in 2 Felder. Konservativität vs. Toleranz…



Derartige Gesellschaftskritik zieht sich durch die gesamte Staffel, hält sich mal clever subtil im Hintergrund und schlägt kurz darauf mit einem schwarz-humorigen Holzhammer zu. Der macht dann auch nicht vor dem Tabuthema Tod halt. Schief-hängende Brüste einer Leiche werden dann schon mal mit Katzenfutter aufgefüllt, damit alles hinterher bei der Abschiednahme mit offenem Sarg perfekt aussieht. Grundsätzlich aber sensibilisiert die Serie was das Sterben & die Trauer angeht, denn man bekommt hier in jeder Folge vor Augen geführt, wie schnell unser Leben zu Ende sein kann. Das wird auch den Mitgliedern der Familie Fisher mit dem Tod von Nathanael klar und so beginnt die oberflächliche „Heile Welt“-Fassade der erzkonservativen Bestatterfamilie langsam aber sicher zu bröckeln. Alle erkennen plötzlich, dass das brave Vor-sich-hin-vegetieren  zum Wohle des Images letztendlich nicht zufrieden stellt. Und so begibt sich jeder in der Familie auf seine ganz eigene Weise auf die Suche nach einem Sinn, nach verborgenen Sehnsüchten. Die Probleme, die dabei auftauchen, sind herrlich alltäglich und in vielen kann man sich wiedererkennen, was nahezu bei jedem Charakter einen großen Identifikationsfaktor bietet. Die mit schwarzen Humor gespickte, überspitzte Darstellung gibt der Serie dabei eine ganz eigene, wenn auch stellenweise leicht makabere Note. Im Bezug darauf geht die Alterfreigabe ab 12 vielleicht nicht ganz in Ordnung, denn die ein oder andere Leiche sieht, wenn sie im Keller der Fishers auf dem Restaurierungstisch landet alles andere als gut aus, hin und wieder gibt es Fälle wo ein halber Kopf fehlt oder gar nur noch Einzelteile übrig sind. Außerdem arbeitet man auch im sexuellen Bereich mit allerlei f-lastigen Fachbegriffen und lernt sogar, dass auch bei Verstorbenen ein bestimmtes Glied so was wie Leichenstarre annehmen kann….“Engelslust“ genannt…;-)
Die Personenkonstellationen könnten auf den ersten Blick auch einer x-beliebigen Soap-Opera entsprungen sein, aber „Six Feet Under“-Schöpfer Alan Ball hat nicht umsonst den Drehbuch-Oscar („American Beauty“) im heimischen Regal stehen. So zeugt schon der Vorspann davon, dass sich der neueste Geniestreich vom amerikanischen Sender HBO nicht an „GZSZ“- und „Unter Uns“-Fans richtet. Hände, die sich in Zeitlupe loslassen, verwelkendes Laub…meine Deutsch-Lehrerin wäre vermutlich begeistert angesichts der zahlreichen Metaphern zum Thema Tod. Diese clever durchdachte Bildersprache zieht sich durch Handlung & Dialoge u.a. in Form von kurzen (Tag)träumen und Flashbacks. Trotz zahlreicher Themenbereiche, die im Laufe der 13 Folgen behandelt werden, wirkt die Geschichte nie überladen, ganz im Gegenteil. Selten bekam man derartige emotionale Feinfühligkeit auf den Bildschirm gebracht, die dennoch meilenweit vom Kitsch entfernt ist, denn entsprechende Szenen bleiben immer angenehm dezent. Dazu trägt der erstklassige Cast maßgeblich bei, wo jedem seine Rolle wie angegossen passt. Die Darsteller schaffen es stets nachvollziehbar zu handeln, Overacting scheint ein Fremdwort zu sein. Dabei spielt sich unheimlich viel über die Mimik ab, oft wird in emotionalen Szenen kein Wort geredet, ja noch nicht mal eine Träne vergossen und trotzdem wird die Gefühlswelt der Charaktere für den Zuschauer greifbar. So greifbar, dass man schon nach wenigen Folgen begeistert am Alltag der Bestatterfamilie Fisher teilnimmt. Der tiefschwarze Humor, die makaberen Einfälle, gepaart mit Charakteren, die hohes Identifikationspotential bieten und die Probleme zu bewältigen haben, in denen sich jeder von wiedererkennen kann sorgen dafür, dass man mit Nate & Co lacht, aber auch schon mal die ein oder andere Träne vergießt.
Die Inszenierung unterstützt die ruhige Wirkung hervorragend. Immer wieder arbeitet man mit passenden Stilmitteln wie Flashbacks, Farbfilter und dezenten Spezialeffekten. Passend zum Thema Tod wird auffallend oft auf „Fade to white“ zurückgegriffen. Die Kameraarbeit überzeugt mit überaus innovativen Einstellungen, die nie Selbstzweck-haft wirken, sondern immer nur dann eingesetzt werden, wenn’s auch wirklich Sinn macht.
Der Großraum Los Angeles wird fein aber sehr dezent eingefangen. Dabei konzentrierte man sich nicht auf gigantomische Weitwinkelaufnahmen oder Skyline-Rundflüge, sondern filmt den rund 15 Millionen Einwohner fassenden Siedlungspfannkuchen aus sich der Charaktere. Auch dies passt zur Serie, denn Bay’sche Glitzer-Sonnenuntergangs-Aufnahmen wären hier absolut Fehl am Platz gewesen.
Auch die musikalische Untermalung unterstützt die Atmosphäre perfekt. Dezente Orchester- und Klavierstücke legen sich unauffällig über die gezeigten Bilder und untermauern die gewünschte Stimmung.



„Six Feet Under“ schafft eine grandiose Gradwanderung, die mir im Drama-Bereich bisher in der Form nur in „American Beauty“ untergekommen ist, nämlich lockere Unterhaltung mit ernsthaften Themen, die selbst absolute Tabu-Bereiche ankratzen, so zu verbinden, dass eine ähnliche Suchtwirkung wie bei Knallerserien a la „24“ eintritt, allerdings ohne auf die üblichen Cliffhanger zu setzen. Eine Folge endet so, wie der Autor es für richtig hält und nicht wie der Zuschauer sie haben will, um auch die nächste sehen zu wollen. Dabei verstecken sich in der Suche nach dem Sinn des Lebens allerlei makabere Späße, viele umwerfend gespielte emotionale Szenen, ebenso wie clevere, subtile Gesellschaftskritik und zahlreiche metaphorische Stilmittel & Ideen, die das Gehirn aus der Feierabend-Stand-by-Funktion rausreißen und ihm vor der Nachtruhe noch was anspruchsvolles mit auf den Weg geben, das allerdings in einem perfekt inszeniertem, unterhaltsamem & dezentem Kostüm verpackt!
10 Narrenkappen

Bild:
Die Bildqualität ist alles andere als überragend. Das Vollbild präsentiert sich immer wieder mit starkem Bildrauschen, stellenweiser Unschärfe und schwammigem Kontrast. Die Farben sind ok.
4 Narrenkappen

Sound:
Der Dolby Digital-Sound gestaltet sich sowohl im O-Ton als auch in der dt. Synchronisation als unspektakulär. Die Dialoge kommen klar aus dem Center, die Musik und selten vereinzelte Effekte legen sich dezent über die Surroundspeaker. Der Subwoofer hat fast ausschließlich Sendepause…knappe
6 Narrenkappen



Ausstattung:
Das Bonusmaterial verteilt sich auf 2 der 5 DVDs. Die Disks sind untergebracht in einem sehr ansehnlichen schwarzen Schuber, der beim Öffnen, das Digipack in einem originellen Schiebemechanismus heraushebt. Das Digipack selbst ist nett, aber keine Offenbarung.
Audiokommentar von Alan Ball zur ersten und letzten Episode, eine ordentliche Hinter den Kulissen-Dokumentation, eine Deleted-Scene mit Original-Kommentar, ein Making-of zur gelungenen Titel-Sequenze, sowie 2 Musik-Tracks.
6 Narrenkappen

Fazit:
“Six Feet Under” bietet knapp 13 Stunden intelligente Unterhaltung mit tiefschwarzem Humor und jeder Menge Gesellschaftskritik. Wem schon „American Beauty“ gefiel, der wird auch an dieser starken Serie Gefallen finden, Actionfans wohl weniger, denn obwohl immer wieder Palmen die kalifornischen Straßen säumen, wird dennoch keine einzige umgekickt Zwinkern
Die DVD-Box bewegt sich qualitativ auf durchschnittlichem Niveau, macht sich aber immerhin äußerst positiv im Regal.
6 Narrenkappen,5

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Let me in the sound.


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« Antwort #1 am: 08. Oktober 2005 um 14:24 »

Sehr glücklich Nice. Mal schauen ob wir gleicher Meinung sind Zwinkern
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27.04.2010 // Faithless / Volkshaus, Zürich
02.06.2010 // MUSE / Stade de Suisse, Bern
30.06.2010 // Pearl Jam / Wuhlheide, Berlin
13.-15.08.2010 // Heitere Open Air / Heitere, Zofingen
11.09.2010 // U2 / Letzigrund, Zürich
12.09.2010 // U2 / Letzigrund, Zürich
Hannibal
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« Antwort #2 am: 09. Oktober 2005 um 17:09 »

Review online...

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« Antwort #3 am: 09. Oktober 2005 um 17:13 »

Formal ist das Ding wiedermal top. Zur Serie: Finde das Konzept und die Aufmachung der Serie genial, aber irgendwie kommt dann nach 10 Minuten in jeder Episode Langeweile bwi mir auf, kann irgendwie nix damit anfangen, vll. liegt es auch an der Homosexualität der Hauptcharaktere...
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« Antwort #4 am: 09. Oktober 2005 um 17:22 »

Hmm...soll ich die Box noch bei Amazon mitbestellen oder nicht ??
Hannibal hat mich ja schon mit dem "24-Virus" infiziert.
Wenn ich auch noch nach dieser Serie süchtig werde, und ich damit in Zukunft noch mehr Geld ausgebe, kann er sich direkt einsargen lassen. (HaHa - einsargen lassen - passt ja super...)
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Wenn du deine eigenen Sünden nicht siehst, wirst du immer glauben, dass du gut bist.
Wenn du sie aber siehst, dann können dich deine Gedanken unmöglich überreden, das du gut bist.
Es ist eine schwere Arbeit, sich selbst unablässig zu untersuchen.
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« Antwort #5 am: 09. Oktober 2005 um 17:26 »

Zitat von: "DocVirus"
Hmm...soll ich die Box noch bei Amazon mitbestellen oder nicht ??
Hannibal hat mich ja schon mit dem "24-Virus" infiziert.
Wenn ich auch noch nach dieser Serie süchtig werde, und ich damit in Zukunft noch mehr Geld ausgebe, kann er sich direkt einsargen lassen. (HaHa - einsargen lassen - passt ja super...)


Hm...sei vorsichtig, SFU hat mit 24 nicht das geringste zu tun. Kennst du "American Beauty"? Wenn der dir gefallen hat, dann dürfte auch SFU dein Ding sein...

MFG
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« Antwort #6 am: 09. Oktober 2005 um 17:36 »

Absolut geiles Ding, was du hier gestemmt hast. Ichhatte dir ja schon mitgeteilt, dass ich mich auf deine erste Review zu einem eher dramatischen Stoff sehr freue und ich wurde wahrlich nicht enttäuscht! Deine Meinung teile ich in allen Punkten und kann diese Serie wirklich nur jedem ans Herz legen, der auch mal abseits von Krachbumm unterhalten werden will. Der Humor sitzt eins a, die Darsteller sind durch die Bank grandios, die Stories pendeln zwischen anrührend und wunderbar verschroben und das Beste: All das wird mit den Folgestaffeln noch gesteigert!

Dickes Ding! (Serie und Review Zwinkern )

In diesem Sinne:
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DocVirus
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« Antwort #7 am: 09. Oktober 2005 um 17:39 »

Zitat von: "Hannibal"
Zitat von: "DocVirus"
Hmm...soll ich die Box noch bei Amazon mitbestellen oder nicht ??
Hannibal hat mich ja schon mit dem "24-Virus" infiziert.
Wenn ich auch noch nach dieser Serie süchtig werde, und ich damit in Zukunft noch mehr Geld ausgebe, kann er sich direkt einsargen lassen. (HaHa - einsargen lassen - passt ja super...)


Hm...sei vorsichtig, SFU hat mit 24 nicht das geringste zu tun. Kennst du "American Beauty"? Wenn der dir gefallen hat, dann dürfte auch SFU dein Ding sein...

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Ist mir schon klar das SFU nichts mit 24 zu tun hat. Aber da wir ja Geschmacksmäßig auf der selben Welle reiten (was für ein beschissener Satz  Zwinkern  ) könnte das für mich hier gefährlich werden.
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« Antwort #8 am: 09. Oktober 2005 um 23:03 »

Zitat von: "freeman"
Absolut geiles Ding, was du hier gestemmt hast. Ichhatte dir ja schon mitgeteilt, dass ich mich auf deine erste Review zu einem eher dramatischen Stoff sehr freue und ich wurde wahrlich nicht enttäuscht!


War nicht so einfach, die erste Drama-Review. Nach den ganzen Actionsachen sitzt man da plötzlich vor ner Kritik, in der du nicht die Actionszenen hoch und runter loben sowie deine eigene Begeisterung für stupide Zerstörungsorgie rüberbringen kannst. Stattdessen muss man sich mehr Gedanken machen Zwinkern Naja, nach mehrmaligem Verwerfen & Neuschreiben hat's dann doch so ungefähr hingehauen...

Season 2 ist seit heute bestellt...schon wieder so ne Sucht-Serie. Argh...

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Vince
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Debakelvince


« Antwort #9 am: 09. Oktober 2005 um 23:08 »

Schlicht und einfach: Perfekt. Hätte wohl keiner von uns besser machen können. Sehr glücklich  Die Serie habe ich leider nie gesehen, und ich habe es eigentlich auch nicht vor, weil ich Dramen à la "American Beauty" zwar in Filmlänge ab und zu ganz gerne sehe, mir als Serie aber einfach nicht liegen. Aber: Mit deinem Review hast du mir wirklich neue Blickfelder auf "SFU" eröffnet, die ich in der Form vorher nicht wahrgenommen habe. Und das ist das Höchste, was ein Review ausrichten kann.
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Sir Khan
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« Antwort #10 am: 10. Oktober 2005 um 09:07 »

Mal wieder ein Spitzen-Review. Deine Arbeit ist wahrlich eine Bereicherung für´s Forum...vielen Dank für Deine Mühe. Sehr glücklich
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WIESI
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« Antwort #11 am: 10. Oktober 2005 um 14:27 »

Schönes Review  Respekt!
Die Sendung habe ich mir bislang noch nicht angesehen und momentan habe ich das auch nicht vor, dank deinem Review aber weiß besser ich nun Bescheid, habe die Serie mit dem Thema grundsätzlich anders eingeschätzt. Naja.... es reicht mir schon, dass du mich mit den "24" Virus infiziert hast Zwinkern
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #12 am: 10. Oktober 2005 um 14:31 »

Genau, der Hannibal ist eine einzige Virus-Schleudermaschine.  Zwinkern
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #13 am: 27. Dezember 2006 um 14:25 »

Sieh mal an! Vor gut einem Jahr meinte ich an dieser Stelle also noch, dass ich nicht unbedingt vor hätte, mir die Serie mal zu Gemüte zu führen. Jetzt habe ich mir gleich die ganze Superbox blind zugelegt, dem Hannibal voll und ganz vertrauend, und ja, er hat mich wahrlich mal wieder nicht enttäuscht! Die erste Staffel liegt jetzt hinter mir, und es ist eine fantastische Dramaserie, die beste, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe. Die Drehbücher sind von einer Qualität, die viele hochdekorierte Kinofilme nicht vorweisen können. Über eine Staffel hinweg nimmt die Serie flüssig ihren Lauf. Die Zeit vergeht und Dinge geschehen, die zwar hochinteressant, aber nicht unrealistisch sind. Lediglich die Storyline um den psychopathischen Bruder droht zum Ende hin in Theaterstückgefilde zu rutschen, bekommt aber auch noch rechtzeitig die Kurve.

Die Kontinuität sehe ich dabei als größte Stärke der Serie. Man hat das Gefühl, dass es wirklich immer weiter geht und dass man sich hier nicht an vergangene Dinge hängt. Alte Ereignisse werden irgendwann vergessen und das Leben geht einfach weiter, steuert unermüdlich in die Zukunft und alles schaut nach vorne. Dieses Gefühl habe ich so bisher noch nie bei einer TV-Serie erlebt und es hängt auch stark mit dem Gefühl des Realismus zusammen.

An einige der Schauspieler muss man sich zunächst gewöhnen, dann aber sind sie durch die Bank verdammt gut, profitieren aber auch alle davon, dass ihre Rollen ungemein differenziert geschrieben sind.
Für Tabus ist man sich auch nicht zu schade; es gibt männliche Frontal Nudity, eine gealterte und dann gestorbene Pornodarstellerin hüpft die ganze Zeit über mit ihren Titten durchs Bild und vor Fäkalsprache und verharmlosendem Umgang mit Drogen wird auch nicht zurückgeschreckt. Sympathieträger haben auch negative Charaktereigenschaften und die Bösen sind nicht immer so wirklich böse.

Das Setting in einer Bestatterfamilie ist ein Sammelplatz für feinsten schwarzen Humor, der voll und ganz effektiv genutzt wird, wobei die makaberen Commercials zu Beginn einer Konzentration auf die zwischenmenschlichen Probleme gewichen sind. Die Prologe mit den Toden verschiedener Personen sind ein toller Aufhänger, der jeder einzelnen Folge ihre Unverwechselbarkeit gibt.

Ich bin echt begeistert. Danke für das beharrliche Pochen auf die Qualität dieser Serie, Hannibal!

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Hannibal
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« Antwort #14 am: 27. Dezember 2006 um 15:05 »

Das versüßt mir doch gleich doppelt den nicht sonderlich arbeitsreichen Zivi-Nachmittag Zwinkern
Schöne ausführliche Stellungnahme und es freut mich wirklich, dass dir das Teil gefällt, zumal du wirklich zu beneiden bist, angesichts der grandiosen Folgen, die du noch vor dir hast...v.a. die zweite Staffel ist einfach genial! Wäre btw richtig cool, wenn du auch Reviews schreiben würdest, weil du das analytisch sicherlich hochinteressant auseinanderpflücken könntest Zwinkern

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Hannibal, für einen "Filmanalyse"-Bereich stimmend Zwinkern
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Debakelvince


« Antwort #15 am: 27. Dezember 2006 um 15:09 »

Obwohl eine analytische Auseinandersetzung (wie du schon sagst: alleine der Vorspann!) nicht undenkbar wäre, denke ich, deine Reviews reichen da vollkommen. Was du schreibst, spricht für sich. Reiche lieber mal Season 3 und 4 nach!  Zwinkern
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« Antwort #16 am: 27. Dezember 2006 um 15:11 »

Zitat von: "Vince"
Reiche lieber mal Season 3 und 4 nach!  Zwinkern


Das erst, wenn die Serie einem zweiten Durchgang unterzogen wird...so aus dem Kopf raus, klappt das nicht. Außerdem war da glaub ich noch was mit Matrix  Peinlich!  Zwinkern  Also wenn du Bock auf Season 3 und 4 hast, darfste die Lücke gernstens füllen Zwinkern

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Debakelvince


« Antwort #17 am: 27. Dezember 2006 um 15:14 »

Nee, das überlass ich dir mal. Obwohl ich wahrscheinlich, hättest du nicht schon so gut hier vorgelegt und hätte ich momentan nicht so viel Prüfungsstress, ein Review vielleicht in Erwägung gezogen hätte. Vielleicht mal irgendwann in ein, zwei oder drei Jahren, wenn ich sie mal wieder einlege.
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