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Autor Thema: Fantasy Filmfest 2010  (Gelesen 12738 mal)
0 Mitgliedern und 1 Gast betrachten dieses Thema.
dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #160 am: 28. August 2010 um 08:57 »

 Gut gemacht!

Wir wissen halt was gut ist.  Zwinkern
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #161 am: 28. August 2010 um 09:14 »

Gut gemacht!

Wir wissen halt was gut ist.  Zwinkern

Jip, das tun wir!  Cool
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #162 am: 29. August 2010 um 09:21 »



It´s nuttier than squirrel shit!” Diese Umschreibung trifft sehr passend auf Gregg Araki´s „Kaboom“ zu – einem ebenso kunterbunten wie durchgeknallten Mix (u.a.) aus einer mit Drogen durchsetzten College-Sex-Komödie (vgl. „Rules of Attraction“...auf Acid), einem Paranoia-Verschwörungs-Thriller (das Ende der Welt droht von einer geheimen Sekte Tiermaskenträger herbeigeführt zu werden) sowie vielen Zitaten, Popkultur-Referenzen und Versatzstücken aus den unterschiedlichsten Genres (habe ich eigentlich schon die böse nymphomanische Hexe mit den Zauberkräften und leuchtenden Augen erwähnt?). Im Zuge des Verlaufs wird man regelmäßig Zeuge von Momenten mit (teils recht freizügigem) Straight-, Gay-, Lesbian- und Threesome-Sex, kann man sich an diversen witzigen Sprüchen und „What the Fuck?!“-Situationen erfreuen – wie auch an dem netten Indie-Soundtrack, auf dem Bands wie etwa „Placebo“ zu hören sind. Die drei Hauptdarsteller (Thomas Dekker, Haley Bennett und Juno Temple) sehen allesamt attraktiv aus, sind des Öfteren nackt zu sehen und spielen (dem Kontext entsprechend) anständig, die Low-Budget-Effekte sind auf eine gewisse Weise treffend und charmant, die Regie-Arbeit geht in Ordnung und das Drehbuch ist halt echt durchgeknallt (obgleich alle zerfledderten Handlungsstränge am Ende tatsächlich zusammengeführt werden). Abwechslungsreich und unterhaltsam ist die gesamte Angelegenheit obendrein – warum also keine höhere Wertung? Das liegt zum einen daran, dass ich (per se) kein sonderlich großer Fan von Gregg Araki („the Doom Generation“) bin, da sich seine „umfassende Handschrift“ noch nie wirklich anständig mit meinem persönlichen Geschmack zu decken vermochte – zum anderen an der Tatsache, dass es dem Streifen sowohl an Substanz als auch Nachhaltigkeit mangelt: Mehr als einzelne Fragmente behält man kaum in Erinnerung – die bunte Seifenblase, an der man sich bis zum Abspann durchaus prima zu erfreuen vermochte, ist dann bereits zerplatzt. Alles in allem hat sich Araki seit seiner „Teenage Apocalypse Trilogy“ weder merklich verändert (was zumindest seine „Anhänger“ erfreuen dürfte) noch weiterentwickelt – „Kaboom“ wirkt nämlich im Prinzip genau so, als hätte ihn Gregg bereits vor 10 Jahren gedreht bzw. in nahezu exakt dieser Form drehen können...

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« Letzte Änderung: 29. August 2010 um 09:38 von StS » Gespeichert

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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #163 am: 29. August 2010 um 09:25 »



Nichts Neues aus französischen Landen: Yann Gozlan´s „Captifs“ (aka „Caged“) erzählt die Geschichte dreier Angehörige einer humanitären Hilfsorganisation, die auf ihrer Fahrt quer durchs ländliche Kosovo von maskierten und bewaffneten Schergen verschleppt werden und sich kurz darauf (zusammen mit zwei anderen Personen) im Keller eines einsamen Landhauses eingesperrt wiederfinden. Anhand des unschönen Schicksals des ersten aus ihrer Mitte stellt sich im Folgenden rasch heraus, dass sie in der Gewalt eines Arztes stecken, der illegalen Organhandel betreibt und sie aus genau diesem Grund auch am Leben lässt – bis jeweils das Telefon klingelt und eine neue „Bestellung“ eingeht. Hauptdarstellerin Zoé Félix („Willkommen bei den Sch’tis“) spielt anständig und präsentiert sich hier als unser resolutes „Final Girl“, der Film selbst ist einigermaßen harter Natur, rutscht (glücklicherweise) aber nie in vordergründig-plumpe „Exploitation“- oder „Torture-Porn“-Gefilde ab – und weist zudem einige (u.a. in Sachen Atmosphäre) nett arrangiere Momente und Einstellungen auf, die so manch einen Genre-Fan (zumindest halbwegs) zufrieden stellen dürften. Das umfassende Problem ist nur: Der Streifen ist randvoll mit Klischees (siehe die Inhaltsangabe...plus solche Elemente wie Rückblenden in die Kindheit, mitsamt eines früh in die Handlung etablierten Traumas), worüber hinaus Hochspannung im Grunde genommen zu keiner Zeit aufkommt und der Verlauf schlichtweg vorhersehbar ist, speziell für Freunde dieser Art Filme. Immerhin hat Gozlan alles rundum solide in Szene gesetzt. Kurzum: Kann man sich getrost 1x im Leben ansehen – ist aber beileibe kein Highlight oder so...

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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #164 am: 29. August 2010 um 09:54 »

Schade, dass Captifs dann doch so platt ist. Und bei Kaboom alles wie erwartet.  Zwinkern
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« Antwort #165 am: 29. August 2010 um 12:37 »



Bei „Tucker & Dale vs Evil“ geht es mal wieder um eine blutige „Konfrontation“ zwischen einer Gruppe College-Kids und Rednecks in den Wäldern West Virginias: Ein klassisches Szenario bzw. Klischee des Horror-Genres, welches von Regisseur und Drehbuchautor Eli Craig im Rahmen seines Spielfilmdebüts allerdings (auf teils sehr köstliche Weise) „auf den Kopf gestellt“ wird – denn hier sind die zwei betreffenden Hillbillies (Alan Tudyk & Tyler Labine) mal keine von Inzest und fehlender Schulbildung gezeichnete Psychos, sondern sympathische, warmherzige Typen, die einfach nur eine alte Bruchbude im Wald zu ihrem neuen Sommer- bzw. Urlaubshäuschen aufmöbeln wollen. Als sie in diesem Rahmen ein (nahebei mit ihren Freunden zeltendes) Mädel aus der Stadt beim nächtlichen Angeln vor dem Ertrinken bewahren, ihre Kommilitonen die Situation jedoch als eine Entführung fehlinterpretieren, werden Tucker und Dale fortan zu einem „Opfer der Umstände“ – was rasch zu einer Menge Missverständnisse und Ableben führt. Auf äußerst amüsante Weise prallen hier zwei Sichtweisen aufeinander: Die stereotypen Teens halten Dale und Tucker für stereotype (irre) Rednecks, sind bei ihrem Vorgehen, die süße Allison zu befreien, allerdings nicht sehr geschickt – was zu mehreren tödlichen „Unfällen“ (auf ihrer Seite) führt, was von den verwunderten Hillbillies wiederum als ein „Selbstmordpakt“ mißgedeutet wird, in dessen Mitte sie irgendwie hineingeraten sind. Dies resultiert in einigen herrlich witzigen Situationen, die nahezu allesamt erfreulich inspiriert arrangiert wurden und vom Humor her auch nie in unschön alberne und/oder geschmacklose Gefilde abgleiten. Tudyk und Labine agieren ansprechend, verfügen über eine gute Chemie sowie optimales komödiantisches Timing, Katrina Bowden (Allison) ist ebenso putzig wie hübsch – und der Rest der Besetzung erfüllt seinen Zweck dienlich. Klischees werden aufgegriffen und (wie bei einer Genre-Parodie) im Sinne des Humors „zurechtgebogen“, was genauso auf einige gelungene „Hommage-Momente“ zutrifft (Stichwort: „TCM“). Obgleich man den Verlauf hier und da ein wenig hätte straffen können (die Story gibt schließlich nicht allzu viel her) und die Einstiegs-Sequenz besser in Form eines Epilogs (z.B. innerhalb des Abspanns) aufgehoben gewesen wäre, bleibt unterm Strich dennoch auf jeden Fall eine unterhaltsame Splatter-Comedy, die anständig Spaß macht. Zum Schluss aber noch ein kleiner Tipp:  Den bislang veröffentlichten (Promo-) Trailer sollte man im Vorfeld eher meiden – denn in ihm sind die besten Szenen des Films (leider) bereits „verbraten“ worden...  

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« Letzte Änderung: 29. August 2010 um 12:44 von StS » Gespeichert

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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #166 am: 30. August 2010 um 18:50 »



Gleich vorweg: Obwohl das Crime-Drama „the Killer inside Me“ (2010) durchaus in die folgenden zwei „Richtungen“ tendiert, wird es letzten Endes jedoch weder der Umschreibung „empfehlenswert“ noch dem Label „Skandalfilm“ wirklich gerecht. Basierend auf einem (in gewissen Kreisen „berühmt-berüchtigten“) Roman des „Pulp“-Novellisten Jim Thompson, inszeniert von dem keinesfalls uninteressanten britischen Filmemacher Michael Winterbottom („the Road to Guantanamo“), bis in die kleinsten Nebenrollen anständig besetzt (u.a. mit Casey Affleck, Kate Hudson, Jessica Alba, Ned Beatty, Elias Koteas, Tom Bower, Simon Baker und Bill Pullman) sowie im staubigen Texas der 1950er angesiedelt, welches die Produktions-Designer im Übrigen mit sichtlicher Liebe zum Detail (Autos, Kleidung, Inneneinrichtungen etc.) wieder „auferstehen“ ließen, erzählt das Werk die klassische Geschichte eines „Wolfs im Schafspelz“, der sich im Verlauf immer tiefer in einen scheinbar ausweglosen Strudel aus Verbrechen und Gewalt hineinbewegt. Dieser wird dem Zuschauer im Rahmen seiner kompletten (mit zwei Stunden aber etwas zu lang geratenen) Laufzeit atmosphärisch dicht, seitens der Akteure stark gespielt sowie in einem angepasst ruhigen Tempo präsentiert. Inhaltlich gibt es dabei allerdings keine allzu großen Überraschungen zu verzeichnen (unter der sauberen Fassade des Biedermanns verbergen sich finstere Abgründe, eine getroffene Entscheidung Schrägstrich Tat führt unweigerlich zur nächsten etc.) – und auch die Qualität der Charakterzeichnungen enttäuscht ein wenig: Etwa erfährt die wahre Natur des Hauptprotagonisten (bzw. die eigentlichen Wurzeln dieser) keine intensive Aufarbeitung (man muss sie sich selbst aus kleineren Fetzten zusammenstückeln) und reichen die Frauenrollen in ihrer Gestaltung ebenfalls nur selten über die Oberflächlichkeit derer in Storys vergleichbarer „Groschen-Kriminalromane“ hinaus. Die mancherorts für Aufruhr sorgenden Gewalt-Spitzen hat man kaltblütig und nüchtern arrangiert: Insbesondere die Szenen, in denen die zentralen weiblichen Parts missbraucht werden, sind ebenso intensiv wie schmerzhaft beizuwohnen. Trotz so einiger „zweifelhafter“ Verhaltensweisen und Gegebenheiten sehe ich aber dennoch (definitiv) keinerlei Anlass dazu, den Vorwurf der „Frauenfeindlichkeit“ zu bestätigen (der übrigens u.a. aus „hartem“ Sex sowie den Liebes-Bekundungen einer Dame resultiert, welche jene Worte äußert, während ein Mann ihr Gesicht gerade brutal „zu Brei schlägt“). Für Freunde des Autors sowie des Crime-Drama-Genres ist der Film mit Sicherheit einen Blick wert – allerdings kann ich (im Allgemeinen) problemlos nachempfinden, warum viele Zuschauer gewiss nicht „allzu warm“ mit ihm werden dürften. Abschließend zudem noch zwei kurze Anmerkungen: Zum einen büßt das gebotene Finale aufgrund „bestimmter Elemente“ der zur Schau gestellten Inszenierung leider ein merkliches Stück seiner Kraft ein – und zum anderen darf die durchweg echt großartige Musikauswahl im Rahmen einer Besprechung des Streifens auf keinen Fall irgendwie unerwähnt verbleiben...

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the Last Exorcism“ ist einer dieser Filme, welche in den Medien (leider) „falsch“ vermarktet werden – allerdings aus durchaus nachvollziehbaren Gründen, jedenfalls wenn man das mal aus der betreffenden „geschäftlichen Perspektive“ heraus betrachtet: Es ist nämlich so, dass der Trailer bei einem „unkundigen (Mainstream-) Zuschauer“ leicht den Eindruck eines „gängigen“ (vordergründig-reißerischen) Horror-Thrillers erweckt – während das Werk an sich (stattdessen) vielmehr ein „waschechter Indie“ ist sowie in Wahrheit ungleich ruhiger, subtiler und cleverer (als die Werbung es vermittelt) daherkommt. Mit „Genre-Guru“ Eli Roth als Produzent im Rücken von dem deutschen Regisseur Daniel Stramm in Szene gesetzt, kommt der Streifen in dem inzwischen durchaus vertrauten Stil einer „Faux-Documentary“ daher – womit sich ja prima eine Form von „Authentizität“ generieren lässt, welche die unheimliche Atmosphäre noch zusätzlich verstärkt, da alles auf diesem Wege „weniger künstlich“ (will nicht sagen: „echt“) anmutet. Erzählt wird die Geschichte von Reverend Cotton Marcus (großartig: Patrick Fabian) – einem charismatischen Prediger, der das Wort Gottes bereits seit Kindertagen verkündet und bei seinen Zuhörern stets großen Anklang findet. Über die Jahre hinweg ist er allerdings zu der Erkenntnis gelangt, dass er eigentlich gar nicht wirklich mehr an Gott glaubt sowie dass durchgeführte Exorzismus-Rituale oft mehr Schaden als Nutzen anrichten – zumal es Dämonen in Wirklichkeit ja ohnehin nicht geben würde. Um aufzuzeigen, dass solche „Einwirkungen“ stets nur „weltlicher“ (psychischer und/oder physischer) Natur sind, lässt er sich nun also von einem Kamerateam begleiten, als er tief im Süden der USA dem „Hilferuf“ eines Vaters nachgeht, der davon überzeugt ist, seine Tochter Nell (ebenfalls hervorragend: Ashley Bell) sei von Satan (oder so) besessen… Die erste Phase des Films entpuppt sich als eine ruhige, amüsante und weitestgehend „Horror-freie“ Geschichte über Cotton´s Alltag, Ansichten und Methoden – bevor der Grundton immer düsterer wird, die „creepy“ Elemente zunehmend die Oberhand gewinnen und die „erwarteten Bahnen“ eingeschlagen werden, welche (trotz „PG-13“) relativ effektiv daherkommen. Am Ende gibt es dann noch einen unerwarteten (zwar passenden, allerdings zu überhastet präsentierten) Twist Schrägstrich Ausklang, der im Vergleich zum Rest jedoch ziemlich „over the Top“ anmutet und an dem sich gewiss die Geister klar scheiden werden – ich persönlich fand ihn „okay“. Von der gesamten Atmosphäre, Inszenierungsweise und den darstellerischen Leistungen her gefiel mir „the Last Exorcism“ wirklich gut: Die (wenigen) Schocks sitzen, die Handlung gleitet nie ins Lächerliche ab, das Skript ist smart und weiß zu unterhalten – auch wenn lange Zeit „nicht gerade viel” passiert (was wiederum einige im Publikum mit Sicherheit enttäuschen und gar langweilen dürfte). Kurzum: Ein interessanter „Indie“, den seine Marketing-Kampagne aber zu sehr nach einem „gängigen Mainstream-Flick“ ausschauen lässt – jedoch mit merklichem Erfolg, denn allein am US-Start-Wochenende spielte die Low-Budget-Produktion (u.a. auf diesem Wege) gleich auf Anhieb ein Vielfaches seiner Kosten ein…

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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #167 am: 31. August 2010 um 18:39 »



Red Hill 7 Narrenkappen

Ist dieses Jahr wohl mein Sightseeing-Jahr. Diesmal gabs das australische Outback. Ein Revengethriller wie er klassischer nicht sein könnte. Selbst die Auflösung bietet keine Überraschung, aber irgendwie war gerade das sehr wohltuend. Junger Cop kommt aufs Land, Aborigine bricht aus Staatsgefängnis aus und kommt ins Dorf und fängt an gezielt Personen zu jagen. Den jungen Cop verschont er. Gute Unterhaltung ohne Schnörkel, lediglich 2 Szenen ware absolut unnötig (CGI). 

...und wieder liegen wir von der Einschätzung her nahe beieinander:  Zwinkern


Irgendwo im Outback angesiedelt, handelt es sich bei „Red Hill“ um einen ansprechend in Szene gesetzten Neo-Western, der mich von seiner ersten bis zur letzten Minute durchweg gut zu unterhalten vermochte. Erzählt wird die Geschichte des jungen Polizisten Shane (Ryan Kwanten, bestbekannt als „True Blood´s“ Jason Stackhouse), der zu Beginn des Films seinen ersten Tag am neuen Dienstort (einem abgelegenen kleinen Kaff im australischen Hinterland) antritt – doch just an diesem geschieht es dann allerdings, dass ein verurteilter Mörder (der als äußerst gefährlich geltende Aborigine Jimmy) aus dem einige Stunden entfernt gelegenen Staatsgefängnis ausbricht. Sofort sind sich die gestandenen Männer des Städtchens einig: Mit Sicherheit ist er auf Vergeltung aus – schließlich war es der hiesige Sheriff, der ihn damals hinter Gittern brachte. In gespannter Erwartung seines Eintreffens positioniert man sich im Folgenden umgehend an den strategisch wichtigsten Plätzen der Gegend – doch so leicht lässt sich Jimmy nun wahrlich nicht überlisten bzw. aufhalten: Die Sonne beginnt sich gen Horizont zu senken, ein Sturm zieht auf – und das (methodisch heraufbeschworene) Sterben setzt ein… Die Handlung kommt schön gradlinig daher, es wird sich nicht lange mit Dingen wie Plot- oder Charakter-Einführungen aufgehalten, der Basis-Ton ist ernst und rau, die zur Schau gestellte Gewalt kommt hart und direkt daher. Die getragene Kleidung ähnelt derer „traditioneller Cowboys“, es wird viel geritten, geschossen und geblutet – eng reihen sich „klassische“ Dialoge, Konstellationen und Konfrontationen aneinander. Als die Nacht anbricht, bringt diese Regen, Donner, Blitze und den Tod mit sich – und das hinein in eine Kleinstadt, in der die Männer das Sagen haben und Frauen nur am Rande auftauchen. Letztere liefern ihren Liebsten die Gründe, wofür es sich zu leben und zu kämpfen lohnt – und „schenken“ ihnen obendrein auch Söhne, also die nächste männliche Generation. Nacheinander knüpft sich Jimmy die zusammengestellte Truppe vor, ohne dabei auch nur ein Wort zu verlieren: Allein Shane verschont er in diesem Rahmen (mehrfach) – schließlich tötet er nicht wahllos, sondern verfolgt eine ganz spezielle Absicht. Die entsprechende Auflösung bzw. Offenbarung der Motive und Backstory bietet zwar keinerlei Überraschung, doch stört das im Prinzip nur wenig – wirkt sogar irgendwie „angenehm unkompliziert gehalten“. In der Hauptrolle agiert Kwantan prima: Shane muss erst noch „seinen eigenen Weg“ finden – quasi „reifen“, um so dann irgendwann mal die „alte Garde“ im Ort ablösen zu können (denn wie wir inzwischen alle ja wissen: there´s No Country for Old Men). Mit „gewichtiger physischer Präsenz“ verkörpert Tommy Lewis den stummen Rächer, der gar fast als eine Art „übernatürlicher Widersacher“ präsentiert wird, in dessen Gegenwart seine Gegner gelegentlich (in Angst oder Ehrfurcht) erstarren und/oder ihre Treffsicherheit verlieren. Ja, das markiert einen gewissen Widerspruch zu der ansonsten sehr nüchtern-realistischen Herangehensweise – doch gibt es in dieser Hinsicht (darüber hinaus) auch noch vereinzelte weitere „eigenwillige Momente“ anzuführen (wie etwa das Auftauchen eines bestimmten Tieres), welche der ganzen Angelegenheit sporadisch einen beinahe schon „surreal anmutenden Touch“ verleihen. In durchweg schicke Bilder gekleidet, inspiriert in Szene gesetzt, temporeich erzählt, anständig gespielt, eine gute Dosis Action, Gewalt und coole Momente aufweisend sowie zu jeder Zeit unterhaltsam – kurzum: „Red Hill“ ist ein gelungener Neo-Western aus „Down Under“, der definitiv ein Blick bzw. eine Empfehlung wert ist… 

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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #168 am: 31. August 2010 um 18:54 »

Ja, langsam wirds fast unheimlich.  Lautes Lachen Zwinkern
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #169 am: 31. August 2010 um 21:57 »

Ja, langsam wirds fast unheimlich.  Lautes Lachen Zwinkern

Naja, "the Loved Ones" und "Suck" haben diese Serie nun auch nicht brechen können (mehr dazu in nächster Zeit)...  Zwinkern
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