Outlander knappe

Prominent besetzt mit James Caviezel (The Passion of the Christ) , Sophia Myles (Art School Confidential), John Hurt (Alien) und Ron Perlman (Hellboy) drehte Howard McCain einen "Science Fiction Alien Wikinger" Film, der zwar an offensichtlichen Mängeln leidet, aber trotzdem zu unterhalten weiss. Wer Filmen wie "Underworld" oder "Resident Evil" gegenüber nicht abgeneigt ist, wird auch bei "Outlander" seinen Spaß haben.
In Norwegen, so ca. 706 nach Christus, stürzt ein Raumschiff ab. Mit an Bord ist Kainan (James Caviezel) sowie ein Wesen mit Namen Moorwen, die einander auf Leben und Tod bekämpfen. Als Kainan nach dem Crash wieder das Bewusstsein erlangt, macht er sich auf die Suche nach seinem Widersacher. Als Kainan ein von Morween verwüstetes Dorf erreicht, wird er von Wulfric (Jack Huston) gefangen genommen. Wulfric vermutet, dass Gunnar (Ron Perlman), Chef des Dorfes, ihn und König Rothgar (John Hurt) für das Massaker verantwortlich machen und sich an ihnen rächen wird. Da er Kainan dafür verantwortlich macht, nimmt er ihn zu einer eingehenden Befragung mit. Obwohl Kainan seine Unschuld beteuert und auf einen bösen Drachen verweist, glaubt ihm niemand. In der Nacht schlägt Morween das erste Mal zu und tötet mehrere Bewohner des Dorfes. Anhand der Spuren wird ein großer Bär für die Tat verantwortlich gemacht. Als am nächsten Tag auf der Jagd ein Bär erlegt wird, ist der Fall für die Wikinger erledigt. Nur Kainan, der in den Clan aufgenommen wurde, nachdem er Rothgar das Leben gerettet hat, weiss es besser. Als Morween erneut zuschlägt, wird er auch von anderen Dorfbewohnern gesehen und Kainan versucht ihn zu töten. Es gelingt ihm zumindest Morween in die Flucht zu schlagen. Als gerade etwas Ruhe einkehrt, greift Gunnar an, in der festen Überzeugung Rache an den Mördern seiner Familie zu üben. Doch auch er wird schneller in die Augen des tatsächlichen Mörders blicken, als ihm lieb ist.
Klar gibt es viel zu schmunzeln, die SFX sind nicht perfekt, die Sprache Kainans hört sich nordischer an als die der Wikinger, die natürlich englisch sprechen. Aber das Setting ist stimmig umgesetzt, die Rollen passend besetzt, auch wenn der Jesus manchmal etwas dumm in die Kamera glotzt. Aber wenn Morween zuschlägt, steigt der Action- sowie der Blutpegel, Ron Perlman darf als glatzköpfiger Wikinger mit 2 Hämmern um sich schlagen (was einfach zu ihm passt und auch recht cool aussieht) und auch das Love Interest darf nicht fehlen, hier in Gestalt von Freya (Sophia Myles), Rothgars Tochter. Die Optik wirkt einigermassen solide, die SFX könnten sicher etwas besser sein. Ein paar Shots auf Kainans Planeten erinnerten an "The Chronicles of Riddick", was die Qualität betrifft. Aber wie bei Riddick, fand ich dies auch bei "Outlander" annehmbar, da die Action stimmig, das Setting mit Wikinger meets SF einfach cool ist und im Gegensatz zu "Pathfinder" der Rhytmus und die Spannungskurve des Films für einen Film dieses Genres ordentlich vom Regisseur umgesetzt wurde. Sicher kein Meisterwerk, aber trashig solide Unterhaltung.