NarrenTalk - Der DVDnarr.com Podcast
DVDnarr.com DVD Online Verleih - LOVEFILM - kostenlos testen
Home Forum NarrenTalk (Podcast) Spielhalle Fotogalerie Gewinnspiel Amazon.de-Shop
Suche Hilfe
Registrieren
Benutzername:   Passwort:
Passwort vergessen?
Seiten: [1]   Nach unten
  Sende dieses Thema  |  Drucken  
Autor Thema: Mother  (Gelesen 1836 mal)
0 Mitgliedern und 1 Gast betrachten dieses Thema.
dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 27.806


Hokusai


« am: 04. Februar 2010 um 18:06 »



Mother 8 Narrenkappen

Joon-ho Bongs vierte Regiearbeit (ohne das Segment in Tokyo mitzurechnen) "Mother" dreht sich wie der Titel schon impliziert um die Mutter (Kim Hye-ja) des geistig zurückgebliebenen Do-joon (Won Bin). Obwohl er schon Mitte 20 ist, schläft er z.B. noch mit ihr in einem Bett. Sie überwacht jeden seiner Schritte mit Argusaugen und dreht fast durch, wenn er auch nur ansatzweise in Gefahr gerät oder zumindest in Situationen, die sie für gefährlich hält. Einzig Jin-tae (Jin Ku) ist sein Freund und schafft es ihn ab und zu von seiner Mutter loszueisen und sich auch mal auf ein paar Drinks zu treffen. Als Do-joon eines Abends auf dem Weg nach Hause auf Ah-jung (Moon Hee-ra) trifft und ziemlich angetrunken versucht sie anzumachen, reagiert diese etwas heftig und Do-joon rennt davon. Am nächsten Tag ist das Schulmädchen tot, an exponierter Stelle über dem Dorf wie auf dem Präsentierteller drapiert. Verdächtigt wird sofort Do-joon, da ein Golfball neben dem Opfer gefunden wurde, der unzweifelhaft dem "Dorfdeppen" gehört hat. Da eine seiner Unzulänglichkeiten darin besteht, sich selten oder nur unter grosser Anstrengung an Vergangenes erinnern zu können, glaubt selbst er den Polizisten, dass er mit dem Mord zu tun haben muss. Alles scheint klar, nur hat jeder die Rechnung ohne Mama gemacht. Sie ist überzeugt von der Unschuld ihres Sonnes und nach anfänglichem Schock und Unsicherheit, besinnt sie sich und macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Vielleicht hat Jin-tae etwas damit zu tun? Und wer war eigentlich dieses Schulmädchen, war sie wirklich die Unschuld vom Lande?

Joon-ho Bong schafft es ähnlich wie mit "Memories of Murder" einen sehr dichten Film zu erschaffen. Nicht ganz so gut wie MoM aber immer noch unterhaltsam und spannend. Getragen wird der Film von einer klasse aufspielenden Kim Hye-ja, selbst die kleinsten Nebenrollen sind extrem gut besetzt. Die Aufnahmen sind teilweise preisverdächtig und zusammen mit dem Score wird eine ländliche Idylle erschaffen, in der es aber unter der Oberfläche ständig brodelt. Kleines Manko und für mich einer der Hauptgründe warum Memories of Murder der bessere Film ist, liegt in der doch relativ vorhersehbaren Entwicklung der Geschichte. Obwohl es verschiedene Verdächtige im Laufe der Handlung gibt, war mir doch relativ schnell klar, wer der eigentliche Täter ist. Auch wenn die Hinweise nicht zu offensichtlich waren, so lag es doch an einer speziellen Reaktion der entsprechenden Person, die einen auf die richtige Spur brachte. Zum Glück gab es dann noch eine geniale Schlusseinstellung, die sehr viel wieder wett gemacht hat.

Wer also "Memories of Murder" mochte, wird bei "Mother" nicht viel falsch machen, auch wenn sich der geneigte Seher bewusst sein sollte, nicht ganz die Qualität des erstgenannten serviert zu bekommen.
Gespeichert

wolfman
Xiao Pang
Administrator
*
Offline Offline

Beiträge: 17.278


Server-Dude!!!


WWW
« Antwort #1 am: 21. Februar 2010 um 12:43 »



Memories Of Murder (살인의 추억)
Süd-Korea 2003

Nachdem in einem Vorort von Seoul in den 80er Jahren mehrere vergewaltigte Frauenleichen auftauchen macht sich die örtliche Polizei daran den Täter zu suchen. Da derartige Verbrechen in Süd-Korea zu dieser Zeit absolutes Neuland für die ermittelnden Beamten waren und es auch keine entsprechenden Dienstanweisungen gab beschränkte sich die Ermittlungsarbeit hauptsächlich auf das Bauchgefühl und das Verprügeln von scheinbar verdächtigen Personen.

Grandioses koreanisches Kino von Bong Joon-ho (The Host, Mother). Memories Of Murder darf sich meiner Meinung nach getrost als einer der besten koreanischen Filme überhaupt bezeichnen. Eine wahrlich gelungene Mischung aus bestialischen Verbrechen, einer packenden Suche nach dem Täter und den infantilen Ermittlungsmethoden der zuständigen Polizisten. Insbesondere letzteres sorgt für eine feine Komik im Film - die jedoch keinesfalls unpassend wirkt.

9 Narrenkappen




Mother (마더)
Süd-Korea 2009

Ein junges Schulmädchen wird tot aufgefunden. Von der örtlichen Polizei wird sofort der leicht zurückgebliebene Do-joon (Won Bin - TaeGukGi) verdächtigt. Obwohl es keine wirklichen Beweise gibt, wird Do-joon als Täter angeklagt. Einzig seine Mutter (Kim Hye-ja) ist von seiner Unschuld überzeugt. Diese setzt von nun an auch alles daran um dies zu beweisen und beginnt mit ihren eigenen Ermittlungen in dem grauenhaften Mordfall...

Seit langem mal wieder wirklich hochklassiges Kino aus Süd-Korea - nachdem es hier ja in der Vergangenheit sehr still geworden ist. Regisseur Bong Joon-ho erzählt nach Memories Of Murder erneut von der Suche nach einem Mörder, erreicht dabei aber nicht ganz die Klasse des erstgenannten. Nichtsdestotrotz ist Mother ungemein spannend und fesselnd. Die wunderbare Inszenierung mit tollen Bildern und die guten Darsteller tun ihr übriges.

8 Narrenkappen
« Letzte Änderung: 21. Februar 2010 um 12:50 von wolfman » Gespeichert



gelini71
Syncro Schauer
Single-Disc
*
Offline Offline

Beiträge: 4.883


Keine Angst - ich bin es nur


« Antwort #2 am: 21. Februar 2010 um 14:05 »

"Mother" kommt übrigens ab 05.08.2010 in die Deutschen Kinos
Gespeichert
dÆmonicus
Globaler Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 27.806


Hokusai


« Antwort #3 am: 22. März 2010 um 10:58 »

Review der Korea Blu-ray
Gespeichert

wolfman
Xiao Pang
Administrator
*
Offline Offline

Beiträge: 17.278


Server-Dude!!!


WWW
« Antwort #4 am: 07. August 2010 um 12:44 »

"Mother"-Regisseur Joon-ho Bong
"Mütter und Söhne schlafen in einem Bett"
Mit dem Monster-Film "The Host" landete er einen Hit, jetzt wendet sich Joon-ho Bong den düsteren Seiten der Mutterschaft zu. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erzählt der koreanische Regisseur, was ihn zu dem Psychothriller "Mother" inspirierte - und warum er darüber mit seiner Mama nicht reden mag. mehr...
Gespeichert



Seiten: [1]   Nach oben
  Sende dieses Thema  |  Drucken  
 
Gehe zu:  



SMFPortal.de Impressum | Forumregeln | Kontakt | Sitemap
Powered by SMF 1.1.15 | SMF © 2006, Simple Machines