Dann reiche ich nochmal was nach. Wobei: Jünger als 1979 sollten wir mit den Filmen aber hier nicht werden.
Der Mann, der vom Himmel fiel (1976)Der kleine Tip meiner Freundin (”Schau dir den doch mal an, du magst doch solche Geschichten.”) vermag irgendwie mit seiner Idee zu fesseln, die filmische Umsetzung kann da leider gar nicht mithalten.
Um das lebenswichtige Wasser für die auf einem Wüstenplaneten zurückgelassene Familie zu besorgen, begibt sich der Außerirdische Newton auf die fruchtbare Erde und gründet dort dank finanziellen Rückhalts durch einige Grundlagenpatente das Unternehmen World Enterprises. Mit Hilfe des Anwalts Farnsworth und des ehemaligen College-Professors Bryce versucht Newton, ein Raumschiff zu entwickeln, um zurück zu seiner Familie fliegen zu können, die rettende Flüssigkeit bringend. Doch die ihn verzehrende Liebe zur Menschenfrau Mary-Lou und nicht zuletzt der eigene Stab an Doktoren und Wissenschaftlern, die das wahre Naturell Newtons schließlich entlarven und ihn genauer untersuchen, fesselt ihn an unseren Planeten und der Flug in seine Heimatwelt rückt in ungreifbare Ferne.
David Bowie, damals (der Film wurde 1976 produziert) schon arg den Drogen verfallen, spielt den Außerirdischen mit ungewöhnlicher Kälte und erinnert ab und zu ein bißchen an den jungen Kinski, wenn gleich natürlich weniger laut und brutal. Da der Außerirdische Newton scheinbar extrem auf den damals sehr beliebten Alkohol reagiert, werden seine Taten immer extremer und unverständlicher. Mitleid mit Newton vermag der Zuschauer so nicht aufzubauen, und auch einige Situationen wirken zu verworren, um die Geschichte richtig begreifen zu können. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, Beweggründe unerklärt. Die Inszenierung mit dem ungewöhnlichen Soundtrack, sehr vielen psychedelischen Einstellungen, harten Schnitten und viel nackter Haut (eben typisch 70er Jahre) wirkt heutzutage sehr fremd und konnte mich nicht begeistern.
Der Mann, der vom Himmel fiel ist wirklich ein sehr schwieriger Film, und wahrlich abseits des Mainstream. Mir persönlich gefiel er leider, von der Grundidee abgesehen, überhaupt nicht.
Technisch gesehen glänzt die DVD mit einer selbst für damalige Verhältnisse miserablen Bildqualität. Schlechter Kontrast, minimaler Schwarzwert, Bildspringen und starkes Rauschen machen ebenso wenig Spaß wie die Tatsache, dass es hier nur eine einzige Tonspur gibt: Eine deutsche Stereospur.
