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Autor Thema: Depeche Mode - Sounds of the Universe (2009)  (Gelesen 257 mal)
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gelini71
Syncro Schauer
Moderator
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Beiträge: 5.044


Keine Angst - ich bin es nur


« am: 29. Juni 2009 um 17:59 »


Mute Records 2009

Offizielle Depeche Mode Webseite

• Dave Gahan - Gesang
• Martin Gore – Keyboards , Gitarre , Gesang
• Andrew Fletcher – Keyboards , Backing Vocals
plus diverse Gastmusiker

Produziert von Depeche Mode & Ben Hillier
Aufgenommen in den Sound Design Studio – Santa Barbara & Chung King - New York

Tracklist
01. In Chains – 6:53
02. Hole to Feed* – 3:59
03. Wrong – 3:13
04. Fraigle Tension – 4:09
05. Little Soul – 3:31
06. In Sympathy – 4:54
07. Peace – 4:29
08. Come back* – 5:15
09. Spacewalker (instrumental) – 1:53
10. Perfect – 4:33
11. Miles away / The Truth is* – 4:14
12. Jezebel – 4:41
13a. Corrupt – 5:04
13b Interlude #5** – 0:42

Mit * gekennzeichnete Songs sind geschrieben von Dave Gahan  , Christian Eigner & Andrew Philpott
Mit ** gekennzeichneter Song ist ein nicht aufgeführter Hidden Track.
Gesang bei “Jezebel” Martin Gore
 
 
8 Narrenkappen bis 9 Narrenkappen

Das das Internet nicht nur Segen sondern auch Fluch sein kann erlebten viele Depeche Mode Fans im Vorfeld zur Veröffentlichung des neuen Albums „Sounds of the Universe“. In der Zeit zwischen der Ankündigung das ein neues Album gemacht wird & der tatsächlichen VÖ schauckelten sich die Erwartungen der Fans in immer neue Höhen , so das das Album bereits vor der VÖ des Status eines genialen Meisterwerk hatte – obwohl noch keiner überhaupt einen Ton gehört hatte. Die etwas Nichtssagenden Videos , welche die Band in loser Folge bei YouTube einstellte & den Produktionsablauf zeigten wurden Haarklein analysiert & man war sich in Fankreisen sicher: Das Album kann nur genial werden !

Als es dann endlich im Player der Fans landete war die Enttäuschung groß – das war nicht das erhoffte Meisterwerk oder gar ein zweites „Violator“. Depeche Mode haben wieder einmal das gemacht für das sie berühmt / berüchtigt sind: Sie haben einfach wieder ein Album gemacht worauf sie Lust hatten & einen Dreck auf Erwartungshaltung der Fans gegeben. Schnell war wieder von Verrat die Rede , es wurde wieder einmal gefordert das Alan Wilder zurückkehren müsste (eher friert die Hölle ein bevor das passieren wird) – dabei erkannten man nicht die Versteckten Details des Albums.

Nun sollte man nämlich nicht den Fehler machen & „SotU“ nach dem ersten Durchhören beurteilen – tatsächlich braucht das Album einige Durchläufe bis es zündet & man sich eine Meinung über einzelne Songs machen kann. Grund hierfür ist die noch größere Einarbeitung von Analogen Sounds. Es wurden Reihenweise alte Klangerzeuger bei E-Bay gekauft , die dann als diese ankamen direkt mit in die Produktion mitaufgenommen wurden – von einer „bekannten Prog-Rock Band“ (Zitat Martin Gore – leider sagt er nicht den Namen der Band) kaufte man sogar einen alten Schrankgroßen Synthie ab um wieder an alten , erdigen Analogsound zu kommen.

Allerdings sollte man auch nicht mit dem Todschlagargument „Öfters hören – dann wird es einem schon gefallen“ das Album schönreden. Denn Tatsache ist auch – es befinden sich wieder einmal einige Füller in der Trackliste , genau wie beim Vorgänger genau in der Mitte reingepackt. Der Fluch der längeren Laufzeit einer CD gegenüber dem Vinyl hat auch hier wieder Gnadenlos zugeschlagen. Songs wie „Peace“ oder „Come back” versanden bereits vorm Refrain im nirgendwo.

Direkt am Anfang mal direkt wieder ein starker Song – „In Chains“ ist so was wie der heimliche Hit des Albums , die Instrumentierung zwar etwas Sparsam aber sehr effektiv gewählt , die Stimme von Dave ganz nach vorne gemischt. Auch „Hole to Feed“ macht richtig Spaß & die von mir gehasste Single „Wrong“ die danach folgt macht im Kontext des Albums auch auf einmal Spaß. Mit „Fraigle Tension“ geht es Old School mäßig wieder in die 80iger zurück – dann kommen leider die etwas Durchschnittlichen Songs bis dann nach dem total überflüssigen Instrumental „Spacewalker“ das Album Qualitativ wieder anzieht & mit „Miles away / the truth is“ , der Ballade „Jezebel“ sowie dem recht flotten „Corrupt“ das Album sehr positiv endet.

Über die Analogen Speerfeuer die hier auf den Hörer niederprasseln kann man geteilter Meinung sein – ich persönlich finde die Sounds doch manches mal deplaziert & störend. Das außer „In Chains“ kein richtiger Hit auf dem Album ist schmerzt etwas aber Depeche Mode kann das egal sein – denn beweisen müssen sie nix mehr. „SotU“ ist ein gutes Alterwerk dessen Qualitäten man erst nach mehrmaligen hören entdecken wird – denn das ist der Knackpunkt des Albums. Man muß es tatsächlich mehrmals in aller Ruhe hören um hier die guten Songs zu finden.

Neben einer normalen CD Version gibt es auch eine sehr schöne große Box mit drei CDs (einer Bonus CD mit 5 weiteren Songs , 5 Remixen sowie einer Demo CD) , einer DVD sowie 2 gebunden Bücher & einigen Goodies. Vor allen die 5 Bonussongs sind sehr hörenswert & hätten eine breitere Veröffentlichung verdient – vor allen „Ghost“ & „Oh well“ sind echte Highlights. Mit um die 70 € ist die Box allerdings nicht gerade billig & wohl eher für den Hardcorefan von Interesse – wert ist sie ihr Geld aber auf jeden Fall (bis auf die billigen CD Verpackungen).       
Gespeichert
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