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Autor Thema: Depeche Mode - Remixe 1981 - 2004  (Gelesen 381 mal)
0 Mitgliedern und 1 Gast betrachten dieses Thema.
gelini71
Syncro Schauer
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Beiträge: 5.044


Keine Angst - ich bin es nur


« am: 29. Juni 2009 um 17:49 »


Mute Records 2004

Offizielle Depeche Mode Webseite

• Dave Gahan - Gesang
• Martin Gore – Keyboards , Gitarre , Gesang
• Andrew Fletcher – Keyboards , Backing Vocals
plus diverse Gastmusiker
Sowie
• Vince Clark – Keyboards , Backing Vocals
• Alan Wilder – Keyboards , Schlagzeug , Backing Vocals


Tracklist
CD 1
01. Never let me down again (Splitt Mix) – 9:31
02. Policy of Truth (Capitol Mix) – 8:00
03. Shout (Rio Mix) – 7:29
04. Home (Air “around the golf” Mix) – 3:55
05. Strangelove (Blind Mix) – 6:32
06. Rush (Spiritual Guidance Mix) – 5:27
07. I feel you (Renegade Soundwave Afgahn Surgery Mix) – 4:57
08. Barell of a Gun (Underworld Hard Mix) – 9:36
09. Route 66 (Beatmaster Mix) – 6:18
10. Freelove (DJ Muggs Mix) – 4:24
11. I feel loved (Chamber´s Remix) – 6:17
12. Just can´t get enough (Schizo Mix) – 6:45

CD 2
01. Personal Jesus (Pump Mix) – 7:47
02. World in my Eyes (Mode to Joy) – 6:28
03. Get the Balance Right (Combination Mix) – 7:56
04. Everything Counts (Absolute Mix) – 6:02
05. Breathing in Fumes – 6:05
06. Painkiller (DJ Shadows Kill the Pain Mix) – 6:29
07. Useless (Kruder & Dorfmeister Session) – 9:06
08. In your Room (the Jeep Rock Mix) – 6:19
09. Dream on (Dave Clark Acoustic Version) – 4:23
10. It´s no good (Speedy J Remix) – 5:02
11. Master & Servant (ON-USound Science Fiction Dance Hall Classics) – 4:35
12. Enjoy the Silence (Timo Maas Extended Mix) – 8:41

CD 3
01. A Question of Lust (Remix) – 5:08
02. Walking in my Shoes (Random Carpet Mix – Full Length) – 8:37
03. Are People People ? – 4:28
04. World in my Eyes (Daniel Miller Mix) – 4:37
05. I feel Love (Danny Tenaglia Labor of Love Dub) – 11:21
06. It´s no good (Club 69 Future Mix) – 8:50
07. Photographic (Rex the Dub Dubb Mix) – 6:20
08. Little 15 (Ulrich Schnauss Mix) – 4:52
09. Nothing (Headcleaner Rock Mix) – 3:30
10. Lie to me (The Pleasure of her private Shame Remix by LFO) – 6:33
11. Clean (Colder Version) – 7:09
12. Halo (Goldfrapp Remix) – 4:22
13. Enjoy the Silence (Mike Shinoba Reinterpreted) – 3:32   
 
 
8 Narrenkappen

Am Anfang war die Maxi Single – diese wurde erfunden als es in den 70igern mit den Discos los ging & die DJs sich beschwerten das der Sound der kleinen 7“ Singles in den großen Soundsysteme der Clubs nicht gut klang. Also presste man eine kleine Auflage im 12“ LP Format um besseren Sound zu haben. Die DJs ihrerseits experimentierten herum & probierten mit der damals eher Vorsintflutlichen Technik die Musik nahtlos ineinander zu mixen – was kaum gelang. Also fingen diese an die Discosongs im Studio nach ihren Wünschen umzubauen – der Remix war geboren. Mit dem Siegeszug der Maxi Single in den 80igern wurde der Remix auch Kommerziell von Interesse. Leute wie Arthur Baker , Shep Pettibone oder Ben Liebrand waren damals die Stars , deren Name oftmals größer als den der Interpreten auf dem Cover zu lesen war. Mit dem Siegeszug von Techno & House in den 90igern wurde der Remix zu einem „Muß“ – es galt der Spruch „Ist der Song Mist kann nur ein guter Remix helfen es zu einem Hit zu machen“. Der Remix als Kunstform der Neuinterpretation hatte sich etabliert.

Depeche Mode haben von Anfang an ihrer Karriere die 12“ Maxi Single als kreativen Spielplatz verstanden. In der Anfangszeit machten sie ihre Mixe noch größtenteils selber , aber nach & nach gaben sie diese Arbeit an diverse Kräfte ab , wobei sie bei der Auswahl der Remixer große Sachkenntnisse haben & auch Genrefremde (z.B. DJ Muggs oder DJ Shadow) an die Regler ließen. Das es von einzelnen Songs bis zu 10 oder gar mehr Versionen gab (oftmals verteilt auf 2 oder 3 limitierten Maxis Singles) war schon fast Normalzustand – von Bootlegs plus den Sachen die noch im Archiv liegen will man da gar nicht erst anfangen. Eine komplette Remix History von Depeche Mode Songs würde wohl jeden Rahmen sprengen – sowohl was den Verkaufspreis angeht als auch die Aufnahmefähigkeit des Hörers. Deshalb „nur“ eine 3 CD Box mit dem wichtigsten.

Nun gilt auch hier – man sollte keine reine Best-of erwarten. Remixer haben i.d.R. keinen Respekt was die Originalvorlage angeht & somit ist das Ergebnis streckenweise für den Hardcorefan etwas erschreckend. Oftmals ist der Song nur noch in Fragmenten erhalten – aber es gibt durchaus auch einige Bearbeitungen die recht nah am Original bleiben. So z.B. der Split Mix von „Never let me down again“ der dem ganzen Song eine noch weitere monotone Tiefe gibt weil er mal eben nach der normalen Single Version 4 Minuten länger läuft. Auch Mike Shinoba von Linkin Park hat mit seiner Bearbeitung von „Enjoy the Silence“ viel Fingerspitzengefühl gegeben – auch wenn der Song jetzt eher wie ein Linkin Park Song klingt durchaus sehr gelungen.

Von Schrott (der Underworld Mix von „Barell of a Gun“ gefällt mir z.B. gar nicht) bis richtige Highlights („Useless“ im Kruder & Dorfmeister Mix – lecker !) ist alles dabei. Alles kann man gar nicht gut finden & das ist auch Sinn der Sache. Es geht vielmehr darum zu zeigen was alles geht & was sich hinter den schnöden Begriff „Remix“ alles verbergen kann. Für die Kunstform Remix haben Depeche Mode verdammt viel getan – nicht jeder Musiker hat den Mut sich seine Musik so bearbeiten zu lassen.   

Die 3er CD Box war leider limitiert & ist OOP , es gibt aber noch eine Spar Version mit einer CD (die Highlights) sowie eine Doppel CD Version. Wer also gerne mal wissen will was Studiotüftler so alles mit Musik anstellen können der sollte auf jeden Fall mal reinhören – Hardcorefans aber hören lieber weg , weil so manche doch an Musikalische Vergewaltigung grenzt.
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dÆmonicus
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Beiträge: 28.162


Hokusai


« Antwort #1 am: 29. Juni 2009 um 17:54 »

Danke fürs reviewen, wird ja ein richtiges Lebenswerk.  Sehr glücklich
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