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Autor Thema: The Dark Knight  (Gelesen 4529 mal)
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freeman
Kinothekar
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« am: 25. August 2008 um 13:23 »

The Dark Knight



Lasst euch von dem ganzen Hypegeblubber diverser "Filmfans" nicht abschrecken. The Dark Knight ist exakt genauso gut, wie er überall gemacht wird. Ein Meisterwerk des Blockbusterkinos und für jeden filmaffinen Menschen schlicht und ergreifend Pflicht ...

Originaltitel: Dark Knight, The
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Christian Bale, Michael Caine, Heath Ledger, Aaron Eckhart, Maggie Gyllenhaal, Gary Oldman, Morgan Freeman, Eric Roberts, Cillian Murphy, Anthony Michael Hall, Monique Curnen, Nestor Carbonell u.a.

Seit mit Batman ein neuer Big Player im Kampf gegen das Verbrechen in Gotham City aufgetaucht ist, befindet sich die Stadt in einer Art Schwebezustand. Unwissend, ob sie einem gesetzlosen Outlaw auf seinem Rachefeldzug zujubeln darf, schaut die Gothamer Bevölkerung ohnmächtig dem Treiben des finsteren Gesindels und seines Widersachers zu. Auch die zwielichtigen Gestalten Gothams sind verunsichert, werden sie doch Batman nicht Herr. Und Batman selbst muss bemerken, dass ein Einzelner niemals gegen das Unrecht dieser Welt ankommen kann. Die Situation ist mehr als verfahren. Ergo beschließt Batmans Alter Ego Bruce Wayne einem neuen Staatsanwalt namens Harvey Dent in die Karten zu spielen, der einem strahlenden Ritter gleich in der Unterwelt aufzuräumen bereit ist. Bruce Wayne bewundert diesen neuen Prototyp des Kämpfers gegen das Verbrechen zutiefst, obwohl Harvey Dent ihm seinen Love Interest Rachel Dawes ausgespannt hat. Doch noch bevor Harvey Dent seinen Kreuzzug gegen das Verbrechen starten kann, eskaliert die Situation. Die Mafia engagierte einen neuen Killer, der nur ein einziges Ziel hat:

Manche Menschen wollen einfach nur die Welt in Flammen sehen ...

Der Joker. So wird der Killer ehrfurchtsvoll genannt. Und dieser Joker stürzt Gotham in eine so nie gesehene Schockstarre, überzieht er doch die ganze Stadt mit Tod und Verbrechen. Und um ihn zu vernichten, wird Batman gegen seine eigenen Regeln verstoßen müssen ...


Batman – the Dark Knight ist, was seine Kosten und sein Einspielergebnis angeht, der Prototyp dessen, was man heute als Blockbuster bezeichnen würde. Doch schaut man sich aktuelle Blockbuster an, wäre dieses Brandzeichen für Den dunklen Ritter genauso unpassend wie das simple Branding als Comicverfilmung. Denn im Gegensatz zu ALLEN aktuellen Blockbustern und Comicverfilmungen bedient sich Batman – The Dark Knight Tugenden, die kaum einer der aktuellen Blockbuster oder Comicfilme zu bedienen vermag. Die wichtigsten Punkte sind dabei die vielschichtige, vor Überraschungen und Twists überlaufende, sehr spannende und richtiggehend epische Geschichte und die grandiosen, sich in alle Richtungen entwickelnden, ungemein faszinierenden Charaktere, die mittels brillanter Dialoge miteinander interagieren. Dabei funktioniert The Dark Knight sowohl als oberflächliche Actionsause als auch als subtextreiche Allegorie auf unsere Zeit.

Schon erste Plakate zu The Dark Knight präsentierten den dunklen Ritter vor einem Gebäude, in dem eine brennende Lücke in Form einer Fledermaus klaffte und dabei überdeutlich an die Bilder um den 11. September erinnerte. Und genau dieses Bild/Poster umschreibt deutlich, wie The Dark Knight unterschwellig funktioniert. Denn hier schwingen im Subtext so viele aktuelle Themen mit, dass man ab und an sogar das Gefühl bekommt, der Film sei damit förmlich überladen. Es gibt Diskussionen zum Thema Anarchie, geschaffen durch puren, unkontrollierbaren Terrorismus. Auch Diskurse zum Terror selbst finden ihren Weg in den Film. Vor allem verkörpert durch den Joker, der hier daherkommt wie das urwüchsige Böse. Der Prototyp des Terroristen, den Motive wie Geld und Macht zu einem irren Lachen verleiten, denn sein einziges Ziel ist das Chaos. Nichts mehr und nichts weniger. Und um diese Figur besiegen zu können, muss der aufrechte Bürger Grenzen überschreiten und wenn das heißt, sich in einem Patriot Act selbst diverser Rechte zu beschneiden. Dass er damit aber selbst fragwürdige Wege beschreitet oder beschreiten muss - grandios transportiert durch einen mehr als nur ohnmächtigen Bruce Wayne/Batman - spart Christopher Nolan in seiner Allegorie auf den Post 9/11 Terror nicht aus. Denn laut Nolans Ansatz ist der Hauptantrieb des Terrors die Angst aller Menschen, und wenn man heute sieht, wie man alleine mit dem Begriff „Terror“ selbst Eingriffe in unsere Privatsphäre rechtfertigen kann, ist klar, dass auch wir inzwischen nur in einer permanenten Atmosphäre der Bedrohung vor uns hin mäandern. Schwere Themen, fürwahr, aber auf wahrhaft großartige Weise über den Film transportiert.

Doch all diese Punkte kann man auch mühelos ausblenden und The Dark Knight als oberflächliche Stylebombe und Unterhaltungsmaschine betrachten. Zwar beschneidet man sich damit selbst des interessanten Subtextes, wird aber genauso prächtig unterhalten. Das liegt an der fintenreichen, sehr intelligent aufgezogenen, oftmals an den Grenzen zum Epos kratzenden Geschichte, die den Streifen permanent vorantreibt und einen unglaublichen Spannungsbogen aus sich selbst heraus zu erzeugen in der Lage ist. Was dabei vor allem auffällt, ist, dass The Dark Knight dem Reboot des Franchises folgend seine eigentliche Hauptfigur – Batman – niemals zu dem Pausenfüller degradiert, zu dem ihn die ersten vier Filme des Franchises immer und immer wieder machten. Denn wer waren die wahren Helden in Batman I – IV? Klar: Joker, Pinguin & Catwoman, Riddler und Two Face und Mr. Freeze. Zwar ist auch in The Dark Knight der Joker die faszinierendste Figur, die IMMER die Highlights setzt, doch Batman ist und bleibt der Motor der Geschehnisse und peitscht permanent die Handlung nach von.


Diese kulminiert immer wieder in grandiosen, sich schlüssig aus der Handlung ergebenden Actionszenen, die so gigantisch daherkommen, dass es einem den Atem abschnürt! Dabei hat Christopher Nolan einen Hauptkritikpunkt seines ersten Batmanstreifens technikbedingt beseitigen können. In Batman Begins gerieten viele der Actionszenen für den geneigten Filmfan zu verwackelt, zu hektisch geschnitten und vermiesten so manchem den Kinobesuch. Diesmal jedoch entschied sich Nolan für IMAX Kameras, um einerseits den Film IMAX-Kinotauglich zu machen, andererseits um noch brillantere Bilder für die „normalen“ Kinos zu erschaffen. Dabei machten genau die IMAX Kameras einen Wackelkameraansatz so gut wie unmöglich, dazu sind sie nämlich viel zu klobig und schwer. Ergo bebildert Nolan die Action unglaublich geerdet, mit fast schon nüchternen Bildern, die ihre Rasanz und Energie einzig aus dem gebotenen Eye Candy vor der Kamera beziehen und nicht durch Schnitt und Wackelfirlefanz aufgewertet werden müssen.

Und was man dann hier für Actionszenen abbrennt, ist einfach nur gigantisch. Vor allem, wenn das Batmobil wieder anrollt und einer Abrissbirne auf vier Rädern gleich die ganze Stadt niederwalzt, schlägt das Herz jedes Actionfans schneller. Dabei erstaunt vor allem der unbedingte Wille, selbst die komplexesten Actionszenen nicht am Rechner zu erschaffen. Ob sich ein Truck MIT Anhänger über die Querachse überschlagen darf oder Laster in die Decke eines Unterführungstunnels gerammt werden, der Aufwand macht einfach nur Staunen. Doch auch die Actionszenen abseits der großen Desasterszenen rocken amtlichst. Vor allem Batman hatte offensichtlich ein paar Lehrstunden in Sachen Vollkontaktsport und darf diverse Knochen und Kauleisten in alle Himmelsrichtungen verbiegen. Und das so brachial und druckvoll und dennoch elegant choreographiert, dass es ein Genuss ist! Und wem das immer noch nicht reicht, dem sollte dann spätestens bei der seit Ewigkeiten nicht mehr gesehenen Realexplosion eines mehrstöckigen Krankenhausgebäudes der Sabber aus der Kinnlade fließen. Einfach grandios.

Im Zusammenhang mit der edel bebilderten Action muss man dringend auch den Soundtrack hervorheben. Dieser kommt genauso themenstark daher wie in Batman Begins und verarbeitet vor allem das sehr gelungene Thema sehr häufig. Doch genau in der Action hat die Musik komplett Pause! Nolan verzichtet selbst in den gigantischsten Actioninfernos auf eine musikalische Untermalung zugunsten eines extrem brachialen Sounddesigns, das die Hosenbeine im Kinosaal flattern lässt. Und die Entscheidung ist gar nicht dumm, wirkt die Action dadurch doch noch brachialer und vor allem direkter/unmittelbarer, was den Realitätsanspruch der gesamten Chose trefflich untermalt! Und auch wenn Hans Zimmer und James Newton Howard in den Actionszenen nicht glänzen dürfen, haben sie zumindest einen grenzgenialen Einfall in den Film einbringen dürfen.


Dieser betrifft das Thema des Jokers. Es ist weniger ein musikalisches Thema, es ist viel mehr eine Ahnung, ein nervöses Flirren, eine Art Soundteppich, der teils Minuten vor dem Erscheinen des Jokers einsetzt und sein Kommen unterschwellig ankündet, um dabei bereits die Atmosphäre der Bedrohung und Ungewissheit zu lancieren, die die Auftritte des Jokers so extrem wirkungsvoll machen. Ist der Joker dann da, steigert sich dieses Flirren mit dem „Geisteszustand“ des Jokers, der dann wie die Musik mehr und mehr abdreht und mit dem Thema gemeinsam zum verstörenden Höhepunkt kommt, der in grimmigsten Humor und/oder brachialer Gewalt kulminieren kann.

Und damit sind wir beim Thema. Der Joker. Das Urböse. Ein Freak. Ein Junkie. Übergroß verkörpert von Heath Ledger, der hier zum letzten Mal zeigen durfte, warum er zu einem der hoffnungsvollsten Jungdarsteller des aktuellen Hollywoodkinos gehörte. Er macht die überkandidelte Vorstellung von Jack Nicholson als Joker komplett vergessen (einzig die wenig gelungene deutsche Synchronisation versucht ihn in die Nicholson Ecke zu drängen!). Was Ledgers Vorstellung mit Nicholsons Jokerdarstellung gemein hat, ist, dass er in seinen Szenen ALLE Aufmerksamkeit auf sich zieht und ALLE anderen Darsteller an die Wand spielt! Dabei etabliert er bereits bei seinen ersten Auftritten einen ungemein bösen Humor im Film, der alleine schon die relativ hoch erscheinende FSK 16 Freigabe rechtfertigt. Und alleine seine „Ich habe da einen Zaubertrick. Ich lasse diesen Bleistift verschwinden“ Szene, macht klar, wie der Joker im ganzen Film funktioniert und was ihn von Nicholsons Interpretation unterscheidet: Ledger macht den Joker nicht zu einer Witzfigur, sondern zu einer unberechenbaren Mordmaschine, die im einen Augenblick zu offenherzigen Lachern animiert, um keine zwei Sekunden später das Lachen ungläubig verstummen zu lassen. So auch bei der Bleistiftszene, die so ziemlich die zynischste Einlage eines Blockbusters seit Ewigkeiten darstellt. Es ist schade, dass wir Ledger nie wieder so werden wüten sehen dürfen, zumindest ist es aber eine Art Trost, dass er sich mit einem riesigen Urknall aus unserer Wahrnehmung verabschieden durfte und eine Leistung hinlegen durfte, die niemals vergessen werden wird. RIP Heath.


Der Rest der Darsteller macht einen mehr als hervorragenden Job. Christian Bale müht sich nach Leibeskräften und kann vor allem die Selbstzweifel seiner Figur grandios transportieren. Aaron Eckhardt als Harvey Dent habe ich selten so intensiv und kraftvoll aufspielen sehen, was die tragischen Entwicklungen um seine Figur nur umso eindrucksvoller macht. Michael Caine und Morgan Freeman geben erneut die Grand Seigneurs des Streifens und sorgen für einen - teils dringend benötigen – auflockernden und humorigen Unterton. Gary Oldman als Det. Lt. James Gordon darf mit ungewohntem Understatement als zweite große Überraschung des Streifens gewertet werden. Seine Rolle wird stark vertieft und ausgebaut und verschafft dem Film eine weitere, sehr aufrechte und positive Identifikationsfigur, die Oldman grandios steht und von ihm mit viel Leben ausgefüllt wird. Ein echtes Problem ist Maggie Gyllenhaal als Rachel Dawes. Die Figur selber war schon in Batman Begins überflüssig wie ein Kropf, was sich auch in diesem Film deutlich bemerkbar macht. Zwar darf sie die Dreiecksgeschichte zwischen ihr, Bruce Wayne und Harvey Dent befeuern, doch genau diese Kiste funktioniert so gut wie gar nicht, da man weder Eckhardt und Gyllenhaal noch Bale und Gyllenhaal so etwas wie funktionierende Chemie unterstellen kann. Obendrein stakst Frau Gyllenhaal seltsam ungelenk durch die gesamte Inszenierung und scheint selbst nie so recht zu wissen, was sie eigentlich in diesem Film zu suchen hat. Glücklicherweise löst sich dieses Problem in diesem Film gleich von selbst ...

Was bleibt ist das Opus Magnum des Comcifilmes. Die Neuinterpretation des Begriffes Blockbuster, fernab von „Hirn raus, Film ab“ Dimensionen. Egal, was man in Batman – The Dark Knight sehen will, er ist in jeglicher Beziehung perfekt. Sei es die Allegorie auf unsere Zeit der Angst oder der pure Entertainmentfaktor, es geht nicht mehr besser. Alles wird auf eine ganz neue Stufe gehoben und dürfte auf Jahre absolut unerreichbar bleiben. Man kann nur hoffen, dass Christopher Nolan dem Franchise noch lange erhalten bleibt und diese Reihe nach seinem Gutdünken weiterprägen darf ... und hoffentlich gelingen ihm weiterhin derartige Glücksgriffe hinsichtlich der Besetzung „seines“ neu etablierten dunklen Ritters. Der Pflichtfilm des Jahres!
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In diesem Sinne:
freeman
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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #1 am: 25. August 2008 um 17:57 »

Sehr fein und wenigstens reduzierst du es nicht nur auf 9/11.  Daumen hoch!
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Pita
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« Antwort #2 am: 26. August 2008 um 10:18 »

Hab den Film auch am Sonntag gesehen und muss sagen, dass ich mir nicht vorstellen kann, in welchem Jahrzehnt ein anderer Film diesen als meine Nr.1 ablösen wird.
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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #3 am: 26. August 2008 um 19:01 »

Ich hab "nur" 9/10 gegeben, von daher hoffe ich schon, dass ab und an ein Film kommt, der noch besser ist.  Zwinkern
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Ronin
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fire walk with me


« Antwort #4 am: 31. August 2008 um 11:29 »

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten (5€ in Phrasenschwein  Zwinkern ), trotzdem ist mir deine Kritik, gerade im letzten Absatz zu euphorisch. Klar, The Dark Knight, ist ein super (Action)Film, aber so gut, daß er den Thron im Olymp einnimmt und auf Jahre sichert, ist er ganz sicher nicht.

The Dark Knight 8 Narrenkappen
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The Punisher
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Track him, find him, kill him


« Antwort #5 am: 31. August 2008 um 11:34 »

aber so gut, daß er den Thron im Olymp einnimmt und auf Jahre sichert, ist er ganz sicher nicht.

Doch ist er Cool
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Ronin
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fire walk with me


« Antwort #6 am: 31. August 2008 um 11:40 »

aber so gut, daß er den Thron im Olymp einnimmt und auf Jahre sichert, ist er ganz sicher nicht.

Doch ist er Cool
...isser nicht.  Cool
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woodz
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« Antwort #7 am: 31. August 2008 um 14:14 »

Starke review Freeman! Hab den Film in der OV gesehen und würde Heath Ledger nur ungern synchronisiert erleben. Grandiose Darstellung! Bisher der beste Film des Jahres. Hat alle Erwartungen erfüllt!
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #8 am: 03. September 2008 um 11:33 »

Starke review Freeman! Hab den Film in der OV gesehen und würde Heath Ledger nur ungern synchronisiert erleben.

Mit gutem Grund, imo zieht das die Leistung ein bissl runter. Der Synchronmann (der gleiche wie immer) müht sich, schafft es aber nicht die Figur zu packen.

Zum Film hab ich damals das geschrieben:

Zitat
Le film: Er ist über Nacht und mit viel Nachdenken gewaltig gewachsen. Gestern unmittelbar danach war ich etwas ernüchtert. Er war gut, keine Frage, kam mir zugleich aber auch fragil vor, unkomplett, durchwachsen mit Frakturen. Bei weitem hat Nolans Film nicht die gleiche In-sich-Geschlossenheit zu bieten wie die Filme von Tim Burton, was aber ja auch schon in "Batman Begins" der Fall war.

Aber dann über Nacht kam die Erleuchtung, dass ich da gestern die beste Comicverfilmung überhaupt gesehen habe. Ein dreidimensionales, rundum offenes Netzgebilde, das einfach alles bietet. Alles und jedem. Die 9/11-Metaphorik des Films ist brillant, das Gesellschaftsbild wird genial ausgebildet und selbst die Szene mit den zwei Passagierschiffen hat rückblickend nicht diese moralinsaure Wirkung ähnlicher Szenen aus "Spider-Man 2" (die Hilfe der Bürger beim Zug oder die Attacke auf den Goblin, als Spider-Man am Seil der Brücke hängt). Die Action und Inszenierung beweist ohnehin eine Reife, mit der Nolan endgültig im ihm vorher noch so fremden Actiongenre angekommen ist.

Auch die Gewichtung der Charaktere, die gerne mal moniert wurde, kann nur beglückwünscht werden; wie die es schaffen, Batman einerseits so zur Nebenfigur zu degradieren und ihn doch jeglichen Handlungsantrieb auslösen zu lassen, wie freeman treffend festgestellt hat, das ist ganz große Klasse.

Zu Ledger: Starke Leistung, ohne Frage, aber mir wird er auch ein bisschen zu sehr gehypt. Ein endgültiges Urteil möchte ich mir aber erst nach Ansicht der Originalfassung erlauben, denn die Synchronstimme wirkt doch arg überfordert und ich glaube, dass vieles von der Faszination des Jokers gerade über die Stimme transportiert wird.
Gestisch und mimisch erinnerte mich Ledger stark an Jeff Goldblums "Fliege"-Interpretation im Mittelstadium: ein kränkliches Geschöpf, wild gestikulierend, manchmal unsicher, und vor allem die dunklen, ziellos umherrollenden Augen und das Schmatzen und Lippenlecken, das hatte seeehr viel von Goldblums Schauspiel. Der Joker hat mir Spaß bereitet, weit mehr auch als Nicholsons Joker, aber eine Oscarnominierung würde ich für übertrieben halten.

Aaron Eckhart als Harvey Dent war in Ordnung, aber so richtig hat seine tragische Entwicklung bei mir nicht gezündet; vielleicht kam sie zu überraschend, vielleicht war auch das halbe Gesicht zu künstlich (wobei seine erste Szene ohne Verband schon ziemlich ungemütlich war, als man schon sieht, dass da irgendwas fehlt). Die von Oldman, Freeman und Caine gespielten Charaktere finde ich zunehmend liebenswerter, weil sie mich so sehr an liebevoll eingestreute Nebenfiguren aus bestimmten Comics erinnern; vor allem hätte ich gerne bei einer neuen Spawn-Verfilmung einen Twitch, der so aussieht und agiert wie Oldmans Polizist.

Gyllenhaal war suboptimal, was aber imo vor allem auch wieder an ihrer Rolle lag, die der Schwachpunkt der Franchise ist. Besser als Holmes fand ich sie aber allemal.

Und so komm ich auf ne grundsolide
 9 Narrenkappen
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VIDOCQ
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« Antwort #9 am: 03. September 2008 um 16:18 »

War gestern im Kino und von mir bekommt "Dark Knight" ebenfalls eine  10 Narrenkappen

War kurz am überlegen ob es nicht eine  9 Narrenkappen auch tun würde, aber mal ehrlich, klar kann es immer mal bessere Filme geben, aber nur deshalb auf die volle Punktzahl verzichten......Nö, sehe ich nicht ein.

Bei dem Film passt einfach alles. Die Schauspieler, allen voran natürlich der großartige Heath Ledger (R.I.P.), die Story, Die Action.... dafür gibt es eine 1+.

Seit langer Zeit hatte ich im Kino das Gefühl , das man sehr viel Film für sein Geld bekommt.  Mr. Green
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Pita
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« Antwort #10 am: 04. September 2008 um 09:10 »

Zitat
Seit langer Zeit hatte ich im Kino das Gefühl , das man sehr viel Film für sein Geld bekommt.

Genau das dachte ich auch, endlich mal 9,30€ sinnvoll investiert Lächeln
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« Antwort #11 am: 04. September 2008 um 09:32 »

Zitat
Seit langer Zeit hatte ich im Kino das Gefühl , das man sehr viel Film für sein Geld bekommt.

Genau das dachte ich auch, endlich mal 9,30€ sinnvoll investiert Lächeln

Gut,  € 9,30 ist aber ganz schön heftig  Geschockt
Der Film macht das locker wieder wett, aber ich bin der Meinung das man so ne Abzocke nicht auch noch unterstützen sollte.
Wir gehen meistens am Kinodienstag in unser Kino (Cinestar) und da kostete das Ticket € 6,50........
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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #12 am: 04. September 2008 um 09:49 »

Ich hatte ja das Glück den schon vor ein paar Wochen in der Sneak zu sehen. Und die kostet immer 6,00 EUR.  Sehr glücklich
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #13 am: 04. September 2008 um 11:15 »

Ich war an nem Kinodienstag für 5,70€ und dann nochmal an nem Freitagabend für 8,70€. Und dann hab ich bei einem Besuch noch jemand eingeladen... macht zusammen schon so viel wie später die DVD, aber egal. Zwinkern
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Hokusai


« Antwort #14 am: 04. September 2008 um 11:38 »

Bonze.  Zwinkern
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Debakelvince


« Antwort #15 am: 04. September 2008 um 13:50 »

Bonze.  Zwinkern

Dafür muss ich jetzt aber nen Monat uffe Straße schlafen.  Mr. Green
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Hokusai


« Antwort #16 am: 04. September 2008 um 13:58 »

Ach, ich bin sicher, der ein oder andere Engel wird sich deiner Erbarmen.  Zwinkern
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Debakelvince


« Antwort #17 am: 04. September 2008 um 14:49 »

Ach, ich bin sicher, der ein oder andere Engel wird sich deiner Erbarmen.  Zwinkern

Ach so, ich war schon aufm Weg nach Berlin, um bei einem Dämonen Unterschlupf zu finden... aber gut, fahr ich halt wieder heim. Zwinkern
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Hokusai


« Antwort #18 am: 04. September 2008 um 14:54 »

Sind ja zwei Welten, wenn man Dämonen und Engel gegenüberstellt. Musst du wissen, was dir besser gefällt.  Cool
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Debakelvince


« Antwort #19 am: 04. September 2008 um 15:05 »

Sind ja zwei Welten, wenn man Dämonen und Engel gegenüberstellt. Musst du wissen, was dir besser gefällt.  Cool

Mein Plan ist ja, die Düsternis in die Welt der Engel zu bringen. Werde aber auch immer ein Kind des Schattens bleiben, mein Gebieter. Zwinkern
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