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Autor Thema: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels  (Gelesen 3063 mal)
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freeman
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« am: 29. Mai 2008 um 11:42 »

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels



Indiana Jones ist nach 19 Jahren endlich wieder auf der großen Leinwand unterwegs und geht den Mysterien der Welt auf den Grund. Leider ist diese Neubelebung des Blockbustergiganten mysteriös enttäuschend geraten ...

Originaltitel: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
Produktionsjahr: 2008
Herstellungsland: USA
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen, Shia LaBeouf, Ray Winstone, John Hurt, Jim Broadbent, Andrew Divoff u.a.

1977: George Lucas hatte gerade die Dreharbeiten zu „Star Wars“ hinter sich gebracht und trachtete nach Erholung. Dabei traf er seinen Kumpel Steven Spielberg. Jener war noch vollkommen abgespannt von den Dreharbeiten zu seinem epochalen „Unheimliche Begegnung der dritten Art“. Und worüber reden zwei kreative Köpfe beim Ausspannen? Klar, über die Arbeit. Einen James Bond Film wolle er drehen, meinte Steven Spielberg. Lucas erwähnte umgehend seine Träumereien in Bezug auf ein Projekt namens Indiana Smith, das auf den Serials (quasi eine Vorform der Comics) längst vergangener Zeiten beruhen sollte. Warum nicht einfach beides verbinden? Dazu einen etwas klangvolleren Namen und schon war er geboren: Indiana Jones. 1981 preschte dieser dann in seinem ersten Leinwandabenteuer „Jäger des verlorenen Schatzes“ der Bundeslade hinterher. 1984 verschlug es ihn in den „Tempel des Todes“ in Indien, wo er ein zeitlich vor Teil I angesiedeltes Abenteuer erlebte, nur um in „Der letzte Kreuzzug“ mit seinem Vater den Nazis den heiligen Gral abzuluchsen. Das war 1989 und obschon der erfolgreichste Teil der Reihe, wurde es daraufhin um Indy etwas ruhiger.

Zumindest auf der großen Leinwand, denn George Lucas ließ sein Kind – wie so oft – nicht los. Die Folge waren unzählige Videospielumsetzungen, bergeweise Literatur in Form weiterführender Romane und Comics und natürlich die seinerzeit teuerste und hochgradig ambitionierte Indiana Jones Serie, die die Kindheits- und Jugendjahre unseres beliebtesten Archäologen beleuchtete und sogar mit einem Gastauftritt von Harrison Ford aufwarten konnte. Unbestrittenen Atmosphärehöhepunkten bei den Geschichten um die Schlacht bei Verdun standen hier Folgen puren Slapsticks gegenüber und zeigten: Das Franchise war alles andere als tot. Dennoch reichte es nie für einen weiteren Leinwandausflug. Da machten Filme wie „Die Mumie“ und ihre Fortsetzung oder die „National Treasures“ Reihe mit Nicholas Cage deutlich, dass das Publikum noch immer in Abenteuerfilme strömt, wenn die Schauwerte stimmen. Und plötzlich kamen auch wieder Pläne für einen neuen Indy auf. Doch diese kamen und gingen wie die Jahreszeiten. Bis ... ja bis Harrison Ford Höchstselbst auf den Tisch schlug und ankündigte, dass wenn das Projekt nicht bald konkrete Formen annehme, er Bullenpeitsche und Fedora Hut fortan für immer an den Nagel hänge.


Eile war geboten. Und genau diese bekommt dem neuen Abenteuer nun so gar nicht. In selbigen erleben wir, wie sich Indiana Jones ein Wettrennen mit den Russen um ein seltsames Artefakt liefert, das den Weg zu einer verloren geglaubten goldenen Stadt (El Dorado) weisen könnte. Diese Geschichte siedelte man 19 Jahre nach Teil III an und verschweigt somit nicht, dass auch im realen Leben seit dem letzten Abenteuer 19 Jahre vergangen sind. Dementsprechend ist auch Indy in die Jahre gekommen, weigert sich aber standhaft, sich auf sein Altenteil zurückzuziehen. Und sieht man die ersten 105 Minuten wünscht man sich auch, dass dies nie geschehen möge. Zwar gibt es schon in diesem Abschnitt des neuen Indyteils gravierende Schwächen und Probleme, doch hier fühlt sich alles noch absolut richtig an! Der Film beginnt mit einer irren Szenenfolge um Russen auf dem amerikanischen Kontinent, die ein geheimes Militärlager der Amerikaner besetzen und einen stark magnetischen Gegenstand suchen. Ihr Führer: der entführte Indy, der den Russen auf gewohnt bärbeißige Art bei ihrer Suche hilft. Unfreiwillig, versteht sich. Im Nachhinein wünscht man sich, Indy hätte einmal den Gegenstand, den die Russen gesucht haben, genauer inspiziert, vielleicht wäre er dann nur kopfschüttelnd aus dem Film verschwunden. Aber na ja, er bleibt und zerlegt neben diversen Russen auch gleich noch ein Atombombentestgelände. Das ist so überkandidelt und mit einem derart genialen Timing inszeniert, dass dem actionhungrigen Publikum der Unterkiefer automatisch nach unten klappt.

Doch schon das Ende dieser Szenenfolge sorgt für erstes echtes Unbehagen. Eine Atombombenexplosion und Indy schaut fasziniert in den Pilz, während sich die Silhouette des Charakters in die Netzhaut des Zuschauers brennt. Ist das noch federleichtes, unschuldiges  und vor allem unbeschwertes Blockbusterentertainment? Eigentlich nicht. Und diese Verschiebung im Ton wird dem Film mehr und mehr zur Crux werden, vor allem in Hinsicht auf den Showdown. Nach diesem seltsam nachdenklich zurücklassenden Einstieg entspannt sich vor unseren Augen Indy at it’s Best. Überkandidelte Schurken (Sind die Russen vielleicht sogar die besseren Nazis? So hinterhältig, wie sie Vokale verdunkeln?), schlitzohrige und vor allem hochtourige Action und ein genialer One Liner nach dem anderen lassen den Zuschauer mehr und mehr vergessen, dass der Film ganz offensichtlich auf ein Ende zusteuert, das recht abstrus werden könnte. Denn Hinweise, was da kommen wird, gibt es viele. Doch wahr will man es einfach nicht haben und so genießt man jede Minute des auf old School getrimmten Kinotraumes, der einen zurück in die eigene Kindheit befördert, wo man aufgrund der hohen Freigabe der Vorgänger Indiana Jones eigentlich gar nicht hätte kennen dürfen ... Eigentlich.


Doch auch in diesen Momenten, wenn Indy wie eine geschmierte Maschine läuft, tun sich diverse Probleme auf. Zum einen funktioniert Irina Spalko kein Stück als Oberbösewicht. Das liegt auch und vor allem an Cate Blanchett, die doch extrem verloren wirkt in diesem riesigen Blockbustervehikel und die irgendwann vergessen zu scheint, dass ein Bösewicht sich nicht nur über eine Kackfrisur, einen Degen und ihren Akzent definiert, sondern auch mal böse sein sollte. Also so richtig. Klar, das Drehbuch gesteht ihr nicht einmal ein vernünftiges Motiv zu (Gädangekondrolä fur Genosse Stalin? LOL), ein Grund zu kapitulieren ist das aber nicht wirklich. Dafür richten ihre linken und linken Hände (rechte Hand wäre wohl ideologisch nicht korrekt Zwinkern ) hier wieder einiges und machen als Backenfutterlager für Indys Fäuste allesamt einen guten Job. Ein weiterer Schauspieler, der nicht funktioniert, ist der von Spielberg massiv als zukünftiger Star aufgestellte Shia LaBeouf. Sein Charakter soll wohl die coolste Sau auf Gottes weitem Rund darstellen. Blöd nur, dass LaBeouf alles Mögliche ist, nur nicht cool. Eher pomadig, linkisch und fahrig. Obendrein will die Chemie zwischen ihm und Ford einfach nicht funktionieren. Viele Sprüche und Gespräche zwischen den beiden laufen komplett ins Leere und sind nicht einmal ansatzweise ein Ersatz für das geniale Vater Sohn Gespann in Teil III.

Und weil’s gerade so schön ist. Auch Ray Winstone als Mac ist sehr schwach. Der immer wieder hoch gelobte Mime findet NIEMALS in den Film. Sein Charakter ist ein schlechter Witz, die Wendungen um ihn herum wirken kurios unbeholfen und über die Maßen willkürlich. So mutiert Mac recht schnell zu einem echten Störfaktor. Doch glücklicherweise ist da ja noch Harrison Ford. Es fällt schwer zu sagen, Ford spiele Indiana nicht, sondern er sei Indiana, da Ford ja auch Han Solo und Deckard (Blade Runner) ist, aber Harrison Ford ist nun mal Indy Zwinkern. Und er fühlt sich sichtlich wohl in der Rolle, zumal seine schauspielerischen Defizite, die ihm immer wieder nachgesagt werden und die er selber einmal konterte mit: „Schauspielen ist die Kunst, sich nicht beim Spielen erwischen zu lassen!“, seinem Indy eben genau den linkischen Charme geben, der ihn weltberühmt gemacht hat. Das schiefe Lächeln, die schalkhaft blitzenden Augen, der panische Blick angesichts von Schlangen ... Ford spielt, als habe er den Charakter nie abgelegt und er ist absolut mit Spaß und Engagement bei der Sache. Und wenn dann auch noch Karen Allen als Marion Ravenwood in den Film findet und die Liebeleien aus Teil I wieder frotzelnd aufleben dürfen, beschert dies dem Film seine besten, weil witzigsten und wahrhaftigsten Momente.

Und auch wenn einige geheimnisvolle Einlagen seltsam unaufgelöst verpuffen (Irgendjemand war kurz vor uns hier, heißt es zweimal im Film. Wer das war, wird NIE geklärt!) und man sich noch ein paar handfeste Actioneinlagen mehr gewünscht hätte, Indy 4 macht hier einfach einen riesigen Spaß! Egal wie abgehoben manche Over the Top Actioneinlagen auch sein mögen, sie stehen in der Tradition der Reihe und wirken einfach absolut liebevoll ausgearbeitet und umgesetzt. Gerade die Verfolgungsjagd durch den Dschungel strotzt vor irrsinnigen, so noch nie gesehen Details und bietet vor allem Janusz Kaminski eine gigantische, überlebensgroße Bühne zum Wirken. Was Janusz Kaminski in den temporeicheren Momenten für Kamerafahrten abfackelt, ist schlich unglaublich. Eine dermaßen dynamische Kameraarbeit habe ich zuletzt maximal in 3 D Animationsfilmen gesehen – nur mit dem Unterschied, dass bei 3 D Animationsfilmen keine realen Beschränkungen wie die Schwerkraft usw. vorhanden sind. Doch diese scheint Kaminski für die Actionkapriolen in Indy 4 einfach komplett auszuhebeln. Die Folge sind diverse Schauerabgänge bei einigen mehr als genialen Kamerafahrten und Kameraspielereien. Und obschon sich dies alles einen Zacken zu spektakulär anzuhören scheint, es passt einfach hervorragend auf den Film, der ansonsten optisch genau den Look verpasst bekommen hat, der dafür sorgt, dass sich Indy 4 mühelos in die bisherige Reihe integriert. Abseits der Action bleibt man demzufolge herrlich altmodisch. Die Schnittfrequenz ist moderat, die Kamera wackelt nie, die sepiafarbenen Bilder wirken edel und genau durchdacht und im Grunde sind die Naturpanoramen die eigentlichen Hauptdarsteller. Ganz großes Kino. Zum Score von John Williams muss man da gar nicht viel sagen. Wer bei Erklingen der Indyhymne nicht sofort mitsummt, hat eh nichts in diesem Film verloren! PUNKT!


Kurzum: Indy hat einige Schwächen, doch welcher Blockbuster schafft es schon, alle zufrieden zu stellen? Seht ihr. Doch leider, leider, leider geht der Film länger als 105 Minuten. Und wer weiß, was Herrn Spielberg und Herrn Lucas geritten hat, aber die letzten 20 Minuten sind ein einziges Ärgernis. Alles beginnt so herrlich. Indy sucht mit seinen verbliebenen Freunden nach der Quelle des seltsamen Artefaktes, das er irgendwann aufgeglaubt hat, und gelangt zu einer alten indianischen Pyramidenstadt. Hier wird er von Eingeborenen gejagt, es gilt herrliche Fallen/Mechanismen zu überwinden und das Fanherz schlägt immer hektischer und dann ... dann macht es *plumps*. Die Befürchtungen, die man die letzten 105 Minuten immer wieder zu verdrängen suchte, werden wahr. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels wird zu Akte X oder eben zu Unheimliche Begegnung der dritten Art 2. Mit allem, was dazu gehört. Spielbergaliens, metaphysisches Geblubber, ein seltsames Ende für Irina Spalko. Und mit jeder Sekunde mehr Effektgetöse aus den Rechenknechten von ILM, das den Film auf einmal mit einer dicken Schicht glatter und langweiliger Special Effects zukleistert, wird einem bewusst: Indiana Jones findet hier nicht einfach nur das Roswell Alien und auch El Dorado spielt absolut keine Rolle mehr. Nein, hier wird einfach in den Gigantomaniemodus geschaltet und ein recht seltsames Ende lanciert, auf das man zwar beständig hinarbeitete, dafür aber den geerdeten Ansatz von Indy komplett ausblendet. Klar, Indy und Fantastik, das gehört einfach zusammen. Aber Indy und glatte CGI Aliens mit finsteren Augen in einem wild rotierendem Raumschiff? Neee! Und plötzlich fühlt man sich seltsam fremd. DAS ist nicht unser Indy. Das ist ... das ist ... Schrott.

Glücklicherweise endet das ganze Spektakel einigermaßen versöhnlich und mit einem Hinweis, dass Indy wohl definitiv nicht bereit ist, seinen Hut an den Nagel zu hängen. Schon gar nicht zugunsten von Milchbubi Shia LaBeouf. Doch irgendwie nimmt man das gar nicht mehr so recht wahr. Wie betäubt stellt man fest, dass die letzten großen Wiederbelebungen von Filmreihen, die einst die Kindheit bestimmten (Terminator, Rocky, Rambo), allesamt besser und lohnender für die Fanseele waren als dieser Film. Im Grunde hat nur George Lucas selber einen noch schlimmeren Wiederbelebungsversuch eines Franchises verbrochen. Und wenn Indy zu Ende ist, fragt man sich direkt, warum eigentlich nicht auch noch Jar Jar Binks mal vorbeigeschaut hat. Verwundert hätte es einen nicht wirklich ...


Was bleibt ist Ernüchterung. Auf keine Fortsetzung habe ich mich mehr gefreut als auf Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Im Grunde konnte diese enorme Erwartungshaltung wohl in jedem Fall nur enttäuscht werden, doch das wäre dann ja mein persönliches Problem gewesen. So kreieren aber die Verantwortlichen selbst dieses ungute Gefühl in der Magengegend ... und das nach einem so herrlich stimmigen und mit großen Augen goutierten Einstieg. Bis zum Showdown war wirklich alles perfekt. Das Indy Gefühl war da, die Action ein Fest, die Schauwerte gigantisch und Harrison Ford absolut in Topform ... Doch dann ... ALIENS … au weh …
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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #1 am: 29. Mai 2008 um 12:02 »

Tolle Review, Wertung war auch bei mir 6/10 was hauptsächlich am Ende lag, aber mir stiess schon z.B. die Tarzaneinlage negativ auf.

Volle Zustimmung zu Shia, total überbewertet und einfach nur lächerlich in dem Film. Bei Mrs. Russin hatte ich das Gefühl das da einfach ein "Nichts" im Hintergrund war, das Cate einfach nicht überspielen konnte. So gesehen müsste das eine versierte Schauspielerin aber können.  Zwinkern

Die Kohlen aus dem Feuer holen wirklich Harrison und Karen (die ein Strahlen aus der Leinwand schickt, das manch jüngere Kollegin neidisch machen sollte). In den Momentem zusammen mit den netten Anspielungen und Onlinern (die aber auch recht rar gesät sind) macht Indy richtig Spass.
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freeman
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« Antwort #2 am: 29. Mai 2008 um 12:33 »

Danke fürs Lob und jau Tarzan und beispielsweise die "Fliegenklatsche" in Baumform waren schon ziemlich kaputt, aber imo eben wirklich Actioncomic vom Feinsten ... und daher FÜR MICH auch net störend. Ohne das blöde Ende wäre somit locker eine 8/10 drin gewesen.

Und absolute Zustimmung zur Karen. Im Nachhinein ist es schade, dass sie erst so spät in den Film findet und gleichzeitig auch John Hurt viel (unverdiente) Aufmerksamkeit auf sich zieht (sein Charakter war auch ein Witz!). Man hätte lieber Karen als Sidekick installieren sollen ... aber sie ist vermutlich einfach zu "alt" ... also wenns nach den Produzenten geht ... Leider ...

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Hokusai


« Antwort #3 am: 29. Mai 2008 um 12:53 »

Stimmt, Hurt war auch sehr überflüssig. Die Baumklatsche war ja auch nett, aber die Lianenaktion war einfach in meinen Augen schlecht gemacht und passte irgendwie nicht. Sehr doof fand ich auch dass die beiden einzigen "richtigen" Abgänge der Bäddies bei den Ameisen waren. Da hätte ich auch noch was alternatives vermisst (oder so Kleinigkeiten wie das eingebrannte Medaillon).

Eigentlich hätte es gereicht Karen und Indy wie in den guten alten Zeiten allein das Abenteuer zu bestreiten (und sie hätten es sich verdient).
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VIDOCQ
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« Antwort #4 am: 01. Juni 2008 um 08:42 »

So, gestern hatte ich endlich das Vergnügen ebenfalls Indy 4 anzusehen.

Um eines Vorweg zu nehmen, meine Berwertung der alten Filme....

Indiana Jones I  10 Narrenkappen
Indiana Jones und der Tempel des Todes  8 Narrenkappen
Indiana Jones und der letzte Kreuzzug  10 Narrenkappen

Durch die meist schlechten Kritiken, auf die ich in der Regel auch nicht viel gebe, waren meine Erwartungshaltungen relativ gedämpft.
Allein die Tatsache die Indy Melodie endlich im Kino zu hören, waren Grund genug das der Film doch garnicht so schlecht sein kann.

Bis zu Mitte des Filmes wären es noch ordenliche  8 Narrenkappen Kappen geworden. Harrison Ford macht seine Sache einfach super, trotz des Alters ist er einfach Indiana Jones.....wenngleich der ein oder andere Spruch leider arg aufgesetzt wirkte.

Cate Blanchett halte ich für eine komplette Fehlbesetzung, nicht nur war ihr "schauspiel" schwach, die ganze Rolle war doch im Prinzip für den A....?!  Über die Story mit Aliens und dem ganzen "übersinnlichen" KrimsKrams hätte ich eventuell noch hinwegsehen können, aber das dann hier zum Schluß Aliens mit nem UFO davon fliegen ist dann doch zuviel des Guten.  Geschockt
Was hat den sowas in nem Indiana Jones Film zu suchen??

Auch die Russen waren ja mehr als schwach, in Zukunft sollten die wohl wieder Nazis nehmen....denen nimmt man den "Bösen" Part wenigstens ab.

Was mich schockert hat, waren die Kulissen?! Ja, hallo! Für einen 2007 produzierten Film ist das ja wohl absolut indiskutabel, so etwas schlechtes...vorallem auf der US Basis am Anfang des Filmes, der Dschungelsequenzen etc.etc. Selbst wenn ich den "Nostalgie" Faktor berückstichtigen würde und das sogar so gewollt wäre, kann ich das nicht nachvollziehen.

Das ein oder andere Logikloch mag dann garnicht mehr richtig ins Gewicht fallen, ich achte in der Regel nicht auf soetwas, aber in diesem Fall war das ja nicht mehr zu übersehen........
- Der Kristalschädel ist Magnetisch.....zum Glück nutzen die Russen offensichtlich Plastikgewehre.....
- 3x mal von Wasserfall gefallen aber Indys Hut sitzt ausgezeichnet
- Flüchtigkeitsfehler...wie gerade noch Nass, in der nächsten Einstellung sind alle wieder trocken.....
-Majas, Azteken gibts da Unterschiede?? ....egal
- Ne Atombombenexplosion in Kühlschrank zu überleben, geschweige denn die Strahlung die Auftritt ist sogar für Indy zuviel des Guten

nur um einige zu nennen, die mir noch spontan einfallen....


Gut, weiter gehts....das Indiana Jones manchmal übertrieben ist....keine Frage. Aber die Lianensequenz war ein schlechter Witz. Fand ich die Erdmännchen am Anfang noch ganz witzig, waren die Affen in dieser Sequenz überflüssig. Die SFX schwanken zwischen "Primeval" und "Kino" Niveau.


Was den Film rettet ist Harrison Ford, zulange habe ich einfach auf eine Fortsetzung gewartet und mich auf ihn gefreut. Lächeln

Deshalb gibts auch  6 Narrenkappen wegen dem Indiana Jones Faktor!!!!!!

Sollte es einen Indiana Jones 5 tatsächlich geben, dann soll HF ein letztes Mal spielen und man sich auf die gute alte Zeit zurückbesinnen, einen Indiana Jones jr. aka LaBeof wird es für mich definitiv nicht geben. Wenn ich Lust auf nen jungen Indy hätte, dann würde ich mir -Die Abenteuer des jungen Indiana Jones ansehen- und nicht in einen Kinofilm gehen....


Denn es kann nur EINEN geben.............HARRISON FORD  Mr. Green

So, dat wars....








« Letzte Änderung: 01. Juni 2008 um 08:47 von VIDOCQ » Gespeichert

JoeCool1980
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« Antwort #5 am: 01. Juni 2008 um 10:42 »

Ich find der erste Teil mit der Bundeslade und den Geistern die da raus kamen war genausoviel Spinnefax wie die Aliens in Teil 4. Das es dermaßen vobei an der Realität geht hätte ich auch nicht erwartet aber sooo schlimm fand ich das nun nich...
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Mit frndl. Grüßen
  JoeCool1980

dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #6 am: 01. Juni 2008 um 10:54 »

Ging mir genauso Vidocq. Du bist nicht allein.  Sehr glücklich
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Alucard
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« Antwort #7 am: 01. Juni 2008 um 11:08 »

Ich find der erste Teil mit der Bundeslade und den Geistern die da raus kamen war genausoviel Spinnefax wie die Aliens in Teil 4.

Word! (evtl. solltest du in deinem Text auch einen Spoiler setzten Zwinkern)

Nicht zu vergessen die heilende/lebensverlängernde Wirkung des Grals im 3. Teil und damit verbunden auch den letzten Kreuzritter, der zum Duell herausfordert. Aber hey, sowas gehört zu Indy nunmal dazu. Und diesmal wird halt ein moderner Mythos aufgegriffen, der allerdings voll in die Zeit passt, zu der der Film spielt. Who cares?!

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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #8 am: 01. Juni 2008 um 11:36 »

Mir gehts nicht darum, dass es Aliens sind, sondern einfach um die Art und Weise wie der Schluss einfach vor die Wand gefahren wird. Aliens und Indy o.k., aber ein paar Lichtblitze und das Ufo fliegt weg? Hallo? Das ist ein Furz. Klar sind alle anderen Indys auch "spinnefax", aber sie basieren dann doch auf Mythen die, meiner Meinung nach eine breitere Basis aufweisen können. Ich hab noch nie was von nem Alienkristallschädel gehört.

Und für mich ist SciFi Geschwurbel kein Fantasy, da ist nichts mystisches. Und deshalb auch kein Indy. Aber daran allein lags ja nicht. Die Russen waren öde, John Hurt dämlich, die Bösewichtin redete mit Akzent und das wars, die Affen-Lianen-Sequenz war schlecht, Ray Winstone überflüssig, das Rindfleisch ging mal gar nicht. Und für mich ist das ganze halt auf Kinderfilm getrimmt worden, damit man möglichst dicke Kohle machen kann.

Harrison und Karen toll, Film schlecht.
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Jorin
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« Antwort #9 am: 01. Juni 2008 um 13:26 »

Was mich schockert hat, waren die Kulissen?! Ja, hallo! Für einen 2007 produzierten Film ist das ja wohl absolut indiskutabel, so etwas schlechtes...vorallem auf der US Basis am Anfang des Filmes, der Dschungelsequenzen etc.etc.

Dito. Area51 sah dermaßen künstlich aus, dass ich mich schon wunderte, dass nicht plötzlich die bemalte Leinwand nach hinten kippt und man Komparsen, Beleuchtung und Busse mit Studiobesuchern vorbei fahren sieht.

Von mir gab es ja eine gute 7, aber ich kann die Kritiken durchaus nachvollziehen. Indy Junior² empfand ich aber jetzt nicht als totalen Deppen, da gab es Schlimmeres (Die Magnetismusfrage z.B. oder Tarzan).
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« Antwort #10 am: 02. Juni 2008 um 15:23 »

Sollte das mit den "schlechten Kulissen" nicht Absicht sein? Ich meine mal irgendwo vernommen zu haben, dass Lucas Spielberg sogar stoppen musste, weil der sogar richtige Pappkulissen verwenden wollte, denen man ansah, dass sie aus Pappe waren.
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« Antwort #11 am: 02. Juni 2008 um 15:49 »

Sollte das mit den "schlechten Kulissen" nicht Absicht sein? Ich meine mal irgendwo vernommen zu haben, dass Lucas Spielberg sogar stoppen musste, weil der sogar richtige Pappkulissen verwenden wollte, denen man ansah, dass sie aus Pappe waren.

Stand so zumindest in der Cinema, aber Nostalie hin oder her wer will bitte billig wirkende Kulissen in einem aktuellen Blockbuster sehen?
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« Antwort #12 am: 02. Juni 2008 um 16:39 »

Stand so zumindest in der Cinema, aber Nostalie hin oder her wer will bitte billig wirkende Kulissen in einem aktuellen Blockbuster sehen?
Für das Feeling um mal zu sehen, dass nicht nur der Computer den Film bestimmt? ICH! Cool
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« Antwort #13 am: 02. Juni 2008 um 16:43 »

Das bekommt man aber auch ohne Computer hin das es nicht billig wirkt
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« Antwort #14 am: 02. Juni 2008 um 16:46 »

So massiv wie Freund Computer sonst zum Einsatz kam, brauchste dir da keine großen Hoffnungen machen Wiesi Zwinkern

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« Antwort #15 am: 02. Juni 2008 um 16:48 »

Also ich sehe auch mal gerne Filme, wo man ggf. sieht das es eben "unecht" ist ... kA, in der heutigen Zeit geht es bei Filmen (bei vielen zumindest) doch nur um den digitalen Einsatz. Es ist doch schon seit längeren soweit, dass deshalb z.B. auf eine gute Story verzichtet und sich allenfalls auf den großen "Bums" verlassen wird (jüngst u.a. 10000 B.C.). Zwischen gewollt dargestellt und Geldmangel sollte man allerdings schon unterscheiden.

@ freeman
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« Letzte Änderung: 02. Juni 2008 um 16:49 von WIESI » Gespeichert
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« Antwort #16 am: 02. Juni 2008 um 17:18 »

Ich versteh sowieso nicht warum das sein musste. Bei den alten Indys hat er ja auch nicht Tricks aus den 70ern herangezogen, damit es nostalgisch wirkt, sondern hat das damals mögliche eingesetzt.
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« Antwort #17 am: 02. Juni 2008 um 21:01 »

Habe ihn am Samstag auch gesehen und bin ob der im Vorfeld von vielen geäußerten Kritik schon fast etwas positiv überrascht worden. Ob die Story jetzt unrealistisch ist oder nicht, interessiert mich bei Indy nicht die Bohne. Ich will unterhalten werden und das hat der Film ganz gut geschafft, wenn auch ich den Schluß etwas komisch (nein, nicht unrealistisch Zwinkern) fand.

Ich hatte immer irgendwie ein Gefühl wie bei Stirb Langsam 4: Freude, dass die Filmserien fortgesetzt wurden, aber doch im Hinterkopf, dass die Klasse der "alten" Filme nicht gehalten werden konnte.

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« Antwort #18 am: 07. Juni 2008 um 10:00 »

Gute Kritik Freeman, kann ich so ohne Problem zustimmen.
Imo sieht der Film billiger aus als die alten Teile, die imo mehr Spaß machen. Vielleicht hätte man die Spiele Fate of Atlantis oder Der Turm von Babel verfilmen sollen.
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« Antwort #19 am: 25. Oktober 2008 um 08:46 »

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels 9 Narrenkappen

Nach all den schlechten Stimmen im Vorfeld war ich echt überrascht. Ist einfach perfekte Unterhaltung. Was spricht eigentlich gegen die Aliens. Ist genauso Fiktion wie der Heilige Gral und die damit verbundene Unsterblichkeit oder die Kräfte der Bundeslade. Außerdem rockt Harrison Ford gewaltig. Sein schiefes Lachen ist einfach genial!

Hab ihn gestern Abend auch gesehen und bin nach kurzem hin und her eigentlich auch zu dem Entschluss gekommen, dass es eigentlich nur eine konsequente Fortführung ist! Dazu passt auch das extrem biedere Standarddesign des Aliens als grüne Männchen mit großen Augen. Denn wenn man sich die ersten drei Teile vor Augen hält, dann sind das auch meist Mythen, die man so oder so ähnlich schon mal gehört hat. Das ändert allerdings nichts daran, dass mir die Auflösung nicht gefiel. Da wäre mir etwas mystisch irdisches lieber gewesen, dass dann aber vermutlich nicht den Hollywood-Größer-Höher-Weiter-Vorstellungen entsprochen hätte.

Harrison Ford war aber gewohnt gut und hatte auch noch den spitzbübischen Charme der Vorgängerfilme. Schön auch, dass man sein Alter nicht kaschiert, sondern zu einem Teil seiner Figur gemacht hat. Shia LaBeouf hat mich nicht gestört. Cate Blanchett war allerdings erschreckend blass!

Was mir gut gefallen hat, war die Tatsache, dass man quasi das Sounddesign (z.B. Faustschläge) aus den Vorgängerfilmen mit übernommen hat. Was hingegen ziemlich arm aussah war der sehr künstliche Look des Films. Es wirkte irgendwie so, als hätte man nur die nötigsten Requisiten und Kulissen aufgestellt und den Rest dann per CGI hinzugefügt. Und jetzt halte ich eigentlich recht viel von ILM, aber das hier gebotene war doch erschreckend! Das Lagerhaus zu Beginn und insbesondere die Kisten wirkten wie mit einem Weichzeichner überzogen und auch die Bildhintergründe wirkten oft sehr künstlich. Mit fortgeschrittener Laufzeit wurde dies aber glücklicherweise besser. Aber auch hier haben die alten Filme imho wesentlich mehr geboten.

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