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Autor Thema: Kritik zu Resident Evil: Extinction  (Gelesen 810 mal)
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freeman
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« am: 01. Oktober 2007 um 19:53 »

In Oldschool auf meiner Lieblingsseite!!!

Für das Klickfaule Gesindel:

Resident Evil: Extinction



Originaltitel: Resident Evil: Extinction
Produktionsjahr: 2007
Herstellungsland: USA
Regie: Russell Mulcahy
Darsteller: Milla Jovovich, Oded Fehr, Ali Larter, Iain Glen, Ashanti, Christopher Egan, Spencer Locke, Matthew Marsden, Linden Ashby, Mike Epps u.a.

Spielverfilmungen sind ein Thema für sich, über das sich trefflich parlieren lässt. Die Anzahl gelungener Spielverfilmungen kann man an einer Hand (manche meinen an einem Finger Zwinkern ) abzählen. Dennoch liefen manche, teils heftig abgewatschte Vertreter erstaunlich erfolgreich in den Kinos oder mauserten sich zu veritablen Videothekengassenhauern. Die beiden prominentesten Vertreter dürften dabei wohl die Bernd Eichinger Produktionen Resident Evil I und II sein. Unterflog dabei die I noch gekonnt den Kritikerbashradar erwischte es die zwei (auch von meiner Seite, wie man oben nachlesen kann) gar heftig. Der finanzielle Erfolg machte aber eine weitere Fortsetzung aus Eichingers Geldbeutelsicht anscheinend unabdingbar ... und man kann sagen: zum Glück! Doch ich greife vor.


Worum geht's`? Ja, da sind wir schon bei dem ersten echten Problem von Resident Evil: Extinction. Eigentlich geht es um Folgendes: Der T-Virus hat nach seiner Freisetzung ALLES Leben auf der Erde ausgelöscht. Die wenigen
Überlebenden durchstreifen fortan die kargen Wüstenlandschaften, die mal unser kleiner grüner Planet waren, und versuchen immer in Bewegung zu bleiben, um so den umherwandelnden, hungrigen, untoten Gestalten aus dem Weg gehen zu können. Derweil versucht die Umbrella Corporation einen Gegenvirus für das T-Virus zu finden. Alice scheint dahingehend ein wichtiger Baustein zu sein ... In Wirklichkeit geht es in Resident Evil III allerdings nur um Folgendes: Ein Wagentross hält irgendwo, metzelt Zombies ab, verliert Mitstreiter, sondert unsäglichen Verbalmüll ab, steigt wieder in den Wagentross und fährt weiter. Kurz darauf hält man wieder, metzelt, stirbt, labert, fährt weiter. Nach zirka 30 Minuten beschloss ich dann für mich, gar nicht erst versuchen zu wollen, zu ergründen, was mir dieser ziemlich unverblümte "Mad Max II trifft Zombie" Quatsch vermitteln wollte und auf einmal funktionierte das bis dahin enorm langweilige, weil komplett sinn- und ziellose Vehikel ganz ordentlich. Denn befreit von Gedankenballast an eine funktionierende Story, konnte man sich auf das Wesentlichste konzentrieren.

Und das heißt in diesem Falle: Russell Mulcahy. Der Regisseur, der noch heute von seinem Highlander Erfolg zehrt und der actiongeilen Fanboygemeinde mit Silent Trigger das Blutwolkenepos überhaupt servierte, meldet sich mit Resident Evil III endlich auf der großen Leinwand zurück und man meint, er sei nie weg gewesen. Verschafft er Resident Evil doch eine dringend notwendige Frischzellenkur. Nichts wackelt mehr, die ewig gleichen, düsteren Stadt- und Gebäudeinnenansichten weichen genialen Wüstenpanoramen und die Kamerafahrten erzeugen in ihrer Brillanz Gänsehaut. Dabei hievt schon das Wüstensetting den dritten Teil in ganz andere Qualitätssphären, ist es doch herrlich unverbraucht und immer wieder aufs Neue Garant für spektakuläre Bilder. So eben auch hier.


Inmitten dieses genialen Endzeitsettings lanciert Russell Mulcahy dann endlich auch das, was man sich bisher von allen Filmen des Resident Evil Franchises versprochen hatte: Blutiges Zombiegematsche. Und das hat es in Resi III nun endlich zuhauf und obendrein rasant und nett choreographiert umgesetzt. Hier spritzt das Blut in hohen Bögen, setzt es derbste Kopfschüsse und darf sich Alice munter durch diverse Zombiehorden schnetzeln. Zwar hat es noch immer keine echten Freßszenen in Resident Evil, allerdings würden die sicher auch den Funansatz des Franchises etwas unterwandern. Und so wird hier halt Zombiematsch produziert, dass es nur so von der Leinwand saftet und das macht ordentlich Spaß. Obendrein gibt es einige fette Explosionen und Milla Jovovich wirkt endlich auch einmal, als wüsste sie, wie Kampfsport funktioniert. Auch der Endfight zwischen Alice und dem mutierten Umbrellaarzt Dr. Isaacs funktioniert hervorragend, auch und vor allem, weil man in der III deutlicher auf CGI unterstützte Effekte setzte, die in der Qualität zwar arg schwanken, aber allesamt ganz ordentlich funktionieren. Genannt seien hierbei vor allem der Angriff der Zombiekrähen und eben der Endgegner von Alice (Tyrant), der den wirklich arg steifen Endgegner aus der II mühelos toppt.

Darstellerisch holt Resi III dabei dann keinerlei Blumentopf. Milla Jovovich stapft nach wie vor vollkommen überfordert durch das Dummbrotscript von Paul W.S. Anderson, der selbiges sicher irgendwann im Suff auf einen Bierdeckel gekritzelt hat. Der Burner ist dann aber die Effektgewalt, mit der man Milla inszeniert. Immer wieder grassierten Gerüchte, man habe für frühere Filme ihre Mäusefäustchen digital aufgepumpt, doch das ist alles nichts gegen ihre Auftritte in diesem Film. Milla wirkt in jeder Szene wie einem FHM oder Playboyheft entsprungen. Ihre Gesichtshaut ist so glatt und wächsern wie bei einer Puppe und in manchen Szenen kann man gar keine Trennung mehr zwischen Gesichtshaut und Lippen ausmachen. Mehr Photoshop geht imo absolut nicht mehr und irgendwann wirkt Milla künstlicher als alle CGI Shots im Film insgesamt! Ali Larter und Co, die Milla flankieren, werden zwar nicht dermaßen verhunzt, fallen im fertigen Film aber auch nicht wirklich auf. Einzig Iain Glen als Oberbadass vermag so etwas wie Duftmarken zu setzen, ansonsten spielt eben Zombiekeile die Hauptrolle und das ist auch gut so. Ein echter Pluspunkt ist der Hammerscore von Charlie Closer, der Tiefbasswelle um Tiefbasswelle durch das Kino pumpt und das Franchise um einige nette Themen erweitert! Da kommt wirklich Freude auf.


Freilich bleibt gegen Ende auch ein Hinweis in Richtung eines vierten Teiles nicht aus und ganz ehrlich: Nehme ich Resident Evil III als eine Art Neuanfang für das Franchise, freue ich mich auf einen weiteren Teil wie Bolle. Vielleicht sollte man endlich Paul W.S. Anderson loswerden und allgemein versierte B-Regisseure ranlassen, dann steckt in dem Franchise auf einmal durchaus richtiges Potential! Das ändert aber nichts daran, dass man Resident Evil III nicht überbewerten sollte. Klar, die Action rockt gewaltig und die Schauwerte stimmen dank Russell Mulcahys versierter Regie hundertprozentig. Das entschuldigt aber nicht das gänzliche Fehlen einer Geschichte und die eklatant miesen und gerne mit bedeutungsvollen Blicken vorgetragenen Dialoge! Und die arme Milla hat langsam mal wirklich eine vernünftige Synchronstimme verdient. Lustlos ist ja gar kein Ausdruck ...
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freeman
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The Punisher
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« Antwort #1 am: 01. Oktober 2007 um 20:02 »

Feine Kritik, den Film werde ich mir wie schon die vorgänger erst auf DVD geben. Irgendwie schreckt mich aber deine Einleitung (Runter vom wagen, Zombie abknallen, sterben, labern, aufsetzen ....) ein wenig ab Zwinkern .

Vielleicht sollte man endlich Paul W.S. Anderson loswerden und allgemein versierte B-Regisseure ranlassen

Dr. Uwe B. Mr. Green Headbanger Zwinkern
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Vince
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Debakelvince


« Antwort #2 am: 01. Oktober 2007 um 20:05 »

Es scheint sich herauszukristallisieren, dass die Actiongemeinde mit diesem dritten Teil tatsächlich mal einigermaßen Spaß hat, wegen Mulcahy eben, während alle anderen nach wie vor ein Stück Hochglanzgülle vom Übelsten vor sich sehen. Ich selbst bin ja eigentlich nie in das Totalbashing der Serie eingestiegen, vor allem der erste Teil hat imo schon ein bisschen was zu bieten. War aber jetzt auch nie so wirklich der Fan, freue mich aber dennoch auf den dritten Teil - ist so eine typische Reihe, in der man mir eigentlich nix kaputtmachen kann, weil ich sie eh nicht so für voll nehme.

Review rockt, besonders der Part, wo du Millas künstliche Präsentation analysierst. Gesichtshaut geht in Lippen über... Rofl!
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freeman
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« Antwort #3 am: 01. Oktober 2007 um 20:10 »

Jipp, denke mal auch, dass man als Actionfan an dem mehr als nur nen bissel Spaß haben kann. Aber die alte Formel von wegen Hirn raus, Film ab ist hier Pflicht, sonst wirds megagaga ... Ich habe bei der Milla manchmal nur darauf gewartet, dass sich die Kamera mal in ihrem Gesicht spiegelt. Das wäre ein riesen Gag gewesen, imo .. so mutig war man dann aber net Lautes Lachen

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freeman
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Carcass77
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« Antwort #4 am: 01. Oktober 2007 um 20:13 »

Schönes Review, den Streifen werde ich mir schon geben. Ich finde die ersten beiden Teile ja schon irgendwie trashig (wenn auch auf hohem Niveau), machen beide aber durchaus Spaß.
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WIESI
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« Antwort #5 am: 01. Oktober 2007 um 20:15 »

Schönes Review freeman! Lächeln Ich selber war am Samstag im Triple - Feature, daher hatte ich auch nocheinmal einen direkten Vergleich der Filme. Für mich ist Extinction ganz klar der Beste Teil der Reihe, schon bei Apocalypse habe ich nicht viel erwartet, aber hier stimmt alles: Szenario, die Action und ab und an ein wenig Humor ("Der hat aber gespritzt, was?" Lautes Lachen). Merkwürdig fand ich leider das doch zu offene Ende und den zu schwachen Endkampf. Würde aber immer noch 7 Narrenkappen vergeben, alleine schon weil Extinction auch altbekannte Charaktere aus den Vorgänger nicht vergessen lässt.
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freeman
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« Antwort #6 am: 01. Oktober 2007 um 20:20 »

Für mich ist Extinction ganz klar der Beste Teil der Reihe

Same here ...

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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #7 am: 01. Oktober 2007 um 21:02 »

Genau meine Meinung, auch wenn ich den Teil 2 mag.  Milas Synchrostimme ist wirklich lustlos ohne Ende und die Photoshoparbeiten ne Lachnummer für sich.  Sehr glücklich Da es endlich mal etwas zur Sache geht und ich hoffe, dass im Original das ganze mehr Spass macht gibts von mir 7. Und ich seh den Teil nicht als den besten an.  Mr. Green
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StS
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« Antwort #8 am: 01. Oktober 2007 um 21:09 »

Auch dank Deiner Kritik bleibt mein Interesse bestehen (anderswo wird der ja ziemlich zerlegt). Bin persönlich sehr auf das Ende gespannt, denn ich habe schon an mehreren Stellen gelesen, dass jenes klasse ausgefallen sein soll (Anderson soll da wohl einen echten Geistesblitz gehabt haben). Nun ja, auf DVD werde ich es dann irgendwann mal herausfinden - insgesamt ist der Streifen für mich eh Pflicht, da ich die Vorgänger auch schon zu schätzen wusste. Russell erntet bei mir schon lange keine Pluspunkte mehr, Milla und Al hingegen sehe ich immer gern. Wird also am Ende unterm Strich passen - davon geh ich einfach mal aus.  Zwinkern
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deBohli
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Let me in the sound.


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« Antwort #9 am: 02. Oktober 2007 um 07:46 »

Review rockt, besonders der Part, wo du Millas künstliche Präsentation analysierst. Gesichtshaut geht in Lippen über... Rofl!
Hehe liest sich wirklich toll.. Auch wenn ich zugeben muss, das Milla der einzige Grund für mich wäre, diesen Film zu schauen.  Zwinkern
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27.04.2010 // Faithless / Volkshaus, Zürich
02.06.2010 // MUSE / Stade de Suisse, Bern
30.06.2010 // Pearl Jam / Wuhlheide, Berlin
13.-15.08.2010 // Heitere Open Air / Heitere, Zofingen
11.09.2010 // U2 / Letzigrund, Zürich
12.09.2010 // U2 / Letzigrund, Zürich
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