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Autor Thema: Meine Kritik zu Death Sentence ...  (Gelesen 1348 mal)
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freeman
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« am: 16. September 2007 um 01:00 »

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Mal als kleinen Diskussionsansatz

Zitat
TV Spielfilm meint:
Death Sentence: Selbstjustizthriller. Man sieht die Neonazis schon im Kino jubeln. Spätestens wenn sich Kevin Bacon den Schädel rasiert, um eine Horde Latinos abzuballern, ist der Film politisch nicht mehr fragwürdig, sondern indiskutabel. Zumal Regisseur James Wan Kevin Bacon als Sympathieträger aufbaut, dessen Leben durch den Mord an seinem Sohn zerstört wird. So wird der Zuschauer manipuliert, den Rachefeldzug zu bejubeln. Und da wundern sich die Amis noch über Schul-Amokläufe.


Was sagt ihr eigentlich zu "Kritiken" wie jener? Eingerechnet den Verbreitungsgrad dieser Zeitschrift. Inklusive folgender Infos: Es gibt im ganzen Film keine einzige Latinohorde (die Bäddies setzen sich aus Schwarzen und offensichtlichen White Trash Figuren zusammen!) geschweige denn rassistisch motivierte Figuren und die Schädelscherszene ist für den letzten Dialog zwischen Bacon und Oberbäddie ungemein wichtig.

In diesem Sinne:
freeman
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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #1 am: 16. September 2007 um 01:09 »

Deine Kritik les ich morgen.  Cool Zu der zitierten: schlimmster Bildjournalismus. Möchte nicht wissen, welche Azubine den Film hat ansehen müssen.  Sehr glücklich
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #2 am: 16. September 2007 um 09:29 »

Na ja, so gut kommt der Film ja allgemein in der Presse nicht weg.

Zur Kritik selbst:
Hört sich gut an - werde aber bis zur DVD warten. Kritik liest sich (wie gewohnt) flüssig und unterhaltsam - ich hätte mir nur die (wichtige) Einbindung der Romanvorlage gewünscht, denn damit hätte man die ganzen "Death Wish"-Vergleiche zudem nett unterfüttern können.  Zwinkern
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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #3 am: 16. September 2007 um 10:23 »

Geht ja nicht darum ob der Film gut ist oder nicht, aber so merkwürdige Vegleiche kann ich immer nicht nachvollziehen. Und ich vertrau da mal freeman wenn er sagt es hat nix mit Latinos zu tun.  Zwinkern
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #4 am: 16. September 2007 um 12:45 »

Okay, das mit dem verallgemeindernden Begriff "Latinos" mag schon stimmen (obwohl sich Freeman ausgerechnet ein Bild mit einer Gestalt aus jenem Kulturkreis für seine Kritik rausgesucht hat  Lautes Lachen ) - aber tendentiell scheint der Film ja doch irgendwo zu manipulieren sowie in Richtung pro-Selbstjustiz zu tendieren. Daher kann ich solche Äußerungen im Ansatz schon nachvollziehen - natürlich wäre eine höhere Qualität der Formulierung klar von Vorteil gewesen...  Zwinkern
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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #5 am: 16. September 2007 um 12:49 »

Klar, aber bitte was macht z.B. Shooter da anders? Oder Death Wish, oder...
Ausserdem ist es ja auch nicht nett, nur anhand des Bildes zu sagen er sei Latino. Kann ja auch ein deutscher Höhensonnenfan sein.  Zwinkern
Aber ich muss den Film erst mal ansehen, dann werde ich mehr dazu sagen können. Aber unglückliche Formulierung ist es allemal.  Sehr glücklich
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #6 am: 16. September 2007 um 12:54 »

Die Besetzungsliste bestätigt schonmal (auf den ersten Blick) 2 Latinos. Wie genau deren Rollen aussehen, kann ich natürlich auch nicht sagen. Vielleicht muss man sich den Film einfach in der OV ansehen, um den Akzent zu hören...  Zwinkern

"Shooter" sehe ich in einer anderen Kategorie - der ist vom Inhalt her nicht realistisch ausgerichtet. Und "Death Wish" ist ja das Lieblingsnegativbeispiel für zweifelhafte Pro-Selbstjustiz-Filme - und man könnte hier ganz leicht die Tatsache anführen, dass der Roman, auf dem dieser Film hier beruht, als direkte Fortsetzung von "Death Wish" konzipiert wurde.

Solche prägnanten Fakten fehlen imo in der Kritik - stattdessen schreibt Pierre ja von "macht Regisseur James Wan ... nicht den Fehler, seinen Streifen zu einem reinrassigen Remake verkommen zu lassen". Mit der Tatsache vor Augen, hätte man etwas anders argumentieren können. Ist halt nur so meine Meinung dazu...
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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #7 am: 16. September 2007 um 12:58 »

Waren ja nur Beispiele. Ich versteh halt nicht warum der jetzt plötzlich böser sein soll als die anderen Filme vorher.  Zwinkern
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StS
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Obsessed with the "mess" that's America


« Antwort #8 am: 16. September 2007 um 13:03 »

Ich denke, weil man diesen Streifen hier aufgrund seiner (zumindest beabsichtigen) Realitätsnähe ernster nehmen kann als solche Dinger wie "the Punisher" oder "Walking Tall" ... Jodie´s neuer Film "the Brave One" schlägt in genau dieselbe Kerbe, vermutlich aber etwas geschickter.
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freeman
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« Antwort #9 am: 16. September 2007 um 19:45 »

Es wird da niemand als Latino verortet ... die Chefs/Hauptfiguren im Bäddielager haben beispielsweise eindeutig weiße Eltern (John Goodman in einer arg lächerlichen Rolle), daher der White Trash Einwand. Die Type, die Bacon auf dem Bild am Wickel hat, ist ein Beispiel für alle Figuren im Film. Irgendwie so richtig nicht zuzuordnen ... Am ehesten noch Figuren, die gerne wie andere Gruppen wären, es aber nicht sind ... Eigenschaftslos halt ... irgendwie.

Vergleiche mit der Vorlage kann ich aufgrund der mangelnden Kenntnis nicht bringen, kenne nur die einschlägigen Filme. Im Grunde bekommt Death Sentence eigentlich das gleiche Pressecho wie damals Man on Fire ... Freilich schon irgendwo nachvollziehbar, nur einfach unglücklichst formuliert (ich gebe offen zu, dass ich vermute, dass der Film gar nicht gesehen wurde ... so nen Vorurteilsding kann ich dir auch nach Ansicht von Bildern und Inhaltsangaben hinklatschen). Und vor allem wieder viel zu sehr in die Kerbe hauend, dass Selbstjustiz voll böse ist usw. Und uns unmündigen und dummen Deutschen scheint man das eben ganz offen nochmal aufs Brot schmieren zu müssen. Weiß net, warum man darin nicht einfach nur Unterhaltung sehen kann ... Es gibt keine "Kauft euch Waffen" Botschaften - eher das Gegenteil und auch die Figur des Nick Hume ist am Ende alles mögliche, nur nicht glücklich. Und das stört mich halt so ... irgendwie ist da null Auseinandersetzung mit dem Film zu spüren, dafür viel Gewälze von Klischees, Vorurteilen und eben Political Correctness ...

In diesem Sinne:
freeman
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Porter
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« Antwort #10 am: 26. September 2007 um 22:03 »

Neonazis jubeln im Kino, selten so einen Quatsch gelesen.  Lautes Lachen

Hab ihn schon gesehen und fand ihn, bis auf`s Ende, ging mir dann irgendwie zu fix, sehr gut und richtig schön altmodisch, bitte mehr davon, solche Streifen habe ich jahrelang vermisst.
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Porter

"Not many men know what their life's worth. I do...70 grand. That's what they took from me and that's what I was going to get back." -
dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #11 am: 21. März 2008 um 21:01 »

Recht guter Film, mit ein paar kleinen Schwächen. 7 Narrenkappen

Wie man da auf Neonazis kommt, ist mir immer noch ein Rätsel. So nen Schreiber würde ich gleich entlassen, denn das entlarvt mal als totalen Fehlgriff. John Goodman ist mal White Trash pur, nennt seinen Sohn Nazi und der hängt mit Latinos und Farbigen rum. Und wie freeman schon sagt, ohne Bacons Schädelrasur (die nicht mal vollständig ist), würde der Schluss nicht funktionieren.

Hat ja schon Bildniveau, die Aussage.  Lautes Lachen
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wolfman
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« Antwort #12 am: 21. März 2008 um 21:04 »

Und nu? Verkaufste? Ich liebäugel nämlich auch schon mit der Blu-ray die es ja teilweise recht günstig (für BR-Verhältnisse) gibt! Die "Unrated"-Version muss man laut sb.com ja nicht unbedingt haben!
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dÆmonicus
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Hokusai


« Antwort #13 am: 21. März 2008 um 21:09 »

Du kannst sie gerne haben. Schick mir halt PN wieviel du ausgeben willst. Sind btw. beide Fassungen drauf.
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